Kommunen

 

Rudolstadt: Bürgermeisterkandidat fordert transparenten Umgang mit Haushalt

Roberto Kolbert, der Rudolstädter Bürgermeisterkandidat der Grünen, fordert, dass mit dem städtischen Haushalt in Zukunft transparenter umgegangen werden solle. Dazu gehöre auch, die Bürger stärker zu beteiligen. Die Stadt hatte im letzten Haushaltsverfahren ein Gutachten in Auftrag gegeben. Dieses Vorgehen kritisiert Kolbert: „Ich bezweifle, dass ein Gutachten für 50.000 € allein die individuellen Probleme in Rudolstadt lösen kann“, heißt es auf Rudolstadt Lokal.

Er plädiert daher für die Einführung eines Bürgerhaushaltes: “Ich werde mich für mehr Transparenz gegenüber den Stadträten und mehr Bürgerbeteiligung einsetzen. Durch einen in vielen Städten wie zum Beispiel in Jena, Weimar und Erfurt praktizierten Bürgerhaushalt möchte ich den Bürgern nachvollziehbar aufzeigen, wohin ihre Steuern und Abgaben fließen und ihnen Mitbestimmung ermöglichen” so Kobelt abschließend.

Link zum vollständigen Artikel auf Rudolstadt Lokal

[mehr]

 

Neustadt am Rübenberge (PLZ 31535)

Standortdaten

Stadt/Kommune

Name: Neustadt am Rübenberge

Postleitzahl: 31535

Status: Diskussion


[mehr]

 

Odenwaldkreis (PLZ 64711)

Standortdaten

Stadt/Kommune

Name: Odenwaldkreis

Postleitzahl: 64711

Status: Information


[mehr]

 

Heiligenhaus (PLZ 42579)

Standortdaten

Stadt/Kommune

Name: Heiligenhaus

Postleitzahl: 42579

Status: Beschluss


[mehr]

 

Pirmasens (PLZ 66933)

Standortdaten

Stadt/Kommune

Name: Pirmasens

Postleitzahl: 66933

Status: Diskussion


[mehr]

 

Rudolstadt (PLZ 07407)

Standortdaten

Stadt/Kommune

Name: Rudolstadt

Postleitzahl: 07407

Status: Diskussion


[mehr]

 

Bremen (PLZ 28195)

Standortdaten

Stadt/Kommune

Name: Bremen

Postleitzahl: 28195

Status: Beschluss


[mehr]

 

Böblingen (PLZ 71032)

Standortdaten

Stadt/Kommune

Name: Böblingen

Postleitzahl: 71032

Status: Information


[mehr]

 

Lünen befragt seine Bürger

Zum ersten Mal haben auch die Bürger der Stadt Lünen die Möglichkeit, sich an der Haushaltsplanung zu beteiligen. Bis zum 27. Januar können Vorschläge zum städtischen Haushalt eingebracht werden, ab Januar werden die Vorschläge anschließend auf der Seite des Bürgerhaushaltes veröffentlicht.

Die Vorschlagsabgabe kann über den Postweg, per Fax oder über ein Kontaktformular auf der Seite der Stadt erfolgen. Die Verwaltung prüft die eingegangenen Vorschläge zunächst und versieht sie mit einer Stellungnahme, ab dem 02. Januar werden diese dann im Internet veröffentlicht.

Teilnehmen kann jeder Bürger der Stadt Lünen. Die Vorschläge werden unter Angabe des Namens auf der Seite des Bürgerhaushaltes veröffentlicht, die Teilnehmer erhalten außerdem eine postalische Rückmeldung oder eine E-Mail mit der Stellungnahme der Stadt zu ihrem Vorschlag.

Link zur Seite des Bürgerhaushaltes Lünen

Wir haben Lünen mit dem Status „E“ wie Einführung in unsere Karte aufgenommen, obwohl das momentane Verfahren vor allem in Bezug auf das Dialogangebot noch ausbaufähig ist.

[mehr]

 

Hansestadt Salzwedel (PLZ 29410)

Standortdaten

Stadt/Kommune

Name: Hansestadt Salzwedel

Postleitzahl: 29410

Status: Einführung


[mehr]

 

Münster: Bürgervorschläge ganzjährig ermöglichen

Die Stadt Münster hatte in diesem Jahr zum ersten Mal einen Bürgerhaushalt durchgeführt. Dieser steht nun kurz vor dem endgültigen Abschluss: Am 14. Dezember hat der Rat über die Vorschläge der Bestenliste entschieden. Von 90 Bürgervorschlägen sollen 65 in den Haushaltsplan aufgenommen werden. Die Stadt zeigt sich mit dem ersten Verfahren zufrieden und will den Bürgern demnächst ganzjährig die Möglichkeit geben, Vorschläge einzureichen, berichtet die Münsterland Zeitung.

„Wer will, kann ganzjährig Vorschläge unterbreiten“, erklärt Frank Möller, Finanzreferent der Stadt Münster. Öffentlich gemacht werden die Vorschläge allerdings erst während der offiziellen Vorschlagsphase,

so heißt es in dem Artikel der Münsterland Zeitung. Die Anregungen, die im Laufe des Jahres eingehen, sollen dann automatisch im folgenden Bürgerhaushaltsverfahren berücksichtigt werden.

Neben der Ausweitung der Beteiligungsphase wird diskutiert, ob es im nächsten Verfahren eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit geben und die Haushaltsbroschüre soll durch ein Vorschlagsformular erweitert werden soll. Dadurch sollen mehr Bürger erreicht werden. Die Vorschläge auf der Plattform sollen außerdem übersichtlicher dargestellt werden. Möglich wäre zum Beispiel eine Unterteilung in Spar‑ und Ausgabenvorschläge.

