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	<title>Bürgerhaushalt.org &#187; Definition</title>
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	<description>Alles zu Bürgerhaushalten in Deutschland</description>
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		<title>Forchheim diskutiert und wirft generelle Fragen auf</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jan 2010 11:18:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunen]]></category>
		<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Pressespiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Definition]]></category>
		<category><![CDATA[Forchheim]]></category>

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		<description><![CDATA[Angesprochen wird in dem Beitrag das Verh&#228;ltnis des B&#252;rgerhaushaltes zum repr&#228;sentativen Rat, und die Gefahr, dass die B&#252;rgerinnen und B&#252;rger glauben... ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Laut eines Kurzberichtes &#8222;Sollen die B&uuml;rger mitbestimmen?&#8220; der Franken.de diskutiert die Stadt Forchheim bzw. die Kommunen im Landkreis Forchheim &uuml;ber die (Nicht)Einf&uuml;hrung des B&uuml;rgerhaushaltes:</p>
<p><em> Im Landkreis Forchheim sehen die vielen B&uuml;rgermeister das Modell des &#8222;B&uuml;rgerhaushaltes&#8220; eher kritisch. Ihnen scheint es kein geeignetes Instrument gegen die Politikverdrossenheit zu sein.</em></p>
<p>Leider gibt der Online-Beitrag nicht viele Informationen dar&uuml;ber her, was genau diskutiert wurde und warum der B&uuml;rgerhaushalt kritisch gesehen wird. Sobald uns weitere Informationen zu Forschheim vorliegen, werden wir hier berichten.</p>
<p>Angesprochen wird in dem Beitrag allerdings das Verh&auml;ltnis des Verfahrens zum repr&auml;sentativen Rat, und die Gefahr, dass die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger glauben mitbestimmen zu k&ouml;nnen&#160;&#8211; und daher ent&auml;uscht werden k&ouml;nnten, wenn ihre Vorschl&auml;ge nicht oder nicht eins zu eins umgesetzt w&uuml;rden.</p>
<p>In der Tat handelt es sich hier um einen wichtigen Punkt, der in jedem B&uuml;rgerhaushalt transparent gemacht werden muss, damit es eben nicht zu Ent&auml;uschungen aufseiten der B&uuml;rger/innen kommt:</p>
<p>&#160;&#8211; B&uuml;rgerhaushalte sind kein Mitbestimmungsinstrument, sondern ein Beratungsinstrument: die teilnehmenden B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger beraten die Politik&#160;&#8211; sie geben Hinweise, Ideen, Vorschl&auml;ge,&#160;&#8230; .</p>
<p>&#160;&#8211; Die Politik nimmt den Output eines B&uuml;rgerhaushaltes (genauer: der Konsultation) als (zus&auml;tzliches) Abw&auml;gungsmaterial in die politischen Beratungen.</p>
<p>&#160;&#8211; Der repr&auml;sentativ gew&auml;hlte Rat entscheidet &uuml;ber den (nicht repr&auml;sentativ gewonnenen Input aus der B&uuml;rgerschaft), er entscheidet &uuml;ber die Ergebnisse, ob, und wenn ja, wie sie in die kommunale Haushalt einflie&szlig;en (was wird nicht, was wird, und was wird wie umgesetzt)</p>
<p>&#160;&#8211; Die Politik gibt &ouml;ffentliche R&uuml;ckmeldung dar&uuml;ber, was mit den Vorschl&auml;gen aus der B&uuml;rgeschaft geschehen ist (wird).</p>
<p>Gerade der letzte Punkt ist entscheidend: Damit die in dem Beitrag zu Forchheim angesprochene &#8222;Entt&auml;uschungsgefahr&#8220; seitens der B&uuml;rgerschaft m&ouml;glichst gering gehalten wird, muss eine Rechenschaft erfolgen. Die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger m&uuml;ssen sehen k&ouml;nnen, dass der Rat sich ernsthaft mit ihrem Input auseinander gesetzt hat. Das muss die Politik allerdings auch tun.</p>
