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	<title>Bürgerhaushalt.org &#187; Diskussion</title>
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	<description>Alles zu Bürgerhaushalten in Deutschland</description>
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		<title>B&#252;rgerhaushalt &#8211; Einf&#252;hrung muss durchdacht sein (Teil &#8545;)</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 14:14:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[von Prof. Dr. Gunnar Schwarting, Mainz/Speyer

Losgel&#246;st von der speziellen Problematik einer &#8222;Spar-Partizipation&#8220; ist der B&#252;rgerhaushalt an eine Reihe von Bedingungen und Vorarbeiten gekn&#252;pft, die es auf jeden Fall verbieten, ihn &#8222;auf die Schnelle&#8220; einf&#252;hren zu wollen:
1.	Zun&#228;chst ist eine Verst&#228;ndigung dar&#252;ber herbeizuf&#252;hren, ob und in welcher Form die im Rahmen der Partizipation vorgebrachten Anregungen und Hinweise [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Prof. Dr. Gunnar Schwarting, Mainz/Speyer</em><br />
<img class="left" title="sturm2" src="http://www.buergerhaushalt.org/wp-content/uploads/2011/11/Foto-Dr.-Schwarting-neu.jpg" alt="sturm2" height="100" /><br />
Losgel&ouml;st von der speziellen Problematik einer &bdquo;Spar-Partizipation&ldquo; ist der B&uuml;rgerhaushalt an eine Reihe von Bedingungen und Vorarbeiten gekn&uuml;pft, die es auf jeden Fall verbieten, ihn &bdquo;auf die Schnelle&ldquo; einf&uuml;hren zu wollen:</p>
<p>1.	Zun&auml;chst ist eine Verst&auml;ndigung dar&uuml;ber herbeizuf&uuml;hren, ob und in welcher Form die im Rahmen der Partizipation vorgebrachten Anregungen und Hinweise von der Kommunalvertretung in ihre Entscheidungen eingebracht werden und dort Ber&uuml;cksichtigung finden. Dabei gilt selbstverst&auml;ndlich das Letztentscheidungsrecht der Kommunalvertretung. In dem Zusammenhang ist aber auch festzulegen, ob und in welcher Form eine Information der &Ouml;ffentlichkeit dar&uuml;ber erfolgt, ob eine Anregung aus der B&uuml;rgerschaft auch tats&auml;chlich von der Kommunalvertretung akzeptiert, oder noch weitergehend: im Verwaltungshandeln umgesetzt wurde.</p>
<p>2.	In einem weiteren Schritt ist zu kl&auml;ren, in welcher Phase der Bildung eines neuen Haushalts die B&uuml;rgerbeteiligung einsetzen soll. Grunds&auml;tzlich ist zu unterscheiden zwischen einer Beteiligung vor Erstellung und nach Einbringung des Haushaltsentwurfs durch die Verwaltung. Im ersten Fall wird den interessierten EinwohnerInnen ein hohes Ma&szlig; an eigener Gestaltungsm&ouml;glichkeit einger&auml;umt; inwieweit die daf&uuml;r notwendigen Informationen gegeben sind, um das kreative Potential der &Ouml;ffentlichkeit auch aktivieren zu k&ouml;nnen, muss allerdings genau gepr&uuml;ft werden. Im zweiten Fall gibt es die M&ouml;glichkeit zur konkreten Stellungnahme zu vorliegenden Haushaltsvoranschl&auml;gen, die Ver&auml;nderungsm&ouml;glichkeiten durch die &Ouml;ffentlichkeit sind dabei zweifellos begrenzter.</p>
<p>3.	Im web 2.0 ist Interaktion selbstverst&auml;ndlich. Diese bezieht sich nicht nur auf das Verh&auml;ltnis der beteiligten &Ouml;ffentlichkeit zur Kommune sondern in gleicher Weise auf die Beziehungen unter den teilnehmenden EinwohnerInnen. Daher werden vielfach die Anregungen aus dem B&uuml;rgerhaushaltsverfahren auch zur Kommentierung und Bewertung durch Dritte freigegeben. Damit erweitert sich das Meinungsbild nicht unbetr&auml;chtlich. Es muss allerdings vor Beginn des Verfahrens bekannt sein, ob ein interaktives Verfahren gew&auml;hlt wird, damit sich alle TeilnehmerInnen darauf einstellen k&ouml;nnen.</p>
<p>4.	Kommunalvertretung und Verwaltungsf&uuml;hrung m&uuml;ssen sich von vornherein dar&uuml;ber im Klaren sein, dass ein B&uuml;rgerhaushalt nur dann erfolgreich wirken kann, wenn die &Ouml;ffentlichkeit m&ouml;glichst transparent &uuml;ber die zugegeben sehr komplexen Zusammenh&auml;nge kommunaler Finanzwirtschaft informiert wird. Daf&uuml;r reicht es nicht aus, den Haushaltsplan (bei fr&uuml;hzeitiger Beteiligung den Plan des Vorjahres, bei einer Beteiligung zum Haushaltsentwurf diesen) im Netzt zug&auml;nglich zu machen. Vielmehr m&uuml;ssen verst&auml;ndliche Anleitungen und Erl&auml;uterungen gegeben werden, damit auch EinwohnerInnen, die sich nicht in Fragen der kommunalen Finanzwirtschaft auskennen, an der Diskussion teilnehmen k&ouml;nnen. Wie diese Information geschieht, kann nicht allgemeing&uuml;ltig beantwortet werden. In jedem Fall verlangt sie von der Verwaltung &ndash; nur diese kann diese Arbeit leisten &ndash; einen beachtlichen Input, der nicht unbetr&auml;chtliche personelle Kapazit&auml;ten bindet.</p>
<p>5.	Es sollte vorab eine Verst&auml;ndigung dar&uuml;ber geben, in welcher Form in den Abstimmungs&#8209; und den Diskussionsprozess eingegriffen werden darf. Dies k&ouml;nnte zum einen notwendig werden, wenn &Auml;u&szlig;erungen diskriminierenden, beleidigenden oder verletzenden Inhalts getroffen werden. Zum anderen sollte ein Mechanismus eingef&uuml;gt werden, um eine technisch gesteuerte H&auml;ufung von Voten zur Durchsetzung bestimmter (partikularer) Interessen zu vermeiden. Gerade dieser Punkt ist sehr sensibel, da rasch der Vorwurf der &bdquo;Zensur&ldquo; erhoben wird. Gleichwohl sollten sich Verwaltungsf&uuml;hrung und Kommunalpolitik fr&uuml;hzeitig dar&uuml;ber Gedanken machen, ob und wie auf entsprechende Entwicklungen reagieren wollen. Nach den bisherigen Erfahrungen scheint das Problem (noch) nicht allzu gro&szlig; zu sein.</p>
