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	<title>Bürgerhaushalt.org &#187; Praxis</title>
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	<description>Alles zu Bürgerhaushalten in Deutschland</description>
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		<title>Lesetipp: Kommunen im Online-Dialog</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 08:38:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Redaktion empfiehlt den Themenschwerpunkt "Elektronische B&#252;rgerbeteiligung: Kommunen im Online-Dialog" in der aktuellen Ausgabe der Kommune 21...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.buergerhaushalt.org/wp-content/uploads/2010/07/kommune21_schatten_100_titel_2010-07.jpg" alt="Kommune 21, Ausgabe 7 / 2010" title="Kommune 21, Ausgabe 7 / 2010" width="110" height="153" class="left" /></a> Wie empfehlen in der aktuellen Ausgabe der Kommune 21 (7&#8260;2010) den Themenschwerpunkt &#8222;Elektronische B&uuml;rgerbeteiligung: Kommunen im Online-Dialog&#8220;: In 5 Beitr&auml;gen zum Thema elektronische Partizipation in Kommunen werden auch elektronisch unterst&uuml;tzte B&uuml;rgerhaushalte thematisiert. In dem Einleitungsbeitrag &#8222;B&uuml;rger dein Haushalt&#8220; wird das Verfahren B&uuml;rgerhaushalt als eines der zurzeit &#8222;bliebtesten E-Partizipationsangebote&#8220; anhand verschiedener Beispiele (Essen, Freiburg, Hamburg, K&ouml;ln, Lichtenberg, Solingen, Trier) vorgestellt und die jeweiligen Konzepte der (mit Ausnahme Freiburgs und des Berliner Bezirks Lichtenberg) weitgehend online durchgef&uuml;hrten Beteiligungen diskutiert, unter anderem auch die Frage, wie diese Projekte weiterentwickelt und in gesamtst&auml;dtische Strategien elektronischer Partizipation integriert werden. In zwei weiteren Beitr&auml;gen &#8222;B&uuml;rgerhaushalt &uuml;berzeugt&#8220; und &#8222;Interaktives Forum&#8220; werden die B&uuml;rgerhaushalt der St&auml;dte in Trier beziehungsweise M&uuml;lheim a.d.R. vorgestellt. Auch hier geht es um strategische und technische Fragen der Weiterentwicklung dieser Beteiligungsverfahren.</p>
<p>Zum <a href="http://www.kommune21.de/web/de/_files/mod_heftarchiv/kommune21_inhalt_2010-07.pdf">Inhalsverzeichnis der Ausgabe 7&#8260;2010 (PDF) &gt;&gt;&gt;</a></p>
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		<title>Serie &#124; Gastbeitr&#228;ge zum B&#252;rgerhaushalt</title>
		<link>http://www.buergerhaushalt.org/praxis/serie-gastbeitraege-zum-buergerhaushalt/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Jun 2010 07:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Serie]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir haben Stimmen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis um ihre Einsch&#228;tzung zur Rolle des Verfahrens B&#252;rgerhaushalt gebeten...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Betreiber dieser Plattform, die <a href="http://www.bpb.de">Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung </a>und die <a href="http://www.service-eine-welt.de/home/index.html">Servicestelle Kommunen in einer Welt</a>, intensivieren das Thema B&uuml;rgerhaushalt und haben daher Stimmen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis um ihre Einsch&auml;tzung zur Rolle, Funktion und Umsetzung von B&uuml;rgerbeteiligungshaushalten gebeten. Dabei sollen unter anderem folgende Fragen von den Gastbeitr&auml;gen angesprochen werden:</p>
<p><em>&bull; Stand der Dinge: Welche Verfahren und Instrumente gibt es in Deutschland und in Europa? Wie sehen die aktuellen Entwicklungen aus?<br />
&bull; Welche Potenziale haben B&uuml;rgerhaushalte? Ein Verfahren zur Verbesserung der kommunalen Haushaltsplanung? Ein Mittel gegen Politikverdrossenheit? Ein Verfahren kommunaler Entscheidungsfindung, um politikferne Gruppen zu erreichen?<br />
&bull; Wer profitiert von B&uuml;rgerhaushalten? Welche Bev&ouml;lkerungsschichten, welche Altersgruppen, welche Stadtteile? Sind es M&auml;nner, Frauen, Kinder, Berufst&auml;tige, Arbeitslose oder die Rentner? Die Kommunen und Finanzplanung?<br />
&bull; Was bedeutet die Ein&#8209; und Durchf&uuml;hrung von B&uuml;rgerhaushalten f&uuml;r die Politik? Wird sie marginalisiert oder r&uuml;ckt sie neu ins Zentrum? Wie sehen Politikerinnen und Politiker diese Verfahren? Welche Chancen und welche Probleme sehen sie? Welche Auswirkungen sind zu erwarten?<br />
&bull; In welchem Verh&auml;ltnis stehen B&uuml;rgerbeteiligungsverfahren wie B&uuml;rgerhaushalte zur repr&auml;sentativen Demokratie? St&auml;rkung, Erg&auml;nzung, Aush&ouml;hlung?<br />
&bull; Wie viel darf B&uuml;rgerbeteiligung kosten? Oder anders gefragt: Wie viel sind Politikerinnen und Politiker bereit, zu investieren?<br />
&bull; In welchem Verh&auml;ltnis stehen Verfahren wie B&uuml;rgerhaushalte, in denen es um die Einholung von B&uuml;rgermeinungen und&#160;&#8211;expertise geht zu herk&ouml;mmlichen Instrumenten wie Expertengutachten, in die nicht nur Kommunen j&auml;hrlich betr&auml;chtliche Summen investieren?<br />
&bull; Was bedeutet die Einf&uuml;hrung von B&uuml;rgerhaushalten f&uuml;r die Verwaltung? Welche Herausforderungen sind von der Verwaltung zu bew&auml;ltigen? Wie sehen Verwaltungsspitzen B&uuml;rgerhaushalte?<br />
&bull; Wie kann der Erfolg und Misserfolg, Wirkung oder Wirkungslosigkeit gemessen werden? Wie k&ouml;nnen B&uuml;rgerhaushalte miteinander verglichen werden und (dadurch) verbessert werden?<br />
&bull; Von der Partizipation zur E-Partizipation in der kommunalen Haushaltsplanung: Welche Rolle spielen neue Medien bei der Durchf&uuml;hrung von B&uuml;rgerbeteiligungshaushalten. </em></p>
<p>In den n&auml;chsten Wochen werden auf buergerhaushalt.de unter dem Stichwort &#8222;Serie&#8220; Gastbeitr&auml;ge zum B&uuml;rgerhaushalt erscheinen. </p>
<p><strong>Hier sind unsere Beitr&auml;ge in chronologischer Reihenfolge:</strong></p>
<p>&#8594; <a href="http://www.buergerhaushalt.org/neuigkeiten/grusswort-von-dr-schaeuble/">Gru&szlig;wort des Innenministers <em>Dr. Wolfgang Sch&auml;uble</em></a></p>
<p>&#8594; <a href="/praxis/gastbeitrag-der-buergerhaushalt-als-beteiligungschance-auf-dem-weg-zur-buergerkommune">&#8222;Der B&uuml;rgerhaushalt als Beteiligungschance: Auf dem Weg zur B&uuml;rgerkommune&#8220; von <em>PD Dr. Ansgar Klein</em></a></p>
<p>&#8594; <a href="/grundlagen/gastbeitrag-mehr-geschlechtergerechtigkeit-durch-buergerhaushalte"> &#8222;Mehr Geschlechtergerechtigkeit durch B&uuml;rgerhaushalte?&#8220; von <em>Dr. Elisabeth Stiefel</em></a></p>