<p>Es muss von Anfang klar gestellt und an die B&uuml;rgerschaft kommuniziert werden:</p>
<p>&#160;&#8211; B&uuml;rgerhaushalte sind kein direktdemokratisches Beteiligungsinstrument, sondern ein <em>indirekdemokratisches</em>, das die Chance er&ouml;ffnet, B&uuml;rgervorschl&auml;ge in den Beratungsprozess der Politik einzuspeisen.</p>
<p>&#160;&#8211; B&uuml;rgerhaushalte stellen also keinen &#8222;Sturm auf das Rathaus&#8220; dar und keine &#8222;Unterminierung des K&ouml;nigsrechtes des Rates&#8220;.</p>
<p>&#160;&#8211; Sie erm&ouml;glichen vielmehr und insbesondere den nicht-organisierten B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern eine geregelte und transparente Beeinflussung des Beratungsprozesses.</p>
<p>&#160;&#8211; B&uuml;rgerhaushalte stellen also einen zus&auml;tzlichen Weg der Einflussnahme neben vielen anderen (allerdings in der Regel weniger &ouml;ffentlichen und daher weniger transparenten) Wegen dar, die gut organisierte B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger &uuml;ber Vereine oder Initiativen aber auch andere Institutionen (IHK, Wirtschaftsverb&auml;nde,&#160;&#8230;) seit jeher pflegen.</p>
<p>Die umrissenen Spielr&auml;ume m&ouml;gen einigen m&ouml;glicherweise nicht ausreichen. Dennoch zeigt sich, dass B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger ihre Chance wahrnehmen, den Beratungsprozess der Politik durch ihre Vorschl&auml;ge anzureichern und zu beeinflussen. So haben j&uuml;ngst im <a href="http://www.stadt-koeln.de/buergerhaushalt">K&ouml;lner B&uuml;rgerhaushalt</a>, der 2009 zum zweiten Mal durchgef&uuml;hrt wurde, wieder weit &uuml;ber 10.000 B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger teilgenommen, um ihre Vorschl&auml;ge einzubringen.</p>
<p>Sogesehen k&ouml;nnten B&uuml;rgerhaushalt also einen (kleinen) Beitrag zur Verringerung der vielzitierten Politikverdrossenheit leisten.</p>
<p><em>Oliver M&auml;rker</em></p>
<p>&#8211;</p>
<p>Hier geht es <a href="http://www.infranken.de/nc/nachrichten/lokales/artikelansicht/article/sollen-die-buerger-mitbestimmen-44165.html">zum Beitrag &#8222;Sollen die B&uuml;rger mitbestimmen?&#8220; &gt;&gt;&gt;</a></p>
<p><em>Wir haben Forchheim in unsere Karte aufgenommen und den Status &#8222;D&#8220; vergeben.</em></p>
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		<title>Alsfeld will B&#252;rgerhaushalt einf&#252;hren</title>
		<link>http://www.buergerhaushalt.org/beispiele/alsfeld-will-buergerhaushalt-einfuehren/</link>
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		<pubDate>Sat, 28 Nov 2009 17:29:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beispiele]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunen]]></category>
		<category><![CDATA[Alsfeld]]></category>
		<category><![CDATA[Definition]]></category>

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		<description><![CDATA[Laut eines Berichtes des Lauterbacher Anzeigers, hat der Rat der Stadt Alsfeld (17.000 EW, Hessen) beschlossen, den B&#252;rgerhaushalt einzuf&#252;hren...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Laut eines Berichtes des Lauterbacher Anzeigers, hat der Rat der Stadt Alsfeld (17.000 EW, Mittelzentrum im Vogelsbergkreis, Hessen) beschlossen, den B&uuml;rgerhaushalt einzuf&uuml;hren, genauer gesagt: auszuprobieren. So hei&szlig;t es in dem Artikel vom 28.11.2009:</p>
