Kein Bürgerhaushalt von Ellwangen
Nachdem in einem 18-seitigen Bericht die Vor‑ und Nachteile von Bürgerhaushaltsverfahren gesammelt wurden, entschied der Verwaltungsausschuss sich mit einer Mehrheit von acht zu vier Stimmen gegen die Einführung eines Bürgerhaushaltes.
Obwohl Schlagwörter wie Transparenz, Information, Modernisierung, Bürgerbeteiligung, Entscheidungshilfe für die Verwaltung und Ideenaustausch als Argumente für einen Bürgerhaushalt genannt wurden, überwiegen in der Entscheidung dann doch die negativen Aspekte: Bürgerhaushalte seien wenig repräsentativ (in der Regel würden sie eine Beteiligung von 0,03 bis 3,7 Prozent aufweisen) und es bestehe immer die Gefahr einer Manipulation. Die Fraktion der Freien Bürger war außerdem der Meinungen, dass Ellwangen so überschaubar sei, dass sich die Menschen mit ihren Anliegen direkt an die Räte wenden könnten.