<p>&#8594; <a href="http://www.buergerhaushalt.org/grundlagen/gastbeitrag-buergerhaushalte-als-elektronisch-unterstuetztes-verwaltungsverfahren/">B&uuml;rgerhaushalte als elektronisch unterst&uuml;tztes Verwaltungsverfahren <em>von Guido Kahlen</em></a></p>
<p>&#8594; <a href="http://www.buergerhaushalt.org/praxis/der-buergerhaushalt-der-gymnasien-in-poitou-charentes-frankreich-zwischen-verwaltungsmodernisierung-und-partizipativer-demokratie/">&#8222;Der B&uuml;rgerhaushalt der Gymnasien&#8220;&#160;&#8211; zwischen Partizipativer Demokratie und Verwaltungsmodernisierung <em>von Anja R&ouml;cke und Yves Sintomer</em></a> </p>
<p>&#8594; <a href="/kommunen/gastbeitrag-ziele-des-medienuebergreifenden-buergerbeteiligungsverfahrens-in-der-stadt-bergheim/">Ziele des medien&uuml;bergreifenden B&uuml;rgerbeteiligungsverfahrens in der Stadt Bergheim <em>von Alfred Fassbender</em></a></p>
<p>&#8594; <a href="/kommunen/gastbeitrag-buergerhaushalte-in-bayern-streiflichter-aus-dem-sueden/"> B&uuml;rgerhaushalte in Bayern &ndash; Streiflichter aus dem S&uuml;den <em>von Thomas K&ouml;delpeter</em></a></p>
<p>&#8594; <a href="/praxis/gastbeitrag-qualitaetskriterien-fuer-die-gestaltung-von-buergerhaushalten/">Qualit&auml;tskriterien f&uuml;r die Gestaltung von B&uuml;rgerhaushalten <em>von Helmut Klages</em></a></p>
<p>&#8594; <a href="/grundlagen/gastbeitrag-politische-bildung-und-buergerhaushalt/"> Politische Bildung und B&uuml;rgerhaushalt <em>von Christa Widmaier</em> </a></p>
<p>&#8594; <a href="/neuigkeiten/gastbeitrag-buergerhaushalte-und-ihre-evaluation/"> B&uuml;rgerhaushalte und ihre Evaluation <em>von Volker Vorwerk</em></a></p>
<p>&#8594; <a href="/neuigkeiten/gastbeitrag-fundament-fuer-buergerhaushalte-ist-das-recht-gefragt/">Fundament f&uuml;r B&uuml;rgerhaushalte: ist das Recht gefragt? <em>von Ulrike L&ouml;hrs</em></a></p>
<p>&#8594; <a href="/neuigkeiten/gastbeitrag-wird-direkte-demokratie-entscheidend-fuer-die-etablierung-von-buergerhaushalten-sein/">Wird direkte Demokratie entscheidend f&uuml;r die Etablierung von B&uuml;rgerhaushalten sein? <em>von Carsten Herzberg</em></a></p>
<p>&#8594; <a href="http://www.buergerhaushalt.org/neuigkeiten/gastbeitrag-der-buergerhaushalt-in-rosario-ein-beitrag-zur-demokratisierung-der-lokalen-ebene/">Der B&uuml;rgerhaushalt in Rosario. Ein Beitrag zur Demokratisierung der lokalen Ebene <em>von Eva Roeder</em></a></p>
<p>&#8594; <a href="http://www.buergerhaushalt.org/praxis/gastbeitrag-buergerhaushalte-zwischen-politik-und-spielwiese/">B&uuml;rgerhaushalte zwischen Politik und Spielwiese <em>von Hilmar Sturm und Benno Tr&uuml;tken </em></a></p>
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		<title>Elektronische Partizipation als Verwaltungsaufgabe&#160;&#8211; Das Beispiel des K&#246;lner B&#252;rgerhaushalts (Teil 1)</title>
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		<pubDate>Fri, 28 May 2010 14:51:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[E-Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>
		<category><![CDATA[Workflow]]></category>

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		<description><![CDATA[Den B&#252;rgern einer Kommune im Rahmen politischer Planungs- und Entscheidungsverfahren die Gelegenheit zu geben, sich zu einem anstehenden Vorhaben zu &#228;u&#223;ern, stellt zun&#228;chst einmal nichts Ungew&#246;hnliches... ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Oliver M&auml;rker, Zebralog und Josef Wehner, Fraunhofer IAIS</em></p>
<p><img src="http://www.buergerhaushalt.org/wp-content/uploads/2010/05/maerker2.jpg" alt="maerker2" title="maerker2" height="110" class="left" /></p>
<p><img src="http://www.buergerhaushalt.org/wp-content/uploads/2010/05/wehner2-257x300.jpg" alt="wehner2" title="wehner2" height="110" class="left" /></a></p>
<p><strong>Einleitung </strong><br />
Den B&uuml;rgern einer Kommune im Rahmen politischer Planungs&#8209; und Entscheidungsverfahren die Gelegenheit zu geben, sich zu einem anstehenden Vorhaben zu &auml;u&szlig;ern, stellt zun&auml;chst einmal nichts Ungew&ouml;hnliches dar. Zum einen sehen vor allem formale Planungsverfahren, wie etwa in der Stadt&#8209; und Raumplanung, immer schon eine Anh&ouml;rung der B&uuml;rgerschaft vor. Zum anderen ist seit nun mehr drei Jahrzehnten ein ansehnliches Repertoire an B&uuml;rgerbeteiligungsverfahren entstanden (z.B. Zukunftswerkst&auml;tten, Open Space, Perspektivenwerkst&auml;tten, Planungszellen, oder etwa B&uuml;rgerjurys), die zum Teil mit gro&szlig;em Erfolg vor allem im kommunalpolitischen Kontext praktiziert werden. Dagegen ist der Einsatz von Computersystemen zur Unterst&uuml;tzung von B&uuml;rgerbeteiligungen noch relativ jung. Erste Pilotprojekte dazu hat es vor ca.&#160;10 Jahren gegeben (M&auml;rker und Wehner 2008). Sie haben gezeigt, dass elektronische Medien Effektivit&auml;tsvorteile gegen&uuml;ber herk&ouml;mmlichen Beteiligungsverfahren bieten. Es lassen sich in k&uuml;rzerer Zeit erheblich mehr Menschen auf bequemere Weise an einem Verfahren beteiligen, ohne dass dabei die Qualit&auml;t der Beitr&auml;ge leiden muss. </p>
<p>Diese Vorteile sind in den letzten Jahren durch die medientechnologische Wende des Internets zum &bdquo;Web 2.0&ldquo; noch einmal betr&auml;chtlich gesteigert worden. Das Internet gilt heute als Schrittmacher einer allgemeinen Mobilmachung der Laien (&bdquo;user generated content&ldquo;), von der auch Verfahren der politischen Teilhabe profitieren k&ouml;nnen. Nicht verwundern darf deshalb, wenn die gegenw&auml;rtige Debatte &uuml;ber elektronisch unterst&uuml;tzte B&uuml;rgerbeteiligungsverfahren (&bdquo;E-Partizipation&ldquo;) sich vor allen an den medientechnologischen bzw. sich darauf gr&uuml;ndenden politisch-vision&auml;ren Erwartungen ausrichtet, wie die vielen Beitr&auml;gen zur &bdquo;eDemocracy&ldquo; oder &bdquo;Cyberdemocracy&ldquo; belegen. Dagegen spielen Erw&auml;gungen hinsichtlich der Aufnahmef&auml;higkeit und Verarbeitungskapazit&auml;t der Verwaltung und deren auf die Zukunft ausgerichteten Modernisierungsleitbilder und&#160;&#8211;programme (&bdquo;eGovernment&ldquo;) eine untergeordnete Rolle. Ohne diese Ankopplung wird jedoch die B&uuml;rgerbeteiligung &ndash; ob nun mit oder ohne Internetunterst&uuml;tzung &ndash; auch zuk&uuml;nftig f&uuml;r die etablierte Politik und die administrativen Systeme &ndash; egal auf welcher f&ouml;deralen Ebene &ndash; nur ein Nischenthema bleiben. </p>
