Köln

 

ARD-Monitor-Spezial am 8.1.09: „Demokratie, ja. Aber was machen die Demokraten?“

Unter dem Titel „Demokratie, ja. Aber was machen die Demokraten?“ wird am 8.1.2009 (21:45 Uhr) ein Monitor-Spezial gesendet. In einem Video zur Sendung erklärt Sonia Mikich das Ziel des Monitor-Spezials mit seinen Themen zum Nachdenken über den Stand der Demokratie anzuregen.

In der Monitor-Sendung am 8.1.09 geht es auch um die Frage, welche Chancen das Internet bietet. In den Beiträgen wird gefragt welche Möglichkeiten der politischen Einflussnahme für die Bürgerinnen und Bürger durch neue elektronische Informations‑ und Dialog-Angebote (E-Partizipation) eröffnet werden, in welchem Verhältnis diese Angebote zur repräsentativen Demokratie stehen, und welche positiven oder negativen Veränderungen zwischen Bürger, Politik und Verwaltung erwartet werden können.

Um Antworten zu finden, beleuchten die Beiträge nach den uns vorliegenden Informationen auch die zwei nationalen Internetprojekte Abgeordnetenwatch.de und Kölner Bürgerhaushalt „Deine Stadt. – Dein Geld“.

Weitere Infos zur Monitor-Sendung >>>

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26.2.2009: „Erfolgsfaktoren für die moderne Bürgerbeteiligung – Der Bürgerhaushalt der Stadt Köln

Manfred Ropertz, Stellvertretender Kämmerei-Amtsleiter der Stadt Köln, hält im Rahmen der Jahrestagung der Wirtschaftswoche „Neustart Kommune“ am 26. Februar 2009 einen Vortrag zum Bürgerhaushalt Köln:

Erfolgsfaktoren für die moderne Bürgerbeteiligung – Der Bürgerhaushalt der Stadt Köln

In seinem Vortrag werden u.a. folgende Punkte angesprochen:

* Die Herausforderungen bei der Umsetzung des ersten Bürgerhaushaltes in Köln
* Erste Ergebnisse und Rückschlüsse für die Zukunft
* Nutzen des Bürgerhaushaltes für die Kommune


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Wenn Ihnen weitere Veranstaltungen bzw. Präsentationen und Vorträge zum Thema Bürgerhaushalt bekannt sind, freuen wir uns über Ihren Hinweis.

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Haushalt 2.0: Bürgerhaushalt und neue Medien

In dem von Franz-Reinhard Habbel und Andreas Huber herausgegebenen Sammelband „Web 2.0 für Kommunen und Kommunalpolitik. Neue Formen der Öffentlichkeit und der Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Bürger“ sind auch zwei Beiträge zum Thema Bürgerhaushalt und neue Medien unter dem „Haushalt 2.0“ erschienen. Dabei werden in den beiden Beiträgen die Bürgerhaushalte in Freiburg, Hamburg und Köln näher beleuchtet:

