Termine

 

Ein Planspiel zum Bürgerhaushalt

Am 14. Juni 2008 hat die Bundeszentrale für politische Bildung auf dem Jugendfestival Berlin08 einen Workshop zum Thema „Bürgerhaushalt“ angeboten. Ziel war es, die Jugendlichen über das Thema zu informieren und ihnen dann mittels eines Planspiels einen Eindruck zu vermitteln, wie ein Bürgerhaushalt abläuft und welche Möglichkeiten ein solches Verfahren bietet.

Für diesen Workshop habe ich in Zusammenarbeit mit Robert Oelmann ein Planspiel entwickelt, bei dem die Gestaltung eines fiktiven Parks im Rahmen eines Bürgerhaushaltsverfahrens diskutiert wird. In der Bürgerhaushalts‑ Arbeitsgruppe „Grünflächen und Parkanlagen“ der Phantasiestadt Wuhlheidlingen versetzen die Mitspieler sich in die Rollen verschiedener Interessengruppen und entwickeln in einer Diskussion einen Vorschlag für die Gestaltung des Parks und die Investition der zur Verfügung stehenden Gelder. Dabei spielen die Jugendlichen Bürger und Verwaltungsmitarbeiter der Stadt, die mit ihren unterschiedlichen Ideen und Vorstellungen im Bürgerhaushalt aufeinander treffen.

An dem Workshop bei der Berlin08 nahmen neun junge Leute teil, einige von ihnen waren selbst in der Jugendarbeit von Kommunen aktiv. Nach einer kurzen Einführung über den Ablauf und das Ziel eines Bürgerhaushaltes begannen wir mit dem Planspiel. Dabei konnte sich nach der Vorstellung des Szenarios jeder Mitspieler eine Rolle aussuchen. Alle Teilnehmer nahmen ihre Rollen und deren Interessen ernst, so dass eine echte Debatte über die Gestaltung des Parks zustande kam. Zwei der Teilnehmer spielten Verwaltungsmitarbeiter und sorgten immer wieder dafür, dass die Vorschläge realistisch blieben und sich innerhalb des vorgegebenen finanziellen Rahmens bewegten. Unsere Teilnehmer waren in der Debatte, trotz mehrerer Meinungsverschiedenheiten die bereits in den Interessen der Rollen angelegt waren, sehr bemüht einen gemeinsamen Vorschlag für den Park zu erarbeiten. Bei der Gestaltung ihres Parks setzten sie vor allem auch auf Engagement der Bürger, alle akzeptierten die durch das Planspiel vorgegebene schlechte finanzielle Situation der Stadt. Als hilfreich bei der Planung des Parks erwiesen sich eine Karte der Anlage und fiktive Kostenvoranschläge für verschiedene Maßnahmen. Sie schufen Relevanz und halfen den Teilnehmern eine konkrete Vorstellung von dem Park zu entwickeln. Nach der Diskussionsphase präsentierten die Teilnehmer dem fiktiven Stadtrat einen Vorschlag der alle Interessen einbezog und dabei viel Eigenarbeit der Bürger voraussetzte.

In einer abschließenden Gesprächsrunde ging es um den Ablauf des Planspiels und die Möglichkeiten für Jugendliche in Bürgerhaushaltsverfahren. Einige Teilnehmer wiesen auf die besonderen Bedürfnisse von Jugendlichen hin, die bei der Planung von Partizipationsmaßnahmen berücksichtigt werden müssen. Auch die Frage, wie ein Bürgerhaushalt so gestaltet werden kann, dass möglichst viele Menschen an ihm teilnehmen, wurde im Plenum diskutiert. Insgesamt erwies sich das Planspiel als guter Weg um junge Leute an das Thema Bürgerhaushalt heranzuführen, da es für sie die Möglichkeit bietet, an einem konkreten Beispiel zu erfahren wie eine Diskussion im Bürgerhaushalt ablaufen kann.

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Bundestag: Diskussion über bessere Bürgerbeteiligung

Der Unterausschuss „Bürgerschaftliches Engagement“ wird am kommenden Mittwoch (25. Juni 2008) in einer öffentlichen Sitzung über verschiedene Verfahren zu einer verbesserten Bürgerbeteiligung diskutieren. Neben den Instrumenten wie Bürgerpanels, Bürgergutachten, Community Organizing wird auch das Beteiligungsverfahren Bürgerhaushalt thematisiert.

Als Sachverständige hat der Ausschuss Prof. Dr. Helmut Klages der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer und Prof. Dr. Leo Penta des Deutschen Instituts für Community Organizing eingeladen. Prof. Dr. Klages führte 2006 zusammen mit dem Fraunhofer Institut IAIS die Evaluation des Bürgerhaushaltes Lichtenberg durch.


Zeit: Mittwoch, 25. Juni 2008, 17.00 bis 19:00 Uhr
Ort: Paul-Löbe-Haus, Sitzungssaal E.700, Berlin

Weitere Infos zur Unterausschusssitzung >>>

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„Berlin08 – Festival für junge Politik“ auch mit dem Thema Bürgerhaushalt

Vom 13. bis 15. Juni 2008 findet das Festival „Berlin08 – Festival für junge Politik“ in Berlin statt. Es werden mehr als 500 Veranstaltungen für die jugendlichen Teilnehmer/innen geboten. In Podiumsdiskussionen, Workshops, Vorträge, Aktionen, Spiele oder Musik können sie sich mit Themen wie Politik im Web, Religion und Politik, Jugendgewalt, Globalisierung, Umwelt oder Kultur auseinandersetzen.

