Pressespiegel

 

Leipzig: Bürgerhaushalt 2009 gestartet

Absofort können die Bürgerinnen und Bürger in Leipzig sich an der Haushaltsplanung für den Haushalt 2009 beteiligen. Die AG Bürgerhaushalt der Leipziger Agenda 21 hat die Durchführung eines Beteiligungsverfahrens angeregt, das bereits lange vor der Veröffentlichung eines neuen Planentwurfes im Herbst beginnen soll und den Bürgerinnen und Bürger bis zum 15. Juni 2008 die Möglichkeit gibt, Vorschläge einzureichen. Vorschläge können auch online mithilfe eines Haushaltsrechners eingereicht werden.

Der Leipziger Bürgerhaushalt weißt damit zwei Besonderheiten auf: Zum Einen wird er nicht von der Verwaltung der Stadt Leipzig initiiert, sondern von der Leipziger Lokalen Agenda. Der Bürgerhaushalt stellt somit eine zivilgesellschaftliche Initiative dar. Verbunden ist damit die Frage, inwieweit sich dieser Umstand postiv oder negativ auf die Relevanz des Verfahrens für das politisch-administrative Haushaltsplanungsverfahren auswirkt, wieviel Bedeutung also Politik und Verwaltung dem Verfahren und damit den Vorschlägen der Bürgerinnen und Bürger beimessen. So wird das Verfahren nicht auf den Seiten der Stadt Leipzig angekündigt, was auf eine eher geringe Bedeutung des Verfahrens für die Verwaltung hinweisen könnte.

Allerdings ist ein Verwertungsprozess vorgesehen, an dem Verwaltung und Politik beteiligt sind: Dazu ist auf den Seiten der Lokalen Agenda Leipzig zu lesen:

Die Vorschläge werden anschließend in einem Arbeitskreis unter Mitwirkung der AG Bürgerhaushalt sowie Mitgliedern des Stadtrates und Mitarbeitern der Stadtverwaltung systematisiert, redaktionell überarbeitet und für eine öffentliche Abstimmung vorbereitet. Im Sommer soll dann dazu ein öffentliches Abstimmungsverfahren stattfinden, um die Zustimmung zu den einzelnen Vorschlägen zu ermitteln. Ergebnisse werden in zwei Schritten an die Verwaltung und den Stadtrat übergeben:
1. Bereits vor der Abstimmung werden alle Vorschläge an die Verwaltung übergeben, damit sie bei der Aufstellung des Haushaltsplan durch die Fachämter berücksichtigt werden können.
2. Nach der Befragung werden die Abstimmungsergebnisse bereits vor der Veröffentlichung des Haushaltsplanentwurfes für 2009 den Fraktionen des Stadtrates zugänglich gemacht und können somit rechzeitig für die Erarbeitung von Änderungsanträgen durch die Fraktionen verwendet werden.

Zum Anderen wird als Beteiligungsmedium ein Haushaltsrechner angeboten, der – hier auf der Basis des aktuellen Haushaltes 2008 – die Möglichkeit bietet, einen eigenen Haushalt vorzuschlagen, indem Ein‑ oder Ausgaben zu einzelnen Ressorts verändert werden können. Zusätzlich ist es möglich, eine so veränderte Gewichtung schriftlich zu begründen. Bei unveränderbaren Haushaltspositionen können zwar nicht Zahlen aber Kommentare abgegeben werden. Damit steht das Zahlenwerk und die Auseinandersetzung mit Zahlen für die Teilnehmenden im Vordergrund und die Auseinandersetzung mit einer eher anspruchsvolleren Benutzeroberfläche. Spannend ist daher die Frage, ob dieser Ansatz im Vergleich zu anderen eher Dialog-orientierten Ansätzen (Diskussion und Bewertung von Vorschlägen im Internet und in Vor-Ort-Veranstaltungen) methodisch ein höherschwelliges Angebot darstellt.

