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	<title>Bürgerhaushalt.org &#187; Evaluation</title>
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	<description>Alles zu Bürgerhaushalten in Deutschland</description>
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		<title>Evaluation des Frankfurter B&#252;rgerhaushaltes</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 14:26:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#196;hnlich wie bereits in K&#246;ln und in Berlin-Lichtenberg wird auch in Frankfurt am Main parallel zum ersten Durchlauf des B&#252;rgerhaushaltes eine unabh&#228;ngige wissenschaftliche Evaluation durchgef&#252;hrt...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&Auml;hnlich wie bereits in K&ouml;ln und in Berlin-Lichtenberg wird auch in Frankfurt am Main parallel zum ersten Durchlauf des B&uuml;rgerhaushaltes eine unabh&auml;ngige wissenschaftliche Evaluation durchgef&uuml;hrt.</p>
<p>An der wissenschaftlichen Begleitung und Auswertung arbeiten die Politikwissenschaftlerinnen Prof. Dr. Brigitte Gei&szlig;el und Alma Kolleck von der Goethe-Universit&auml;t. Sie wollen kl&auml;ren, inwiefern der Frankfurter B&uuml;rgerhaushalt zum einen den Dialog zwischen der st&auml;dtischen Politik und Verwaltung und dem B&uuml;rger verbessert, ob zum anderen B&uuml;rger eine bessere Einsicht in den Haushalt und die Mittelverteilung bekommen und ob schlie&szlig;lich umsetzbare Vorschl&auml;ge dabei herauskommen.</p>
<p>W&auml;hrend der zwei Jahre, die das Projekt an der Frankfurter Universit&auml;t l&auml;uft, stehen unterschiedliche Bereiche des B&uuml;rgerhaushalts auf dem Pr&uuml;fstand. Durch eine Online-Umfrage und direkte Befragungen k&ouml;nnen die Teilnehmer der Onlinephase und an den anschlie&szlig;enden Workshops ihre Sicht auf die St&auml;rken und Schw&auml;chen des B&uuml;rgerhaushalts schildern. Interviews mit Mitgliedern aus Politik und Verwaltung erg&auml;nzen diese Sicht. Durch teilnehmende Beobachtung und eine Inhaltsanalyse der Vorschl&auml;ge sollen sowohl das Verfahren, als auch die Ergebnisse in der Evaluation Ber&uuml;cksichtigung finden. </p>
<p>In den Befragungen verwenden die Frankfurter zum Teil &auml;hnliche Fragen wie sie bereits in Berlin-Lichtenberg und in K&ouml;ln gestellt wurden, so dass sich die Ergebnisse zumindest teilweise vergleichen lassen werden. </p>
<p>Der Frankfurter B&uuml;rgerhaushalt befindet sich derzeit noch in seiner ersten Beteiligungsphase: Die B&uuml;rger k&ouml;nnen ihre Vorschl&auml;ge f&uuml;r den Haushalt 2013 online abgeben, kommentieren und bewerten. Im M&auml;rz 2012 w&auml;hlen 100 FrankfurterInnen bei einem B&uuml;rger-Workshop die besten Vorschl&auml;ge aus.</p>
<p>Die Seite des Frankfurter B&uuml;rgerhaushaltes findet sich unter <a href="http://www.ffm.de" title="B&uuml;rgerhaushalt Frankfurt">http://www.ffm.de</a><br />
Mehr Informationen zum <a href="http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb03/institut_2/bgeissel/forschung/buergerhaushalt.html ">Frankfurter Evaluations-Projekt (Sie verlassen buergerhaushalt.org)</a><br />
Mehr Informationen zur </a><a href="publikationen/evaluation-des-koelner-buergerhaushalts/">Evaluation des K&ouml;lner B&uuml;rgerhaushaltes<br />
</a></p>
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		<title>Tool zur Evaluation von B&#252;rgerhaushalten</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Aug 2011 10:01:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einzelne B&#252;rgerhaushaltsverfahren wurden bereits wissenschaftlich evaluiert (z.B. der B&#252;rgerhaushalt K&#246;ln), ein weltweiter Evaluierungsstandard fehlt bislang allerdings, viele Verfahren werden gar nicht abschlie&#223;end ausgewertet. InfoPB stellt jetzt ein Tool zur Verf&#252;gung, das mit Hilfe von operationellen Hilfestellungen eine Evaluation von B&#252;rgerhaushaltsverfahren vereinfachen soll.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einzelne B&uuml;rgerhaushaltsverfahren wurden bereits wissenschaftlich evaluiert (z.B. der B&uuml;rgerhaushalt K&ouml;ln), ein weltweiter Evaluierungsstandard fehlt bislang allerdings, viele Verfahren werden gar nicht abschlie&szlig;end ausgewertet. <a href="http://www.infoop.org/observ/index.php?newlang=eng">InfoPB</a> stellt jetzt ein Tool zur Verf&uuml;gung, das mit Hilfe von operationellen Hilfestellungen eine Evaluation von B&uuml;rgerhaushaltsverfahren vereinfachen soll. Die Ergebnisse sollen wiederum in die Konzeption anderer Verfahren einflie&szlig;en und dadurch B&uuml;rgerhaushaltsverfahren insgesamt stetig verbessern.</p>
<p>Informationen zu dem Angebot von InfoPB gibt es auf der Website:</p>
<p><a href="http://www.infoop.org/observ/index.php?newlang=eng">Link zu InfoPB</a></p>
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		<title>Stuttgarter B&#252;rgerhaushalt mit guter Beteiligung abgeschlossen</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Aug 2011 09:42:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit Anfang August ist die Online-Beteiligung des Stuttgarter B&#252;rgerhaushaltes nun beendet. Rund 9000 B&#252;rger und B&#252;rgerinnen haben sich an dem Verfahren beteiligt und insgesamt 1745 Vorschl&#228;ge abgegeben. Die 120 am besten bewerteten Vorschl&#228;ge werden nun von der Verwaltung gesichtet und anschlie&#223;end dem Stadtrat zur Verwaltung vorgelegt. Die Stadt zeigt sich mit dem Ergebnis und der hohen Beteiligung sehr zufrieden. ... ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Anfang August ist die Online-Beteiligung des Stuttgarter B&uuml;rgerhaushaltes nun beendet. Rund 9000 B&uuml;rger und B&uuml;rgerinnen haben sich an dem Verfahren beteiligt und insgesamt 1745 Vorschl&auml;ge abgegeben. Die 120 am besten bewerteten Vorschl&auml;ge werden nun von der Verwaltung gesichtet und anschlie&szlig;end dem Stadtrat zur Verwaltung vorgelegt.</p>
<p>Die Stadt zeigt sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. In einem Artikel der <a href="http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.buergerhaushalt-1745-vorschlaege-fuer-den-stadthaushalt.8be7fd9e-cd34-4841-b53a-38c0fb30aafa.html">Stuttgarter Nachrichten</a> hei&szlig;t es dazu:<em> In keiner anderen deutschen Gro&szlig;stadt, die solches unternahm, h&auml;tten die Menschen so viele Hinweise geliefert, wo man investieren oder lieber sparen sollte. In K&ouml;ln h&auml;tten 10.000 B&uuml;rger etwa 1250 Vorschl&auml;ge geliefert und 39.000 Bewertungen vorgenommen. In Essen lieferten rund 4000 B&uuml;rger rund 250 Vorschl&auml;ge und rund 114.000&nbsp;Bewertungen. Aber dass Stuttgart vorne liege, sei ja nicht ungew&ouml;hnlich, meinte Schuster.</em></p>