Auch das Thema Bürgerhaushalt wird in zwei Veranstaltungen angeboten. So bieten die Bundeszentrale für politische Bildung und InterSocial e.V. ein Planspiel „Planspiel: Bürgerhaushalt. Mitentscheiden in der Kommune?“ an: „Wollt ihr mitentscheiden, wofür die Kommune das Geld ausgibt? Wollt ihr Einfluss nehmen auf eure Umgebung und mitgestalten können? Im Planspiel schlüpt Ihr in die Rollen der Bürger/innen und Verwaltung, entwickelt Vorschläge und diskutiert, wofür das Stadtbudget ausgegeben wird!“ .

Ein weiterer Workshop wird von der Initiative „Jugend im Haushalt – mit uns ist zu rechnen“ unter dem Titel „Jugend rechnet mit im Freiburger Beteiligungshaushalt“ angeboten: „Die Stadt Freiburg hat sich in diesem Jahr dafür entschieden, die Bürger beim nächsten Haushalt mitentscheiden zu lassen und startete mit einer Umfrage, bei der Jugendliche nicht befragt wurden. Deshalb hat sich die Initiative ‚Jugend im Haushalt‘ bestehend aus Vertretern der veschiedenen Jugendorgansisationen gegründet, um Jugendliche bei der Zukunftsgestaltung ihrer Stadt zu unterstützen. Dabei haben wir viele Erfahrungen gemacht bei Infoveranstaltungen und Seminartagen. Darüber hinaus haben wir Videostatements von Jugendlichen gesammelt, wofür sie die städtischen Gelder ausgeben würden und was sie in der Stadt Freiburg verändern wollen. Eine spannende und oft anstrengende Arbeit. Und am Ende – lohnenswert?“

Berlin 08 ist eines der vielen Projekte und Initiativen ⅾ es „Aktionsprogramms für mehr Jugendbeteiligung“. Es steht unter dem Motto „Nur wer was macht, kann auch verändern!“. die Träger und Initiatoren des Aktionsprogramms sind das Bundesministerium für Familien,Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), die Bundeszentrale für politisch e Bildung/bpb und der Deutsche Bundesjugendring (DBJR).

Programm Berlin08 zum Download [PDF 2,4 MB] >>>

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Seminar: Wege zu mehr Bürgerbeteiligung

Die Konrad-Adenauer-Stiftung in Wesseling bietet ein Seminar „Wege zu mehr Bürgerbeteiligung“ an. Vom 3. bis 5. Juni 2008 werden durch verschiedene Referentinnen und Referenten Themen wie Bürgerbegehren, Bürgerentscheide, Kinder‑ und Jugendlichenbeteiligung (Jugendparlamente), repräsentative Meinungsforschung, und Bürgerhaushalte thematisiert. Zum Thema Bürgerhaushalt wird Manfred Ropertz, stellvertretender Amtsleiter der Kämmerei der Stadt Köln über den ersten Kölner Bürgerhaushalt berichten.

Aus dem Programm:

Wege zu mehr Bürgerbeteiligung
Wir stellen Ihnen ausgewählte Beispiele bürgerschaftlicher Beteiligung aus Kommunen vor. Sie haben Gelegenheit, Praktiker zu ihren Erfahrungen zu befragen und mittels eines Planspiels das Thema Bürger‑/Unternehmensbefragung selbst zu erarbeiten.

am Di 3. – Do 5. Juni 2008
Ort Bildungszentrum Schloss Eichholz
mit N. Janßen, Kinder‑ und Jugendparlament Herne, Sprecher des Kinder‑ und Jugendrates NRW; Ⅴ. Mittendorf, Universität Marburg, Forschungsstelle Bürgerbeteiligung u. Direkte Demokratie; Ⅿ. Ropertz, stellvertr. Amtsleiter, Kämmerei ⅾ. Stadt Köln u.a.

Mehr Informationen zum Seminar finden Sie hier.

Programm [WORD]
Anmeldevordruck [WORD]
Teilnahmebedingungen [WORD]

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Bürgerhaushalt für Leipzig – Wie geht das?

Der Landesverband Sachsen von Mehr Demokratie e.V. führt am am Dienstag, 04.03.2008, 19:00 Uhr, eine Veranstaltung unter dem Titel „Bürgerhaushalt für Leipzig Wie geht das?“ durch.

Aus der Programmankündigung:

Der Bürgerhaushalt ist eine Form der direkten Bürgerbeteiligung an den Entscheidungen über den Haushalt der Kommune. In unserer Veranstaltung „Bürgerhaushalt für Leipzig – Wie geht das?“ wollen wir die Grundideen des Bürgerhaushaltes sowie konkrete Beispiele deutscher Städte aufzeigen. In unserer anschließenden Podiumsdiskussion werden wir die Möglichkeit eines solchen Modells für Leipzig erörtern und weitere Schritte in Richtung Bürgerhaushalt festhalten.

Programmankündigung als Download [PDF]

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