Freiburg

 

Südwest Presse: Freiburger sagen, wo es langgeht

In der südbadischen Stadt Freiburg, 220.000 Einwohner, startet in diesem Jahr zum ersten Mal der Beteiligungshaushalt. 2007 vom Rat beschlossen, haben die Bürgerinnen und Bürger in diesem Jahr die Möglichkeit, Vorschläge in das Haushaltsplanungsverfahren für den Haushalt 2009⁄2010 einzubringen. Über das Verfahren berichtet PETRA WALHEIM jüngst in der SÜDWEST PRESSE. Sie berichtet über die verschiedenen Beteiligungskanäle (u.a. Internet und Stadtkonferenz), über die Bürgerinnen und Bürger ihre Vorschläge einbringen können und über die Erwartung, dass Ergebnisse aus der Bürgerbeteiligung zum Haushalt im Herbst in die politischen Beratungen Eingang finden (Rechenschaftslegung).

Lesen Sie den ganzen Artikel der Südwest Presse >>>

Weitere Beiträge zu Freiburg finden Sie hier >>>

Internetpräsenz zum Bürgerhaushalt in Freiburg >>>

[mehr]

 

Freiburg: Infophase für Beteiligungshaushalt startet

Infobus tourt bis Mitte April durchs Stadtgebiet

Drei dezentrale Veranstaltungen in den Stadtteilen und ein Jugendforum im Haus der Jugend

Broschüre gibt Gesamtüberblick und Einstieg in das Verfahren

Guter Rücklauf bei durchgeführter BürgerumfrageBeteiligungshaushalt 2009/2010

Die Stadt Freiburg wird in Kooperation mit der Landesstiftung Baden-Württemberg im Rahmen deren Programms „Chancen=Gleichheit. Gleiche Chancen für Frauen und Männer“ in den nächsten Monaten das Verfahren für einen ersten Beteiligungshaushalt durchführen. Dabei soll die Gewichtung städtischer Leistungen diskutiert werden und der Blick auf die Auswirkungen dieser Gewichtung auf die Lebensverhältnisse von Männern und Frauen gerichtet werden. Um das Thema Haushalt und die Aufgabenstellung den Bürgerinnen und Bürgern vorzustellen, findet von kommenden Samstag an eine ausführliche Infophase statt. Hierbei soll auch besonders bei Frauen und jungen Menschen für die Teilnahme geworben werden sowie bei den Gruppierungen, die sich sonst von Beteiligungsprozessen oftmals weniger angesprochen fühlen. Von 1. März bis 19. April wird der Infobus der Verwaltung an unterschiedlichen Tagen durchs Stadtgebiet touren. Ein Team, bestehend aus Beschäftigten der Verwaltung, dem Moderationsbüro cg Konzept, das den Prozess begleitet und der Gender Budgeting Expertin, werden hierbei in wechselnder Besetzung für Fragen zur Verfügung stehen. Insbesondere das Thema „Gender Budgeting“ und die Zusammenhänge und Rahmenbedingungen eines städtischen Haushaltes sollen in der Infophase erklärt werden.

Weiterhin wird eine Broschüre zum Beteiligungshaushalt mit dem AMTSBLATT am 1. März an alle Haushalte verteilt, die dann auch auf der Bustour erhältlich sein wird. Die 20seitige Publikation enthält alle relevanten Informationen, Termine, Beteiligungsmöglichkeiten und „Spielregeln“ für das Verfahren. Auch werden die zur Diskussion stehende Themen – die Haushaltsposten – vorgestellt. Zudem wird es im März und im April insgesamt vier dezentrale Informationsveranstaltungen geben.

Oberbürgermeister Dieter Salomon erhofft sich von der Infophase, dass möglichst viele Freiburgerinnen und Freiburger auf das Verfahren neugierig gemacht werden: „Es wäre toll, wenn wir die unterschiedlichsten Leute für das Beteiligungsverfahren motivieren könnten. Der Haushalt geht schließlich alle an!“ Deshalb sei es auch so wichtig, die Bürgerinnen und Bürger vor Ort aufzusuchen und ihnen für Fragen zur Verfügung zu stehen. „Alle sollen merken, dass es jetzt mit dem Beteiligungshaushalt los geht. Und wir wollen auch alle mitnehmen, die mitdenken, mitreden und mitrechnen wollen. Mit dem Projekt sollen die Auswirkungen für Männer und Frauen, Alt und Jung, näher beleuchtet und als Erkenntnisse für unser politisches Handeln gewonnen werden,“ so OB Salomon. Am Samstag, den 1. März, wird der Bus von 9 bis 10:30 Uhr auf dem Wochenmarkt in Weingarten und von 11 bis 12:30 Uhr auf dem Wiehremer Wochenmarkt stehen. An diesem Tag steht auch OB Salomon an dem Bus für Fragen zur Verfügung.

Ein Baustein des Beteiligungsverfahrens, nämlich die repräsentative Bürgerumfrage mit Schwerpunkt zum Thema Haushalt, ist bereits durchgeführt worden. Fast jeder zweite der repräsentativ Ausgewählten hatte sich an der Umfrage beteiligt (insgesamt über 5500 Personen). Das Amt für Bürgerservice und Informationsverarbeitung führt momentan die differenzierte Grundauszählung durch, erste Ergebnisse dazu werden bis Ende März vorliegen. Von den Befragten haben sich auch über 800 Personen für spätere Detailbefragungen über das Internet und per Telefon angemeldet.