Haushaltsplanung 2.0 — E-Partizipation über Bürgerhaushalte
Oliver Märker und Josef Wehner
Die Entwicklung des Internets hin zu interaktiven und gemeinschaftsfördernden Funktionen lässt sich politisch als Chance einer erweiterten Einbeziehung der Bürgerschaft in Belange der Politik begreifen. Unter den derzeit kommunal praktizierten Beteiligungsverfahren haben diejenigen zur Haushaltsplanung eine herausragende Bedeutung. Dabei müssen sich nicht nur die Bürger beteiligen. Auch die Verwaltungen sind entsprechend gefordert. In Köln hat sich die Ausgangsidee bewährt, ein Verfahren zu konzeptualisieren, dass den Bürger vorrangig als Ideen‑ und Vorschlagsgeber zur Wirkung kommen lässt.
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Haushaltsplanung 2.0 — Symbolische Politik oder echte Mitbestimmung?
Maren Lübcke und Rolf Lührs
Immer mehr Kommunen binden die Bürger in die Haushaltsplanung aktiv ein und nutzen dafür auch das Internet: Aktuelle Beispiele sind Potsdam oder Köln. Mit Hamburg und Freiburg haben zwei deutsche Großstädte gezeigt, dass Web-2.0-Ansätze erfolgreich zur bürgernahen Haushaltsdiskussion eingesetzt werden können. Auch für kleinere Kommunen lohnt es sich, die Möglichkeiten des Internets für die aktive Beteiligung der Bürger zu nutzen.
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Quellenangaben:
Märker, Oliver und Josef Wehner (2008): „Haushaltsplanung 2.0 — E-Partizipation über Bürgerhaushalte.“ S. 63–70 in Web 2.0 für Kommunen und Kommunalpolitik. Neue Formen der Öffentlichkeit und der Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Bürger, Hrsg: Franz-Reinhard Habbel und Andreas Huber. Boizenburg: vwh-verlag.

Lübcke, Maren und Rolf Lührs (2008): „Haushaltsplanung 2.0 — Symbolische Politik oder echte Mitbestimmung?“ S. 71–78 in Web 2.0 für Kommunen und Kommunalpolitik. Neue Formen der Öffentlichkeit und der Zusammenarbeit von Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Bürger, Hrsg: Franz-Reinhard Habbel und Andreas Huber. Boizenburg: vwh-verlag.

Weitere Infos zum Sammelband Web 2.0 für Kommunen und Kommunalpolitik >>>

Weitere Veröffentlichungen zum Thema Bürgerhaushalt aus dem Jahren 2007 und 2008 sind hier zusammengestellt:
http://www.buergerhaushalt.org/neuigkeiten/lesestoff-veroeffentlichungen-zum-thema-buergerhaushalt-2007–2008/

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Abschlussveranstaltung zum 1. Kölner Bürgerhaushalt

Bilanz zum 1. Bürgerhaushalt in KölnErfolgreiche Abschlussveranstaltung des Kölner Bürgerhaushaltes
Ein Protokoll von Christian Wilhelm (Servicestelle Kommunen in der einen Welt)

Am 30.10.2008 fand im Kölner Gürzenich die Abschlussveranstaltung zum 1. Kölner Bürgerhaushalt statt.
Die Kölner Bürger sind zahlreich zur Informationsveranstaltung erschienen. Nahezu 250 Bürger fanden den Weg in das Traditionshaus.
Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma hielt wie auch bei der Auftaktveranstaltung vor einem Jahr die Eröffnungsrede. Er fing seine Rede mit der Verkündung der 1. Vorschlagsumsetzung an, der Neugestaltung des Spielplatzes am Honnefer Platz und erzählte im Anschluss von seiner Begeisterung, die er dem Bürgerhaushaltsmodell entgegenbringt.

Im Anschluss an die Rede von Fritz Schramma konkretisierte Volker Vorwerk von Zebralog die Ergebnisse durch Zahlen, Daten, Fakten.

 – Von den 4973 Vorschlägen wurden 85 % im Internet abgegeben.
 – Die höchste Beteiligung fand man in der Innenstadt und im akademischen Viertel Lindenthal, wogegen die Brennpunkte Kalk und Chorweiler nicht ganz so gut vertreten waren.
 – 59 % der Vorschläge kamen von Männern, demnach 41 % von Frauen.
 – 64 % aller Vorschläge wurden zum Thema Straßen, Wege, Plätze abgegeben.