<p>Im bundesweiten Vergleich von B&uuml;rgerhaushaltsverfahren in St&auml;dten &uuml;ber 100.000 Einwohner hat Stuttgart in der Tat eine gute Beteiligung erzielt: Im Vergleich zu anderen Verfahren erreicht Stuttgart mit einer Beteiligungsquote von knapp 1,5&#160;% einen beachtlichen Wert. Andere Verfahren erreichten &auml;hnliche Werte, wie zum Beispiel Bonn (3,9%), Solingen (2,4%), Trier (1,9%), Essen (0,7%), K&ouml;ln (unter Ber&uuml;cksichtigung der Frageb&ouml;gen und Call-Center und ohne Gast-Beitr&auml;ge nicht registriert Teilnehmender = 1,3&#160;%), und Hamburg (0,04%). Grunds&auml;tzlich sind diese Zahlen aber mit Vorsicht zu genie&szlig;en, da beispielsweise auch immer die konzeptuellen Unterschiede der einzelnen Verfahren zu beachten sind. So wurde in Solingen und Essen beispielsweise eine &#8222;b&uuml;rgerbeteiligte Haushaltskonsolidierung&#8220; durchgef&uuml;hrt, bei der die B&uuml;rger lediglich Spar&#8209; und Einnahmevorschl&auml;ge der Verwaltung kommentieren und bewerten konnten. Auch in Hamburg wurde ein anderes Konzept zugrunde gelegt, indem Teilnehmende in einem dreiphasigen Dialogprozess aufgefordert waren, Vorschl&auml;ge und Kriterien f&uuml;r den Hamburger Haushalt entwickeln.</p>
<p>Die Stadt <em>sei sich sicher, dass es die Aktion auch k&uuml;nftig geben werde</em>, hei&szlig;t es in dem Artikel der <a href="http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.buergerhaushalt-1745-vorschlaege-fuer-den-stadthaushalt.8be7fd9e-cd34-4841-b53a-38c0fb30aafa.html">Stuttgarter Nachrichte</a>n. Bis M&auml;rz n&auml;chsten Jahres soll au&szlig;erdem eine Evaluation des Verfahrens stattfinden.</p>
<p>F&uuml;r die kommenden Verfahren w&uuml;nschen wir Stuttgart weiterhin viel Erfolg!</p>
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		<title>Bachelorarbeit mit kritischer Analyse der B&#252;gerhaushalte K&#246;ln und Freiburg</title>
		<link>http://www.buergerhaushalt.org/publikationen/bachelorarbeit-mit-interessanter-analyse-der-buegerhaushalte-koeln-und-freiburg/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Jul 2011 10:20:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Evaluation]]></category>
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		<description><![CDATA[In seiner Bachelorarbeit "Der B&#252;rgerhaushalt: Partizipation in der kommunalen Haushaltspolitik am Beispiel der St&#228;dte Freiburg und K&#246;ln" besch&#228;ftigt sich Tom Eich mit der Bedeutung von B&#252;rgerhaushalten in der Kommunalpolitik]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In seiner Bachelorarbeit &#8222;Der B&uuml;rgerhaushalt: Partizipation in der kommunalen Haushaltspolitik am Beispiel der St&auml;dte Freiburg und K&ouml;ln&#8220; besch&auml;ftigt sich Tom Eich mit der Bedeutung der B&uuml;rgerhaushalte in der kommunalen Haushaltspolitik. Seine Ergebnisse fallen kritisch aus: Sowohl mit Bezug auf die Input als auch Output-Legitimit&auml;t sieht er bei beiden untersuchten Beispielen deutliche Grenzen. Mit seiner Arbeit leistet Tom Eich einen weiteren wertvollen Beitrag in der kritischen <a href="/tag/evaluation/">Evaluation </a>b&uuml;rgerbeteiligter Verfahren der Haushaltsplanung.</p>
<p>Die Arbeit ist <a href='http://www.buergerhaushalt.org/wp-content/uploads/2011/07/Bachelorarbeit_TomEich_Endversion.pdf'>als Download (PDF)</a> erh&auml;ltlich.</p>
<p><strong>Zusammenfassung:</strong></p>
<p><em>Die Anzahl der deutschen Kommunen, die B&uuml;rgerhaushaltsverfahren planen, umsetzen oder bereits fest etabliert haben, hat heute einen neuen H&ouml;hepunkt erreicht. Trotz dieser Entwicklung wurde in Umfragen der Vergangenheit immer wieder best&auml;tigt, dass B&uuml;rger nur ein geringes Interesse an der Haushaltspolitik haben und sich lieber an konkreten Projekten beteiligen. Zudem scheinen die Komplexit&auml;t des kommunalen Haushalts sowie der geringe Kenntnisstand der B&uuml;rger bei kommunalpolitischen Fragestellungen gerade in Gro&szlig;st&auml;dten auf Grund ihrer gro&szlig;en Aufgabenvielfalt hinderliche Faktoren f&uuml;r eine erfolgreiche B&uuml;rgerbeteiligung im Rahmen eines B&uuml;rgerhaushaltverfahrens zu sein. Ferner kann sich die schwierige Finanzlage vieler Kommunen und der damit h&auml;ufig einhergehende Verlust von Handlungsspielr&auml;umen f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung einer B&uuml;rgerbeteiligung an der Haushaltsaufstellung in diesen Kommunen als problematisch erweisen.  Dennoch ist die Anzahl von B&uuml;rgerhaushalten in deutschen Gro&szlig;st&auml;dten in den letzten Jahren stetig gewachsen. Doch handelt es sich hierbei um eine erfolgreiche Partizipation in der kommunalen Haushaltspolitik?</p>
<p>Ziel der Arbeit war es, Antworten auf diese Fragestellung mittels eines fallorientierten, qualitativen Vergleichs der B&uuml;rgerhaushaltsverfahren der Gro&szlig;st&auml;dte Freiburg und K&ouml;ln zu erarbeiten. Dabei wurden mit Freiburg und K&ouml;ln zwei Gro&szlig;st&auml;dte untersucht, die sich im Hinblick auf die kommunale Haushaltssituation, die Bundeslandzugeh&ouml;rigkeit und die Konzeption des Verfahrens unterscheiden.  Auf Grund der Komplexit&auml;t der Fragestellung und der Vorgaben im Hinblick auf den Zeitrahmen und die maximale Seitenanzahl einer Bachelorarbeit beschr&auml;nkte sich die Untersuchung auf zwei F&auml;lle: Dem Verfahren &bdquo;Beteiligungshaushalt 2009&#8260;2010&ldquo; der Stadt Freiburg, das in den Jahren 2007 und 2008 durchgef&uuml;hrt wurde, sowie dem Verfahren &bdquo;B&uuml;rgerhaushalt 2010&ldquo; der Stadt K&ouml;ln, das in den Jahren 2009 und 2010 stattfand. Um neben den Dokumentationen zu den beiden Verfahren und der unabh&auml;ngigen wissenschaftliche Evaluierung des K&ouml;lner B&uuml;rgerhaushalts 2010 weitere Hintergrund-Informationen zu erhalten, wurden insgesamt acht Leitfrageninterviews mit zentralen Akteuren der Verfahren gef&uuml;hrt. Hierzu z&auml;hlten die hauptverantwortlichen Mitarbeiter der Verwaltung der beiden Kommunen, Vertreter zentraler zivilgesellschaftlicher Akteure, Vertreter der kommunalpolitischen Oppositionsfraktionen sowie an dem jeweiligen Verfahren beteiligte externe Berater.</p>