<p>6.	Die Kommunalpolitik muss sich dessen bewusst sein, dass ein B&uuml;rgerhaushalt keine einmalige Veranstaltung ist sondern &ndash; einmal eingef&uuml;hrt &ndash; auch in den Folgejahren beibehalten werden muss. Ob dies bedeutet, dass ein B&uuml;rgerhaushalt zu einer Dauereinrichtung werden sollte, sei im Moment dahingestellt. Ein mehrj&auml;hriges Verfahren ist indessen schon deshalb erforderlich, um im Laufe der Zeit mehr EinwohnerInnen f&uuml;r das Verfahren zu gewinnen und Hemmschwellen gegen&uuml;ber dem neuen Instrument abzubauen. Hinzu kommt, dass zahlreiche &ndash; von der Kommunalpolitik &uuml;bernommene &ndash;  Anregungen aus der &Ouml;ffentlichkeit nicht unmittelbar umgesetzt werden k&ouml;nnen sondern eines l&auml;ngeren Vorlaufs bed&uuml;rfen. Rechenschaft kann dann ohnedies erst nach einer gewissen Zeit gegeben werden.</p>
<p>7.	Der B&uuml;rgerhaushalt ist kein isoliertes Instrument. Wird die M&ouml;glichkeit einer breiten &Ouml;ffentlichkeitsdebatte zu Budgetfragen er&ouml;ffnet, stellt sich im Anschluss daran die Frage, wie es sich mit weiteren kommunalen Themen insbesondere im Bereich des Planungs&#8209; und Baurechts verh&auml;lt. Es d&uuml;rfte kaum m&ouml;glich sein, auf diesen Feldern Beteiligungsm&ouml;glichkeiten zu verneinen, wenn sie im Bereich des Haushalts bereits existieren. Die Kommunalpolitik sollte daher im Vorhinein wissen und akzeptieren, dass der B&uuml;rgerhaushalt der Einstieg in eine wesentlich umfassendere B&uuml;rgerbeteiligung sein kann.</p>
<p>Diese wenigen Ausf&uuml;hrungen sollten gezeigt haben, dass die Einf&uuml;hrung eines B&uuml;rgerhaushalts gut durchdacht und vorbereitet sein will. Gleichwohl werden sich auch dann die Ergebnisse eines B&uuml;rgerhaushalts kritischen Fragen stellen m&uuml;ssen. Der wichtigste Einwand hebt ab auf die H&ouml;he der Beteiligung, die dann mit der weitaus h&ouml;heren Beteiligung an Kommunalwahlen verglichen wird. Hinzu kommt der Vorbehalt, ein B&uuml;rgerhaushalt sei ohnehin nur etwas f&uuml;r eine kleine Gruppe Engagierter und damit auf keinen Fall repr&auml;sentativ. Schlie&szlig;lich wird eingewandt, kommunale Haushalte seien viel zu komplex, um sie in offenen Foren angemessen er&ouml;rtern zu k&ouml;nnen. Von Verwaltungen wird zudem auf den betr&auml;chtlichen (Einf&uuml;hrungs&#8209;)Aufwand verwiesen. </p>
<p>Die Kritikpunkte sollen gewiss nicht gering geachtet werden. Sie &uuml;bersehen allerdings, dass der B&uuml;rgerhaushalt keine endg&uuml;ltige Entscheidung darstellt. Vielmehr ist es nach wie vor Aufgabe der Kommunalvertretung, angemessen zwischen den Vorschl&auml;gen der &Ouml;ffentlichkeit und anderen Anliegen abzuw&auml;gen. Damit wird ihre durch die Volkswahl definierte Stellung auch nicht beeintr&auml;chtigt; die Kommunalvertretung muss indessen mehr als in der Vergangenheit ihre Entscheidungen auch nach au&szlig;en begr&uuml;nden. Dass die &Ouml;ffentlichkeit zudem nicht in der Lage sein solle, auch komplexe Fragen zu diskutieren, haben zum einen die bisherigen Erfahrungen mit B&uuml;rgerhaushalten, aber auch die B&uuml;rgerbeteiligung im Rahmen der Kommunal&#8209; und Verwaltungsreform in Rheinland-Pfalz gezeigt. Insoweit kann der B&uuml;rgerhaushalt die finanzwirtschaftliche Steuerung einer Kommune zwar nicht ersetzen, wohl aber gut erg&auml;nzen. Ob die daf&uuml;r erforderlichen Ressourcen gut angelegt sind, muss jede Kommune allerdings selbst entscheiden.</p>
<p><a title="Einf&uuml;hrung muss durchdacht sein Teil I" href="buergerhaushalt-einfuehrung-muss-durchdacht-sein-teil-i">Den ersten Teil des Artikels finden Sie hier</a></p>
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		<title>B&#252;rgerhaushalt &#8211; Einf&#252;hrung muss durchdacht sein (Teil &#8544;)</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 14:14:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der 4. Statusbericht zu B&#252;rgerhaushalten in Deutschland weist immerhin 207 Kommunen aus, die sich in irgendeiner Form mit dem Konzept eines B&#252;rgerhaushalts befassen; die Zahl derjenigen Kommunen, die bereits &#252;ber mehrere Jahre aktiv ein B&#252;rgerhaushaltsverfahren betreiben, ist naturgem&#228;&#223; deutlich kleiner. Das Ergebnis mag angesichts von fast 12.000 St&#228;dten, Gemeinden und Kreisen in Deutschland noch sehr wenig erscheinen; dabei sollte jedoch nicht au&#223;er Acht gelassen werden, dass ein betr&#228;chtlicher Teil der Gemeinden gerade in S&#252;ddeutschland sehr klein ist, f&#252;r die ein formalisiertes B&#252;rgerhaushaltsverfahren allein schon wegen fehlender administrativer Kapazit&#228;ten nicht in Frage kommt. Gerade hier ist aber zu unterstellen, dass die B&#252;rgerschaft ganz unmittelbar in viele Entscheidungen zur Generierung und Verwendung von Haushaltsmitteln eingebunden ist.