<p>E-Partizipation sollte daher nicht im Sinne ungebundener Debattierpl&auml;tze missverstanden werden, wo sich interessierte B&uuml;rger treffen k&ouml;nnen, um nach selbstbestimmten Regeln &uuml;ber politische Sachverhalte sich zu verst&auml;ndigen; ebenso wenig haben wir es hier mit Verfahren zu tun, die der m&ouml;glichst vollst&auml;ndigen und ungefilterten &Uuml;bermittlung von B&uuml;rgermeinungen in die verwaltungs&#8209; und politikinternen Binnenr&auml;ume dienen. Vielmehr geht es &ndash; soweit die gezielte Befragung der Bev&ouml;lkerung zu anstehenden Planungsvorhaben im Mittelpunkt steht &ndash; darum, die Grenzen bzw. Portale von verwaltungstechnischen und politischen Einrichtungen durchl&auml;ssiger zu gestalten f&uuml;r die Interessen, Erwartungshaltungen und Meinungen der B&uuml;rgerschaft. Ferner ist zu begreifen, dass die hinter diesen Portalen liegenden Informations&#8209; und Kommunikationswege der Verwaltungen auf die Auswertung und weitere Verarbeitung entsprechender Beitr&auml;ge einzustellen sind, um die erforderlichen Verarbeitungskapazit&auml;ten sicherzustellen. </p>
<p>Schlie&szlig;lich muss auch das internetunterst&uuml;tzte Verfahren selbst so gestaltet werden, dass es zum B&uuml;rger hin motivierend wirkt, sich auf das Beteiligungsangebot einzulassen, gleichzeitig aber auch Ergebnisse zu erzeugen vermag, die verwaltungs&#8209; und politik seitig als informative Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die jeweils in Frage stehenden Planungsaufgaben wahrgenommen werden k&ouml;nnen. Elektronische B&uuml;rgerbeteiligung stellt so verstanden eine komplexe Gestaltungsaufgabe dar, die sich aus einer Vielzahl teils technischer, teils organisatorischer, teils politischer Teilaufgaben zusammensetzt. Nur wenn diese Aufgaben als solche erkannt und gel&ouml;st werden, k&ouml;nnen B&uuml;rgererfahrungen und B&uuml;rgerwissen nachhaltig zur Verbesserung der Legitimit&auml;t, Qualit&auml;t und Akzeptanz von Planungs&#8209; und Entscheidungsprozessen beitragen. Es darf deshalb auch nicht &uuml;berraschen, wenn gegenw&auml;rtig die E-Partizipation-Bewegung sich noch in einer Experimentier&#8209; und Lernphase befindet. Sie ist in Deutschland gekennzeichnet von der Bereitschaft einiger Gro&szlig;st&auml;dte, in das Thema B&uuml;rgerbeteiligung zu investieren und die damit verbundene komplexe Gestaltungsaufgabe anzunehmen. Ein aufschlussreiches Beispiel hierf&uuml;r ist die Stadt K&ouml;ln.</p>
<p><strong>Das K&ouml;lner Modell</strong><br />
Die Stadt <a href="/tag/k&ouml;ln">K&ouml;ln</a> hat im Jahre 2007 erstmalig einen &ndash; wie die Beteiligungszahlen eindrucksvoll belegen &ndash; sehr erfolgreichen B&uuml;rgerhaushalt durchgef&uuml;hrt. Dieser Erfolg, der mittlerweile auch mit einigen wichtigen Preisen anerkannt wurde, hat sicherlich viele Gr&uuml;nde. Ein ganz wesentlicher d&uuml;rfte jedoch sein, dass Politik und Verwaltung von Anfang an sich der Frage stellten, wie ein solches Verfahren m&ouml;glichst nachhaltig in den Alltagsbetrieb von Politik und Verwaltung integriert werden kann. Die Verantwortlichen und Promotoren des Verfahrens waren sich dar&uuml;ber im Klaren, dass die nicht geringen Einstiegsinvestitionen, die mit der Einf&uuml;hrung von Beteiligungsverfahren verbunden sind, sich nur dann rechtfertigen lassen, wenn es gelingt, das Verfahren so zu organisieren und technisch zu unterst&uuml;tzen, dass es regelm&auml;&szlig;ig zum Einsatz kommt. Denn nur ein regelm&auml;&szlig;iger Einsatz w&uuml;rde B&uuml;rger wie Verwaltung und Politik insgesamt von der Ernsthaftigkeit des kommunalen Engagements in Sachen Beteiligung &uuml;berzeugen und sie motivieren, das Angebot auch anzunehmen bzw. sich mit den Ergebnissen der Beteiligung auseinanderzusetzen. Um diese Nachhaltigkeit zu erreichen, sind in K&ouml;ln verschiedene organisatorisch&#8209; und technisch-konzeptionelle Entscheidungen getroffen worden.   </p>
<p><strong>B&uuml;rgerbeteiligung als Konsultation</strong><br />
Ein erster wichtiger Schritt kann darin gesehen werden, im Vorfeld der Konzeptualisierung des B&uuml;rgerhaushalts sich auf ein Verst&auml;ndnis von B&uuml;rgerbeteiligung allgemein zu einigen. In K&ouml;ln entschied man sich letztlich daf&uuml;r, B&uuml;rgerbeteiligung im Sinne einer Anh&ouml;rung bzw. Konsultation zu behandeln. Man wollte sich einerseits nicht darauf beschr&auml;nken, B&uuml;rger zuk&uuml;nftig &uuml;ber anstehende Planungsvorhaben der Stadt nur besser zu informieren; andererseits sollte vermieden werden, durch zu weit reichende Mitsprache&#8209; und Einspruchsrechte den Planungs&#8209; und Entscheidungsprozesse in der Verwaltung zu &uuml;berfordern oder gar au&szlig;er Kraft zu setzen. Die B&uuml;rger der Stadt K&ouml;ln sollten die M&ouml;glichkeit bekommen, zu ausgesuchten Themen wie dem Haushalt, Vorschl&auml;ge zu machen, diese zu kommentieren und zu bewerten, um am Ende eines Beteiligungsverfahrens ein von ihnen selbst bewertetes Endprodukt, n&auml;mlich eine Liste mit den am besten bewerteten Vorschl&auml;gen, der Stadt zu &uuml;berreichen &ndash; mit dem wichtigen Zusatz, dass diese Ergebnisse von der Verwaltung auch nachpr&uuml;fbar zur Kenntnis genommen werden und in die jeweiligen Planungen einflie&szlig;en werden (Vorwerk et al.&#160;2008).</p>
<p>Eine damit eng verkn&uuml;pfte &Uuml;berlegung war, diese Form der konsultativen B&uuml;rgerbeteiligung nicht auf ein einziges Thema bzw. auf ein spezielles Verfahren wie dem B&uuml;rgerhaushalt zu begrenzen, sondern als innovative Grundidee eines umfassenderen Konzepts B&uuml;rgerbeteiligung in der Stadt K&ouml;ln (&bdquo;E-Partizipation&ldquo;) zu verstehen. Zwar wurde der Leitgedanke der B&uuml;rgeranh&ouml;rung erstmalig im Rahmen eines B&uuml;rgerhaushalts umgesetzt, es sollen jedoch zuk&uuml;nftig nicht nur der B&uuml;rgerhaushalt regelm&auml;&szlig;ig durchgef&uuml;hrt werden, sondern auch andere Verwaltungen bei Bedarf auf Verfahren der B&uuml;rgerbeteiligung zur&uuml;ckgreifen k&ouml;nnen und dabei stets von den denselben methodischen Prinzipien der Konsultation Gebrauch machen (Mandantenf&auml;higkeit der Plattform). Der Gedanke der B&uuml;rgerbeteiligung wurde also ausbuchstabiert und als verbindliche Grundidee f&uuml;r alle zuk&uuml;nftigen B&uuml;rgerbeteiligungsverfahren verabschiedet, bevor dazu &uuml;bergegangen wurde, f&uuml;r spezielle Anwendungen wie dem B&uuml;rgerhaushalt ein entsprechendes Verfahren zu entwickeln. </p>