<p>Die Ergebnisse der Arbeit zeigen, dass das K&ouml;lner Verfahren &bdquo;B&uuml;rgerhaushalt 2010&ldquo; auf Grund einer geringen Steigerung von Input&#8209; sowie Output-Legitimit&auml;t nur sehr bedingt als erfolgreiche Partizipation an der kommunalen Haushaltspolitik bezeichnet werden kann. Auf Grund einer ebenfalls geringen Steigerung der Input-Legitimit&auml;t und einer maximal sehr geringen Steigerung der Output-Legitimit&auml;t, muss das Freiburger Verfahren &bdquo;Beteiligungshaushalt 2009&#8260;2010&ldquo; im Vergleich als noch weniger erfolgreich angesehen werden. Dabei war das Hauptproblem des Freiburger Verfahrens, dass sowohl von den Teilnehmern der Online-Plattform wie auch von den Teilnehmern der Stadtkonferenz eine Reihe von Vorschl&auml;gen erarbeitet wurden, die lediglich dokumentiert, jedoch von der Verwaltung weder bewertet noch &uuml;bersichtlich aufbereitet wurden. So wurde dem Freiburger Gemeinderat eine gro&szlig;e Menge an dokumentierten Informationen zum Ablauf und den Ergebnissen der Beteiligungsbausteine &uuml;bergeben, deren Aussagekraft fraglich blieb und die nicht in greifbare Politikergebnisse verarbeitet werden konnten. Im Vergleich zu Freiburg erwies sich das K&ouml;lner Verfahren als deutlich ausgereifter. Im Verh&auml;ltnis zum Aufwand des Verfahrens waren jedoch auch hier die erzielten Politikergebnisse marginal. Dies gilt insbesondere dann, wenn man die zus&auml;tzlich ausgegebenen Mittel zur Umsetzung der Vorschl&auml;ge von ca.&#160;2 Mio. Euro in Bezug zum Gesamthaushalt der Stadt K&ouml;ln von ca.&#160;3,5 Milliarden Euro pro Jahr setzt. Trotz einer intensiven &Ouml;ffentlichkeitsarbeit ist es dennoch in beiden Verfahren nicht gelungen mehr als 1&#160;% bis 2&#160;% der Bev&ouml;lkerung f&uuml;r eine Beteiligung zu gewinnen. Aber auch wenn es in Zukunft gelingen sollte, dass durch eine weitere Verbesserung der Verfahren beispielsweise 3&#160;% bis 4&#160;% der Bev&ouml;lkerung an den Verfahren teilnehmen, werden die zentralen Probleme beider Verfahren nicht gel&ouml;st. Daher sollten auch m&ouml;gliche Alternativen in Betracht gezogen werden, die im Hinblick auf eine Steigerung der Input&#8209; sowie der Output-Legitimit&auml;t auf kommunaler Ebene zu besseren Ergebnissen f&uuml;hren k&ouml;nnten.</p>
<p>In Bezug auf m&ouml;gliche Alternativen zu einer Partizipation &uuml;ber ein B&uuml;rgerhaushaltsverfahren hat das Verfahren &bdquo;K&ouml;lner B&uuml;rgerhaushalt 2010&ldquo; &#8211;&#160;das im Kern ein themenbezogenes Anliegenmanagement, welches an die Haushaltsaufstellung der Kommune gekoppelt wurde&#160;&#8211; bereits gute Ans&auml;tze geliefert. Der Vorteil f&uuml;r die am Verfahren beteiligten B&uuml;rger war dabei, dass sie sich nicht mit dem Haushalt auseinandersetzen mussten und dennoch ihr Anliegen in das Verfahren einbringen konnten. Dabei hat die Arbeit gezeigt, dass aus Perspektive des B&uuml;rgers eher der Wunsch zu bestehen scheint, ein pers&ouml;nliches Anliegen unabh&auml;ngig vom Themenbereich in das politische System einzubringen als umgekehrt, zun&auml;chst Themenbereiche zu beleuchten und sich dann ein Anliegen zu &uuml;berlegen. Eine zuk&uuml;nftige L&ouml;sung hierf&uuml;r k&ouml;nnte in K&ouml;ln beispielsweise die Etablierung eines st&auml;ndigen Anliegenmanagements sein. Ein Vorteil eines solchen Vorgehens w&auml;re, dass pers&ouml;nliche Anliegen von B&uuml;rgern der Stadt zeitnah nach ihrem Entstehen in das politische System eingespeist werden k&ouml;nnten. F&uuml;r die Verwaltung h&auml;tte ein st&auml;ndiges Anliegenmanagement zudem den Vorteil, dass die Vorschl&auml;ge nicht innerhalb kurzer Zeit eingehen und bearbeitet werden m&uuml;ssen sondern sich diese auf die gesamte Haushaltsperiode verteilen. Auf Grund des B&uuml;rgerhaushaltverfahrens scheinen in K&ouml;ln bereits eingespielte Strukturen und Prozesse innerhalb der Verwaltung zu existieren, auf denen f&uuml;r die Etablierung eines Anliegenmanagements aufgebaut werden k&ouml;nnte. Erg&auml;nzt werden m&uuml;sste dieses durch den Einsatz partizipativer und direktdemokratischer Elemente bei Projekten mit einem hohen Finanzierungsbedarf, die gerade in Gro&szlig;st&auml;dten keine Seltenheit darstellen. In diesem Zusammenhang machte ein Gespr&auml;chspartner in Bezug zum K&ouml;lner B&uuml;rgerhaushalt folgende Aussage: &bdquo;Schade ist, dass die gro&szlig;en Themen, wie die Messe, der U-Bahn-Bau, die Neugestaltung des Rhein-Ufers, politisch alle durch sind und so hat der B&uuml;rger bisher auch nicht das Gef&uuml;hl, dass es um gro&szlig;e Themen geht.&ldquo;  In Zukunft k&ouml;nnte man &auml;hnlich bedeutende Themen, die auch in der &Ouml;ffentlichkeit diskutiert werden, zum Anlass nehmen, im Vorfeld ein Partizipationsverfahren zu etablieren, das auf der Beteiligungsplattform des B&uuml;rgerhaushalts aufbaut und bei dem die W&uuml;nsche und Anregungen der B&uuml;rger einflie&szlig;en k&ouml;nnen. Auf Basis des Partizipationsverfahrens sollte anschlie&szlig;end ein B&uuml;rgerentscheid stattfinden, bei dem die B&uuml;rger der Stadt &uuml;ber die Durchf&uuml;hrung des Vorhabens entscheiden k&ouml;nnen. Beispiele wie der Konflikt um Stuttgart 21 oder der B&uuml;rgerentscheid zum Verkauf der Freiburger Wohnungsgesellschaft zeigen, dass mit den B&uuml;rgern durchaus zu rechnen ist, wenn Sie &uuml;ber bedeutende Themen der Stadt mit gro&szlig;en finanziellen Auswirkungen entscheiden d&uuml;rfen. </em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>FAZ.NET: B&#252;rgerhaushalt ist Nonsens f&#252;r B&#252;rger</title>
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		<pubDate>Tue, 31 May 2011 15:58:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Oliver Märker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Evaluation]]></category>
		<category><![CDATA[frankfurt]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Zuge der Berichterstattung zur Einf&#252;hrung einer B&#252;rgerbeteiligung im Rahmen der kommunalen Haushaltsplanung "Frankfurt soll 2013 einen B&#252;rgerhaushalt bekommen" kommentiert Tobias R&#246;smann die Einf&#252;hrung des B&#252;rgerhaushaltes in der Stadt Frankfurt...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Kommentar von Oliver M&auml;rker zum Kommentar &#8222;Nonsens f&uuml;r B&uuml;rger&#8220; erschienen am 23. Februar 2011 in der FAZ.NET von Tobias R&ouml;smann </em></p>
<p>Im Zuge der Berichterstattung zur Einf&uuml;hrung einer B&uuml;rgerbeteiligung im Rahmen der kommunalen Haushaltsplanung &#8222;Frankfurt soll 2013 einen B&uuml;rgerhaushalt bekommen&#8220; kommentiert Tobias R&ouml;smann die Einf&uuml;hrung des B&uuml;rgerhaushaltes in der Stadt Frankfurt am Main unter dem Titel &#8222;Nonsens f&uuml;r B&uuml;rger&#8220;: W&auml;hrend R&ouml;smann eine Werbekampagne zur Steigerung der Wahlbeteiligung an der Kommunalwahl f&uuml;r eine gute, wenn auch in ihrer Wirkung fragliche Investition h&auml;lt, l&auml;sst er an der geplanten Einf&uuml;hrung des B&uuml;rgerhaushaltes kein gutes Haar, so schreibt er: </p>
<p><em>Jetzt kommen wir zum Absurden. Denn der Haushalt [&#8230;] ist ein Thema f&uuml;r Spezialisten, von denen es schon unter den 93 Stadtverordneten zu wenige gibt. Und daf&uuml;r sollen sich die B&uuml;rger begeistert engagieren? Dieselben B&uuml;rger, denen die Stadt glaubt erkl&auml;ren zu m&uuml;ssen, an welchem Tag die Kommunalwahl &uuml;berhaupt stattfindet? </em></p>