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			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Prof. Dr. Gunnar Schwarting, Mainz/Speyer</em><br />
<img class="left" title="sturm2" src="http://www.buergerhaushalt.org/wp-content/uploads/2011/11/Foto-Dr.-Schwarting-neu.jpg" alt="sturm2" height="100" /> Der 4. Statusbericht zu B&uuml;rgerhaushalten in Deutschland weist immerhin 207 Kommunen aus, die sich in irgendeiner Form mit dem Konzept eines B&uuml;rgerhaushalts befassen; die Zahl derjenigen Kommunen, die bereits &uuml;ber mehrere Jahre aktiv ein B&uuml;rgerhaushaltsverfahren betreiben, ist naturgem&auml;&szlig; deutlich kleiner. Das Ergebnis mag angesichts von fast 12.000 St&auml;dten, Gemeinden und Kreisen in Deutschland noch sehr wenig erscheinen; dabei sollte jedoch nicht au&szlig;er Acht gelassen werden, dass ein betr&auml;chtlicher Teil der Gemeinden gerade in S&uuml;ddeutschland sehr klein ist, f&uuml;r die ein formalisiertes B&uuml;rgerhaushaltsverfahren allein schon wegen fehlender administrativer Kapazit&auml;ten nicht in Frage kommt. Gerade hier ist aber zu unterstellen, dass die B&uuml;rgerschaft ganz unmittelbar in viele Entscheidungen zur Generierung und Verwendung von Haushaltsmitteln eingebunden ist.</p>
<p>Eine &ndash; wenngleich nicht unproblematische &ndash; Dynamik hat die Diskussion um B&uuml;rgerhaushalte in j&uuml;ngster Zeit allerdings durch den versch&auml;rften Konsolidierungsdruck erhalten. In dem Bem&uuml;hen, Einsparungen oder Erh&ouml;hungen von Abgaben m&ouml;glichst einvernehmlich umzusetzen, haben viele Kommunen zumindest erwogen, die B&uuml;rgerschaft &ndash; genauer: EinwohnerInnen &ndash; in die Entscheidungsfindung einzubeziehen. Die Verpflichtung der Kommunen, die in Rheinland-Pfalz am &bdquo;Entschuldungsfonds&ldquo; teilnehmen, die mit der Aufsichtsbeh&ouml;rde vereinbarten Ma&szlig;nahmen zur Leistung des dort vorgesehenen eigenen Drittels in geeigneter Weise im Internet zu pr&auml;sentieren, f&ouml;rdert dies gewiss. Allerdings wird in dem Fall eine aktive Beteiligung der &Ouml;ffentlichkeit schwierig sein, da die Vereinbarungen mit der Aufsichtsbeh&ouml;rde in den n&auml;chsten Monaten getroffen werden m&uuml;ssten. Hier sind insoweit andere, einfachere Formen der Mitwirkung als ein B&uuml;rgerhaushalt erforderlich, soll der Eindruck vermieden werden, das Konsolidierungsprogramm entstehe in einer &bdquo;black box&ldquo;.</p>
<p>Aus kommunaler Sicht sind im Konsolidierungsprozess aber auch zwei weitere Erw&auml;gungen zum B&uuml;rgerhaushalt ma&szlig;geblich: Zum einen f&auml;llt es einer Kommunalvertretung leichter, solche Konsolidierungsma&szlig;nahmen zu beschlie&szlig;en, die von einer (breiten) Mehrheit auch in der Bev&ouml;lkerung getragen werden. Das birgt indes die Gefahr, dass durchaus berechtigte spezielle Interessen dabei verloren gehen. Ein Beispiel mag die Ber&uuml;cksichtigung von Anliegen einzelner (kleinerer) Ortsteile sein. Zum anderen dient ein negatives Votum aber auch dazu, Auflagen und Hinweise der Aufsichtsbeh&ouml;rden mit dem Verweis auf die &ouml;ffentliche Meinung abzulehnen. Vor allem Mehrbelastungen, die einen gro&szlig;en Kreis betreffen w&uuml;rden (Grundsteuer B, Geb&uuml;hrens&auml;tze), w&auml;ren von einem solchen Verdikt m&ouml;glicherweise besonders betroffen. Ob eine solche Instrumentalisierung von B&uuml;rgerhaushalten deren Grundgedanken gerecht wird bzw. den haushaltswirtschaftlichen Notwendigkeiten dient, muss zumindest fraglich bleiben.</p>
<p><a title="Einf&uuml;hrung muss durchdacht sein Teil II" href="/diskussion/buergerhaushalt-einfuehrung-muss-durchdacht-sein-teil-ii">Hier geht es zum zweiten Teil des Artikels</a></p>
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		<title>Mainz: Das Engagement muss von oben kommen</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 12:35:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Manfred Wolf, Mitglied der Initiative "Kommunaler B&#252;rgerhaushalt f&#252;r Mainz" hat in einem Interview mit der Frankfurter Rundschau &#252;ber Erfolgsfaktoren von b&#252;rgerbeteiligten Haushaltsverfahren gesprochen. Sein Fazit: Um m&#246;glichst viele B&#252;rger einzubinden, muss das Engagement von ganz oben, m&#246;glichst direkt vom B&#252;rgermeister oder einem Dezernenten, kommen.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Manfred Wolf, Mitglied der Initiative &#8222;Kommunaler B&uuml;rgerhaushalt f&uuml;r Mainz&#8220; hat in einem <a href="http://www.fr-online.de/frankfurt/manfred-wolf-kaempfte-fuer-mainzer-buergerhaushalt--konkrete-fragen-sind-wichtig-,1472798,11058848.html">Interview mit der Frankfurter Rundschau </a>&uuml;ber Erfolgsfaktoren von b&uuml;rgerbeteiligten Haushaltsverfahren gesprochen. Sein Fazit: Um m&ouml;glichst viele B&uuml;rger einzubinden, muss das Engagement von ganz oben, m&ouml;glichst direkt vom B&uuml;rgermeister oder einem Dezernenten, kommen.</p>