<p><em>Es gehe um eine &#8222;Vertrauensinitiative&#8220;, um eine Ma&szlig;nahme gegen Politikverdrossenheit, warb Michael Riese f&uuml;r ein ungew&ouml;hnliches Projekt, das die Alternative Liste anschieben mochte: einen &#8222;B&uuml;rgerhaushalt&#8220;. Und anders als im Ausschuss am Dienstag stie&szlig; dieser Antrag am Donnerstag im Stadtparlament nicht auf breite Ablehnung. Sondern 22 von 33 anwesenden Stadtverordneten stimmten daf&uuml;r, dass man sich in Alsfeld mit der Einrichtung eines von B&uuml;rgern mitbestimmten Haushaltsplans befassen will. Allerdings nicht schon beim Haushalt 2010, wie die ALA im Antrag gefordert hatte.</em></p>
<p>Deutlich wird &#8211;&#160;nicht nur zwischen den Zeilen des Berichtes&#160;&#8211;, dass man sich in Alsfeld noch orientieren muss, also noch nicht so richtig wei&szlig;, wie man den B&uuml;rgerhaushalt durchf&uuml;hren will, welches Modell Vorbild sein k&ouml;nnte. Insbesondere, weil eigentlich nur gespart werden kann. Gro&szlig;-Umstadt? K&ouml;ln? Potsdam? M&ouml;glicherweise k&ouml;nnte hier auch Solingen Vorbild werden, weil dort die Beteiligung explizit nur und ausschlie&szlig;lich auf Sparvorschl&auml;ge ausgerichtet sein wird. Man darf also gespannt sein, welches methodische Design in Alsfeld der B&uuml;rgerhaushalt haben wird. Wir werden dar&uuml;ber berichten.</p>
<p><a href="http://www.lauterbacher-anzeiger.de/lokales/vogelsbergkreis/alsfeld/7947645.htm"> Lesen Sie hier den Artikel &#8222;Auf dem Weg zum &#8218;B&uuml;rgerhaushalt&#8216;&#8220; &gt;&gt;&gt;</a></p>
<p><em>Wir haben Alsfeld in unsere Karte aufgenommen und den Status &#8222;B&#8220; vergeben (B = Beschluss: Die Einf&uuml;hrung eines B&uuml;rgerhaltes wurde durch den Rat (im besten Fall: einstimmig) beschlossen. Ein Ratsbeschluss liegt vor).</em></p>
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		<title>Isny im Allg&#228;u: B&#252;rgerhaushalt diskreditiert Gemeinderat</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Oct 2008 09:12:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommunen]]></category>
		<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Pressespiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Definition]]></category>
		<category><![CDATA[Isny]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir k&#246;nnen beobachten, dass in vielen Gemeinde- oder Stadtr&#228;ten &#252;ber die Einf&#252;hrung kontrovers diskutiert wird. Etwa wie in der Stadt Isny im Allg&#228;u, wo Mitglieder des Gemeinderates mehr Transparenz im Zahlenwerk des kommunalen Haushaltes fordern...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn in Deutschland bislang nur knapp 40 Kommunen einen B&uuml;rgerhaushalt ein&#8209; oder durchf&uuml;hren (mit steigender Tendenz), so ist das Verfahren in der politischen Diskussion allerorten angekommen. So k&ouml;nnen wir beobachten, dass in vielen Gemeinde&#8209; oder Stadtr&auml;ten &uuml;ber die Einf&uuml;hrung kontrovers diskutiert wird. Etwa wie in der Stadt Isny, in der Politiker mehr Transparenz im Zahlenwerk des kommunalen Haushaltes einfordern.</p>