<p>Zudem erkl&auml;rt R&ouml;smann, dass alle B&uuml;rgerhaushalte im Ergebnis gescheitert seien, auch wenn die &#8222;B&uuml;rgerbeteiligungsprediger&#8220; dies bestreiten w&uuml;rden, obwohl sie nicht vorher definierten, was ein Erfolg w&auml;re. Leider bleibt R&ouml;smann dem Leser seines Kommentares schuldig, welche Kriterien <em>er</em> heranzieht&#160;&#8211; au&szlig;er dass die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger nicht in der Lage und Willens seien, sich durch 3.000 Seiten eines Haushaltsentwurf zu arbeiten&#160;&#8211; heranzieht, um &#8222;alle B&uuml;rgerhaushalte im Ergebnis&#8220; pauschal f&uuml;r gescheitert zu erkl&auml;ren. </p>
<p>B&uuml;rgerhaushalte haben bekanntlich nicht die Zielsetzungen, die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger eine Kommune aufzufordern, sich durch einen Haushaltswerk zu arbeiten, das selbst f&uuml;r die Mehrheit der Kommunalpolitikerinnen und&#160;&#8211;politker ein Buch mit sieben Siegeln darstellt. B&uuml;rgerhaushalte wollen aus dem interssierten B&uuml;ger keinen Haushaltsexperten machen, sondern versuchen, sie als Feedback&#8209;, Hinweis&#8209; und Vorschlagsgeber beratend einzubeziehen.</p>
<p>Und sehr wohl werden durch die &#8222;B&uuml;rgerbeteiligungsprediger&#8220; oder &#8222;B&uuml;rgerhaushaltsprediger&#8220; Ziele mit mehr B&uuml;rgerbeteiligung, also der &Ouml;ffnung des kommualen Haushaltsplanverfahrens hin zum B&uuml;rger verbunden: mehr Transparenz durch mehr Informationen (z.B. &uuml;ber die Haushaltssituation), verbesserte Fr&uuml;herkennung von Widerspruchs&#8209; und Konfliktpotenzialen, oder die Einholung von l&ouml;sungsorientierten Anregungen. Neben der Chance, einen weiteren, auf Gro&szlig;probleme wie dem Haushalt bezogenen wechselseitigen Informationsaustausch zu iniitieren, wollen sich die Kommunen zus&auml;tzliche Legitimationsressourcen erschlie&szlig;en. </p>
<p>Richtig ist, dass die Messung und Bewertung (sprich: Operationalisierung) von B&uuml;rgerhaushalten beziehungsweise ihrer Verfahrensbestandteile noch am Anfang steht und es noch lange nicht ausgemacht ist&#160;&#8211; auch wenn es erste systematische <a href="/tag/evaluation">Beobachtungen/Evaluationen </a>gibt&#160;&#8211;, ob und wann man B&uuml;rgerhaushalte als erfolgreich bezeichnen kann oder dies nicht kann, oder noch besser: differenzieren kann, welchen Beitrag ein B&uuml;rgerhaushalt zu den oben genannten Zielen leisten kann und welchen nicht. Besonders begr&uuml;&szlig;enswert ist daher, dass der Frankfurter B&uuml;rgerhaushalt von der Universit&auml;t Frankfurt wissenschaftlich begleitet und evaluiert wird.</p>
<p>Quellen:<br />
Kommentar in der FAZ.NET <a href="http://www.faz.net/artikel/C30088/kommentar-nonsens-fuer-buerger-30328522.html">Nonsens f&uuml;r B&uuml;rger</a><br />
Beitrag in der FAZ.NET <a href="http://www.faz.net/artikel/C30214/kosten-von-1-2-millionen-euro-frankfurt-soll-2013-einen-buergerhaushalt-bekommen-30328520.html">Frankfurt soll 2013 einen B&uuml;rgerhaushalt bekommen<br />
</a></p>
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		<title>Evaluation des Oldenburger B&#252;rgerhaushaltes: Viel Licht, aber auch Schatten</title>
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		<pubDate>Thu, 26 May 2011 15:28:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Evaluation]]></category>
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		<category><![CDATA[Oldenburg]]></category>

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		<description><![CDATA[B&#252;rgerhaushalte sind im Trend. Um so mehr ist es zu begr&#252;&#223;en, dass B&#252;rgerhaushalte wissenschaftlich beobachtet und evaluiert werden. Ganz aktuell wurde nun auch eine Evaluation des B&#252;rgerhaushaltes in Oldenburg vom Zentrum f&#252;r Methoden der Sozialwissenschaften vorgelegt... ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>B&uuml;rgerhaushalte sind im Trend. Um so mehr ist es zu begr&uuml;&szlig;en, dass B&uuml;rgerhaushalte wissenschaftlich beobachtet und evaluiert werden. Eine erste Evaluation zu einem B&uuml;rgerhaushalt entstand 2007 zum Lichtenberger Modell, ein weitere Evaluation erschien k&uuml;rzlich zum B&uuml;rgerhaushalt in K&ouml;ln. Ganz aktuell wurde nun auch eine Evaluation des B&uuml;rgerhaushaltes in Oldenburg vorgelegt. Die Evaluation wurde vom Zentrum f&uuml;r Methoden der Sozialwissenschaften (MSW) in Oldenburg durchgef&uuml;hrt. Die Ergebnisse sind interessant, und nicht nur f&uuml;r den Oldenburger B&uuml;rgerhaushalts lesenswert. &Auml;hnlich wie in K&ouml;ln, kommt die Evaluation zu einem differenzierten Fazit. Hier die steckbriefartige Zusammenfassung, die wir &#8211;&#160;entnommen der Seite 6&#160;&#8211; gerne zitieren:</p>
<p>&bull;<em>  Finanzielle Rahmenbedingungen:<br />
Gesch&auml;tztes Haushaltdefizit rund 40 Mio. &#8364; zu Anfang des Jahres, rund 20<br />
Mio. bei Verabschiedung des Haushalts im Dezember 2010.<br />
&bull;    Beteiligung:<br />
127 Besucher auf Pr&auml;senzveranstaltungen<br />
640 User im Onlineforum<br />
1137 Teilnehmer bei B&uuml;rgerbefragung (22,7&#160;% R&uuml;cklauf), 1159 f&uuml;llten den<br />
Abstimmungsbogen aus<br />
&bull;    Vorschl&auml;ge:<br />
200 (netto), &uuml;berwiegend online eingereicht<br />
Rund 75&#160;% Ausgabevorschl&auml;ge<br />
&bull;    Umsetzung:<br />
9 Vorschl&auml;ge gingen in den Haushaltsplan ein (Sieben Ausgaben, eine<br />
Investition, eine Einnahme). Genehmigung des Haushalts durch die<br />
Kommunalaufsicht beim Ministerium Inneres, Sport, und Integration erfolgte<br />
im April 2011.<br />
&bull;    Was lief gut:<br />
Onlinebeteiligung<br />
B&uuml;rgerbefragung<br />
Fast gleich starke Beteiligung von M&auml;nnern und Frauen<br />
&bull;    Was lief schlecht:<br />
Geringe Beteiligung bei Pr&auml;senzveranstaltungen<br />
Sehr hohe Beteiligung von Personen mit hoher formaler Bildung<br />
Sehr hohe Beteiligung von Personen im Alter von 40&#8211;60 Jahren<br />
Sehr geringe Beteiligung von Migranten<br />
Sehr geringe Beteiligung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen<br />
&bull;    Handlungsbedarf:<br />
Werbung/Kommunikation verst&auml;rken<br />
Vertrauen in das Verfahren aufbauen<br />
Feinabstimmung des Verfahrens vornehmen<br />
&bull;    Fazit:<br />
Basis f&uuml;r das Verfahren geschaffen B&uuml;rgerbeteiligung wurde angeregt, Vorschl&auml;ge generiert Transparenz der Haushaltspolitik verbessert </em></p>