<p>In Mainz waren auf Anregung der Initiative in den letzten Jahren B&uuml;rger zu Informations&#8209; und Beratungsveranstaltungen in das Rathaus eingeladen worden. Was hat sich durch diese Beteiligung ver&auml;ndert und wie hoch war die Beteiligung der B&uuml;rger, fragte die Frankfurter Rundschau?<em> Anfangs waren es 100, am Schluss noch 30, </em>so Wolf. Den Grund daf&uuml;r sieht er in dem fehlenden Engagement der Politik: <em>Man konnte aber sehen, dass es nicht reicht, wenn sich eine Gruppe von B&uuml;rgern daf&uuml;r einsetzt, mehr Mitsprache zu bekommen. Damit wirklich ein breiter Teil der Bev&ouml;lkerung eingebunden wird, muss das Engagement dazu von oben, aus dem Rathaus selbst, kommen. </em></p>
<p><em> </em>Durch Werbe&#8209; und Informationsma&szlig;nahmen m&uuml;ssten alle Haushalte direkt angesprochen werden.&nbsp;Wichtig sei auch, dass m&ouml;glichst konkrete Fragen und Projekte zur Diskussion st&auml;nden. Es sei selbstverst&auml;ndlich, dass nicht alle Projekte, die von den B&uuml;rgern angeregt werden, umgesetzt werden k&ouml;nnen. Deswegen sei es auch gut, dass letzten Endes immer die Politik die Entscheidungen trifft. &nbsp;Wolf glaubt aber daran, dass die B&uuml;rger&#160;&#8211; wenn man Ihnen die M&ouml;glichkeit einer Beteiligung bietet&#160;&#8211; auch bereit sein, daf&uuml;r einen eigenen Beitrag zu leisten. So h&auml;tten die Mainzer B&uuml;rger beispielsweise eine Anhebung der Grundsteuer unterst&uuml;tzt.</p>
<p><a title="Interview FR" href="http://www.fr-online.de/frankfurt/manfred-wolf-kaempfte-fuer-mainzer-buergerhaushalt--konkrete-fragen-sind-wichtig-,1472798,11058848.html">Link zum vollst&auml;ndigen Interview in der Frankfurter Rundschau</a></p>
<p><em><br />
</em></p>
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		<title>Beh&#246;rdenspiegel: B&#252;rgerhaushalte im Diskurs</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 09:46:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Behördenspiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Manipulation]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Beh&#246;rdenspiegel hat in einem Themenschwerpunkt alle Artikel zum Theme B&#252;rgerhaushalt zusammengestellt. Die Verfahren werden dort zum Teil auch kritisch hinterfragt, unter anderem von Dr. Stephan Eisel von der Konrad-Adenauer-Stiftung...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Beh&ouml;rdenspiegel hat in einem<a href="http://www.behoerden-spiegel.de/Themenschwerpunkte/Buergerhaushalte/"> Themenschwerpunkt alle Artikel zum Theme B&uuml;rgerhaushalt</a> zusammengestellt. Die Verfahren werden dort zum Teil auch kritisch hinterfragt, unter anderem von Dr. Stephan Eisel von der Konrad-Adenauer-Stiftung (<a href="http://www.buergerhaushalt.org/wp-content/uploads/2011/08/eisel-bhh.pdf">&#8222;Ein teurer Spa&szlig;? Online-B&uuml;rgerhaushalte in der Kritik&#8220;, Beh&ouml;rdenspiegel August/2011</a>).</p>
<p>Neben der fehlenden Verbindlichkeit kritisiert Eisel laut Artikel auch die fehlende Repr&auml;sentativit&auml;t der Online-Verfahren: <em>&#8222;Durch die Komplexit&auml;t internet-basierter B&uuml;rgerhaushalte wird eine kleine Minderheit der Zeitreichen privilegiert und deshalb selbst die popul&auml;rsten Abstimmungsfragen von weniger als nur einem Prozent der Wahlberechtigten beantwortet werden&#8220;, so Eisel.</em><br />
Ein weiteres Problem sehe er in der Manipulationsgefahr durch Mehrfachabstimmungen und die Teilnahme von Ortsfremden, die das Stimmungsbild verzerren k&ouml;nnten.</p>
<p><em><a href="http://www.buergerhaushalt.org/wp-content/uploads/2011/08/eisel-bhh.pdf">Weitere Kritikpunkte Eisels</a> und andere Artikel zum Themenschwerpunkt B&uuml;rgerhaushalte finden Sie hier:</em></p>
<p><a href="http://www.behoerden-spiegel.de/Themenschwerpunkte/Buergerhaushalte/">Link zum Dossier auf behoerden-spiegel.de</a></p>
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		<title>Welt Online: &#8222;Beteiligung muss in die Kultur der Gemeinde &#252;bergehen&#8220;</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jul 2011 15:20:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Stuttgart]]></category>

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		<description><![CDATA[Immer mehr Kommunen tun es - die B&#252;rger an Haushaltsentscheidungen beteiligen. Die Welt versucht in einem Artikel anhand der B&#252;rgerhaushalte in Berlin Lichtenberg, Esslingen und Stuttgart erfolgreiche Modelle und Risiken zusammenzufassen.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immer mehr Kommunen tun es&#160;&#8211; die B&uuml;rger an Haushaltsentscheidungen beteiligen. Die Welt versucht in einem <a href="http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13483170/Wenn-Buerger-ueber-den-Haushalt-mitentscheiden.html">Artikel</a> anhand der B&uuml;rgerhaushalte in Berlin Lichtenberg, Esslingen und Stuttgart erfolgreiche Modelle und Risiken zusammenzufassen.</p>
