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	<title>Bürgerhaushalt.org &#187; Diskussionspapier</title>
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	<description>Alles zu Bürgerhaushalten in Deutschland</description>
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		<title>Diskussionspapier: Ist ein gr&#252;ner B&#252;rgerhaushalt m&#246;glich?</title>
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		<pubDate>Fri, 22 May 2009 13:46:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussionspapier]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Beispiele]]></category>

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		<description><![CDATA[Carsten Herzberg und Oliver Schruoffeneger diskutieren in ihrem Papier die Fragen: Gibt es einen gr&#252;nen B&#252;rgerhaushalt? Und wie m&#252;sste ein solcher B&#252;rgerhaushalt aussehen? In diesem Zusammenhang er&#246;rtern sie ob und wie Parteien...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zusammenfassung des Diskussionspapiers zum Thema B&uuml;rgerhaushalt der Fraktion B&uuml;ndnis 90/Die Gr&uuml;nen Berlin von Oliver Schruoffeneger und Carsten Herzberg.</p>
<p><strong>Ist ein gr&uuml;ner B&uuml;rgerhaushalt m&ouml;glich?</strong></p>
<p><em>INHALT<br />
1. Gibt es einen gr&uuml;nen B&uuml;rgerhaushalt?<br />
2. Die Entwicklung des B&uuml;rgerhaushalts in Deutschland<br />
2.1 Christchurch statt Porto Alegre als Vorbild<br />
2.2 Auf der Suche nach neuen Wegen<br />
3. Rahmenkonzept: Empowerment und Diskussion zentraler Fragen<br />
3.1 Fl&auml;chendeckende Quartiersfonds<br />
3.2 Bezirks&#8209;/Stadtebene: Ausarbeitung von Alternativkonzepten<br />
3.3 Verbindung der Ebenen<br />
3.4 Finanzierung und politische Steuerung<br />
4. Varianten<br />
4.1 Eine st&auml;rkere Beteiligung von Vereinen und Stadtteilinitiativen<br />
4.2 St&auml;rkung des Quartiersansatzes<br />
4.3 Ko-Finanzierungen, Verteilungskriterien etc.<br />
5. F&uuml;r eine hohe Beteiligung<br />
5.1 Instrumente der Mobilisierung<br />
5.2 Auf den richtigen Mix kommt es an</em></p>
<p>Carsten Herzberg und Oliver Schruoffeneger diskutieren in ihrem Papier die Fragen: Gibt es einen gr&uuml;nen B&uuml;rgerhaushalt? Und wie m&uuml;sste ein solcher B&uuml;rgerhaushalt aussehen? In diesem Zusammenhang er&ouml;rtern sie ob und wie Parteien B&uuml;rgerhaushalte f&uuml;r ihre Themen nutzen und kommen zu dem Schluss, dass B&uuml;rgerhaushalte immer auch die Interessen ihrer Initiatoren mit vertreten sollen und kein v&ouml;llig neutrales Instrument sind.</p>
<p><em>Ein Ergebnis des Diskussionsprozesses war die Erkenntnis, dass ein B&uuml;rgerhaushalt nicht wertfrei ist. Auch wenn formal oft auf einen &uuml;berparteilichen Konsens verwiesen wird, so hat doch jede Partei &ndash; ob ausgesprochen oder nicht&#160;&#8211; konkrete Ziele im Auge, die sie mit einem solchen Verfahren erreichen will. </em></p>
<p>In Abgrenzung zu anderen Parteien stellen die Gr&uuml;nen in ihrem Papier folgende Aspekte f&uuml;r die Gestalt eines gr&uuml;nen B&uuml;rgerhaushalt zur Diskussion:</p>
<p><em><strong>B&uuml;rgerschaftliches Empowerment</strong>: B&uuml;rgerhaushalt ist als ein Prozess zur St&auml;rkung einer eigenst&auml;ndigen B&uuml;rgerschaft zu sehen. B&uuml;rger/innen sollen durch Partizipation real an Einfluss gewinnen, wozu konkrete Mittel zur Verf&uuml;gung gestellt werden m&uuml;ssen. Dabei sollen die &bdquo;Beschl&uuml;sse&ldquo; dem unmittelbaren Umfeld dienen. Das hei&szlig;t Projekte, die dem eigenen Quartier zu Gute kommen und die Lebensqualit&auml;t dort verbessern.</p>
<p><strong>Diskussion zentraler Fragen</strong>: Wir m&ouml;chten das demokratische Engagement von B&uuml;rgern/B&uuml;rgerinnen f&ouml;rdern. Dies erfordert, dass B&uuml;rgerbeteiligung auch die gro&szlig;en Fragen der Bezirks&#8209;/Stadtpolitik aufgreift. Ein unverbindlicher Prozess, der nur kleinteilige &Auml;nderung erm&ouml;glicht, gen&uuml;gt nicht, um Menschen ausreichend zu motivieren, sich im politischen System jenseits von Parteien dauerhaft zu engagieren </p>