<p>Interessant ist, dass die im Rahmen der Evaluation des Oldenburger B&uuml;rgerhaushaltes festgestellte asymmetrische Beteiligungsstruktur&#160;&#8211; einmal abgesehen von der fast gleichen Beteiligung von M&auml;nnern und Frauen&#160;&#8211; auch ein zentrales Ergebnis des K&ouml;lner B&uuml;rgerhaushaltes ist&#160;&#8211; dort wird zum Beispiel auf der Seite 11 festgestellt:</p>
<p><em>Einzig das Kriterium der Pluralit&auml;t kann nur mit Vorbehalt als erf&uuml;llt bezeichnet werden, da die Gruppe Hoch-Beteiligter von ihrer Struktur her recht homogen ist, und weil sich zu wenig K&ouml;lner B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger aus bildungsfernen Schichten am Verfahren beteiligen.  Mit  dieser  Einschr&auml;nkung  bildet  das  Verfahren  dennoch  Meinungsvielfalt  ab  und erm&ouml;glicht einen Wettbewerb der Ideen im Rahmen kommunaler Gestaltungsaufgaben. </em></p>
<p>Ein lange bekanntes Problem der B&uuml;rgerbeteiligung, dass offensichtlich nicht durch das Internet gel&ouml;st, sondern reproduziert wird.</p>
<p>Links:<br />
&#160;&#8211; <a href="http://buergerhaushalt.oldenburg.de">buergerhaushalt.oldenburg.de</a><br />
&#160;&#8211; <a href="http://www.buergerhaushalt.oldenburg.de/fileadmin/oldenburg/Benutzer/PDF/20/Buergerhaushalt/Evaluationsbericht_20102011.pdf">Evaluationsbericht B&uuml;rgerhaushalt Oldenburg (PDF)</a><br />
&#160;&#8211; <a href="https://buergerhaushalt.stadt-koeln.de/2010/site/downloads/10454_15_Evaluationsbericht_BHH_final_bf_abA7.pdf">Evaluationsbericht zum B&uuml;rgerhaushalt K&ouml;ln (PDF)</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Evaluationsbericht zum B&#252;rgerhaushalt K&#246;ln liegt vor</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Nov 2010 12:21:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
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		<category><![CDATA[Pressespiegel]]></category>
		<category><![CDATA[E-Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolgsfaktoren]]></category>
		<category><![CDATA[Evaluation]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>

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		<description><![CDATA[Gutes Zeugnis f&#252;r den B&#252;rgerhaushalt - Uni Bielefeld untersuchte das K&#246;lner Beteiligungsverfahren - Evaluationsbericht liegt nun vor]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Pressemitteilung der Stadt K&ouml;ln vom 23.11.2010:</p>
<p><em>Gutes Zeugnis f&uuml;r den B&uuml;rgerhaushalt<br />
Uni Bielefeld untersuchte das K&ouml;lner Beteiligungsverfahren</p>
<p>Das Institut f&uuml;r Wissenschafts&#8209; und Technikforschung der Universit&auml;t Bielefeld hat im Auftrag der Stadt K&ouml;ln den K&ouml;lner B&uuml;rgerhaushalt analysiert und bewertet. F&uuml;r diese so genannte Evaluation befragten die Wissenschaftler B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger, die sich an dem Verfahren beteiligt hatten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung sowie Politikerinnen und Politiker. Alle drei Gruppen erteilten &uuml;berwiegend gute Noten. Die Nutzerinnen und Nutzer bewerteten sowohl die Funktionalit&auml;t der Plattform bei Abgabe, Kommentierung und Bewertung der Vorschl&auml;ge als auch die Redaktion und Moderation positiv. Es gab aber auch Verbesserungsvorschl&auml;ge. So wollen viele B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger besser &uuml;ber die Umsetzung der Vorschl&auml;ge informiert werden.</p>
<p>Die Befragung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung ergab, dass sie sich den zus&auml;tzlichen Belastungen durch den B&uuml;rgerhaushalt gewachsen f&uuml;hlen. Au&szlig;erdem stehen sie dem Verfahren positiv gegen&uuml;ber und haben es zum Teil mit gro&szlig;em Engagement unterst&uuml;tzt.</p>
<p>Auch die Politik beurteilt den K&ouml;lner B&uuml;rgerhaushalt quer durch alle Parteien grunds&auml;tzlich gut. Eine Beschneidung der repr&auml;sentativen Demokratie kann sie darin nicht erkennen. Sie lobt vielmehr die aufkl&auml;rende Funktion des B&uuml;rgerhaushalts in Hinblick auf die M&ouml;glichkeiten und Beschr&auml;nkungen kommunaler Finanzpolitik. Die Volksvertreter sehen ebenfalls noch M&ouml;glichkeiten, das Verfahren weiter zu optimieren. Sie fordern bei der Themenauswahl noch st&auml;rker die W&uuml;nsche der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger zu ber&uuml;cksichtigen. Und sie w&uuml;nschen sich &#8211;&#160;wie die Nutzerinnen und Nutzer&#160;&#8211; eine bessere Dokumentation der Umsetzung der Vorschl&auml;ge.</p>
<p>Am Schluss ihrer Evaluation gibt das Bielefelder Institut Empfehlungen f&uuml;r k&uuml;nftige B&uuml;rgerhaushaltsverfahren. So regt es an, die Bev&ouml;lkerung noch besser &uuml;ber die Erfolge des B&uuml;rgerhaushalts zu informieren, um den Kreis der Nutzerinnen und Nutzer zu vergr&ouml;&szlig;ern. Es hatte sich herausgestellt, dass &#8211;&#160;wie bei anderen Internet-Kommunikationsplattformen auch&#160;&#8211; eine relativ kleine Gruppe von Personen das Geschehen beim B&uuml;rgerhaushalt pr&auml;gt. So stammen s&auml;mtliche Vorschl&auml;ge von nur 6,5 Prozent der registrierten B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger.</em></p>
<p>Link <a href="https://buergerhaushalt.stadt-koeln.de/2010/site/downloads/10454_15_Evaluationsbericht_BHH_final_bf_abA7.pdf">zum Evaluationsbericht (PDF, Direktzugriff)&gt;&gt;&gt;</a><br />
Mehr Informationen zum K&ouml;lner B&uuml;rgerhaushalt auf den Seiten der Stadt K&ouml;ln: <a href="http://www.stadt-koeln.de/buergerhaushalt">http://www.stadt-koeln.de/buergerhaushalt</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Seminar zum K&#246;lner B&#252;rgerhaushalt</title>
		<link>http://www.buergerhaushalt.org/termine/seminar-zum-koelner-buergerhaushalt/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 08:49:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Evaluation]]></category>
		<category><![CDATA[Köln]]></category>

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		<description><![CDATA[Seminar zum K&#246;lner B&#252;rgerhaushalt am Samstag, den 2. Oktober 2010 jetzt vormerken
Der erste K&#246;lner B&#252;rgerhaushaltes war Ende 2007 ein vielfach pr&#228;mierter Erfolg. Der R&#252;ckgang der Beteiligung in der zweiten Runde zeigt jedoch, dass dieser Erfolg kein Selbstl&#228;ufer ist. Am Samstag, den 2. Oktober 2010 wird der K&#246;lnAgenda e.V. die Zukunft des K&#246;lner B&#252;rgerhaushalt im Rahmen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Seminar zum K&ouml;lner B&uuml;rgerhaushalt am Samstag, den 2. Oktober 2010 jetzt vormerken</em></p>
