Pressespiegel

 

Hessische Grüne: Bürgerhaushalt als ideale Ergänzung zum parlamentarischen System

Quelle: Echo Online
Datum: 17.09.2007

Die hessische Grünen-Abgeordnete und finanzpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion Sigrid Erfurth sieht Bürgerhaushalte als Mittel gegen die weit verbreitete Politikverdrossenheit in Deutschland an.

Obwohl die kommunalen Etats darüber entscheiden, was in einer Kommune verwirklicht werde, sind die Haushaltsverhandlungen und –verabschiedungen derzeit durch weitgehende Nichtteilnahme der Bevölkerung gekennzeichnet. Insbesondere in Zeiten knapper Finanzmittel könne jedoch durch Bürgerbeteiligungen bzw. –haushalte eine neue Qualität im kommunalen Selbstverständnis des Gemeinwesens vorangebracht werden, so Erfurth.

Daher wären Bürgerhaushalte eine ideale Ergänzung zum parlamentarischen System. So könnten die BürgerInnen in einer Vorauswahl anstehende kommunale Projekte priorisieren. Dadurch würde die Verwaltung in den Dialog mit den Betroffenen treten, was zu mehr Transparenz – und schließlich auch Akzeptanz politischer Entscheidungen führe. Letztere sei jedoch nur gewährleistet, wenn die Verwaltung auch Rechenschaft darüber ablege, ob und wie die Vorschlägen der BürgerInnen im Haushalt berücksichtigt worden seien.

Als mittelfristiges Ziel nannte die Odenwälder Landtagsdirektkandidatin Claire Labigne die landesweite Aufstellung verständlicher und lesbarer Haushaltspläne in allen Kommunen.

Lesen Sie den gesamten Artikel auf Echo Online.

[mehr]

 

Freitag, 14.09.2007: Öffentliche Anhörung zum geplanten Freiburger Bürgerhaushalt

Freiburger Bürgerhaushalt 2009⁄10: Öffentliche Informationsveranstaltung im Kaisersaal des Historischen Kaufhauses
Freitag, 14. September, 15 bis 18 Uhr

Quelle: livePR, Freiburg, 12.09.2007

Die Vorbereitungen für den geplanten Freiburger Bürgerhaushalt für die Haushaltsperiode 2009⁄10 laufen auf Hochtouren. Um auch die Bürgerinnen und Bürger der Stadt auf diesen Prozess vorzubereiten und frühzeitig mit einzubeziehen, wird am kommenden Freitag, 14.09.2007 zwischen 15.00 und 18:00 Uhr im Kaisersaal des Historischen Kaufhauses eine Informationsveranstaltung stattfinden. Oberbürgermeister Dieter Salomon wird die Veranstaltung eröffnen. Die Moderation übernimmt das Freiburger Büro für Planungskommunikation cg konzept, das in Freiburg u.a. das Beteiligungsverfahren zum Flächennutzungsplan mitgestaltet hat.

Der Gemeinderat hatte in seiner Sitzung am 10 Juli 2007 die Verwaltung beauftragt, ein Verfahren für einen Beteiligungshaushalt zu entwickeln und im Vorfeld ein öffentliches Hearing mit externen Expertinnen und Experten zu organisieren, um einen ersten Einblick zu geben. Wie genau der Weg eines Freiburger Bürgerhaushaltes aussehen wird, darüber entscheidet der Gemeinderat in einem Grundsatzbeschluss am 23. Oktober 2007.

Ziel der Veranstaltung ist es, allen Interessierten wesentliche Grundlageninformationen zu den Themen Kommunaler Haushalt und Bürgerhaushalt zu vermitteln. Darüber soll den Anwesenden eine Überblick über unterschiedliche Modelle bundesweit durchgeführter Bürgerhaushalte (z.B. Berlin Lichtenberg oder Hamburg) gegeben werden. Dazu werden externe Expertinnen und Experten über Erfahrungen aus anderen Städten referieren und eine Einschätzung des in Freiburg geplanten Verfahrens abgeben. Ebenso wir die Stadtverwaltung den bislang vorgesehenen Ablauf des Freiburger Beteiligungsverfahrens vorstellen.