<p>In Esslingen zum Beispiel, einer der ersten deutschen St&auml;dte, die einen B&uuml;rgerhaushalt durchgef&uuml;hrt haben, sei der B&uuml;rgerhaushalt wegen des hohen Aufwandes wieder eingestellt worden: <em>Der Personaleinsatz sei, gemessen am Interesse, zu gro&szlig; gewesen, sagte der Esslinger Finanzb&uuml;rgermeister Bertram Schiebel der Nachrichtenagentur dpa: &bdquo;Je mehr B&uuml;rgerbeteiligung, desto mehr qualifizierte Antworten m&uuml;ssen Sie auch geben.&ldquo;</em></p>
<p>Ein &auml;hnlicher Pionier in Sachen B&uuml;rgerhaushalten war Lichtenberg: 2005 f&uuml;hrten sie zum ersten Mal einen B&uuml;rgerhaushalt durch und sind im Gegensatz zu Esslingen auch dabei geblieben; mittlerweile geht der Lichtenberger Haushalt in die siebte Runde. Das Verfahren ist mit den Jahren gewachsen: <em>Mit jedem Haushalt versucht Bezirksb&uuml;rgermeisterin Christina Emmrich, ein wenig nachzujustieren.<br />
</em> Dass ein B&uuml;rgerhaushalt Arbeit bedeuten w&uuml;rde, war ihr von vornherein klar. <em>Bereits ein Jahr vor der Einf&uuml;hrung 2005 trommelte die Bezirksb&uuml;rgermeisterin von Berlin-Lichtenberg auf Veranstaltungen f&uuml;r ihre Pl&auml;ne, streute ihre Hoffnungen &uuml;ber eine neue Form des Miteinanders &uuml;ber die Medien. &bdquo;Wer einfach nur sagt: B&uuml;rgerlein, komm mal &ndash; das klappt auf keinen Fall&ldquo;, sagt die Linke-Politikerin. &bdquo;Man braucht einen langen Vorlauf, viele Diskussionen und den pers&ouml;nlichen Einsatz von vielen Menschen.&ldquo;</em></p>
<p>Jochen Franzke, Verwaltungswissenschaftler der Universit&auml;t Potsdam, beurteilt das Lichtenberger Verfahren positiv: Es sei<em> ein deutschlandweites Beispiel f&uuml;r einen gelungenen B&uuml;rgerhaushalt</em>, hei&szlig;t es in dem Artikel. Im Allgemeinen gehe er davon aus, dass B&uuml;rgerbeteiligungsverfahren &uuml;ber mehrere Jahre hinweg durchgef&uuml;hrt werden m&uuml;ssten, bis sie sich wirklich etablieren und<em> in die Kultur der Gemeinde &uuml;bergehen.</em> Dies h&auml;tte sich in den bisher bekannten B&uuml;rgerhaushaltsverfahren gezeigt. </p>
<p>Der gerade erst angelaufene Stuttgarter B&uuml;rgerhaushalt habe daher noch einen langen Weg vor sich. Die Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion Roswitha Blind setzte sich f&uuml;r das Verfahren ein: <em>Auch in Stuttgart hielt Roswitha Blind einen B&uuml;rgerhaushalt lange nicht f&uuml;r m&ouml;glich. Doch dann kamen die Demonstrationen gegen den neuen Bahnhof. Blind nutzte die Situation Ende des vergangenen Jahres, um ihre Idee bei den anderen Fraktionen durchzusetzen: &bdquo;Es war eine Atmosph&auml;re, in der sich keiner getraut hat, sich gegen B&uuml;rgerbeteiligung zu stellen.&ldquo;</em> Jetzt hei&szlig;t es abwarten und hoffen, dass sich viele B&uuml;rger beteiligen. <em>&bdquo;Die entscheidende Frage ist: Machen gen&uuml;gend B&uuml;rger mit, sodass die Ergebnisse einigerma&szlig;en repr&auml;sentativ sind&ldquo;, sagt Blind.</em> </p>
<p>Das Problem der Repr&auml;sentativit&auml;t kennt auch Franzke. B&uuml;rgerhaushalte seien f&uuml;r ihn daher immer noch ein Experiment. <em>&bdquo;Wir reden &uuml;ber ein bis zwei Prozent der B&uuml;rger, die sich in den jeweiligen Gemeinden beteiligen&ldquo;, sagte Franzke. Doch er sieht, was m&ouml;glich ist: &bdquo;In Lateinamerika sind es mittlerweile bis zu 30 Prozent. Da entsteht eine ganz andere Diskussionsdynamik.&ldquo;</em><br />
Der f&uuml;r ihn wohl wichtigste Erfolgsfaktor f&uuml;r B&uuml;rgerbeteiligung ist eine tats&auml;chliche Einbeziehung der B&uuml;rger. Sein Fazit: <em>&bdquo;Lokale Politik, Verwaltung und B&uuml;rgergesellschaft m&uuml;ssen zusammenarbeiten. Es darf keine Frontalpolitik mehr geben. Wenn man dies nicht will, sollte man es lieber lassen.&ldquo;</em></p>
<p><a href="http://www.welt.de/dieweltbewegen/article13483170/Wenn-Buerger-ueber-den-Haushalt-mitentscheiden.html">Link zum vollst&auml;ndigen Artikel auf Welt Online</a></p>
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		<title>Interview: Warum Esslingens B&#252;rgerhaushalt auf dem Abstellgleis steht</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jul 2011 09:06:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Esslingen war 2003 eine der ersten deutschen St&#228;dte einen B&#252;rgerhaushalt durchgef&#252;hrt, doch leider wurde das Projekt auch schnell wieder eingestellt. In einem Interview mit der S&#252;dwestumschau erkl&#228;rt der Finanzb&#252;rgermeister Betram Schiebel nun, wie es dazu kam...