<p>Steht also zuk&uuml;nftig etwa im Bereich der Stadtentwicklung ein Planungsvorhaben an, das durch Konsultation der B&uuml;rgerschaft unterst&uuml;tzt werden soll, dann wird das entsprechende Beteiligungsformat vom Ablauf und von der Methodik her dem Verfahren des B&uuml;rgerhaushalts in vielen relevanten methodischen und technischen Aspekten gleichen. Es wird stets darum gehen, dass die Teilnehmer des Verfahrens ausgehend von eingereichten und bewerteten Vorschl&auml;gen im Laufe des Verfahrens eine Besten-Liste erstellen &ndash; was freilich nicht ausschlie&szlig;t, dass bei Bedarf Verbesserungen und Ver&auml;nderungen an den Verfahrenskomponenten vorgenommen werden, und dass die jeweils in einem Verfahren involvierten federf&uuml;hrenden Fach&auml;mter eigene Vorstellungen bis zu einem gewissen Umfang in die Gestaltung des Beteiligungsverfahrens einbringen k&ouml;nnen.  </p>
<p>Von dieser &Uuml;bertragbarkeit bzw. Wiederholbarkeit eines methodischen Prinzips der B&uuml;rgerbeteiligung erhofft man sich mehr Vor&#8209; als Nachteile: Sie soll zun&auml;chst einmal helfen, Kosten zu sparen, da sie davon entlastet, f&uuml;r jede Verwaltungseinheit bzw. f&uuml;r jeden weiteren Einsatzzweck zus&auml;tzliche Beteiligungsformate erfinden und erproben zu m&uuml;ssen. Die Entscheidung f&uuml;r ein Beteiligung erm&ouml;glichendes Basisverfahren soll jedoch auch kognitive und personelle Entlastungen bringen. Werden in jedem Verfahren nicht nur grundlegende technische und methodische Verfahrenselemente wiederbenutzt, sondern auch, wie noch darzustellen sein wird, dieselben organisatorischen Abl&auml;ufe aktiviert, l&auml;sst sich verhindern, dass das Thema B&uuml;rgerbeteiligung selbst f&uuml;r eine gro&szlig;e Stadt wie K&ouml;ln ins Un&uuml;bersichtliche und &Uuml;berkomplexe hypertrophiert. Die Aufwendungen und Anforderungen f&uuml;r B&uuml;rger&#8209; wie Verwaltungsseite, also f&uuml;r diejenigen, die eingeladen sind, ihre Ideen und Vorschl&auml;ge mitzuteilen, und diejenigen, die gehalten sind, sich mit den entsprechenden Ergebnissen zu befassen, sollen &uuml;berschaubar und berechenbar bleiben.<br />
<a href="http://www.buergerhaushalt.org/praxis/elektronische-partizipation-als-verwaltungsaufgabe-das-beispiel-des-koelner-buergerhaushalts-teil-2/"><br />
Zum 2. Teil des Beitrags &gt;&gt;&gt;</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Gastbeitrag &#124; B&#252;rgerhaushalte zwischen Politik und Spielwiese</title>
		<link>http://www.buergerhaushalt.org/praxis/gastbeitrag-buergerhaushalte-zwischen-politik-und-spielwiese/</link>
		<comments>http://www.buergerhaushalt.org/praxis/gastbeitrag-buergerhaushalte-zwischen-politik-und-spielwiese/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 26 May 2010 13:27:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[gastbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Serie]]></category>

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		<description><![CDATA[Gedanken von Hilmar Sturm und Benno Tr&#252;tken zu der Frage: Wie "politisch" oder "unpolitisch" sind B&#252;rgerhaushaltsverfahren? und Welche Kriterien braucht ein B&#252;rgerhaushalt &#252;berhaupt um "politisch"...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Hilmar Sturm und Benno Tr&uuml;tken</em></p>
<p><img src="http://www.buergerhaushalt.org/wp-content/uploads/2010/05/sturm2-260x300.jpg" alt="sturm2" title="sturm2" height="100" class="left" /></a> <img src="http://www.buergerhaushalt.org/wp-content/uploads/2010/05/Tr&uuml;tken-248x300.jpg" alt="Tr&uuml;tken" title="Tr&uuml;tken" height="100" class="left" /></a> Wenn B&uuml;rger sich beteiligen oder beteiligt werden, fragen sie immer &ouml;fter: Was wird denn daraus? Oder sie sagen gleich mit skeptischem Blick: Ich mache mit, aber ich glaube nicht, dass wir da viel bewegen. Damit sprechen sie eine Frage an, die auch in einer Arbeitsgruppe der Internationalen B&uuml;rgerhaushalt-Tagung von InWent und bpb im Januar 2010 in Berlin diskutiert worden ist: Wie politisch ist der B&uuml;rgerhaushalt? Mit anderen Worten: Werden die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger an wirklich relevanten Entscheidungen beteiligt? </p>
<p>Damit soll nicht behauptet werden, dass es das Ziel jedes B&uuml;rgerhaushaltes sein m&uuml;sste, dass die Beteiligten &raquo;richtig politisch&laquo; mitreden. Dennoch wird zu manchem B&uuml;rgerhaushalts-Verfahren gefragt werden, ob sie eher als &raquo;Spielwiese&laquo; oder Ablenkung von den &raquo;eigentlichen&laquo; haushaltspolitischen Fragen eingesetzt werden. Entsprechende Fragen werden immer h&auml;ufiger auch von Journalisten gestellt. </p>
<p><strong>St&auml;rken B&uuml;rgerhaushalte politisches Interesse und Systemvertrauen?</strong><br />
Erfreulich viele Kommunen arbeiten mit B&uuml;rgerhaushaltsverfahren. Die Beteiligten haben das gute und berechtigte Gef&uuml;hl, ihre b&uuml;rgerliche Pflicht getan zu haben; Politik und Verwaltung d&uuml;rfen sich mit Recht f&uuml;r besonders offen und demokratisch halten. Aber gleichzeitig schrumpfen die Mitgliederzahlen von Parteien, haben sie oft Schwierigkeiten, ihre kommunalen Kandidatenlisten zu f&uuml;llen, sinken die Wahlbeteiligungen und sinkt das Vertrauen in Parteien und Politiker immer weiter auf einen erschreckend niedrigen Stand. &raquo;Unpolitische&laquo; B&uuml;rgerhaushalts-Verfahren k&ouml;nnten diese Tendenzen verst&auml;rken, indem sie zum einen vom Kern der Politik ablenken (und dieser Kern ist im ganzen Haushaltsplan in Zahlen ausgedr&uuml;ckt und entschieden), und zum anderen indem sie ein Signal senden, dass Politik und Verwaltung &uuml;ber das &raquo;Eingemachte&laquo;, das gro&szlig;e Ganze lieber selbst entscheiden. W&auml;re es ein Wunder, wenn auch interessierte Menschen sich abwendeten?</p>
<p><strong>B&uuml;rgerhaushalte mit politischem Anspruch</strong><br />
Was hei&szlig;t &raquo;politisch&laquo; oder &raquo;unpolitisch&laquo; (weniger politisch)? Politisch kann man einen B&uuml;rgerhaushalt dann nennen, wenn:</p>
<p> &#160;&#8211; die B&uuml;rger Priorit&auml;ten f&uuml;r einen relevanten Teil oder f&uuml;r das Ganze des Kommunalbudgets setzen k&ouml;nnen (Haushaltsrelevanz) &ndash; und nicht nur &uuml;ber eine mehr oder weniger kleine &raquo;freie Spitze&laquo; mitbestimmen d&uuml;rfen oder Anregungen zu einzelnen Posten vorbringen, was letztlich als unpolitisch zu bezeichnen ist;</p>