Vergleiche auch eine aktuelle Meldung aus der Leipziger Internet Zeitung: „Ab sofort wieder gefragt: Vorschläge für den Leipziger Haushaltsplan 2009“

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Märkische Allgemeine: CDU schlägt Bürgerhaushalt für 2009 in Jüterbog vor

Laut eines Presseberichtes der Märkischen Allgemeinen, schlägt die CDU die Einführung eines Bürgerhaushaltes in der 13.000 Einwohner Stadt Jüterbog vor: “ ‚Die Haushaltsberatungen in Jüterbog müssen auf eine breitere Basis gestellt werden‘, so Eichelbaum, der auch CDU-Kreisvorsitzender ist, ‚ein neues bürgerschaftliches Beteiligungsverfahren soll die Aufstellung des nächsten Haushaltes in Jüterbog begleiten. So könnten die Bürger mehr als bisher in das komplexe Thema der städtischen Finanzen Einblick erhalten und formulieren, was ihnen wichtig ist.‘ Einen entsprechenden Antrag will die CDU in die nächste Stadtverordnetenversammlung einbringen.“

Lesen Sie hier den ganzen Bericht

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Bonn bleibt beim Bürgerhaushalt

Nachdem der Bonner General Anzeiger in seiner Ausgabe vom 8. April 2008 in einem Beitrag mit dem Titel „Jeder Interessent kostete mehr als 116 Euro/Stadtspitze will Bürgerinformationen zum Haushalt einstellen“ über das bevorstehende Ende des Bonner Bürgerhaushaltes berichtete, wurde heute durch eine Pressemitteilung der Stadt nicht das Ende, sondern die Weiterentwicklung des Bürgerhaushaltes in Bonn angekündigt. In der Pressemitteilung „Stadt bleibt beim Bonner Bürgerhaushalt“ widersprechen die Oberbürgermeisterin Bärbel DIECKMANN und der Stadtkämmerer Prof. Dr. Ludger SANDER der Pressedarstellung.

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Leipziger Internet Zeitung: Der lange Leipziger Weg zu einem Bürgerhaushalt

Unter dem Titel Bürgerhaushalt für Leipzig Wie geht das? fand am 4. März in Leipzig eine Veranstaltung zum Bürgerhaushalt statt. Darüber berichtet Heike RUHL in der Leipziger Internet Zeitung. Demnach gibt es Signale aufseiten der Verwaltung, einen Bürgerhaushalt in Leizpzig einführen zu wollen – so sprach sich der Kämmereiamtsleiter für eine schrittweise Einführung des Bürgerhaushaltes in Leipzig aus. Dabei gibt es in Leipzig schon länger Bemühungen, einen Bürgerhaushalt einzuführen: Die Initiative ging dabei von „unten“, von der Leizpiger Agenda 21 aus. Darüber berichtete Ralf ELSÄSSER ausgehend von der Frage, wie ein Bürgerhaushalt gestartet werden könne, wenn aus Verwaltung und Politik keine Impulse kommen. Immerhin wurden erste Etappenziele durch die Leipziger Agenda 21 erreicht: So wurde der Haushaltsplan 2008 von der Stadt Leizpig zum Download in das Internet gestellt. Darüber hinaus konnten zu eben diesem Plan formale Eingaben mithilfe eines Haushaltsrechners gemacht werden. Als Beispiel dafür, was entstehen kann, wenn der Haushalt von der Verwaltung initiiert wird, darüber berichtete Jürgen BEHRENDT aus der Stadt Köln zum Kölner Bürgerhaushalt, in dem „… keine imaginären Gelder verschoben, sondern konkrete Vorschläge vor allem über ein Internetforum gesammelt, bewertet und in den Haushaltsplan nachvollziehbar eingearbeitet [werden].“

Lesen Sie hier den Artikel aus der Leipziger Internet Zeitung

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Südwest Presse: Freiburger sagen, wo es langgeht

In der südbadischen Stadt Freiburg, 220.000 Einwohner, startet in diesem Jahr zum ersten Mal der Beteiligungshaushalt. 2007 vom Rat beschlossen, haben die Bürgerinnen und Bürger in diesem Jahr die Möglichkeit, Vorschläge in das Haushaltsplanungsverfahren für den Haushalt 2009⁄2010 einzubringen. Über das Verfahren berichtet PETRA WALHEIM jüngst in der SÜDWEST PRESSE. Sie berichtet über die verschiedenen Beteiligungskanäle (u.a. Internet und Stadtkonferenz), über die Bürgerinnen und Bürger ihre Vorschläge einbringen können und über die Erwartung, dass Ergebnisse aus der Bürgerbeteiligung zum Haushalt im Herbst in die politischen Beratungen Eingang finden (Rechenschaftslegung).

Lesen Sie den ganzen Artikel der Südwest Presse >>>

Weitere Beiträge zu Freiburg finden Sie hier >>>

Internetpräsenz zum Bürgerhaushalt in Freiburg >>>

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