<p><strong>Unterst&uuml;tzung gr&uuml;ner Themen</strong>: Die Beteiligung sollte auch Projekte unterst&uuml;tzen, f&uuml;r die sich die Gr&uuml;nen engagieren. Dies bedeutet aber nicht eine Instrumentalisierung und Entm&uuml;ndigung. Vielmehr ist es uns wichtig, dass &ouml;kologische oder Gender-Fragen auf der Tagesordnung des Partizipationsprozesses stehen und dass Verwaltung und Rat alternative Handlungsoptionen angeboten werden k&ouml;nnen.</p>
<p><strong>Modernisierung und Partizipation</strong>: Eine solche Kopplung scheint notwendig zu sein, da das eine nicht ohne das andere wirksam sein kann. Denn ein B&uuml;rgerhaushalt macht nur Sinn, wenn die Verwaltung &uuml;bersichtlich strukturiert und ihre Leistung transparent und damit kontrollierbar ist. Auf der anderen Seite k&ouml;nnte Partizipation Druck hinsichtlich einer Optimierung von Leistungen und einer Reform der Binnenstruktur aus&uuml;ben und damit die Dominanz neoliberaler Modernisierungsans&auml;tze brechen.</em></p>
<p>An verschiedenen europ&auml;ischen Beispielen unter anderem der Berliner Bezirks-B&uuml;rgerhaushalte beschreiben die Autoren das Rahmenkonzept B&uuml;rgerhaushalt und seine Variationen. Im lezten Kapitel werden Werkzeuge f&uuml;r eine Mobilisierung von Teilnehmern an Partizipationsverfahren vorgestellt.  </p>
<p>Beruhend auf einer europaweiten Vergleichsstudie (von Sintomer/Herzberg/R&ouml;cke 2008) benennen die Autoren eine Typologie, in der sechs B&uuml;rgerhaushalt-Idealverfahren beschrieben werden die innerhalb Europas Anwendung finden:</p>
<p><em><strong>Konsultation &uuml;ber &ouml;ffentliche Finanzen</strong>: Die deutschen Beispiele teilen mit diesem Verfahren, dass es vorrangig um eine Befragung zu Themen des Gesamthaushalts geht.</p>
<p><strong>B&uuml;rgernahe Partizipation</strong>: Ziel dieses Verfahrens ist es, sowohl den Kontakt zwischen B&uuml;rgern auf der einen und Politik/Verwaltung auf der anderen Seite zu verbessern, als auch Verbesserungen f&uuml;r den Stadtteil zu erreichen. Bei diesem Konzept sind die B&uuml;rger/-innen weiterhin von der Verwaltung abh&auml;ngig, die Beteiligung hat vorwiegend einen konsultativen Charakter (z.B. angewendet in Frankreich).</p>
<p><strong>Porto Alegre in Europa</strong>: Vor allem in Spanien und Italien lehnen sich Kommunen an dieses Beispiel an, bei dem es darum geht, wie beim brasilianischen Vorbild Investitionsprojekte zu hierarchisieren und Gelder nach Vergabekriterien zu verteilen. Auch wenn formal der Stadtrat weiterhin das letzte Wort hat, ist die Verbindlichkeit zur Umsetzung der Vorschl&auml;ge sehr hoch.</p>
<p><strong>Partizipation organisierter Interessen</strong>: Ist ein B&uuml;rgerhaushalt, der sich exklusiv an Vereine, Verb&auml;nde und Initiativen richtet; der einzelne B&uuml;rger/die einzelne B&uuml;rgerin ist nur am Rande beteiligt und verf&uuml;gt &uuml;ber kein Stimmrecht.</p>
<p><strong>Gemeinwesenfonds auf Quartiers&#8209; und Stadtebene</strong>: Haben wie der B&uuml;rgerhaushalt von Porto Alegre soziale Ziele im Fokus. Im Vordergrund steht die Quartiersentwicklung. Das Besondere ist, dass die Teilnehmer einen Fonds selbst verwalten und die Durchf&uuml;hrung von Projekten &uuml;bernehmen. &Auml;hnlich wie beim Community Development in den USA und in Gro&szlig;britannien kommt das Geld zum gr&ouml;&szlig;ten Teil aus nationalen und internationalen Programmen.</p>
<p><strong>Privat&#8209;&ouml;ffentlicher Verhandlungstisch</strong>: Auch hier gibt es einen Fonds, er wird in diesem Fall aus Geldern der Wirtschaft und der &ouml;ffentlichen Hand gen&auml;hrt.</em></p>
<p><a href='http://www.buergerhaushalt.org/wp-content/uploads/2009/05/grune_leitideen_fur_burgerhaushalte.pdf'>Das vollst&auml;ndige Diskussionspapier als PDF zum Download &gt;&gt;&gt;</a></p>
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