<p> &#160;&#8211; die Priorit&auml;ten, Vorschl&auml;ge und Empfehlungen der B&uuml;rger zumindest beantwortet, m&ouml;glicherweise sogar weitgehend verwirklicht werden (Wirksamkeit und Reaktion) &ndash; wohlgemerkt: die Entscheidung bleibt beim verfassungs&#8209; und gesetzm&auml;&szlig;ig dazu bestellten Gemeinde&#8209; oder Stadtrat &ndash;, eher unpolitisch w&auml;ren also Verfahren, bei denen B&uuml;rgervoten gesammelt, aber nicht systematisch beantwortet oder ber&uuml;cksichtigt werden;</p>
<p> &#160;&#8211; Vorschl&auml;ge diskutiert und systematisch gewichtet oder zur Abstimmung gestellt werden (Entscheidungscharakter) &ndash; unpolitischer sind Verfahren, bei denen Vorschl&auml;ge eher gesammelt werden (&raquo;Vorschlagswesen&laquo;);</p>
<p> &#160;&#8211; die Beteiligten, vor allem die Abstimmenden, eine angemessene Form der demokratischen Legitimation besitzen (etwa durch repr&auml;sentative Auswahl, beispielsweise durch Zufallsverfahren, oder als Vertreter bestimmter, m&ouml;glicherweise bisher unterrepr&auml;sentierter Gruppen wie Minderheiten, oder auch in anderer Form &ndash; eher unpolitisch sind Verfahren nach dem Prinzip der Selbstauswahl (&raquo;wer m&ouml;chte, macht mit&laquo;) oder bei denen es egal ist, wer teilnimmt, oder solche, an denen haupts&auml;chlich Aktivb&uuml;rger/innen mitwirken;</p>
<p> &#160;&#8211; die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger einen m&ouml;glichst guten Durchblick bekommen, das hei&szlig;t Informationen &uuml;ber den ganzen Haushaltsplan und auch &uuml;ber mittel&#8209; bis langfristige Pl&auml;ne und Sch&auml;tzungen (Transparenz) &ndash; eher unpolitisch w&auml;ren daher Verfahren, bei denen vorwiegend zu einzelnen Haushaltsteilen informiert wird oder nur &uuml;ber ein Jahr und die B&uuml;rger/innen sich nur zu einzelnen Projekten oder einem kleineren freien Betrag Gedanken machen;</p>
<p> &#160;&#8211; die B&uuml;rger/innen zumindest auch Sparentscheidungen mitzutreffen oder vorzubereiten haben, vielleicht sogar ohne Ausgabenspielraum (Realismus und Richtung) &ndash; eher unpolitisch sind Verfahren einzustufen, bei denen die B&uuml;rger/innen vom Sparzwang weitgehend unbehelligt bleiben.</p>
<p>Selbstverst&auml;ndlich sind diese Kriterien oder Indikatoren nicht abschlie&szlig;end gemeint. Wenn man ganz grob eine Unterscheidung zwischen eher politischen und eher apolitischen Verfahren treffen will, dann m&uuml;ssen nicht alle Eigenschaften zutreffen, damit ein Verfahren eingeordnet werden kann. Es lassen sich f&uuml;r alle Auspr&auml;gungen Beispiele in der Praxis finden. Zu den eher unpolitischen B&uuml;rgerhaushalten z&auml;hlen auch diejenigen, bei denen sich die Beteiligung weitgehend auf die Information der B&uuml;rger beschr&auml;nkt. Selbstverst&auml;ndlich tragen sie den Keim der Politisierung der B&uuml;rgerschaft in sich. Jedoch zeigen manche Erfahrungen, dass &uuml;ber ein &raquo;Vorschlagswesen&laquo; nicht hinausgekommen wird.<br />
<strong><br />
Spielwiesen oder Sparen als realistische Politik?</strong><br />
Gerade die Spar-Frage wird die Kommunen (und nicht nur sie) in den n&auml;chsten Jahren intensiv besch&auml;ftigen, und hier bietet der B&uuml;rgerhaushalt ein gro&szlig;es Potential: weil (a) die B&uuml;rger zum Sparen, also auch zum Verzichten grunds&auml;tzlich bereit sind, (b) nur sie selbst wissen, worauf konkret sie am ehesten zu verzichten bereit sind, und (&#8573;) bei guten Verfahren eine zus&auml;tzliche Legitimationsbasis f&uuml;r Sparma&szlig;nahmen bieten, womit sie (&#8574;) die &ouml;ffentliche Akzeptanz f&uuml;r harte Ma&szlig;nahmen erleichtern. Wird also im B&uuml;rgerhaushalt eher gespart oder eher ausgegeben? Wenn es nur oder vor allem ums Ausgeben geht: Weckt und n&auml;hrt man damit nicht Illusionen bei den B&uuml;rger/innen? Oder schleicht sich bei ihnen vielleicht sogar das Gef&uuml;hl ein, es sei gen&uuml;gend Geld da, nur ihrer Kenntnis und ihrer Mitentscheidung entzogen?</p>
<p><strong>Beispiele</strong><br />
Der klassische B&uuml;rgerhaushalt in Porto Alegre bedeutet vor allem: Bisher benachteiligte Gruppen in den Stadtteilen Porto Alegres melden ihre Bed&uuml;rfnisse und Priorit&auml;ten an; entschieden wird in einem stadtweiten Austausch. Hier hat der B&uuml;rgerhaushalt von Beginn an einen halb politischen Charakter. Er kann und sollte immer politischer werden und damit die Menschen wieder n&auml;her an die Politik, an ihr Gemeinwesen, heranf&uuml;hren.</p>
<p><strong>Nun nach Deutschland.</strong><br />
&raquo;<a href="http://www.solingen-spart.de">Solingen spart</a>&laquo; hei&szlig;t das B&uuml;rgerhaushaltsverfahren in der Stadt in Nordrhein-Westfalen. Ziel war hier nicht die Priorisierung von Ausgaben, sondern von Sparvorschl&auml;gen &ndash; ein realistischer politischer Ansatz. Dennoch ist das Verfahren als eher unpolitisch einzustufen, denn die &raquo;Produktkritik&laquo; wurde von der Stadtverwaltung vorgenommen. Zudem wurde die strategische Ausrichtung &raquo;in drei strategischen Workshops des Verwaltungsvorstands, der st&auml;dtischen F&uuml;hrungskr&auml;fte und der Ratsfraktionen&laquo; erarbeitet. F&uuml;r die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger blieb letztlich ein erweitertes Vorschlagswesen, wenig Einblick in und Mitentscheidung &uuml;ber Grundsatzfragen. Nur registrierte B&uuml;rger/innen konnten auch von der Verwaltung gemachte Vorschl&auml;ge bewerten. Es wurden Teilnehmerdaten ver&ouml;ffentlicht und damit Transparenz &uuml;ber deren Repr&auml;sentativit&auml;t hergestellt. Es zeigt sich, dass M&auml;nner etwas &uuml;berrepr&auml;sentiert sind; Personen mit Hochschulabschluss machen einen relativ gro&szlig;en Anteil aus. Dennoch wurden auch Menschen mit Hauptschulabschluss erreicht. Soweit zu einer ersten Einordnung des Solinger Verfahrens. &Auml;hnlich ist &raquo;<a href="http://www.essen-kriegt-die-kurve.de">Essen kriegt die Kurve</a>&laquo; mit B&uuml;rgerhaushalt-Hilfe einzuordnen. Auch in Essen k&ouml;nnen die B&uuml;rger/innen einerseits Sparvorschl&auml;ge von der Verwaltung bewerten und andererseits eigene vorbringen und diskutieren, ebenfalls online. (Die Selektivit&auml;t von Online-Beteiligungen soll hier nicht diskutiert werden; sie ist aber auch f&uuml;r die Frage, wie politisch ein B&uuml;rgerhaushalt ist, relevant.) </p>
<p><strong>Fazit</strong><br />