<p>Allerdings spiegeln die Diskussionen, bzw. die Berichterstattungen &uuml;ber diese wider, dass dem Verfahren mit gro&szlig;er Skepsis und &Auml;ngsten begegnet wird. Dies liegt m&ouml;glicherweise auch an dem etwas ungl&uuml;cklichen aber mittlerweile faktisch etablierten Begriff <em>B&uuml;rgerhaushalt</em>, der bei vielen Stadt&#8209; oder Gemeinder&auml;ten das Bild eines Verfahrens hervorruft, in dem die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger direktdemokratisch am Stadt&#8209; oder Gemeinderat vorbei &uuml;ber den kommunalen Haushalt entscheiden w&uuml;rden, und damit der Politik letzte Bastion, das &#8222;K&ouml;nigsrecht Haushalt&#8220;, einnehmen w&uuml;rden. So auch im Gemeinderat der Stadt Isny im Allg&auml;u (ca.&#160;15.000 EW), in dem laut eines Berichtes des <a href="http://www.szon.de">SZON</a> ein Politiker mehr Transparenz fordert, aber gleichzeitig versichere, er wolle keinen B&uuml;rgerhaushalt: <em>&#8222;Wir wollen keinen B&uuml;rgerhaushalt&#8220;, versicherte er, aber lediglich die Ver&ouml;ffentlichung von ein paar Zahlen in &#8222;Isny Aktuell&#8220; sei zu wenig. &#8222;Wir m&uuml;ssen den Haushalt erkl&auml;ren.&#8220;</em> und ein anderer, auf diese (pardoxe) Forderung (mehr Information aber keine B&uuml;rgerbeteiligung) gar den Gemeinderat diskreditiert sieht.</p>
<p>Warum sollte ein Stadt&#8209; oder Gemeinderat durch einen B&uuml;rgerhaushalt oder B&uuml;rgerbeteiligungshaushalt diskreditiert werden? In Deutschland sind B&uuml;rgerhaushalte <em><strong>in</strong>direktdemokratische Verfahren</em>, in denen die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger durch die Verwaltung &uuml;ber den kommunalen Haushalt informiert und aufgefordert werden, Ideen, Vorschl&auml;ge und Hinweise f&uuml;r die Haushaltsplanung zu geben. Warum sollte solch ein Verfahren dem Ansehen der Politik (und der Verwaltung) schaden? Also Politikerinnen und Politikern, die als repr&auml;sentativ gew&auml;hlte Volksvertreterinnen und Vertreter sich durch dieses Verfahren explizit dazu bereit erkl&auml;ren, auch auf Informationen und Wissen aus der B&uuml;rgerschaft als zus&auml;tzlichen Input f&uuml;r ihre Beratungsprozesse und Entscheidungen zur&uuml;ckzugreifen?</p>
<p>Zum <a href="http://www.szon.de/lokales/leutkirch/isny/200810220149.html">Bericht &uuml;ber den kommunalen Haushalt der Stadt Isny &gt;&gt;&gt;</a></p>
<p><em>Wir haben Isny in die Karte B&uuml;rgerhaushalte in Deutschland aufgenommen und den Status &#8222;D&#8220; vergeben (&#8220;D&#8220; = Diskussion: Die Einf&uuml;hrung eines B&uuml;rgerhaushaltes wird in der Kommune diskutiert. Der B&uuml;rgerhaushalt wird z.B. von einer Partei oder einer nicht-staatlichen Organisation eingefordert. Die Einf&uuml;hrung ist oft umstritten. Ein Ratsbeschluss zur Einf&uuml;hrung liegt nicht vor.)</em></p>
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		<item>
		<title>Wann ist ein B&#252;rgerhaushalt ein B&#252;rgerhaushalt?</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Oct 2007 07:34:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
		<category><![CDATA[Definition]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolgsfaktoren]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturtip]]></category>
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		<description><![CDATA[In der Publikation &#8222;Von Porto Alegre nach Europa. M&#246;glichkeiten und Grenzen des B&#252;rgerhaushalts&#8220; definieren Carsten Herzberg, Anja R&#246;cke, Yves Sintomer Mindestbedingungen, die erf&#252;llt sein m&#252;ssen, um einen B&#252;rgerhaushalt als B&#252;rgerhaushalt bezeichnen zu k&#246;nnen: 