<p>Der erste K&ouml;lner B&uuml;rgerhaushaltes war Ende 2007 ein vielfach pr&auml;mierter Erfolg. Der R&uuml;ckgang der Beteiligung in der zweiten Runde zeigt jedoch, dass dieser Erfolg kein Selbstl&auml;ufer ist. Am Samstag, den 2. Oktober 2010 wird der K&ouml;lnAgenda e.V. die Zukunft des K&ouml;lner B&uuml;rgerhaushalt im Rahmen eines Tagesseminars in der Melanchthon Akademie vor dem Hintergrund des aktuellen Haushaltsdefizits diskutieren und ausloten.</p>
<p>Zugesagt hat schon ein/e Vertreter/in der Universit&auml;t Bielefeld, die Ende 2009 von der Stadt K&ouml;ln beauftragt wurde, den K&ouml;lner B&uuml;rgerhaushalt zu evaluieren. Eine Vertreter/in der Stadtk&auml;mmerei wird zum Thema &bdquo;Lesbarer Haushalt&ldquo; vortragen: Mit dem Umstieg auf das Neue Kommunale Finanzmanagement (NKF) im Jahr 2008 wurde bereits ein grundlegender Schritt zu mehr Transparenz vollzogen. Seit Anfang des Jahres 2010 kann auf die Haushaltsb&uuml;cher der Stadt im Internet zugegriffen werden. Was fehlt, ist noch eine f&uuml;r den/die &#8222;Normalb&uuml;rger/in&#8220; verst&auml;ndliche Darstellung des Haushaltsgeschehens. www.stadt-koeln.de/1/stadtfinanzen/</p>
<p>Dar&uuml;ber hinaus sollen B&uuml;rgerhaushaltskonzepte, die Politik und Verwaltung helfen, bei klammen Kassen die richtigen Einsparbeschl&uuml;sse zu f&auml;llen, n&auml;her beleuchtet werden. Hier hat der K&ouml;lner B&uuml;rgerhaushalt noch Schw&auml;chen, die aufgearbeitet werden sollen. Auch das Thema &bdquo;Gender-Mainstreaming&ldquo; wird in dem Seminar aufgegriffen. Eine Einladung mit Programm soll bis sp&auml;testens Mitte September vorliegen.</p>
<p>Quelle <a href="http://www.koelnagenda.de/news?nr=10071602">K&ouml;ln Agenda &gt;&gt;&gt;</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Gastbeitrag &#124; B&#252;rgerhaushalte und ihre Evaluation</title>
		<link>http://www.buergerhaushalt.org/neuigkeiten/gastbeitrag-buergerhaushalte-und-ihre-evaluation/</link>
		<comments>http://www.buergerhaushalt.org/neuigkeiten/gastbeitrag-buergerhaushalte-und-ihre-evaluation/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 09:00:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Evaluation]]></category>
		<category><![CDATA[Serie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Evaluation, die Untersuchung oder das Monitoring von B&#252;rgerhaushalten und ihrer Ergebnisse dient der Effizienz- und Qualit&#228;tskontrolle. Sie erm&#246;glicht Lernprozesse...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Volker Vorwerk</em></p>
<p><img src="http://www.buergerhaushalt.org/wp-content/uploads/2010/04/volkervorwerk-281x300.jpg" alt="volkervorwerk" title="volkervorwerk" height="110" class="left" /> Die Evaluation, die Untersuchung oder das Monitoring von B&uuml;rgerhaushalten und ihrer Ergebnisse dient der Effizienz&#8209; und Qualit&auml;tskontrolle. Sie erm&ouml;glicht Lernprozesse und Anregungen f&uuml;r die Gestaltung dieser innovativen politischen Institution. Exemplarisch werden hier einige evaluative Aspekte, Studien und Daten benannt. Die Neuheit, die Co-Evolution von B&uuml;rgerhaushalt und E-Partizipation sowie die zunehmende Verbreitung f&uuml;hren zu einer gro&szlig;en Vielfalt von Verfahrensans&auml;tzen. M&ouml;gliche Fragen f&uuml;r eine Evaluation sind: Wann kann ein Beteiligungsprozess als B&uuml;rgerhaushalt bezeichnet werden? Wie k&ouml;nnen die Verfahren verbessert werden? Hat der B&uuml;rgerhaushalt den gew&uuml;nschten Einfluss auf die Haushaltsaufstellung? Wie setzen sich die Teilnehmenden zusammen? Wie beurteilen die Teilnehmenden das Verfahren?</p>
<p><strong> Was ist Evaluation?</strong><br />
Weit gefasst kann Evaluation als Sammlung von Informationen &uuml;ber einen Prozess und seine Ergebnisse verstanden werden, um Verbesserungen zu bewirken. Dieser gestalterische Aspekt unterscheidet die Evaluation von theorieorientierter Forschung. Die Informationen k&ouml;nnen Erfahrungsberichten, direkten und indirekten Beobachtungen, Befragungen, (Online&#8209;)Daten&#8209; und  Dokumentenanalysen entstammen und von Verfahrensbeteiligten, Forschenden, Vertretenden der Presse oder in Blogs formuliert werden.<br />
Die Unendlichkeit m&ouml;glicher Informationen erfordert Relevanzkriterien, um Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Das Wissen um die Herkunft der Information hilft, diese einzuordnen. Wissenschaftliche Studien sind aber kein Garant f&uuml;r ungef&auml;rbte Informationen. Letztlich filtern alle Informationen nach Ma&szlig;gabe eigener Interessen, Vorannahmen oder Heuristiken. Die Ergebnisse jeder Evaluation sind daher mit einer kritischen Distanz zu betrachten.<br />
Die Vielfalt evaluierender Studien kann an Hand einiger Leitfragen gruppiert werden, wobei hier nicht alle M&ouml;glichkeiten betrachtet werden:</p>
<p>&#160;&#8211; Wer (Teilnehmende, Verwaltung, externe Forschende, Beratende etc.) beobachtet<br />
&#160;&#8211; was (ein oder mehrere Verfahren, Prozess, Ergebnis, Teilnehmende etc.),<br />
&#160;&#8211; wann (vor, w&auml;hrend, nach dem Verfahren),<br />
&#8211;&#160;wie (mit welchen Mitteln, Methoden und Theorien, anhand verfahrensinterner oder externer Kriterien),<br />
&#160;&#8211; warum (mit welchem Auftrag, mit welchen Zielen),<br />
&#160;&#8211; f&uuml;r wen oder was (f&uuml;r Verfahrensverantwortliche, f&uuml;r Stiftungen, f&uuml;r eine Abschlussarbeit usw.),<br />
&#160;&#8211; mit welchen Folgen (f&uuml;r das untersuchte oder andere Verfahren)?</p>
<p><strong><br />
Wer evaluiert?</strong> </p>
<p>Hier erfolgt die Zuordnung der Studien nach den beiden Fragen: Wer evaluiert? Was? Die Quellen einer Evaluation k&ouml;nnen f&uuml;nf Gruppen zugeordnet werden: (1) Forschende, (2) Verfahrensbeteiligte, (3) Gremien des Verfahrens, (4) automatisch erzeugte Kennzahlen innerhalb des Verfahrens und (5) Berichte in Presse, Rundfunk, Blogs und anderen Medien.</p>
<p>(1) Der Einsatz einer wissenschaftlichen Beobachtung ist der &uuml;bliche Zugang und verspricht einen umfassenden unabh&auml;ngigen Blick auf die Verfahren. Beispiele hierf&uuml;r sind die Untersuchung zum zun&auml;chst schleppend verlaufenden B&uuml;rgerhaushalt in Potsdam (Franzke et al.&#160;2006), zum B&uuml;rgerhaushalt Berlin-Lichtenberg (Klages and Daramus 2007), mit aufw&auml;ndig durchgef&uuml;hrten Beobachtungen und Befragungen, oder zum B&uuml;rgerhaushalt Jena (Lautenschl&auml;ger and Seiffert 2010). Eine wichtige Quelle sind zudem Diplom&#8209; (Herzberg 2001) und Doktorarbeiten (R&ouml;cke 2009) oder umfassendere Berichte, die mit Drittmitteln gef&ouml;rdert wurden (Sintomer et al.&#160;2009). </p>