B&uuml;rgerhaushalte bewegen etwas &ndash; mal mehr, mal weniger. Es k&ouml;nnte mehr sein, wenn sie noch politischer w&uuml;rden, das hei&szlig;t noch mehr Einfluss auf den politischen Rahmen h&auml;tten, auf die strategische Ausrichtung des Produkthaushaltes und dar&uuml;ber hinaus. Damit kommen wir aber gleich zur n&auml;chsten Herausforderung.</p>
<p><strong>Wichtige Entscheidungen fallen nicht in der Kommune</strong><br />
Wenn die Kommunen kaum eigene Steuern haben, und wenn &uuml;ber gro&szlig;e Teile der Ausgaben und Einnahmen in Landtagen und Bundestag beschlossen wird, m&uuml;sste ein politischer B&uuml;rgerhaushalt auch diese Fragen behandeln: die Frage nach der f&ouml;deralen Finanzverfassung. Ideen hierzu sind vorhanden, m&uuml;ssen aber an anderer Stelle diskutiert werden. </p>
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		<item>
		<title>Westerstede: Angst vor dem B&#252;rger?</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Apr 2010 08:44:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Märker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Pressespiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Politisches Tauziehen]]></category>
		<category><![CDATA[Westerstede]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch wenn wir nicht wirklich wissen, was die Politikerinnen und Politiker ins Feld gef&#252;hrt haben, um die B&#252;rgerinnen und B&#252;rger nicht mehr als bisher an der kommunalen Haushaltsplanung zu beteiligen, so spiegelt die...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In dem Beitrag der NWZ Online &#8222;Mehrheit sieht genug Transparenz&#8220; hei&szlig;t es:</p>
<p><em> Im Haushaltsausschuss haben CDU und FDP den von der SPD angestrebten B&uuml;rgerhaushalt abgelehnt. Jedes Ratsmitglied habe von den W&auml;hlern ein Mandat erhalten, deren Interessen zu vertreten. Daher g&auml;be es keinen Anlass, sie bei Einzelentscheidungen nochmals zu beteiligen. Gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche Transparenz werde auch durch die gute Arbeit sehr vieler Vereine hergestellt.</em></p>
<p>Auch wenn wir nicht wirklich wissen, was die Politikerinnen und Politiker ins Feld gef&uuml;hrt haben, um die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger nicht mehr<strong>*</strong> als bisher an der kommunalen Haushaltsplanung zu beteiligen, so spiegelt diese Meldung der NWZ gut wider, wieviel Angst mancherorts vor dem Instrument B&uuml;rgerhaushalt in den Reihen der Politik (noch) herrscht. Oft ist es Angst vor Machtverlust. Dabei bieten B&uuml;rgerhaushalte ja gerade die Chance, &uuml;ber einen transparenten, geregelten und strukturierten Kommunikationsprozess, die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger, und eben nicht nur die, die in Vereinen oder Initiativen gut organisiert sind, als Ideen&#8209; und Hinweisgeber, als Feedbackgeber und Priorit&auml;tensetzer einzubinden. Die Entscheidungen werden weiterhin durch den Rat gef&auml;llt und transparent gemacht. B&uuml;rgerhaushalte sind daher weder ein Sturm auf das Rathaus noch ein Kniefall vor dem B&uuml;rger oder ein Offenbarungseid, sondern vielmehr Ausdruck eines ausgepr&auml;gten Selbstbewusstseins aufseiten der Politik beziehungsweise der Institution Rat.</p>
<p>Zur <a href="http://www.nwzonline.de/Region/Kreis/Ammerland/Westerstede/Artikel/2324750/Mehrheit+sieht+genug+Transparenz.html">Meldung der NWZ-Online &gt;&gt;&gt;</a></p>
<p><strong>*</strong>Wenn wir den deutschlandweiten Standard f&uuml;r Nicht-B&uuml;rgerhaushaltkommunen ansetzen, kann &#8222;bisher&#8220; getrost mit &#8222;nicht erkennbar&#8220; &uuml;bersetzt werden. </p>
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		<title>&#8222;B&#252;rgerhaushalt&#8220; mal anders ODER Top Delinquent Taxpayers online</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 14:17:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beispiele]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Stadt Los Angeles ver&#246;ffentlicht die Namen von Firmen die Steuern hinterzogen haben auf der Website &#8222;Top Delinquent Taxpayers&#8220; &#62;&#62;&#62;
The City of Los Angeles Municipal Code (LAMC) Section 21.15(n) directs the Office of Finance to publish a quarterly list of the top 250 tax delinquencies in excess of $100,000. Before we publish the list, we [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Stadt Los Angeles ver&ouml;ffentlicht die Namen von Firmen die Steuern hinterzogen haben auf der Website <a href="http://finance.lacity.org/delinquent.htm">&#8222;Top Delinquent Taxpayers&#8220; &gt;&gt;&gt;</a></p>
<p><em>The City of Los Angeles Municipal Code (LAMC) Section 21.15(n) directs the Office of Finance to publish a quarterly list of the top 250 tax delinquencies in excess of $100,000. Before we publish the list, we mail each taxpayer who may potentially be on the list a certified letter, return receipt requested. The letter provides them an opportunity to voluntarily settle their liability.</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ja&#160;&#8211; Bonns B&#252;rger wollen mitreden ODER Qualitative Vorstudie zum B&#252;rgerhaushalt</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Apr 2010 13:39:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Pressespiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Bonn]]></category>
		<category><![CDATA[Vorstudie]]></category>

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		<description><![CDATA[Erstmal fragen, ob die B&#252;rger &#252;berhaupt gefragt werden m&#246;chten - hat man sich in Bonn gedacht und das Zentrum f&#252;r Evaluation und Methoden (ZEM) zu einer qualitativen Vorstudie...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erstmal fragen, ob die B&uuml;rger &uuml;berhaupt gefragt werden m&ouml;chten&#160;&#8211; hat man sich in Bonn gedacht und das Zentrum f&uuml;r Evaluation und Methoden (ZEM) zu einer qualitativen Vorstudie zu einer B&uuml;rgerbefragung beauftragt. Der <a href="http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&#038;itemid=10490&#038;detailid=724760">Bonner General Anzeiger</a> berichtet:</p>
<p><em>Urspr&uuml;nglich hatte Oberb&uuml;rgermeister J&uuml;rgen Nimptsch (SPD) am Tag der Landtagswahl am 9. Mai alle Wahlberechtigten im Rahmen einer Vollbefragung fragen wollen, was ihnen in der Stadt lieb und teuer ist und worauf sie eher verzichten w&uuml;rden. Seine Idee stie&szlig; jedoch bei der schwarz-gr&uuml;nen Ratsmehrheit auf Ablehnung. Nach einigem Hickhack einigte sich der Stadtrat auf diese Vorstudie mit dem Ziel, die B&uuml;rger zun&auml;chst zu fragen, zu was und wie sie dazu befragt werden wollen.  </em></p>