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Esslingen war 2003 eine der ersten deutschen St&auml;dte einen B&uuml;rgerhaushalt durchgef&uuml;hrt hat, doch leider wurde das Projekt auch schnell wieder eingestellt. In einem Interview mit der <a href="http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/ueberregional/baden-wuerttemberg_artikel,-Fuer-Esslingen-war-der-Buergerhaushalt-einfach-zu-aufwendig-_arid,138872.html">S&uuml;dwestumschau</a> erkl&auml;rt der Finanzb&uuml;rgermeister Betram Schiebel nun, wie es dazu kam:</p>
<p><em>Es lag am Aufwand. Man muss irgendwann Entscheidungen treffen: Je mehr B&uuml;rgerbeteiligung, desto mehr qualifizierte Antworten m&uuml;ssen Sie auch geben. Um Haushaltsfragen richtig zu erkl&auml;ren, m&uuml;ssen Sie diejenigen nehmen, die den &Uuml;berblick haben. F&uuml;r uns war das dann insgesamt zu aufwendig. </em>Dabei sei die&nbsp;Qualit&auml;t der B&uuml;rgervorschl&auml;ge eigentlich zufriedenstellend und auch breit gef&auml;chert gewesen.</p>
<p>Schiebel sieht in B&uuml;rgerhaushalten vor allem den Vorteil, dass die B&uuml;rger durch die aufbereiteten Informationen Haushaltszusammenh&auml;nge besser nachvollziehen k&ouml;nnen&#160;&#8211; aus diesem Grund bietet die Stadt Esslingen auch weiterhin &ouml;ffentliche Haushaltssitzungen und Haushaltspl&auml;ne im Internet an.</p>
<p>Er bef&uuml;rchtet aber, dass die Rollenverteilung bei B&uuml;rgerhaushaltsverfahren unklar sei: <em>Die Schwierigkeit ist aber, es so zu organisieren, dass Gemeinder&auml;te und B&uuml;rgerhaushalt nicht in Konkurrenz treten. Ist das eine Informationsaufbereitung f&uuml;r die gew&auml;hlten Vertreter oder ersetzt sie das? Dann wird nat&uuml;rlich die Repr&auml;sentanz entwertet. </em></p>
<p><a href="http://www.tagblatt.de/Home/nachrichten/ueberregional/baden-wuerttemberg_artikel,-Fuer-Esslingen-war-der-Buergerhaushalt-einfach-zu-aufwendig-_arid,138872.html">Link zum vollst&auml;ndigen Artikel der S&uuml;dwestumschau</a></p>
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		<title>Thema NRW im WDR5: &#8222;Ende der Politikverdrossenheit oder Macht des Stammtisches?&#8220;</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jul 2011 08:39:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 1.7.2011 wurde im WDR5 die Sendung Thema NRW &#8222;Die B&#252;rger kommen! Ende der Politikverdrossenheit oder Macht des Stammtisches? &#8220; ausgestrahlt. In der Zusammenfassung hei&#223;t es:
Politikverdrossenheit war gestern. Heute wollen B&#252;rger mitreden. B&#252;rger t&#252;fteln im Auftrag des Bundespr&#228;sidenten an M&#246;glichkeiten, wie sich die Menschen mehr einbringen k&#246;nnen. Kritiker aber warnen vor der Macht des Stammtisches. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 1.7.2011 wurde im WDR5 die Sendung Thema NRW &#8222;Die B&uuml;rger kommen! Ende der Politikverdrossenheit oder Macht des Stammtisches? &#8220; ausgestrahlt. In der Zusammenfassung hei&szlig;t es:</p>
<p><em>Politikverdrossenheit war gestern. Heute wollen B&uuml;rger mitreden. B&uuml;rger t&uuml;fteln im Auftrag des Bundespr&auml;sidenten an M&ouml;glichkeiten, wie sich die Menschen mehr einbringen k&ouml;nnen. Kritiker aber warnen vor der Macht des Stammtisches. Thema NRW kl&auml;rt auf und sagt, wo was wie l&auml;uft. </em></p>
<p>Die Sendung kann (auch Ausschnittsweise) nachgeh&ouml;rt werden: <a href="http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2011/07/01/thema-nrw.xml">www.wdr.de/mediathek/html/regional/2011&#8260;07/01/thema-nrw.xml</a></p>
<p>Teile der Sendung besch&auml;ftigen sich auch mit dem B&uuml;rgerhaushalt, u.a. am Beispiel Vlotho und G&uuml;tersloh, und der Frage, welche Auswirkungen Verfahren haben, die auf das Internet setzen.</p>
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		<title>bonn-packts-an.de: Das Problem der Interessenskonflikte</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 15:29:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA["Auf der Suche nach dem Gemeinwohl" betitelt der General Anzeiger einen aktuellen Artikel zum Bonner B&#252;rgerhaushalt - im Zentrum steht unter anderem die Frage, wie viele verschiedene Interessen und Meinungen in politischen Prozessen unter einen Hut gebracht werden k&#246;nnen...
