Seminar: BürgerInnenhaushalte‑ neue Formen der demokratischen Mitbestimmung in der Kommune
Mittwoch, 13. Oktober 2010, 17:00–20:00 Uhr
Umweltzentrum Dresden, Schützengasse 16–18, 01067 Dresden
Um Anmeldung wird bis zum 8.10. gebeten. Der Eintritt ist frei.
Demokratie lebt vom Mitmachen, gerade auf kommunaler und lokaler Ebene. Viele BürgerInnen fühlen sich jedoch machtlos und aus den zentralen Entscheidungsprozessen ausgeschlossen. Ein Mittel gerade an der
zentralen Stelle „Finanzen“ mehr Beteiligung der BürgerInnen zu erreichen, sind die partizipativen Haushalte oder „BürgerInnenhaushalte“. So lässt beispielsweise eine Stadt ihre BürgerInnen darüber entscheiden, wie Teile der frei verwendbaren Haushaltsmittel eingesetzt werden sollen. Mehr Beteiligung an der Prioritätensetzung bei der Vergabe von Steuergeldern und an der Gestaltung des direkten Lebensumfeldes stärkt die Identifikation der Bevölkerung mit ihrer Region und die Entwicklung einer stabilen, mündigen Zivilgesellschaft.
Die Teilnehmenden können sich im Seminar allgemein über Konzepte partizipativer Haushalte und die konkrete praktische Umsetzung an verschiedenen Beispielen informieren. Ziel ist es, deutsche und tschechische kommunale EntscheidungsträgerInnen sowie bürgerschaftlich Engagierte und Interessierte zu vernetzen und Impulse für die Einführung bzw. Weiterentwicklung dieser Beteiligungsprojekte zu geben.
Alle Beiträge werden ins Deutsche und Tschechische übersetzt. Wir bieten einen kostenlosen Shuttle-Bus von Usti nach Dresden und zurück.
Details und Anmeldung unter: info@weiterdenken.de/+49–351–4943411
http://www.weiterdenken.de
Unsere Referenten:
– Dr. Marco Schrul, Geschäftsführer der Heinrich Böll Stiftung Thüringen
und Mitglied des Stadtrates in Jena. Er ist interner Kenner und
Wegbereiter des partizipativen Bürgerhaushaltes in Jena und wird die
aktuelle wissenschaftliche Studie „Bürgerhaushalte in Ostdeutschland“
der Heinrich Böll Stiftungen vorstellen.
– Dr. Oliver Märker, Bonn, Redakteur der Plattform
http://www.buergerhaushalte.de, im Auftrag der Bundeszentrale für Politische
Bildung und Servicestelle Kommune in der Einen Welt.
Er berät unter anderem Politik, Verwaltungen und
Nichtregierungsorganisationen bei der Konzeption und Umsetzung
elektronisch unterstützter Beteiligungsangebote.
Die Veranstaltung wird gefördert durch den Kleinprojektfonds Ziel 3 in
der Euroregion Elbe/Labe.