<p>Nur sieben Prozent der 237, durch das ZEM unter Leitung von Prof. Georg Rudinger, Befragten lehnen laut GA eine B&uuml;rgerbefragung ab.&#160;55 Prozent m&ouml;chten &uuml;ber klassische Papierfrageb&ouml;gen befragt werden, 35 Prozent das Internet nutzen:</p>
<p><em>Fast 90 Prozent der Interviewten bewerteten die Idee einer B&uuml;rgerbefragung in Bonn mit &#8222;gut&#8220; (67,9 Prozent) oder &#8222;eher gut&#8220; (21,9), sagte Rudinger. Etwas mehr als sieben Prozent lehnen dagegen eine Befragung ab. Von denen, die eine B&uuml;rgerbefragung gut f&auml;nden, sprachen sich 55 Prozent f&uuml;r eine Befragung &#8211;&#160;ganz klassisch&#160;&#8211; per Papier-Frageb&ouml;gen aus. Eine Online-Befragung im Internet w&uuml;rden 35 Prozent begr&uuml;&szlig;en. </em></p>
<p>Ein B&uuml;rgerhaushalt &uuml;ber mehrere Kan&auml;le&#160;&#8211; wie die meisten B&uuml;rgerhaushalt-Kommunen ohnehin verfahren&#160;&#8211; w&uuml;rde sich folglich auch f&uuml;r Bonn anbieten. Zumal die st&auml;dtische Finanzlage als Thema oft genannt wurde. Ein wenig fraglich ist, wie repr&auml;sentativ die Telefonumfrage mit 237 Befragten ist und ob sie alle potentiellen Zielgruppen erreicht hat. So verwundert es ein wenig, dass nur 35 Prozent der Befragten f&uuml;r eine Beteiligung im Internet pl&auml;dieren, wo das Internet bei laufenden B&uuml;rgerbeteiligungsverfahren der meist am st&auml;rksten genutzte Kanal ist.</p>
<p><em>&#8222;Ich halte f&uuml;r denkbar, dass es nach der Sommerpause eine B&uuml;rgerbeteiligung zu den beiden gro&szlig;en Themen Haushalt und Festspielhaus geben kann&#8220;, sagte Nimptsch auf GA-Anfrage, wie es jetzt weiter gehen soll. Dabei orientiere sich die Verwaltung an Modellen, wie sie in K&ouml;ln oder Solingen umgesetzt werden, ohne dass er jetzt schon sagen k&ouml;nne, welche Variante in Bonn zum Zuge komme.</em></p>
<p>Da man sich inzwischen wohl gegen das neue Festspielhaus entschieden hat, vielleicht also tats&auml;chlich bald ein B&uuml;rgerhaushalt f&uuml;r Bonn?</p>
<p><a href="http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&#038;itemid=10490&#038;detailid=724760">Zum Artikel des Bonner General Anzeiger &gt;&gt;&gt;</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kommune21-Report: &#8222;B&#252;rger dein Haushalt&#8220;</title>
		<link>http://www.buergerhaushalt.org/kommunen/kommune21-report-buerger-dein-haushalt/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Apr 2010 10:02:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunen]]></category>
		<category><![CDATA[Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Pressespiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin-Lichtenberg]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
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		<category><![CDATA[Trier]]></category>

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		<description><![CDATA[Kommune21, Zeitschrift f&#252;r E-Government, Internet und Informationstechnik, ver&#246;ffentlichte am 29. M&#228;rz in ihrer Online-Ausgabe einen Report zum Thema B&#252;rgerhaushalt...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kommune21.de/meldung_10131">Kommune21, Zeitschrift f&uuml;r E-Government, Internet und Informationstechnik</a>, ver&ouml;ffentlichte am 29. M&auml;rz in ihrer Online-Ausgabe einen Report zum Thema B&uuml;rgerhaushalt. Beleuchtet werden darin Erfolgfaktoren und Strategien f&uuml;r B&uuml;rgerhaushalte sowie verschiedene Beispielst&auml;dte, die bereits einen B&uuml;rgerhaushalt durchgef&uuml;hrt haben: K&ouml;ln, Trier, Solingen, Berlin-Lichtenberg, Solingen und Hamburg. </p>
<p><em>In Zeiten klammer Kassen ist es f&uuml;r Politik und Verwaltung wichtiger denn je, herauszufinden, an welcher Stelle die B&uuml;rger bereit sind, Verzicht zu &uuml;ben. Die Krise der &ouml;ffentlichen Haushalte ist somit ein Grund f&uuml;r das wachsende Interesse an B&uuml;rgerhaushalten.&#160;67 Kommunen in Deutschland haben ein derartiges Beteiligungsprojekt bereits durchgef&uuml;hrt, beschlossen oder informieren die B&uuml;rger zumindest &uuml;ber den Haushalt. Durch die h&ouml;here Transparenz soll nicht zuletzt das Verst&auml;ndnis f&uuml;r finanzpolitische Zusammenh&auml;nge und Handlungszw&auml;nge gef&ouml;rdert werden.</em></p>
<p>Der B&uuml;rgerhaushalt Solingen als Beispiel f&uuml;r einen &#8222;Spar-B&uuml;rgerhaushalt&#8220;:</p>
<p><em>Rein ums Sparen ging es beim ersten B&uuml;rgerhaushalt der Stadt Solingen. Die B&uuml;rger konnten die 78 Sparvorschl&auml;ge des Haushaltssicherungskonzeptes online diskutieren und bewerten. Hinzu kamen 30 Sondervorschl&auml;ge mit denkbaren Sparma&szlig;nahmen, wie etwa die Schlie&szlig;ung von Museen oder der historischen Burganlage, die im Rahmen der vorhergegangenen verwaltungsinternen Beratungen verworfen worden waren. Zudem hatten B&uuml;rger die M&ouml;glichkeit, selbst Sparvorschl&auml;ge einzureichen. </em></p>
<p>Der B&uuml;rgerhaushalt Hamburg mit Einsatz eines Haushaltsrechners:</p>
<p><em>Nicht sparen, aber rechnen mussten die B&uuml;rger der Freien und Hansestadt Hamburg, die sich f&uuml;r den Einsatz eines Haushaltsrechners entschieden hatte. Damit k&ouml;nnen B&uuml;rger selbst Haushalte aufstellen und die Ausgangsbudgets nach eigenem Gutd&uuml;nken ver&auml;ndern. So soll ein Gef&uuml;hl f&uuml;r die M&ouml;glichkeiten und Grenzen der Haushaltsplanung geweckt werden.</em></p>
<p><a href="http://www.kommune21.de/meldung_10131">Zum Beitrag der Kommune21 &gt;&gt;&gt;</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Solinger B&#252;rgerinnen und B&#252;rger helfen ihrer Stadt beim Sparen</title>
		<link>http://www.buergerhaushalt.org/praxis/solinger-buergerinnen-und-buerger-helfen-ihrer-stadt-beim-sparen/</link>
		<comments>http://www.buergerhaushalt.org/praxis/solinger-buergerinnen-und-buerger-helfen-ihrer-stadt-beim-sparen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 05 Mar 2010 17:16:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lpeters</dc:creator>
				<category><![CDATA[Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Haushaltssicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Solingen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.buergerhaushalt.org/?p=2607</guid>