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			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Auf der Suche nach dem Gemeinwohl&#8220; betitelt der <a href="http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&amp;itemid=10490&amp;detailid=906801">General Anzeiger</a> einen aktuellen Artikel zum Bonner B&uuml;rgerhaushalt&#160;&#8211; im Zentrum steht unter anderem die Frage, wie viele verschiedene Interessen und Meinungen in politischen Prozessen unter einen Hut gebracht werden k&ouml;nnen.</p>
<p>So st&uuml;nde zum Beispiel die Kulturlobby gegen jene, die auf Zusch&uuml;sse in diesem Bereich gut verzichten k&ouml;nnten: <em>Einer schreibt: &#8222;Kultur ist f&uuml;r mich &uuml;berlebenswichtig&#8220;&#160;&#8211; und erh&auml;lt postwendend ein Echo: &#8222;Du wirst schon nicht sterben ohne Oper.&#8220;</em><br />
So best&uuml;nde also zwischen den 12.739 Teilnehmer/innen absolut kein Konsens &uuml;ber die m&ouml;glichen Sparma&szlig;nahmen. Das stelle auch den Bonner Oberb&uuml;rgermeister Nimptsch vor ein Problem: Die b&uuml;rgerliche Zustimmung reiche gerade mal f&uuml;r Sparma&szlig;nahmen in der H&ouml;he von 45,2 Millionen, nicht genug um den Bonner Haushalt zu sichern.</p>
<p>Neben den Kontroversen auf der Online-Plattform best&uuml;nde aber auch das Problem der Stimmen der <em>Online-Sprachlosen,</em> wie es in dem Artikel hei&szlig;t, also derer, die &uuml;ber keinen Zugang zum Internet verf&uuml;gten, z.B. Personen in Alten&#8209; und Pflegeheimen. Dabei w&uuml;rde vor allem &uuml;ber ihre Belange h&auml;ufig &uuml;ber ihren Kopf hinweg entschieden.</p>
<p>Dieses Ph&auml;nomen erkl&auml;rt Professor Lars Holzkamp von der Fernuniversit&auml;t Hagen: Es best&uuml;nde n&auml;mlich ein weiterer Interessenskonflikt&#160;&#8211; w&auml;hrend Politik und Verwaltung Entscheidungen in der Regel <em>dazu tendieren, die Akteure unter Zeitdruck zu setzen und in der parlamentarischen Arena m&ouml;glichst wenig Diskussionsraum und Entscheidungsspielr&auml;ume einzur&auml;umen, werden zivilgesellschaftliche Akteure bestrebt seien, das Gegenteil zu erreichen, um die Schlie&szlig;ung von Einrichtungen und massive K&uuml;rzungen abzuwenden. </em>Daraus folge, dass Entscheidungen oft als alternativlos dargestellt w&uuml;rden, in der Hoffnung, Diskussionen dar&uuml;ber zu vermeiden. Dies gelinge besonders gut, bei Themenfeldern, die &uuml;ber keine wirkliche Lobby verf&uuml;gten, so hei&szlig;t es im General-Anzeiger.</p>
<p>Und wo bleibt dabei das gesuchte Gemeinwohl? Die Antwort bleibt der Artikel schuldig, eine m&ouml;gliche Richtung w&auml;re aber: Gemeinwohl gibt es nur, wenn eine Beteiligung auf allen Ebenen gew&uuml;nscht ist und alle Parteien auch tats&auml;chlich die M&ouml;glichkeit haben, sich zu beteiligen?</p>
<p><a href="http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&amp;itemid=10490&amp;detailid=906801">Link zum vollst&auml;ndigen Artikel des General Anzeigers</a></p>
<p><em>&Uuml;berarbeitet am 5.7.2011, 10:30&#160;Uhr durch Redaktion</em></p>
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		<title>ruhrbaron.de: B&#252;rgerhaushalte als Beispiel f&#252;r demokratischen Wandel</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Jun 2011 12:58:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vom Ende der korporatistischen Demokratie spricht Martin Boettger vom Ruhrbaron und meint damit die kaum mehr aufzuhaltende Entwicklung von einer wirklichkeitsfernen, in eigenen Sph&#228;ren treibenden zu einer b&#252;rgernahen und in der Gesellschaft verankerten Politik. Neben internationalen Entwicklungen wie dem arabischen Fr&#252;hling verweist Boettger auf kommunalpolitische Versuche, zum Beispiel durch B&#252;rgerhaushalte einen st&#228;rkeren R&#252;ckbezug zu den B&#252;rgerinnen und B&#252;rgern zu gewinnen. ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom Ende der korporatistischen Demokratie spricht Martin Boettger von den Ruhrbaronen in <a href="http://www.ruhrbarone.de/vom-ende-der-korporatistischen-demokratie/">seinem gleichnamigen Artikel</a> und meint damit die kaum mehr aufzuhaltende Entwicklung von einer wirklichkeitsfernen, in eigenen Sph&auml;ren treibenden zu einer b&uuml;rgernahen und in der Gesellschaft verankerten Politik.</p>
<p>Alleine internationale Entwicklungen wie der arabische Fr&uuml;hling zeigen, dass B&uuml;rger es mittlerweile nicht mehr akzeptieren, von Entscheidungen und Informationen ausgeschlossen zu werden. Auch in Deutschland zeichnet sich diese Entwicklung deutlich ab, Stuttgart21 ist nur eines von viele Beispielen hierf&uuml;r. Boettger verweist an dieser Stelle auf den Versuch mancher Kommunen, &uuml;ber B&uuml;rgerhaushalte einen R&uuml;ckbezug zum B&uuml;rger zu gewinnen. Vor allem traditionelle Verfahren&#160;&#8211; &ouml;ffentliche Sitzungen und Versammlungen&#160;&#8211; kritisiert er hierbei aber als vergeblich, da <em>dorthin immer nur die kommen, die es beruflich bedingt m&uuml;ssen, als lokaler Gesch&auml;ftsmensch oder PolitikerIn, und die, die viel Zeit und Langeweile haben.</em></p>