[mehr]

 

Freiburg: Öffentliches Hearing zum Thema „Bürgerhaushalt“

Quelle: lifePR
Datum: 05.09.2007

Freitag, 14. September, 15.00 bis 18:00 Uhr, Kaisersaal des Historischen Kaufhauses

Externe Expertinnen und Experten berichten über Erfahrungen und Modelle des Bürgerhaushalts aus anderen Städten

Im Vorfeld des Beteilungsprojektes zum Doppelhaushalt 2009⁄2010 findet am Freitag, den 14. September im Kaisersaal des Historischen Kaufhauses ein öffentliches Hearing zum Thema „Bürgerhaushalt“ statt. Der Gemeinderat hatte in seiner Sitzung am 10 Juli 2007 die Verwaltung beauftragt, ein Verfahren für einen Beteiligungshaushalt zu entwickeln und im Vorfeld ein öffentliches Hearing mit externen Expertinnen und Experten zu organisieren, um einen ersten Einblick zu geben. Wie genau der Weg eines Freiburger Bürgerhaushaltes aussehen wird, darüber entscheidet der Gemeinderat in einem Grundsatzbeschluss am 23. Oktober 2007. Die Veranstaltung im Kaisersaal wird von Dr. Christine Grüger und Dirk Kron, dem Freiburger Büro für Planungskommunikation cg konzept moderiert, das in Freiburg u.a. das Beteiligungsverfahren zum FNP mitgestaltet hat. Oberbürgermeister Dieter Salomon wird die Veranstaltung eröffnen.

Ziel des Hearings ist es allen Interessierten die wesentlichen Grundlageninformationen zu dem Thema Bürgerhaushalt zu vermitteln, einen Überblick über unterschiedliche Modelle und Erfahrungen von bundesweit durchgeführten Bürgerhaushalten zu gegeben und damit in die komplexe Materie schrittweise einzuführen. […]

Lesen Sie den vollständigen Artikel auf lifePR

[mehr]

 

Bezirksbürgermeisterin Lichtenberg: Bürgerhaushalt ist normales Dienstgeschäft geworden

Der Lichtenberger Bürgerhaushalt geht in die 3. Runde

Für den Haushalt 2009 werden ab dem 3.9.2007 über 6 Wochen in 13 Stadtteilkonferenzen Vorschläge gesammelt und durch Voten in eine Rangfolge gebracht. In der gleichen Zeit steht auch das Internet als weiterer Beteiligungskanal zur Verfügung (E-Partizipation): Auch dort können Vorschläge abgegeben werden und durch die Vergabe von Pro‑ oder Contra-Chips bewertet werden. Die Vorschläge bzw. Voten aller 13 Stadtteilversammlungen und aus dem Internet werden zusammengeführt (jeweils 10 = 140) und durch eine Redaktion (gewählt in den Stadtteilkonferenzen und im Internet) redaktionell bearbeitet, bevor sie dann als überarbeitete Liste erneut zu einer Abstimmung (per Post oder Internet) den Bürger/innen vorgelegt werden. Abschließend werden die so gewählten Vorschläge (Rangliste aller Vorschläge) im Rahmen einer Abschlussveranstaltung an die Bezirksverordnetenversammlung übergeben.

Zur Disposition und Diskussion stehen die sogenannten steuerbaren Produkte, also alle freiwilligen Ausgaben wie Bibliotheken, Musikschule, usw.

In einem Interview des Inforadio.de wird die Bürgermeisterin des Bezirks Lichtenberg, Christina Emmrich, u.a. dazu befragt, auf welche Ressonanz das Verfahrensangebot der Verwaltung stoßen würde. Demnach nahmen im letzten Jahr 2006 (für den Haushalt 2008) 4000 Lichtenberger und Lichtenbergerinnen teil. Auf dem ersten Blick könnte man fast der interviewführenden Journalisten des Inforadio.de, die das Interview mit „Demokratie stößt auf wenig Interesse“ betitelt, zustimmen. Denn 4000 erscheinen auf dem ersten Blick gering bei einer Einwohnerzahl von 260.000. Aber im Vergleich zu Haushaltsaufstellungen ohne Bürgerbeteiligungshaushalte – in ganz Deutschland dürfte dann die Beteiligung egal in welcher Kommune gegen „Null“ tendieren – ist dies eine durchaus ansehnliche Zahl. Frau Emmrich geht in dem Interview davon aus, dass durch die Ausweitung der Stadtteilkonferenzen von 5 (letztes Verfahren) auf jetzt 13 die Teilnehmerzahl im Lichtenberger Bürgerhaushaltsverfahren noch weiter steigen wird.