1. Im Zentrum des B&#252;rgerhaushalts stehen finanzielle Angelegenheiten, es geht um begrenzte Ressourcen.
2. Die Beteiligung findet auf der Ebene der Gesamtstadt oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Publikation &#8222;Von Porto Alegre nach Europa. M&ouml;glichkeiten und Grenzen des B&uuml;rgerhaushalts&#8220; definieren <em>Carsten Herzberg, Anja R&ouml;cke, Yves Sintomer</em> Mindestbedingungen, die erf&uuml;llt sein m&uuml;ssen, um einen B&uuml;rgerhaushalt als B&uuml;rgerhaushalt bezeichnen zu k&ouml;nnen: </p>
<p><em>1. Im Zentrum des B&uuml;rgerhaushalts stehen finanzielle Angelegenheiten, es geht um begrenzte Ressourcen.</p>
<p>2. Die Beteiligung findet auf der Ebene der Gesamtstadt oder auf der eines Bezirks mit eigenen politischen und administrativen Kompetenzen statt. Ein Stadtteilfonds allein, ohne Partizipation auf der gesamtst&auml;dtischen bzw. bezirklichen Ebene, ist kein B&uuml;rgerhaushalt.</p>
<p>3. Es handelt sich um ein auf Dauer angelegtes und wiederholtes Verfahren. Ein einmaliges Referendum zu haushaltspolitischen Fragen ist kein B&uuml;rgerhaushalt.</p>
<p>4. Der Prozess beruht auf einem eigenst&auml;ndigen Diskussionsprozess (eine Deliberation im Sinne von Habermas, 1992). Die Miteinbeziehung von B&uuml;rgern in bestehende Verwaltungsgremien oder Institutionen der repr&auml;sentativen Demokratie stellt keinen B&uuml;rgerhaushalt dar.</p>
<p>5. Die Organisatoren m&uuml;ssen Rechenschaft in Bezug darauf ablegen, inwieweit die im Verfahren ge&auml;u&beta;erten Vorschl&auml;ge aufgegriffen und umgesetzt werden.</em></p>
<p>Ebenfalls sehr interessant ist die von ihnen vorgeschlagene Typologie von B&uuml;rgerhaushaltverfahren.</p>
<p>Der Beitrag ist erschienen in:<br />
Kleger, Heinz&#160;&#38;&#160;Jochen Franzke (Hrsg.): Kommunaler B&uuml;rgerhaushalt in Theorie und Praxis am Beispiel Potsdams, Potsdam: Universit&auml;tsverlag Potsdam </p>
<p>PDF-Download: <a href='http://www.buergerhaushalt.org/wp-content/uploads/2007/10/2006_moglichkeiten-und-grenzen-des-buergerhaushalts.pdf' title='Von Porto Alegre nach Europa. M&ouml;glichkeiten und Grenzen des B&uuml;rgerhaushalts'>Von Porto Alegre nach Europa. M&ouml;glichkeiten und Grenzen des B&uuml;rgerhaushalts</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Beteiligungsphasen eines B&#252;rgerhaushalts</title>
		<link>http://www.buergerhaushalt.org/grundlagen/die-beteiligungsphasen-eines-burgerhaushalts/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 May 2007 14:55:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carsten Herzberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
		<category><![CDATA[Definition]]></category>
		<category><![CDATA[Phasen]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Besonderheit der B&#252;rgerhaushalte in Deutschland ist, dass sie auf einem einheitlichen Verfahren basieren bzw. darauf zur&#252;ckgef&#252;hrt werden k&#246;nnen. Dieses Grundmodell umfasst eine &#8222;Information&#8220; &#252;ber den Haushalt der Kommune, eine &#8222;Konsultation&#8220; der Meinung der B&#252;rger sowie eine Rechenschaftslegung &#252;ber die Annahme bzw. Ablehnung der Vorschl&#228;ge. Wie ist dieser Dreischritt entstanden? Welche Weiterentwicklung hat er erfahren?
Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Besonderheit der B&uuml;rgerhaushalte in Deutschland ist, dass sie auf einem einheitlichen Verfahren basieren bzw. darauf zur&uuml;ckgef&uuml;hrt werden k&ouml;nnen. Dieses Grundmodell umfasst eine &bdquo;Information&ldquo; &uuml;ber den Haushalt der Kommune, eine &bdquo;Konsultation&ldquo; der Meinung der B&uuml;rger sowie eine Rechenschaftslegung &uuml;ber die Annahme bzw. Ablehnung der Vorschl&auml;ge. Wie ist dieser Dreischritt entstanden? Welche Weiterentwicklung hat er erfahren?</p>
<p>Der allgemeine Ablaufplan wird im Rahmen des Pilotprojektes &bdquo;Kommunen der Zukunft&ldquo; (1998&#8211;2002) unter ma&szlig;geblicher Beteiligung der Hamburger Unternehmensberaterin Angelika K&ouml;llner und Gerhard Banner, Mitglied a.D. des Vorstands der Kommunalen Gemeinschaftsstelle   KGSt, erarbeitet. Die drei Phasen sind bereits beim ersten B&uuml;rgerhaushalt in der Schwarzwaldgemeinde M&ouml;nchweiler sichtbar. Mit dem Schwerpunkt auf Transparenz und Konsultation wird der Einfluss des neuseel&auml;ndischen Vorbilds Christchurch erkennbar. Im Vergleich zu vielen anderen Partizipationsverfahren sollen mit dem Baustein &bdquo;Rechenschaft&ldquo; die B&uuml;rger verbindlich erfahren, was aus ihren Vorschl&auml;gen wird&#160;&#8211; wovon auch eine St&auml;rkung der Teilnahmemotivation zu erwarten ist. Das Projekt &bdquo;Kommunaler B&uuml;rgerhaushalt&ldquo; (2000&#8211;2004) &uuml;bernimmt die Methode, wobei die drei Schritte von den St&auml;dten unterschiedlich umgesetzt werden. So informiert z.B. die Stadt Hilden nicht nur &uuml;ber Brosch&uuml;ren und Zeitungsartikel, sondern l&auml;sst &ouml;ffentlichkeitswirksam Bierdeckel mit Themen des Haushalts bedrucken. Und im hessischen Gro&szlig;-Umstadt ist der B&uuml;rgerhaushalt mit einer Diskussion &uuml;ber Projekte der Lokalen Agenda 21 verbunden. Im nordrhein-westf&auml;lischen Vlotho hingegen war der Haushalt sogar einmal Gegenstand des Schulunterrichts. Sch&uuml;ler setzten sich mit den Finanzen auseinander und diskutierten anschlie&szlig;end ihre Vorschl&auml;ge mit dem Rat.</p>
<p>Mit dem Engagement der Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung f&uuml;r einen B&uuml;rgerhaushalt in Berlin kommt es zu einer Vertiefung des klassischen Dreischritts &bdquo;Information-Konsultation-Rechenschaft&ldquo;. Kooperationspartner dieser Entwicklung sind die Konrad-Adenauer-Stiftung, die Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung, die Friedrich-Ebert-Stiftung, die Rosa-Luxemburg-Stiftung sowie die Friedrich-Naumann-Stiftung, welche zusammen das im Deutschen Bundestag vertretene politische Spektrum abbilden. Insbesondere Heino Gr&ouml;f von der Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung fordert, dass die B&uuml;rger massenhaft zu mobilisieren seien. Dementsprechend wird eine &bdquo;Mobilisierungsphase&ldquo; hinzugef&uuml;gt, in der es darum geht, die wesentlichen lokalen Akteure (B&uuml;rgerschaft, Politik, Verwaltung und ggf. die Wirtschaft) vom Sinn und Zweck eines B&uuml;rgerhaushalts zu &uuml;berzeugen. Nach dem Vorbild der internationalen Entwicklungskooperation wird auch Wert darauf gelegt, dass diese Gruppen schon bei der Konzeption des Verfahrens einbezogen werden, wie sie auch sp&auml;ter an seiner Evaluation teilnehmen sollen. Die wesentliche Neuerung besteht allerdings darin, dass die B&uuml;rger durch eine Abstimmung die Reihenfolge ihrer Vorschl&auml;ge selbst festlegen. Sie &uuml;bergeben dem Rat, der die letzte Entscheidung &uuml;ber den Haushalt trifft, eine hierarchisierte Liste.</p>
<p>Die einzelnen Phasen des neuen Ablaufs werden im Dokument &bdquo;B&uuml;rgerhaushalt in Gro&szlig;st&auml;dten&ldquo; beschrieben, wo sie anhand folgender Fragen dargestellt werden:<br />