<p>Als erfolgsversprechender bewertet er hingegen Onlinebeteiligungen. Bereits die B&uuml;rgerhaushalte in Solingen, Essen und K&ouml;ln h&auml;tten gezeigt, dass online eine gr&ouml;&szlig;ere Anzahl von Beteiligten mobilisiert werden k&ouml;nne. Besonders hervorgehoben wird aber der Bonner B&uuml;rgerhaushalt, an dem sich ca.&#160;12.700 Menschen beteiligten (Einwohner Bonn: rund 300.000). Daraus schlie&szlig;t Boettger:&nbsp;<em>Das Bonner Verfahren hat bewiesen: es gibt einen sehr gro&szlig;en Beteiligungsbedarf bei den B&uuml;rgerInnen. Sie haben jedoch bisher kaum eine M&ouml;glichkeit dazu. Und weder die Kommunalverwaltung noch die Parteien kommen damit klar, wenn sich mal ein Beteiligungsventil &ouml;ffnet.</em> Das parteipolitische Gerangel und die zum Teil vorherrschende Unf&auml;higkeit, mit neuen Beteiligungskan&auml;len umzugehen, zeigten, dass auch Verwaltung und Politik noch an den M&ouml;glichkeiten wachsen k&ouml;nnen und m&uuml;ssen.</p>
<p>Den h&auml;ufig genannten Kritikpunkt, dass B&uuml;rgerhaushalte h&auml;ufig erst dann durchgef&uuml;hrt w&uuml;rden, wenn die Kassen bereits leer sind, l&auml;sst Boettger nicht gelten. Im Gegenteil seien gerade knappe Kassen ein Grund, B&uuml;rger st&auml;rker zu beteiligen: <em>Sollen wir es deswegen also lieber weiter denen &uuml;berlassen, die nicht mehr weiter wissen?, </em>fragt er und folgert: <em>Die B&uuml;rgerInnen sind nicht d&uuml;mmer, sondern kl&uuml;ger als Verwaltung und politische Klasse. Wer sie mitmachen und mitentscheiden l&auml;sst, ist gut beraten und tut was Gutes f&uuml;r seine Stadt und ihren sozialen Zusammenhalt.</em></p>
<p>Das Fazit des Artikels:<em> Es wird kein Weg daran vorbeif&uuml;hren, immer mehr kommunale Entscheidungen aus Fraktionssitzungen heraus wieder in die Stadtgesellschaften zu verlagern. Das wird Lobbyinteressen nicht abschaffen, sie vielleicht noch nicht einmal wirklich schw&auml;chen. Aber es zwingt zu mehr &ouml;ffentlicher Rechtfertigung, es erweitert die Diskursfelder. Das ist keine hinreichende, aber eine notwendige Bedingung, um die Demokratie, wie sie das Grundgesetz meinte, zu erhalten.</em></p>
<p><a href="http://www.ruhrbarone.de/vom-ende-der-korporatistischen-demokratie/">Link zum vollst&auml;ndigen Artikel auf ruhrbarone.de</a></p>
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		<title>Bertelsmann-Stiftung: B&#252;rgerhaushalte ja, Online-Beteiligung eher nein?</title>
		<link>http://www.buergerhaushalt.org/neuigkeiten/bertelsmann-stiftung-buergerhaushalte-ja-online-beteiligung-eher-nein/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Jun 2011 11:24:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Bertelsmann Stiftung hat in einer aktuellen Studie das Interesse der Bev&#246;lkerung an politischer Beteiligung untersucht. Das Ergebnis zeigt: Der Trend geht zu verbindlichen Beteiligungsprojekten, aber auch kommunale Fragestellungen - wie - B&#252;rgerhaushalte interessieren die B&#252;rger. ...
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bertelsmann Stiftung hat in einer <a href="http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-58206B61-4DC2223B/bst/hs.xsl/nachrichten_107591.htm">aktuellen Studie</a> das Interesse der Bev&ouml;lkerung an politischer Beteiligung untersucht. Das Ergebnis zeigt: Der Trend geht zu verbindlichen Beteiligungsprojekten, aber auch kommunale Fragestellungen&#160;&#8211; wie B&uuml;rgerhaushalte&#160;&#8211; interessieren die B&uuml;rger.</p>
<p>78 Prozent der Befragten sprachen sich f&uuml;r direktdemokratische Beteiligungsformen wie Volksentscheide aus, immerhin 68 Prozent gaben an, an kommunalen Gro&szlig;projekten, wie z.B. Bauvorhaben, beteiligt zu werden&#160;&#8211; die Folgen von Stuttgart21 sind sp&uuml;rbar. Aber auch das Interesse an B&uuml;rgerhaushalten ist gro&szlig;: <em>Auch hier sagt fast die H&auml;lfte der Befragten (47 Prozent), dass sie an solchen Entscheidungen schon einmal mitgewirkt haben oder gern mitwirken w&uuml;rden. </em></p>
<p>Als <em>bislang &uuml;bersch&auml;tzt</em> bezeichnet die Bertelsmann Stiftung hingegen Online-Beteiligungen: In der Studie wurde das Interesse an Online-Umfragen abgefragt und ca. die H&auml;lfte der Beteiligten gab an, diese Beteiligungsform eher abzulehnen: <em>Fast die H&auml;lfte (48 Prozent) lehnt Online-Befragungen f&uuml;r sich ab, und ebenso viele (54 Prozent) sind nicht f&uuml;r Online-Abstimmungen zu haben. Sogar knapp 60 Prozent w&uuml;rden sich nicht an elektronischen Petitionen an Parlamente oder Abgeordnete beteiligen, und mehr als zwei Drittel (67 Prozent) w&uuml;rden keine eigenen Beitr&auml;ge in Blogs oder Internet-Foren verfassen. </em>Solche Beteiligungsformen seien daher bisher nur f&uuml;r eine <em>qualifizierte Minderheit </em>geeignet. Aufgrund des offensichtlichen Trends zu verbindlicheren Beteiligungsformen und direktdemokratischen Verfahren stellt sich in Bezug auf Online-Verfahren die Frage, ob es diesen bisher an Glaubhaftigkeit und Verwurzlung im politischen Prozess mangelt. (Ob die formulierte Fragestellung, in der lediglich nach Online-Umfragen gefragt wurde, zu diesem wenig verbindlichen Image beitr&auml;gt sei zun&auml;chst dahingestellt.)</p>
<p>Deutlich wird in der Umfrage jedenfalls, dass die B&uuml;rger sich gerne st&auml;rker am politischen Entscheidungen beteiligen wollen (87 Prozent bejahten dies) und das auch der kommunale Bereich in Beteiligungsverfahren eine immer gr&ouml;&szlig;ere Rolle spielen wird.</p>
<p><a href="http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/SID-58206B61-4DC2223B/bst/hs.xsl/nachrichten_107591.htm">Link zur vollst&auml;ndigen Meldung &uuml;ber die Studienergebnisse der Bertelsmann-Stiftung</a></p>
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