frankfurt

 

Diskussionsveranstaltung: Alle entscheiden mit – ein Bürgerhaushalt für Frankfurt

Unter diesem Motto führt die SPD-Fraktion in Frankfurt am Main für Mitglieder und Interessierte eine Diskussionsveranstaltung durch:

31. Mai 2010
19:30 Uhr bis 22:00 Uhr
Sitzungssaal der SPD – Fraktion im Römer (Haus Silberberg)

Die SPD-Fraktion hat mit ihrem Vorschlag zur Einführung eines Bürgerhaushaltes in Frankfurt einen Vorstoß unternommen, die Palette der Beteiligungsmöglichkeiten auf kommunaler Ebene um einen wichtigen Aspekt zu erweitern: Die Mitsprache darüber, wo und in welchem Umfang Steuergelder für Initiativen, Maßnahmen und Projekte eingesetzt werden.

Es diskutieren unter Moderation von Arijana Neumann, Universität Kassel:

Dr. Carsten Herzberg, Centre Marc Bloch, Berlin
Reiner Michaelis, Stadtverwaltung Groß-Umstadt
Anna Latsch, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Römer

Mehr Informationen auf der Seite der SPD >>>

[mehr]

 

„Es kann ein großer Spaß sein, in der Demokratie etwas mehr zu wagen“

Schreibt Matthias Arning in der Online-Ausgabe der Frankfurter Rundschau. In seinem Artikel geht es um das Für-und-Wider Bürgerhaushalt – stumpfes Instrument oder sinnvolle demokratische Teilhabe?

So diskutiert man in Frankfurt gerade darüber wieviel Verbindlichkeit man den Bürgern hinsichtlich der Verwirklichung ihrer Vorschläge zusichern kann:

Der Knatsch dreht sich um die Frage, wie verbindlich Entscheidungen der Bürger denn überhaupt sein sollen. Während die oppositionellen Sozialdemokraten auf eine Art Selbstverpflichtung der Stadtverordneten setzen, die am Ende dem Votum der Bürger folgen würden, wollen die regierenden Christdemokraten das Volumen des Bürgeretats zwar nicht begrenzen, die Kommunalparlamentarier jedoch als gleichsam letzte Instanz wirken lassen.

Letzlich gehe es um mehr Verständnis der Politik und der Entwicklungen in der eigenen Kommune:

Der Bürgerhaushalt ist nichts anderes als die Möglichkeit, das Politische zu verstehen. Denn diese Mitwirkung, für die immer wieder die Beratungen der Vorreiter in Porto Alegre als Beispiel von geradezu paradigmatischer Qualität angeführt werden, zielen darauf, Entwicklungen eines Gemeinwesens zu verstehen und dessen Möglichkeiten auszuloten.

Zum Artikel der FR-Online >>>

[mehr]

 

Frankfurt: Kämmerer stellt Konzept für Bürgerhaushalt vor

Wie einer Pressemeldung auf Frankfurt.de zu entnehmen ist, hat Frankfurts Kämmerer Uwe Becker am 12. März sein Konzept für einen Bürgerhaushalt vorgestellt:

„Wir wollen den Frankfurterinnen und Frankfurtern ein attraktives Mitwirkungsangebot machen und Raum für neue, kreative Ideen schaffen“, sagte Stadtkämmerer Uwe Becker bei der Vorstellung seines Konzepts. Zugleich gehe es nicht nur darum, die Bürgerschaft über Ausgaben mitentscheiden zu lassen, sondern Verständnis für die Finanzsituation der Stadt insgesamt zu wecken. „Es sind ausdrücklich auch Sparvorschläge erwünscht“, betonte der Kämmerer.

Auch wie der Bürgerhaushalt grob aussehen soll und welche Arbeitsschritte es geben soll, stellte der Kämmerer vor. Zunächst sollen in einem sehr offenen Verfahren über eine Internetplattform – ähnlich dem Kölner Bürgerhaushalt-Modell, allerdings ohne thematische Eingrenzung – Bürgervorschläge eingeholt werden.

Das Modell des Bürgerhaushalts sieht insgesamt sechs Arbeitsschritte und ein zweistufiges Verfahren der Bürgerbeteiligung vor. In der ersten Phase der Bürgerbeteiligung geht es darum, Anregungen, Ideen und Vorschläge für die Haushaltsplanung abzufragen, um Hinweise auf die Präferenzen der Bürgerinnen und Bürger zu gewinnen. Äußerungen sind zu allen Bereichen des Haushalts erwünscht.