&bull;	Wie k&ouml;nnen B&uuml;rgerschaft, Politik und Verwaltung mobilisiert werden?<br />
&bull;	Wie kann &uuml;ber den Haushalt informiert werden?<br />
&bull;	Wie k&ouml;nnen im B&uuml;rgerhaushalt Vorschl&auml;ge entwickelt werden?<br />
&bull;	Wie kann die &Uuml;bergabe der Empfehlungen an die Politik erfolgen?<br />
&bull;	Wie kann eine Rechenschaft gew&auml;hrleistet werden?<br />
&bull;	Wie ist eine beteiligungsorientierte Evaluation m&ouml;glich?</p>
<p>Dieser Ablauf l&auml;sst sich im B&uuml;rgerhaushalt von Berlin-Lichtenberg wiederfinden. Der Bezirk hat sich f&uuml;r sein Verfahren an einem Regelwerk orientiert, das von Carsten Herzberg et al. im Auftrag der Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung erarbeit wurde (siehe bpb, &bdquo;B&uuml;rgerhaushalt in Gro&szlig;st&auml;dten&ldquo;, Bonn, 2005, S.&#160;14). Inzwischen ist zu beobachten, dass das Lichtenberger Beispiel die Praxis beeinflusst: Eine Priorit&auml;tensetzung durch die B&uuml;rger&#160;&#8211; und damit verbunden eine gr&ouml;&szlig;ere Verbindlichkeit im Umgang mit ihren Vorschl&auml;gen&#160;&#8211; wird mittlerweile im ganzen Bundesgebiet diskutiert. Vielen Organisatoren scheint dar&uuml;ber hinaus bewusst geworden zu sein, dass man f&uuml;r die Mobilisierung der B&uuml;rger einen gr&ouml;&szlig;eren Aufwand betreiben muss als bisher.</p>
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		<title>Was ist ein B&#252;rgerhaushalt?</title>
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		<pubDate>Mon, 21 May 2007 14:27:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carsten Herzberg</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
		<category><![CDATA[Definition]]></category>
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		<description><![CDATA[Der B&#252;rgerhaushalt ist das erfolgreichste Partizipationsinstrument der letzten 15 Jahre. In Brasilien und Neuseeland entstanden, breitete sich diese Form der B&#252;rgerbeteiligung in den letzten Jahren gleichzeitig in mehreren L&#228;ndern Europas aus. Vom Jahr 2001 bis 2005 stieg die Zahl der Beispiele von sechs auf &#252;ber 50 an. Dazu geh&#246;ren sowohl Gro&#223;st&#228;dte wie das &#252;ber siebenhunderttausend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der B&uuml;rgerhaushalt ist das erfolgreichste Partizipationsinstrument der letzten 15 Jahre. In Brasilien und Neuseeland entstanden, breitete sich diese Form der B&uuml;rgerbeteiligung in den letzten Jahren gleichzeitig in mehreren L&auml;ndern Europas aus. Vom Jahr 2001 bis 2005 stieg die Zahl der Beispiele von sechs auf &uuml;ber 50 an. Dazu geh&ouml;ren sowohl Gro&szlig;st&auml;dte wie das &uuml;ber siebenhunderttausend Einwohner z&auml;hlende Sevilla in Andalusien oder Bezirke der europ&auml;ischen Hauptst&auml;dte London, Paris, Rom und Berlin, als auch mittlere St&auml;dte wie Hilden und Emsdetten in Deutschland. Au&szlig;erdem sind B&uuml;rgerhaushalte in kleineren Kommunen zu finden, z.B. im italienischen Grottammare oder Altidona. Was aber ist ein B&uuml;rgerhaushalt konkret und wie l&auml;sst sich ein solches Verfahren am besten definieren? Warum braucht man &uuml;berhaupt eine Definition?</p>
<p>An erster Stelle ist hier ein praktischer Grund anzuf&uuml;hren: Eine Definition erm&ouml;glicht, dass Akteure, die sich &uuml;ber den B&uuml;rgerhaushalt austauschen m&ouml;chten, &uuml;ber den gleichen Gegenstand reden und ihn nicht mit anderen Formen der Beteiligung verwechseln. Aus wissenschaftlicher, aber auch aus praktischer Sicht, vereinfacht eine Definition dar&uuml;ber hinaus den Vergleich. So k&ouml;nnen B&uuml;rgerhaushalte aus gro&szlig;en, kleinen oder aus St&auml;dten mit &auml;hnlichen Rahmenbedingungen miteinander verglichen werden, um daraus Empfehlungen f&uuml;r die Praxis abzuleiten. </p>