<p>(2) Eine zweite wichtige Quelle der Evaluation sind Verfahrensbeteiligte, wie externe Beratende, Mitarbeitende der Verwaltung oder Teilnehmende, die insbesondere im Rahmen der Verfahrensdokumentationen bewertende Informationen liefern. Diese haben den Vorteil, &uuml;ber Detailkenntnisse und internes Verfahrenswissen zu verf&uuml;gen. Beispiele sind die Dokumentationen zu den B&uuml;rgerhaushalten in Bergheim (Vorwerk 2008), Freiburg (Stadt Freiburg 2008) oder Trier (Stadt Trier 2010). Das Bezirksamt Berlin-Lichtenberg ver&ouml;ffentlicht regelm&auml;&szlig;ig Daten zum B&uuml;rgerhaushalt, die einen zeitlichen Vergleich erm&ouml;glichen (Bezirksamt Berlin-Lichtenberg 2009). Eine hilfreiche Quelle sind zudem Vortr&auml;ge von Verfahrensbeteiligten bzw. Tagungsdokumentationen (Vorwerk 2009).</p>
<p>(3) Viele B&uuml;rgerhaushalte verf&uuml;gen &uuml;ber begleitende Gremien oder Beir&auml;te (zum Beispiel Trier, K&ouml;ln oder Berlin-Lichtenberg), die den Verfahrensablauf diskutieren und das Konzept f&uuml;r das Folgejahr ma&szlig;geblich beeinflussen. Hier flie&szlig;en bewertende Informationen der Teilnehmenden, wichtiger Interessengruppen, der durchf&uuml;hrenden Verwaltung, der beschlie&szlig;enden Politik und externer Beratender zusammen. </p>
<p>(4) Bei Online-Verfahren k&ouml;nnen einige Kennzahlen, wie die Zahl der Teilnehmenden, der Vorschl&auml;ge oder der Kommentare, in Echtzeit auf der Plattform abgebildet werden. Entsprechendes gilt f&uuml;r die Umsetzung der Vorschl&auml;ge. &Uuml;ber Fragen (Trier) oder Lob&#8209; und Kritik-Foren (K&ouml;ln, Berlin-Lichtenberg) werden zudem R&uuml;ckmeldungen der Nutzenden gesammelt und f&uuml;r Anpassungen des Verfahrens genutzt.</p>
<p>(5) Zeitungsberichte, Blogs oder andere Medienberichte enthalten oft bedeutende Hinweise und beeinflussen das &ouml;ffentliche Meinungsbild. F&uuml;r die Evaluation sind sie vor allem als Ma&szlig; der &ouml;ffentlichen Aufmerksamkeit und als sekund&auml;re Quelle von Interesse.</p>
<p><strong>Was wird evaluiert? Einzel&#8209; oder vergleichende Studien</strong><br />
Bei evaluierenden Studien kann zwischen Einzelfallstudien, die das Gros bilden, vergleichende Studien mehrerer F&auml;lle sowie Zeitreihen unterschieden werden. Bei Einzelfallstudien steht der Vergleich mit vorher gesetzten Zielen oder die Beurteilung anhand von (ad hoc) Kriterien im Vordergrund. Sie haben den Vorteil, dass sie offen sind f&uuml;r Kriterien, die erst w&auml;hrend der Untersuchung entdeckt werden, und mehr in die Tiefe gehen k&ouml;nnen. Gerade bei neuen Verfahren oder Konzepten ist ein eher explorativer Ansatz hilfreich. Die Studie zu Berlin-Lichtenberg (Klages and Daramus 2007) erm&ouml;glicht beispielsweise den Vergleich der Bedeutung von B&uuml;rgerversammlungen, Frageb&ouml;gen und Online-Dialogen und umfasst Beobachtungen, Befragungen von Teilnehmenden, Vertretenden des Bezirksamtes und der Bezirksverordnetenversammlung. Allerdings fehlen bei Einzelfallstudien oft Bez&uuml;ge zu anderen Verfahren, so dass die Ergebnisse nur schlecht vergleichend eingeordnet werden k&ouml;nnen. </p>
<p>Zeitreihen wie in Berlin-Lichtenberg und vergleichende Studien zum Beispiel zu B&uuml;rgerhaushalten in Berlin und Brandenburg (Herzberg and Cuny 2007) oder in Gro&szlig;britannien (SQW Consulting 2010) bieten hier Abhilfe. Der Vergleich von Verfahren im Zeitverlauf oder von mehreren Verfahren erm&ouml;glicht insbesondere eine bessere Einordnung quantitativer Daten. Es ist auch ein Vergleich von B&uuml;rgerhaushalten mit anderen Verfahren der B&uuml;rgerbeteiligung oder anderen Formen der Haushaltsaufstellung denkbar, wenn zum Beispiel interessiert, ob B&uuml;rgerhaushalte den Schuldenabbau f&ouml;rdern.<br />
Die Nutzung quantitativer Daten erm&ouml;glicht anschauliche Vergleiche. Wichtig ist, korrekte Bezugsgr&ouml;&szlig;en zu w&auml;hlen und die Besonderheiten der jeweiligen Verfahren zu ber&uuml;cksichtigen. So ist die absolute Zahl der Teilnehmenden wenig aussagekr&auml;ftig, besser ist es, die relative Zahl bezogen auf die Wahlberechtigen anzugeben. </p>
<p><strong> Beispielhafte Daten: Teilnehmende</strong><br />
Im Vordergrund einiger Evaluationen stehen Befragungen der Teilnehmenden und Verfahrensanalysen, zum Beispiel: Wer hat am Verfahren teilgenommen? Ist das Verfahren fair verlaufen? Wie beurteilen die Beteiligten die Durchf&uuml;hrung? Anhand einiger Daten &uuml;ber Teilnehmende werden beispielhaft einige Ergebnisse diskutiert. </p>
<p>H&auml;ufig werden Beteiligungsverfahren dann als erfolgreich betrachtet, wenn die Zahl der Teilnehmenden besonders hoch ist, deren Zusammensetzung repr&auml;sentativ f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung ist und wenn nicht die &bdquo;&uuml;blichen Verd&auml;chtigen&ldquo;, sondern m&ouml;glichst viele &bdquo;normale&ldquo; B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger beteiligt werden. Die Zahl der Beteiligten liegt in Deutschland zwischen 0,1 (Bonn 2007, B&uuml;rgerversammlungen) bis 1,8 Prozent (Trier 2009, Internet) der Wahlberechtigten. &Auml;hnliche Zahlen finden sich in Spanien (Ganuza 2010). Durch das Internet scheinen insbesondere in Deutschland Viele erreicht zu werden.  </p>
<p>Zumindest bei den ersten Durchg&auml;ngen der B&uuml;rgerhaushalte sind zumeist M&auml;nner im Alter zwischen 25 bis 45 &uuml;berproportional vertreten. In Berlin-Lichtenberg ist hingegen der Anteil der Frauen leicht h&ouml;her, was in Spanien f&uuml;r Verfahren gilt, die bereits mehrere Jahre durchgef&uuml;hrt wurden; anfangs sind auch dort mehr M&auml;nner vertreten. In brasilianischen B&uuml;rgerhaushalten zeigt sich, dass der Frauenanteil bei Gremien mit gew&auml;hlten Delegierten geringer ist als bei den Stadtteilversammlungen (Serageldin et al.&#160;2003:10). </p>
<p>In Lichtenberg k&ouml;nnte sich auf den Frauenanteil positiv auswirken, dass mit der Bezirksb&uuml;rgermeisterin eine Frau an der Spitze der Verwaltung steht und &uuml;ber das Bezirksamt und die Stadtteilmanagerinnen besonders viele Frauen das Verfahren betreuen. Eine Zufallsauswahl der Teilnehmenden, die in Bergheim und in Steinfurt f&uuml;r B&uuml;rgerversammlungen genutzt wurde, kann eine ausgewogene Beteiligung hinsichtlich Alter und Geschlecht bewirken. </p>
<p>Aber, soll die statistische Repr&auml;sentativit&auml;t ein wichtiger Ma&szlig;stab sein? Ist es nicht wichtiger, wenn die Menschen mitmachen, die wichtige Beitr&auml;ge liefern wollen? Reicht die faire M&ouml;glichkeit zur gleichberechtigten Teilnahme? Ist die Qualit&auml;t der Ergebnisse ein wichtigeres Kriterium? Die Ergebnisse von Online-Prognosem&auml;rkten zeigen zumindest, dass trotz einer nicht-repr&auml;sentativen Zusammensetzung &auml;hnliche und sogar bessere Prognosen &uuml;ber den Ausgang von Wahlen m&ouml;glich sind, als durch repr&auml;sentative Befragungen (Surowiecki 2005). </p>
<p><strong>Literatur</strong><br />