Interessant ist die Aussage der Bezirksbürgermeisterin, dass der Lichtenberger Bürgerbeteiligungshaushalt mittlerweile zum normalen Dienstgeschäft, also ein selbstverständlicher Teil des Verwaltungshandelns geworden sei. Allerdings hätte man auch in Lichtenberg zunächst die Hürde des 1. Verfahrens, das immer viel aufwändiger sei als die Folgeverfahren, nehmenn müssen.

„Der eigentliche Aufwand hält sich schon in Grenzen. Und wenn man ihn vergleicht mit dem was man da erlebt an Diskussionen, an Vorschlägen, an Engagement, dann ist es gar keiner“.

Das ganze Interview mit der Bezirksbürgermeisterin Christina Emmrich können Sie hier hören.

[mehr]

 

Eher Prozess als Ergebnis: Ein Schritt zu Transparenz und Dialog

Quelle: Freies Wort
von Heike Hüchtemann
Datum: Dienstag, 04. September 2007

Was seit kurzem auf 32 Seiten einer handlichen Broschüre daherkommt, will den Bürgerinnen und Bürgern helfen, in die mitunter doch recht schwierige Materie des Haushalts der Stadt Suhl einzusteigen.

Suhl – Mit Fertigstellung des Heftchens, das ab sofort unter anderem in den Rathäusern und Verwaltungsstellen der Ortsteile, kostenlos zu haben ist, wurde ein erster Schritt zur Umsetzung des Stadtratsbeschlusses gegangen, die Bürger künftig stärker in die kommunalen Finanzangelegenheiten einzubeziehen. „Mit klar gegliederten Eckdaten, aus denen sich herauslesen lässt, wie viel Geld wofür ausgegeben wird, wollen wir zu mehr Transparenz und somit auch zu mehr direkter Beteiligung der Bürger kommen,“ so Oberbürgermeister Jens Triebel (parteilos). Ein solch komplexes Werk wie den kommunalen Haushalt, der einen Gesamtumfang von knapp 90 Millionen Euro hat, in hunderte Positionen aufgeschlüsselt und in einem dicken Wälzer auf etwa 800 Seiten dargestellt ist, auf 32 Seiten zu erklären, ist fürwahr kein Kinderspiel. „Wir haben nicht nur Ausgaben und Einnahmen gegenübergestellt, sondern auch Aufgaben definiert – beispielsweise freiwillige und Pflichtaufgaben“, erläutert die Stadtkämmerin Tamara Schlegel-Fahrenbach. Und wenn Bürger fragen: „Ja, was machen die denn mit meinen Steuern?“, kann man in der Broschüre in groben Zügen Antwort finden. Dieses Informationsangebot allerdings ist noch längst nicht das, was sich schlussendlich hinter dem Begriff „Bürgerbeteiligungshaushalt“ verbirgt. Der ist nicht etwa eine Suhler Erfindung, sondern wird schon in etlichen Städten wie beispielsweise in Leipzig und Erfurt praktiziert. Prinzip dieser direkten Art kommunaler Bürgerbeteiligung ist: Stadtrat und Verwaltung legen den Haushalt offen und lassen über dessen Teile die Bürger mitbestimmen. Auch in Berlin-Lichtenberg ist das schon geglückt. Etwa 4000 Bürger haben sich in die Haushaltsplanung eingebracht, in Foren diskutiert, Prioritätenlisten aufgestellt und so weiter.

Enges Korsett
Diese Beteiligungskultur soll nun auch in Suhl Einzug halten. „Hierbei kommt es auch darauf an, deutlich zu machen, das jeder Vorschlag auch finanziell untersetzt sein muss. Das ist in der Broschüre gut herausgearbeitet worden. Wo Geld ausgegeben werden kann, das weiß jeder. Aber kaum einer kennt das enge Korsett, in dem sich eine Kommune mit ihren Finanzen bewegen muss“, sagt Werner Ulbrich (CDU), Mitglied in Finanzausschuss.

Der erste Schritt zum Bürgerbeteiligungshaushalt und damit zur Umsetzung des Stadtratsbeschlusses, der auf Antrag von „Aktiv für Suhl“ zustande kam, ist getan. Ein Fragebogen am Ende des Heftchens soll nun Erkenntnis darüber bringen, inwieweit sich die Suhler überhaupt für dieses Ansinnen interessieren und ob sie bereit sind, sich an solch einem Haushalt zu beteiligen. Insofern liegt mit der Broschüre, die mit „Bürgerbeteiligungshaushalt“ titelt etwas vor, das eher ein Prozess ist als ein Ergebnis.

[mehr]

Seite 10 von 14« Erste...«89101112»...Letzte »