Peter Michael Soénius, Kämmerer der Stadt Köln war der Nächste, der seine Begeisterung am Bürgerhaushalt trotz 8,2 Millionen Euro Mehrausgaben für die Umsetzung der Vorschläge Ausdruck verleihen durfte.
Herr Soénius konnte stolz berichten, dass bereits 83 Vorschläge (21 %) umgesetzt worden sind; 168 Vorschlägen (43 %) wurde vom Rat und der Verwaltung zugestimmt, dass sie in kurz‑ und mittelfristiger Zukunft umgesetzt werden.
Lediglich 91 Vorschläge (23 % Prozent der 300 bestbewerteten Vorschläge) mussten leider abgelehnt werden, da der Umsetzung hauptsächlich rechtliche Gründe entgegenstehen.

Herr Soénius berichtete, dass der Bürgerhaushalt rundherum gut gelaufen sei und alle (bis auf einer) Vorschläge konstruktiv waren. Er erzählte stolz, dass die Kölner Bürger diese Beteiligungsmöglichkeit zwischen den Wahlen mit der erforderlichen Ernsthaftigkeit genutzt hätten.

Im Anschluss an Herrn Soénius fanden sich der Finanzausschuss und OB Schramma zur Podiumsdiskussion auf der Bühne ein.

Es wurden einige Tatsachen festgestellt:
 – Viele geäußerte Vorschläge hatte der Finanzausschuss bisher nicht im Blick.
 – Durch den Bürgerhaushalt wird deutlich, wo bei den Bürgern der Schuh am meisten drückt.
 – Viele Maßnahmen der Politik, die in der Planung standen, wurden durch die Vorschläge der Bürger unterstützt.
 – Die Prioritäten der Maßnahmenumsetzungen haben sich durch den Bürgerhaushalt jedoch geändert.
 – Die Nutzung der Einrichtung und die Vorschläge für die Einrichtung standen manchmal in Diskrepanz (Beispiel: Schwimmbadnutzung)
 – Gesetze stehen zum Teil gegen eine Umsetzung der Vorschläge
 – Der Bürgerhaushalt ist keine Konkurrenz zur repräsentativen Demokratie – die Politik geht mit den Bürgern lediglich in den Dialog

Bürger und Bürgerinnen auf der 1. BilanzveranstaltungViele Bürger im Saal haben auch die Möglichkeit genutzt, Fragen an den Finanzausschuss, OB Schramma und den Kämmerer zu stellen und Kritik loszuwerden.
Hier hatte die Moderatorin des Abends einiges zu tun, da die Bürger sich nicht nur Fragen und Kritik zum Verfahren überlegt haben, sondern auch inhaltliche Fragen geklärt haben wollten. Die Abschlussveranstaltung war jedoch darauf ausgelegt, nur über das Verfahren des Bürgerhaushalts zu diskutieren.

So kam von einem Bürger die Kritik, dass die Senioren und Migranten bisher deutlich unterrepräsentiert sind. Auch dass es eine so hohe Beteiligungsdiskrepanz zwischen den Toplagen wie Lindenthal und den Brennpunkten wie Kalk gibt, wurde deutlich kritisiert.
Dies bestätigte der Finanzausschuss und äußerte, dass beim nächsten Bürgerhaushalt versucht wird, diese Diskrepanz zu verkleinern.

Des weiteren kam die Frage auf, wie man sich über den Fortgang der noch nicht umgesetzten Vorschläge in Zukunft erkundigen könne!
Herr Schramma berichtete daraufhin, dass es einen halbjährlichen Fortschrittsbericht im Internet geben wird, der die Fragen über den Umsetzungsfortgang klären wird.

Auf die Frage, was der Bürgerhaushalt denn nun gekostet habe, entgegnete der Finanzausschuss, dass 160.000 € in die Hand genommen wurde, jedoch ohne die Einrichtung der Onlineplattform. Die Onlineplattform könne nicht mit eingerechnet werden, da sie in Zukunft für alle Bürgerbeteiligungen und Abfragen genutzt werden soll.

Die Frage, welche Themen im nächsten Bürgerhaushalt zur Disposition stehen werden, konnte noch nicht beantwortet werden, da im 1. Quartal 2009 erst darüber entschieden würde.