Bezirksamt Berlin-Lichtenberg.&#160;2009. Daten und Fakten zum B&uuml;rgerhausahlt 2010. Berlin http://www.buergerhaushalt-lichtenberg.de/site/pictures/daten-und-fakten-buergerhaushalt2010_endstand.pdf (Heruntergeladen am: 2.12.2009).</p>
<p>Franzke, Jochen/Kleger, Heinz (Hrsg.). 2006. Kommunaler B&uuml;rgerhaushalt in Theorie und Praxis am Beispiel Potsdams. Universit&auml;tsverlag Potsdam.</p>
<p>Ganuza, Ernesto.&#160;2010. Participation and deliberation in participatory budgeting: who participates and how. Berlin.</p>
<p>Herzberg, Carsten.&#160;2001. Der B&uuml;rgerhaushalt von Porto Alegre. Wie partizipative Demokratie zu politisch-administrativen Verbesserungen f&uuml;hren kann. Lit-Verlag.</p>
<p>Herzberg, Carsten/Cuny, C&eacute;cile.&#160;2007. Herausforderungen der technischen Demokratie: B&uuml;rgerhaushalt und die Mobilisierung von B&uuml;rgerwissen. Eine Untersuchung von Beispielen in der Region &bdquo;Berlin-Brandenburg&#8220;. Berlin: Centre Marc Bloch http://www.buergerhaushalt-europa.de/documents/Artikel_buergerwissen_Herzberg_Cuny20.pdf. (Heruntergeladen am: 20.3.2010).</p>
<p>InWEnt gGmbH, Ed.&#160;2008.&#160;6. Netzwerktreffen B&uuml;rgerhausahlt&#160;&#8211; vom Projekt zum Programm. Dokumentation vom 24.09.2008. Bonn: InWEnt.</p>
<p>Klages, Helmut/Daramus, Carmen.&#160;2007. B&uuml;rgerhaushalt Berlin-Lichtenberg: Partizipative Haushaltsplanaufstellung,&#160;&#8211;entscheidung und&#160;&#8211;kontrolle im Bezirk Lichtenberg von Berlin. Begleitende Evaluation. Deutsches Forschungsinstitut f&uuml;r &ouml;ffentliche Verwaltung Speyer.</p>
<p>Lautenschl&auml;ger, Arndt/Seiffert, Monika.&#160;2010. B&uuml;rgerhaushalt in Jena. Auswertung der B&uuml;rgerbefragung 2009. http://www.jena.de/fm/41/Anlage%203%20Auswertung%20FH%20Vollversion.pdf (Heruntergeladen am: 20.3.2010).</p>
<p>R&ouml;cke, Anja.&#160;2009. &ldquo;Democratic Innovation through Ideas? Participatory Budgeting and Frames of Citizen Participation in France, Germany and Great Britain.&rdquo; Florenz: European University Institute.</p>
<p>Serageldin, Mona et al.&#160;2003. Assessment of Participatory Budgeting in Brazil. Harvard: Center for Urban Development Studies Graduate School of Design&#160;&#8211; Harvard University http://www.iadb.org/sds/doc/ParticipatoryBudget.pdf (Heruntergeladen am: 20.3.2010).</p>
<p>Sintomer, Yves/Herzberg, Carsten/R&ouml;cke, Anja.&#160;2009. Der B&uuml;rgerhaushalt in Europa&#160;&#8211; eine realistische Utopie?: Zwischen Partizipativer Demokratie, Verwaltungsmodernisierung und sozialer Gerechtigkeit.&#160;1. ed. Vs Verlag.</p>
<p>SQW Consulting.&#160;2010. National Evaluation of Participatory Budgeting in England Interim Evaluation Report www.communities. Interim Evaluation Report. Department for Communities and Local Government. http://www.communities.gov.uk/documents/communities/pdf/1509753.pdf (Heruntergeladen am: 25.03.2010).</p>
<p>Stadt Freiburg.&#160;2008. Geschlechtersensibler Beteiligungshaushalt Freiburg 2009&#8260;2010. Ergebnisse. https://freiburg.more-rubin1.de/show_pdf.php (Heruntergeladen am: 20.11.2009).</p>
<p>Stadt Trier.&#160;2010. Rechenschaftsbericht f&uuml;r den B&uuml;rgerhaushalt 2010 und Festlegung des Verfahrens f&uuml;r den B&uuml;rgerhaushalt 2011. https://info.trier.de/bi/do027.asp (Heruntergeladen am: 3.10.2009).</p>
<p>Surowiecki, James.&#160;2005. Die Weisheit der Vielen. M&uuml;nchen: Bertelsmann.</p>
<p>Vorwerk, Volker.&#160;2008. Bergheim B&uuml;rgerbeteiligung Haushalt 2008&#8260;09. Verfahren und Ergebnisse Internet &ndash; Fragebogen &ndash; B&uuml;rgerforum. http://www.haushalt-bergheim.de (Heruntergeladen am: 23.03.2010).</p>
<p>Vorwerk, Volker, Hrsg.&#160;2009. B&uuml;rgerhaushalt und Gender Budgeting &ndash; (wie) geht das zusammen? Dokumentation zum Symposium im K&ouml;lner G&uuml;rzenich am 05.06.2009. K&ouml;ln: Stadt K&ouml;ln.<br />
http://www.buergerwissen.de/pdf/2009-gender-bhh-bericht-web.pdf (Heruntergeladen am: 12.10.2009).</p>
<p>Weise, Sebastian.&#160;2007. B&uuml;rgerhaushalt in Berlin: Das B&uuml;rgerhaushaltsprojekt des Bezirkes Lichtenberg. Lit Verlag. </p>
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		<title>Evaluation des K&#246;lner B&#252;rgerhaushalts</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jan 2010 18:47:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der K&#246;lner B&#252;rgerhaushalt wird zurzeit von der Universit&#228;t Bielefeld im Auftrag der Stadt K&#246;ln evaluiert. Dies ist sehr begr&#252;&#223;enswert, da die Evaluation von B&#252;rgerhaushalten - und von Beteiligungsverfahren im Allgemeinen - bislang vernachl&#228;ssigt wird. Bislang wurde nur der Lichtenberger B&#252;rgerhaushalt durch externe, unabh&#228;ngige Wissenschaftler untersucht. Dadurch fehlt es an der M&#246;glichkeit, Beteiligungsverfahren systematisch zu vergleichen und (auch dadurch) weiter zu verbessern. &#220;ber die Untersuchungsergebnisse werden wir hier berichten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der <a href="http://www.stadt-koeln.de/buergerhaushalt">K&ouml;lner B&uuml;rgerhaushalt </a>wird zurzeit von der Universit&auml;t Bielefeld im Auftrag der Stadt K&ouml;ln evaluiert. Dies ist sehr begr&uuml;&szlig;enswert, da die Evaluation von B&uuml;rgerhaushalten &#8211;&#160;und von Beteiligungsverfahren im Allgemeinen&#160;&#8211; bislang vernachl&auml;ssigt wird. Bislang wurde nur der Lichtenberger B&uuml;rgerhaushalt durch externe, unabh&auml;ngige Wissenschaftler untersucht. Dadurch fehlt es an der M&ouml;glichkeit, Beteiligungsverfahren systematisch zu vergleichen und (auch dadurch) weiter zu verbessern. &Uuml;ber die Untersuchungsergebnisse werden wir hier berichten.</p>
<p>Zurzeit l&auml;uft eine Online-Befragung, die sich an die &uuml;ber 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 2. K&ouml;lner B&uuml;rgerhaushaltes wendet, also an die Teilnehmenden, die sich auf der Plattform (http://buergerhaushalt.stadt-koeln.de) registriert haben.</p>
<p>Hier geht es zu der Infoseite der Universit&auml;t Bielefeld:<br />
<a href="http://www.uni-bielefeld.de/iwt/projekte/koeln/">http://www.uni-bielefeld.de/iwt/projekte/koeln/</a></p>
<p>Eine umfassende Evaluation wurde zum B&uuml;rgerhaushalt im Berliner Bezirk Lichtenberg durchgef&uuml;hrt. Hierzu gibt es eine Ver&ouml;ffentlichung:</p>
<p><em>Klages, Helmut und Carmen Daramus (2007): &bdquo;&sbquo;B&uuml;rgerhaushalt Berlin-Lichtenberg&lsquo;. Partizipative Haushaltsplanaufstellung, &ndash;entscheidung und &ndash;kontrolle im Bezirk Lichtenberg von Berlin. Begleitende Evaluation des ersten Durchlaufs. Abschlussbericht.&ldquo;</em></p>
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