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	<title>Bürgerhaushalt.org &#187; Bayern</title>
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	<description>Alles zu Bürgerhaushalten in Deutschland</description>
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		<title>Gastbeitrag &#124; B&#252;rgerhaushalte in Bayern &#8211; Streiflichter aus dem S&#252;den</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 16:11:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunen]]></category>
		<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Bayern]]></category>
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		<category><![CDATA[Serie]]></category>

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		<description><![CDATA[Thomas K&#246;delpeter informiert in seinem Beitrag zur Lage der B&#252;rgerhaushalte in Bayern. Erlangen, Bad W&#246;rishofen, Kirchansch&#246;ring und weitere Kommunen... ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Thomas K&ouml;delpeter, &Ouml;kologische Akademie e.V.</em></p>
<p><img src="http://www.buergerhaushalt.org/wp-content/uploads/2010/02/koedelpeter_2.JPG" alt="koedelpeter_2" height="200" class="left" /></p>
<p>2004 stand der B&uuml;rgerhaushalt ganz oben auf der Agenda politischer Bildungsarbeit. In zwei Fortbildungen der Seidel-Stiftung (CSU), der Friedrich-Ebert-Stiftung (SPD) und der Petra-Kelly-Stiftung (Die Gr&uuml;nen) wollten B&uuml;rgermeister, K&auml;mmerer und Agenda 21 wissen, wie man B&uuml;rgerInnen am Haushalt und am Stellen der Weichen in eine nachhaltige Zukunft auf lokaler Ebene beteiligt. Doch mit der Abwicklung der KOMMA21-Stelle im Bayerischen Landesamt f&uuml;r Umwelt, der Vernetzungsagentur f&uuml;r lokale Agenda 21-Prozesse, brach der Ansprechpartner und Multiplikator zur Verstetigung und Weiterentwicklung weg.</p>
<p><strong>B&uuml;rgerhaushalt in Erlangen &ndash; eine Endlosschleife </strong></p>
<p>Seit rund 6 Jahren besch&auml;ftigt  sich  der &bdquo;Arbeitskreis Kommunaler Beteiligungshaushalt&ldquo;  des Beirats zur Erlanger Agenda 21 mit dem Thema. Ein Ratsbeschluss steht immer noch aus. Aufgrund anderer Priorit&auml;ten, so Dr. Schulmeister, Stabsstelle Agenda 21  beim OBM,  liege der Beteiligungshaushalt auf Eis. Mit einem Antrag der Fraktion &bdquo;Erlanger Linke&ldquo; (30.11.2009) k&ouml;nnte Bewegung in die erlahmte politische Auseinandersetzung kommen. </p>
<p><strong>Im Startblock: Bad W&ouml;rishofen</strong></p>
<p>Gute Realisierungschancen hat der B&uuml;rgerhaushalt in der Kneippstadt Bad W&ouml;rishofen (15.000 Einwohner). B&uuml;rgermeister Klaus Holetschek (CSU) bekam bei seiner Unterrichtung der Ratsfraktionen im Herbst 2009 &uuml;berwiegend Unterst&uuml;tzung. Bedenken einzelner Stadtr&auml;te, nicht mehr das letzte Wort zu haben, konnte man ausr&auml;umen.  In Bad W&ouml;rishofen geht es, wie Beate Ulrich, Leiterin der st&auml;dtischen Finanzverwaltung, sagte, nicht mehr um das Ob sondern um das das Wie des Prozesses. Gekl&auml;rt werden m&uuml;sse, wie Kinder, Jugendliche, Senioren und Migranten in den Beteiligungsprozess einbezogen werden. Ende 2010 rechnet Beate Ulrich mit dem Abschluss der Vorbereitung. Anfang des n&auml;chsten Jahres soll es los-gehen. Mit 2&#8211;3 Bereichen des Haushaltes will Bad W&ouml;rishofen beginnen und m&ouml;glicherweise den Rahmen &bdquo;deckeln&ldquo;, ein begrenztes Budget zur &ouml;ffentlichen Disposition stellen. In der laufenden Vorbereitung wird untersucht, welche Themen den Zielgruppen auf den N&auml;geln brennen.</p>