Link zum vollständigen Artikel der Münsterland Zeitung

[mehr]

 

Aachener Bürgerhaushalt in der Kritik

Bis zum 11.12. hatten die Aachener Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, den Vorschläge der Verwaltung zum Haushalt zu diskutieren und zu bewerten und eigene Vorschläge zum Haushalt einzubringen. 1591 Bürger haben diese Möglichkeit genutzt – ein „unbefriedigendes“ Ergebnis, laut einem Artikel der Aachener Zeitung:

Bei 1591 online registrierten Bürgern und 80.000 Euro Kosten für den Steuerzahler hat die Stadt – über den Daumen gepeilt – gut 50 Euro pro Teilnehmer für die Aktion «Aachen rechnet mit Ihnen!» ausgegeben. Da hätte die Verwaltung auch jeden Fragebogen zum Bürgerhaushalt von Sachbearbeitern per Taxi persönlich zustellen und abholen können – ganz ohne Internet,

heißt es in dem Artikel. Kritisiert wird neben den Kosten vor allem die Beteiligungszahlen:

Nicht einmal ein Prozent der Wahlberechtigten der jüngsten Kommunalwahl (ab 16 Jahre) nahm teil.

Damit wird einer der Hauptkritikpunkte an Bürgerhaushalten und ähnlichen Online-Beteiligungen: Es fehle diesen Online-Verfahren im Vergleich zu Wahlen sowohl ausreichend Teilnehmende als auch an Repräsentativität. Ersteres wird sogar solchen Verfahren vorgeworfen, die bislang die höchsten je gemessenen Teilnehmendenzahlen hatten wie etwa die Bürgerbeteiligung am Haushalt der Stadt Bonn (über 12.000 Teilnehmende und mehrere zehntausend Besucher). Befürworter dieser Verfahren verweisen dagegen darauf, dass der Vergleich mit der Wahlbeteiligung nicht richtig sei, da es sich bei Bürgerbeteilgiung am Haushalt um Beteiligung zwischen den Wahlen handele, und daher die Beteiligungszahlen vor der Einführung einer Bürgerbeteilgung oder einer internet-basierten Erweiterung der Beteiligung maßgeblich für den Vergleich seien. In die gleiche Richtung geht es bei dem Thema Repräsentativität: Während Gegner von Bürgerhaushalten darauf verweisen, dass diese nicht repräsentativ seien, und daher wenig aussagekräftig für die Politik, verweisen Befürworter auch hier darauf, dass Bürgerhaushalte keine Wahlverfahren seien, sondern Verfahren, um ein zusätzliches Feedback aus der Bevölkerung zum Haushalt zu erhalten.

Solange noch nicht klar ist, wie Bürgerhaushalte oder andere konsultative Verfahren (mit oder ohne Internet) einzuordnen sind, solange wird eine sehr kontroverse und politisierte Diskussion und Bewertung über Kosten und Nutzen zu erwarten sein, wie sie auch in Aachen (nicht nur) innerhalb der Politik geführt wird.

So berichtet die Aachener Zeitung weiter, dass die CDU skeptisch sei, was die Fortführung des Verfahrens betrifft, SPD und FDP sähen die Beteiligung zwar auch durchaus kritisch, suchten aber vor allem nach Verbesserungsansätzen. SPD-Fraktionschef Höfken sehe laut der Aachener Zeitunjg die Beteiligung ebenfalls

nicht gerade als rauschenden Erfolg. Das liege aber wohl vor allem daran, dass kaum jemand angesichts der zeitlichen Nähe zu den Haushaltsberatungen der Politiker und der geplanten Beschlussfassung am 21. März 2012 daran geglaubt habe, dass er als Bürger wirklich noch etwas bewegen könne,

Er gehe außerdem davon aus, dass das Budget von 80.000 Euro sogar noch zu gering gewesen sei,

um ein solches Verfahren professionell über die Bühne zu bringen. Andere Städte investieren deutlich mehr,

wird er zitiert. Trotz oder gerade durch die Kritik hat das Verfahren innerhalb der Stadt durchaus einige Aufmerksamkeit bekommen: So setzte der Aachener Christian Scholz, alias MrTopf, kurzfristig eine alternative Darstellung der Vorschlagseite um. Hendrik vom Lehn visualisierte die Beteiligungsstatistiken der Plattform während der Online-Phase.

Die 50 Vorschläge der Bestenliste sollen nun in die Haushaltsberatungen der Stadt eingehen. Damit beginnt nun – unabhängig von den Beteiligungszahlen – eine weitere kritische Phase des Verfahrens: Werden sich Verwaltung und Politik mit den Bürgervorschlägen ernsthaft und intensiv auseinandersetzen und ein Feedback geben, wie und warum über welche Vorschläge entschieden wurde?

Links:
Link zum vollständigen Artikel der Aachener Zeitung
Link zur Plattform des Aachener Bürgerhaushaltes
Link zur alternativen Darstellung von MrTopf
Link zur Visualisierung der Beteiligungsstatistig von Hendrik vom Lehn

[mehr]

 

Lünen (PLZ 44532)

Standortdaten

Stadt/Kommune

Name: Lünen

Postleitzahl: 44532

Status: Einführung


[mehr]

 

Siegburg (PLZ 53721)

Standortdaten

Stadt/Kommune

Name: Siegburg

Postleitzahl: 53721

Status: Diskussion


[mehr]

 

Osnabrück (PLZ 49090)

Standortdaten

Stadt/Kommune

Name: Osnabrück

Postleitzahl: 49090

Status: Beschluss


[mehr]

Seite 2 von 44«12345»...Letzte »