In einem zweiten Beteiligungsschritt sollen, ähnlich dem Verfahren des Bürgerhaushalt Bergheim, dann einige von der Verwaltung ausgewählte Vorschläge von einer Gruppe zufällig ausgewählter Bürger bewertet werden.

Im Anschluss an das Bewertungsverfahren wird eine noch zu definierende Anzahl an Vorschlägen durch die Verwaltung im Hinblick auf ihre Durchführbarkeit und auf die finanziellen Auswirkungen bewertet. Die geprüften Vorschläge werden in der zweiten Phase der Bürgerbeteiligung einem ausgewählten Kreis von Bürgerinnen und Bürgern zur Bewertung vorgelegt.

Das Konzept des Kämmerers wird nun in den Magistrat eingebracht und soll bei Zustimmung bald vorbereitet werden.

Uwe Becker kündigte an, das Konzept jetzt in den Magistrat einzubringen. Stimme dann auch die Stadtverordnetenversammlung dem Vorhaben zu, könne mit der Vorbereitung des ersten Bürgerhaushalts begonnen werden.

Laut einem Bericht der Frankfurter Rundschau sind SPD und CDU prinzipiell für einen Bürgerhaushalt, haben aber sehr unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie dieser gegebenenfalls aussehen sollte.

Zum Artikel der Frankfurter Rundschau >>>

Es wird spannend sein, in Frankfurt zu beobachten, wie mit dem sehr offenen Verfahren und seinen Ergebnissen umgegangen wird. Im ersten geplanten Schritt soll eine Vielzahl von Vorschlägen zu allen möglichen Themen eingeholt werden. Dann im zweiten Schritt werden aus diesen Vorschlägen von der Verwaltung einige ausgewählt. Hier stellt sich natürlich die Frage, nach welchen Kriterien bei der Auswahl vorgegangen und wie mit der zu erwartenden Vielfalt der Themen umgegangen wird. Aber es scheint sich ja momentan auch noch um ein Grobkonzept für einen Bürgerhaushalt zu handeln, das es noch zu weiter zu diskutieren bzw. zu erweitern gilt.

Zur Pressemeldung auf Frankfurt.de >>>

[mehr]

 

Bürgerhaushalt für Frankfurt: „Alle Möglichkeiten nutzen“

Die Frankfurter Rundschau berichtet aktuell, dass die Stadt Frankfurt die baldige Einführung eines Bürgerhaushaltes plant:

Die Frage ist allein, wann es diese neue Möglichkeit der politischen Partizipation geben soll. Während die schwarz-grünen Koalitionäre im Römer den Bürgeretat für die Zeit nach dem bis Ende 2011 reichenden Doppelhaushalt in Aussicht stellt, dringt die oppositionelle SPD darauf, konkrete Projekte aus diesem Posten bereits im kommenden Jahr zur Diskussion der Bürger zu stellen.

Die bislang gehegten Bedenken auf Seiten der Kämmerei seien Vergangenheit, berichtet die FR weiter. In Zeiten knapper Kassen sollen alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden:

Bislang standen dem Projekt die Bedenken der Stadtkämmerei entgegen. Doch damit sei es jetzt vorbei, berichtete Joachim Geiger, Sprecher von Stadtrat Uwe Becker, am Donnerstag. Inzwischen gelte als Maxime: „Alle Möglichkeiten nutzen.“ Und dazu gehöre die Erwartung, dass es sicherlich „viele Leute mit guten Ideen gibt“, die die Entwicklung der Stadt befördern könnten. Gegenwärtig prüfe man, wie sich in Frankfurt der Bürgerhaushalt umsetzen ließe.

Vorbilder für den Bürgerhaushalt Franfurt könnten laut Grünen-Fraktionschef Olaf Cunitz Freiburg, Köln und Hamburg sein:

Die Vorbilder Hamburg, Köln und Freiburg, wo es bereits seit Jahren einen Bürgerhaushalt gibt, seien durchaus vielversprechend, findet Cunitz. Es stände Frankfurt gut an, „die besten Ideen aus anderen Städten“ zu bündeln, um die Beteiligung via Internet zu ermöglichen.

Zum Artikel der Frankfurter Rundschau >>>

[mehr]