<p><strong>Chancen auf dem Land: Kirchansch&ouml;ring, Stra&szlig;lach-Dingharting und Weyarn</strong></p>
<p>In Kirchansch&ouml;ring am Waginger See (3.150 Einwohner) verdr&auml;ngte die mittlerweile notwendig gewordene Kanalsanierung die f&uuml;r 2009 geplante Informationsphase zum B&uuml;rgerhaushalt  auf den Herbst 2010. B&uuml;rgermeister Hans-J&ouml;rg Birner (CSU) will den Mitarbeitern keine zwei parallelen &bdquo;Gro&szlig;baustellen&ldquo; zumuten. Kirchansch&ouml;ring wurde vor kurzem Bundessieger im Wettbewerb &bdquo;Unser Dorf soll Zukunft haben&ldquo; und greift beim B&uuml;rgerhaushalt auf positive Erfahrungen in der Dorferneuerung und anderen B&uuml;rgerbe-teiligungsverfahren zur&uuml;ck. Auf den B&uuml;rgerhaushalt ist der r&uuml;hrige B&uuml;rgermeister allerdings nicht durch Seminare oder die CSU gesto&szlig;en, sondern durch eine Internet-Recherche auf der Seite www.buergerhaushalt.org</p>
<p>In Stra&szlig;lach-Dingharting, einer 3000 Einwohner gro&szlig;en Gemeinde im Landkreises M&uuml;nchen, geht Gemeinderat Volker Steidle (SDP) &auml;hnliche Wege, im Internet kam er auf den B&uuml;rgerhaushalt. Auf der <a href="http://spdnet.sozi.info/bayern/muenchenland/strasl/index.php?nr=20292&#038;menu=1">Seite der SPD</a> beschreibt er, dass in der Kommunalwahl 2008 alle B&uuml;rgermeisterkandidaten mit mehr Information, mehr Transparenz und B&uuml;rgerbeteiligung  in den Wahlkampf gingen. Von seiner Sicht, mit dem Beteiligungsinstrument B&uuml;rgerhaushalt die Kompetenzen der B&uuml;rger anzuerkennen und sie zum Wohle der Gemeinde zu nutzen, sind bisher nicht alle Gemeinder&auml;te &uuml;berzeugt. Auch B&uuml;rgermeister Siener h&auml;lt, so Steidle, den B&uuml;rgerhaushalt f&uuml;r zu aufw&auml;ndig, ist vom Nutzen noch nicht &uuml;berzeugt und hat keine Mannschaft f&uuml;r Vorbereitung und Begleitung. Der Antrag liegt jetzt erst einmal auf Eis.</p>
<p>In der Metropole M&uuml;nchen wagen sich mit &Ouml;DP und &bdquo;Die Linke&ldquo; nur kleine, in Opposition stehende politische Gruppierungen an den B&uuml;rgerhaushalt. Ihre Antr&auml;ge von 2008 und 2009 sind im Stadtrat noch nicht behandelt. Das gilt auch f&uuml;r Ingolstadt, wo die Fraktionen B&uuml;ndnis 90/Die Gr&uuml;nen und &bdquo;Die Linke&ldquo; Ende 2008 Antr&auml;ge auf Einf&uuml;hrung eines B&uuml;rgerhaushalts einreichten. </p>
<p>Das Leitbild der nachhaltigen B&uuml;rgerkommune ist die Grundlage von 41 im &bdquo;Netzwerk Nachhaltige B&uuml;rgerkommune&ldquo; zusammengeschlossenen Agenda 21 Kommunen und Energiewende-Regionen. Im Qualit&auml;tszirkel &bdquo;Strukturelle Finanzkraft/B&uuml;rgerhaushalt&ldquo; dieses Netzwerks stellte Joachim Scheid, Regensburg, den kommunale B&uuml;rgerhaushalt vor. Auf der Netzwerk-Jahrestagung 2009  zog der Qualit&auml;tszirkel Bilanz: &bdquo;ein solcher B&uuml;rgerhaushalt ist ein langfristiges Projekt, das Vorlauf ben&ouml;tigt. Dazu geh&ouml;ren der Aufbau von Beteiligungsstrukturen, die Aufbereitung der Haushaltszahlen und ein transparentes Verfahren&ldquo;. Michael Pelzer, B&uuml;rgermeister der Modellgemeinde Weyarn (5.500 Einwohner) und Mitglied im Qualit&auml;tszirkel entwickelt mit seiner Verwaltung Voraussetzungen zur Einf&uuml;hrung eines B&uuml;rgerhaushaltes. In seine Strategie folgt er dem Prinzip des Netzwerks &bdquo;Verstehen, Wollen, K&ouml;nnen, Tun&ldquo;. </p>
<p><a href="http://www.nachhaltige-buergerkommune.de/hp1/Startseite.htm">Informationen zum &bdquo;Netzwerk Nachhaltige B&uuml;rgerkommune&ldquo; unter www.nachhaltige-buergerkommune.de &gt;&gt;&gt;</a></p>
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