<p><em>Das wichtigste Argument f&uuml;r eine Definition aber ist, die Besonderheit des B&uuml;rgerhaushalts aufzuzeigen: Der B&uuml;rgerhaushalt stellt eine neue Qualit&auml;t der Beteiligung dar, die insbesondere durch die Rechenschaftslegung &uuml;ber den Umgang mit den Vorschl&auml;gen der B&uuml;rger erreicht wird. </em> Allerdings muss dieses Kriterium durch weitere erg&auml;nzt werden, bevor man von einem B&uuml;rgerhaushalt sprechen kann.</p>
<p>Bisher gab es keine eindeutige Definition dessen, was einen B&uuml;rgerhaushalt ausmacht. Einige Akteure bezeichnen bereits Informationsbrosch&uuml;ren als B&uuml;rgerhaushalt, andere benutzen den Begriff exklusiv f&uuml;r das Verfahren von Porto Alegre, bei dem es um eine Beteiligung am Investitionshaushalt geht. Daneben gibt es Beteiligungsverfahren, die einen anderen Namen tragen, vom Prinzip her jedoch einem B&uuml;rgerhaushalt entsprechen. Aus dieser Situation heraus, m&ouml;chte ich eine Definition vorschlagen, die auf der einen Seite einfach genug f&uuml;r die praktische Anwendung ist, auf der anderen aber ausreichend Spielraum f&uuml;r unterschiedliche Varianten des B&uuml;rgerhaushalts l&auml;sst. Ich greife hier die Definition auf, die wir im Projekt &bdquo;Europ&auml;ische B&uuml;rgerhaushalte&ldquo; mit unseren Kooperationspartnern aufgestellt haben und mit der bereits Praktiker und Wissenschafter in verschiedenen L&auml;ndern arbeiten. </p>
<p><strong>F&uuml;r einen B&uuml;rgerhaushalt sind demnach folgende f&uuml;nf Bedingungen zu erf&uuml;llen: </strong></p>
<p>1. Im Zentrum der Beteiligung stehen finanzielle Angelegenheiten, es geht um begrenzte Ressourcen.</p>
<p>2. Die Beteiligung findet auf der Ebene der Gesamtstadt oder auf der eines Bezirks mit eigenen politischen und administrativen Kompetenzen statt. Ein Stadtteilfonds allein, ohne Partizipation auf der gesamtst&auml;dtischen bzw. bezirklichen Ebene, ist kein B&uuml;rgerhaushalt.</p>
<p>3. Es handelt sich um ein auf Dauer angelegtes und wiederholtes Verfahren. Ein einmaliges Referendum zu haushalts&#8209; oder steuerpolitischen Fragen ist kein B&uuml;rgerhaushalt.</p>
<p>4. Der Prozess beruht auf einem eigenst&auml;ndigen Diskussionsprozess, der mittels Internet oder Versammlungen bzw. Treffen gef&uuml;hrt wird. Eine schriftliche Befragung allein ist demnach kein B&uuml;rgerhaushalt. Ebenso nicht die blo&szlig;e &Ouml;ffnung bestehender Verwaltungsgremien oder Institutionen der repr&auml;sentativen Demokratie.</p>
<p>5. Die Organisatoren m&uuml;ssen Rechenschaft in Bezug darauf ablegen, inwieweit die im Verfahren ge&auml;u&beta;erten Vorschl&auml;ge aufgegriffen und umgesetzt werden. </p>
<p>Damit soll nicht gesagt werden, dass Partizipationsformen, die diesen Kriterien nicht entsprechen, weniger interessant sind. Ganz im Gegenteil, mit einem hochdotierten Stadtteilfonds oder einem Referendum zur Ausgestaltung von Steuern, wie es im britischen Milton Keynes geschehen ist, kann man einiges bewegen. Gleicherma&szlig;en kann eine Informationsbrosch&uuml;re oder eine  Umfrage sinnvoll sein, wenn sie zur Beantwortung spezieller Fragen dient. Aus den eingangs aufgez&auml;hlten Gr&uuml;nden der Vergleichbarkeit und der Markierung einer neuen Partizipationsstufe sollte der Begriff B&uuml;rgerhaushalt aber nur verwendet werden, wenn er den beschriebenen f&uuml;nf Kriterien entspricht. </p>
<p>Beitrag von Carsten Herzberg, Anja R&ouml;cke und Yves Sintomer</p>
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