		<description><![CDATA[Solingen beschreitet erstmalig der Weg einer B&#252;rgerbeteiligung
via Internet. Verwaltung und Politik erhoffen sich Hilfestellung
bei der politischen Willensbildung. W&#228;hrend der Onlinephase
vom 4. bis zum 25. M&#228;rz...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Pressemitteilung der Stadt Solingen, 4.3.2010</em></p>
<p>(pa) Heute um 18 Uhr geht der Solinger B&uuml;rgerhaushalt im<br />
Internet online. Unter der Adresse &bdquo;www.solingen-spart.de&#8220; ist<br />
vom 4. bis zum 25. M&auml;rz eine Internet-Plattform geschaltet, auf<br />
der 78 Sparvorschl&auml;ge des Solinger<br />
Haushaltssicherungskonzeptes diskutiert und bewertet werden<br />
k&ouml;nnen.</p>
<p>&#8222;B&uuml;rgerhaushalte&#8220;, auch elektronische gab es zwar schon in<br />
anderen deutschen St&auml;dten&#160;&#8211; Solingen geht trotzdem neue<br />
Wege. Neu ist: Solingens B&uuml;rger sind aufgerufen, ihrer Stadt<br />
beim Sparen zu helfen und nicht, Vorschl&auml;ge f&uuml;r neue Ausgaben<br />
und Leistungen zu machen. Denn die &#8222;Klingenstadt&#8220; muss bis<br />
2013 ihr Defizit um 45 Millionen Euro reduzieren. Sonst droht ihr<br />
wom&ouml;glich die Entsendung eines &bdquo;Staatskommissars&ldquo; durch die<br />
Bezirksregierung.</p>
<p>Solingen beschreitet erstmalig der Weg einer B&uuml;rgerbeteiligung<br />
via Internet. Verwaltung und Politik erhoffen sich Hilfestellung<br />
bei der politischen Willensbildung. W&auml;hrend der Onlinephase<br />
vom 4. bis zum 25. M&auml;rz k&ouml;nnen Teilnehmerinnen und<br />
Teilnehmer Sparvorschl&auml;ge der Verwaltung bewerten,<br />
kommentieren und deutlich machen, an welcher Stelle zuerst<br />
gespart werden sollte. Sie k&ouml;nnen so Priorit&auml;ten setzen und dem<br />
Rat den B&uuml;rgerwillen signalisieren. Auch zus&auml;tzliche Anregungen<br />
sind willkommen und gehen in die weitere Beratung. Das letzte<br />
Wort hat der Stadtrat. Er entscheidet am 8. Juli &uuml;ber den<br />
Nachtragshaushalt f&uuml;r 2010; im Zentrum des Nachtrags steht<br />
das Sparpaket..</p>
<p>Zum Onlinegang von solingen-spart.de luden Oberb&uuml;rgermeister<br />
Feith und K&auml;mmerer Weeke interessierte B&uuml;rgerinnen und<br />
B&uuml;rger in den Konzertsaal der Stadt ein (heute 18 Uhr). Oliver<br />
M&auml;rker von der Berliner Beratungsfirma zebralog f&uuml;hrt in das<br />
System ein. Oberb&uuml;rgermeister, K&auml;mmerer und Berater stellen<br />
sich ersten Fragen der B&uuml;rgerschaft. Au&szlig;erdem stehen im Foyer<br />
einige Laptops, an denen Interessierte das System ausprobieren<br />
konnen.</p>
<p>Auch wer nicht &uuml;ber einen eigenen Internetzugang und nicht<br />
&uuml;ber PC-Kenntnisse verf&uuml;gt, kann mitmachen. Hilfestellung gibt<br />
es an folgenden Stellen zu den angegebenen Zeiten:</p>
<p><strong>Solingen-Mitte:</strong></p>
<p><strong>Internetcaf&eacute; der VHS</strong><br />
Eiland 16</p>
<p>Die zw&ouml;lf PC-Arbeitspl&auml;tze des Internetcafes der Bergischen VHS, stehen zu den folgenden &Ouml;ffnungszeiten zur Verf&uuml;gung:<br />
Di. bis Fr. von 9 bis 21 Uhr<br />
Sa. von 10 bis 21 Uhr<br />
So. von 13 bis 20 Uhr</p>
<p><strong>Haus der Jugend, Dorper Stra&szlig;e </strong>10 bis 16<br />
Mo. bis Fr.&#160;11 bis 18 Uhr<br />
Do.&#160;11 bis 20:30&#160;Uhr<br />
Fr.&#160;11 bis 22 Uhr</p>
<p><strong>Gr&auml;frath:</strong></p>
<p>Jugendzentrum Fritz Gr&auml;be<br />
Schulstra&szlig;e 2<br />
Di bis Fr, 14 bis 17:30&#160;Uhr</p>
<p><strong>Aufderh&ouml;he:</strong></p>
<p><strong>Kinder&#8209; und Jugendtreff Aufderh&ouml;he</strong><br />
Friedenstra&szlig;e 132a<br />
42699 Solingen<br />
Mittwoch 15 &#8211;&#160;18 Uhr<br />
Donnerstag 13&#160;&#8211; 16 Uhr<br />
Freitag 15&#160;&#8211; 18 Uhr</p>
<p>Wer mit Computer und Internet allein zurechtkommt und &uuml;ber<br />
einen Bibliotheksausweis verf&uuml;gt, kann auch einen der neun<br />
Internet-PCs der <strong>Stadtbibliothek (Mummstra&szlig;e) </strong>nutzen.</p>
<p><strong>&Ouml;ffnungszeiten:<br />
</strong>Mo.&#160;16&#160;&#8211; 20 Uhr<br />
Di.&#160;&#8211; Fr.&#160;10&#160;&#8211; 20 Uhr<br />
Sa 10.&#160;&#8211; 16 Uhr</p>
<p>Informationen zu B&uuml;rgerhaushalten:<br />
http://www.buergerhaushalt.org</p>
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		<title>Moers: Blog zum Haushalt</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 16:28:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Moers]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf dem Blog der Stadt Moers sind die B&#252;rgerinnen und B&#252;rger der Stadt aufgerufen Vorschl&#228;ge zum Haushalt zu machen. Seit 4. Februar...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem Blog der Stadt Moers <a href="http://blog.moers.de/2010/02/04/der-haushalt-der-stadt-moers-ist-ihr-haushalt/">http://blog.moers.de</a> sind die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger der Stadt aufgerufen ihre Meinung zu sagen und Vorschl&auml;ge zum Haushalt zu machen. B&uuml;rgermeister Norbert Ballhaus:</p>
<p><em>&#8222;Schlie&szlig;lich sind Sie nicht nur die Betroffenen, sondern auch die Experten. Deshalb bitte ich um Ihre Mitarbeit! Was halten Sie f&uuml;r richtig? Was ist notwendig? Welche Sparvorschl&auml;ge haben Sie? Wo d&uuml;rfen wir auf gar keinen Fall den Rotstift ansetzen?&#8220;</em></p>
<p>Seit 4. Februar 2010 sind insgesamt 71 Eintr&auml;ge auf dem Blog eingegangen, darunter drei Antwort-Eintr&auml;ge von B&uuml;rgermeister Ballhaus. Gute Idee, die B&uuml;rger auf einfache Art und Weise &uuml;ber ein Blog einzubeziehen. Aber es bleibt abzuwarten, was mit den Eintr&auml;gen passiert und ob tats&auml;chlich wie angek&uuml;ndigt noch weitere Antworten und R&uuml;ckmeldungen folgen. B&uuml;rgermeister Norbert Ballhaus dazu:</p>
<p><em>&#8222;Aber ich m&ouml;chte diesen modernen Kanal nutzen, um in Erg&auml;nzung zu den vielen R&uuml;ckmeldungen in pers&ouml;nlichen Gespr&auml;chen, Briefen oder E-Mails eine weitere, moderne M&ouml;glichkeit zur B&uuml;rgerbeteiligung zu geben und vielleicht auch neue Zielgruppen f&uuml;r einen Meinungsbildungsprozess zu gewinnen.&#8220;</em></p>
<p><a href="http://blog.moers.de/2010/02/04/der-haushalt-der-stadt-moers-ist-ihr-haushalt/">Zum Blog &#8222;Der Haushalt der Stadt Moers ist Ihr Haushalt!&#8220; &gt;&gt;&gt;</a></p>
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