Dr. Oliver Märker (Zebralog) und Dr. Josef Wehner (Fraunhofer IAIS) gaben im Anschluss noch einen Ausblick auf den nächsten Bürgerhaushalt.

So fingen Sie Ihre Präsentation damit an, dass Vieles erhalten bleibt, einiges wird sich aber auch verändern.

So werden zum einen neue Themen zur Diskussion stehen, zum anderen wird es anstatt einer demnächst zwei Phasen geben:
 – eine 3-wöchige Vorschlagseingabe‑ und Bewertungsphase
 – sowie eine 2-wöchige Bewertungsphase

Zudem wird das Verfahren im Ganzen übersichtlicher, da die Themen stärker gegliedert werden.
Vor allem aber die Auswertung wird nachvollziehbarer und transparenter. Und auch die Rechenschaft wird im Internet zeitnah sichtbar sein.

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Pressemitteilung zur KGSt Fachkonferenz zum Bürgerhaushalt

KGSt-LogoPRESSEINFORMATION
Bürgerhaushalt: KGSt veranstaltet Fachkonferenz

(Köln, 11.11.2008) Eine Fachkonferenz zum Thema Bürgerhaushalt veranstaltet die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) am 26. und 27. Februar 2009 in Köln. Unter dem Titel: „Wir rechnen mit Ihnen! Aber rechnet sich der Bürgerhaushalt?“ geht es um Erfahrungen mit der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger am kommunalen Haushaltsgeschehen.

Nachdem bisher in den meisten Kommunen die Skepsis überwog, machen positive Praxiserfahrungen inzwischen neugierig. Viele Kommunen stehen – nicht zuletzt durch entsprechende Initiativen aus Kommunalpolitik und Bürgerschaft – vor der Frage, wie sie ebenfalls aktiv werden können. Die bei-den Veranstalter, neben der KGSt auch das internationale Beratungsnetzwerk Governance International, haben zu ihrer Konferenz kommunale Vertreterinnen und Vertreter aus Köln, einem Berliner Bezirk und dem badischen Viernheim als Referenten eingeladen. Außerdem werden internationale Ansätze und Erfahrungen vorgetragen, Erfolgsfaktoren für die Bürgerbeteiligung am Haushaltsgeschehen entwickelt und ein Zukunftskonzept kommunaler Bürgerbeteiligung dargestellt, in dem der Bürgerhaushalt ein Element unter mehreren darstellt.

Unter den Referenten sind der Kölner Stadtkämmerer Peter Michael Soénius, KGSt-Altvorstand Prof. Gerhard Banner und Univ.-Prof. Dr. Helmut Klages von der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Fragen:

→ Wie funktioniert ein Bürgerhaushalt in der Praxis?

→ Wer nimmt am Beteiligungsverfahren teil?

→ Wie viel kostet ein Bürgerhaushalt?

→ Was bringt ein Bürgerhaushalt?

→ Wie lassen sich Bürgerhaushalt, Doppik und strategische Steuerung sinnvoll integrieren?

Weitere Informationen zur anderthalbtägigen Fachkonferenz, unter anderem das Programm mit allen Referentinnen und Referenten, können bei der KGSt angefordert oder auf den Internetseiten der KGSt abgerufen werden. Die Teilnahmegebühr für KGSt-Mitglieder beträgt 335 Euro (Nicht-Mitglieder 435 Euro), hinzu kommen eine Konferenzpauschale und die Übernachtung. Bei rechtzeitiger Anmeldung können Rechnungstellung und Bezahlung noch im Jahr 2008 abgewickelt werden.

Anmeldung und Organisation:
KGSt Seminare & Kongresse
Birgit Breuer, 02 21 – 3 76 89–82

Inhaltliche Beratung:
KGSt Programmbereich Finanzmanagement
Christiane Wenner, 02 21 – 3 76 89–40

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