Annette Schubert, Projektleiterin und persönliche Referentin des Oberbürgermeisters, stellte die Einzelheiten der Bustour dar: „Wir fahren vor allem auf die Wochenmärkte der Stadtteile und sind mit dem Bus zu bestimmten Terminen auch in den Ortschaften, beim Internationalen Frauentag auf dem Rathausplatz und bei einem SC –Spiel vor Ort. Unser Ziel ist es, möglichst viele Menschen auf die Beteiligungsmöglichkeiten aufmerksam zu machen und für eine Teilnahme zu aktivieren.“ Eine stadtweite Plakatierung und eine mit dem Logo des Beteiligungsverfahrens beklebte Straßenbahn machen seit knapp drei Wochen auf das Verfahren aufmerksam. Auch ein Poststempel mit dem Logo des Beteiligungshaushaltes befindet sich seit kurzem auf allen städtischen Briefen. „Mit dem online‑ Haushaltsrechner ab 7. April geht dann die nächste Stufe der Beteiligungsphase los,“ so Annette Schubert „Auf der Beteiligungsplattform im Internet www.freiburg.de/beteiligung können alle ihren eigenen städtischen Haushalt aufstellen sowie an Diskussionsforen teilnehmen.“

Letzter Baustein des Verfahrens wird dann am 20./21. Juni die Stadtkonferenz sein, zu der man sich bis zum 30. April anmelden muss. In der Broschüre und in Flyern sind Anmeldebögen enthalten. Die Anmeldungen können entweder an die angegebene Adresse geschickt oder aber direkt in die Briefkäsen von Rathaus und Ortsverwaltungen eingeworfen werden. Die Ergebnisse des Gesamtverfahrens wird die Verwaltung nach der Stadtkonferenz im Juli zusammenstellen und dann der Öffentlichkeit und dem Gemeinderat vorlegen.

„Die Ergebnisse können dann eine hilfreiche Richtschnur für den Gemeinderat und die Verwaltung sein. Über den Haushalt 2009⁄2010 entscheidet jedoch letztlich der Gemeinderat. Das müssen wir den Leuten auch immer wieder sagen, damit keine falschen Erwartungen geweckt werden.“ Fest steht für den OB jedoch auch, dass die Stadt Freiburg mit dem Umfang und der Fragestellung zu dem Verfahren bezüglich Gender Budgeting absolutes Neuland betritt: „Das hat es bislang so noch keiner Kommune gegeben. Insofern ist das gesamte Projekt auch für die Verwaltung ein Lernprozess, von dem am Ende alle Seiten profitieren können und der vielleicht auch auf andere Kommunen ausstrahlt.“

(Pressemitteilung der Stadt Freiburg)

[mehr]

 

Freiburger Beteiligungshaushalt: guter Rücklauf der Umfrage absehbar

Städteumfrage zu Beteiligungsformen bei „Kommunalen Bürgerhaushalten“ zeigt: Freiburgs Pilotprojekt zu Gender Budgeting mit vielseitigen Beteiligungsmöglichkeiten

Eine Umfrage der Stadt Mannheim unter 19 deutschen Städten zeigt, dass die Teilnahmemöglichkeiten beim Freiburger Beteiligungshaushalt vielseitig und umfangreich sind. Erst vor zehn Tagen startete das Freiburger Verfahren zum Doppelhaushalt 2009⁄2010 mit der repräsentativen Bürgerumfrage, bei der 5000 Haushalte zu städtischen Themen allgemein aber auch zu den speziellen Themen Finanzen und Haushalt befragt werden. Bislang gibt es rund 1000 Rückläufe, so dass eine gute Beteiligungsquote absehbar ist. Die umfassende Infophase des Beteiligungshaushaltes beginnt im März nächsten Jahres. Dabei wird es vier dezentrale Informations‑ und Diskussionsveranstaltungen geben. Zusätzlich wird ein Infobus unterschiedliche Orte und Veranstaltungen im Stadtgebiet anfahren, um für das Verfahren zu werben und Informationen vor Ort weiterzugeben. Neben der Stadtkonferenz im Juni, auf der die Teilnehmenden den Gesamthaushalt und seine Gewichtung aus verschiedenen Blickwinkeln diskutieren, sind außerdem Beteiligungsmöglichkeiten im Internet mit Haushaltsrechner und Online-Diskussionsforen sowie Umfragen geplant.

Die Auswertung der Mannheimer Umfrage zeigt, dass Freiburg ähnlich wie die Verfahren in Berlin-Lichtenberg oder Erfurt versucht, ein breit gefächertes Beteiligungsangebot zu bieten und die Bürgerschaft durch einen Mix aus Diskussionsmöglichkeiten vor Ort, begleitenden Umfragen oder über das Internet einzubinden. Ziel des Freiburger Verfahrens ist es, ein breites Bevölkerungsspektrum für den Prozess zu aktivieren und dafür zu sorgen, dass auch beteiligungsferne Personen über Multiplikatoren daran teilnehmen können. Das Deutsche Forschungsinstituts für öffentliche Verwaltung in Speyer, das den Bürgerhaushalt in Berlin – Lichtenberg eingehend untersucht hat, lobte dort den Einsatz dieser methodischen Vielfalt mit dem Ziel der Aktivierung von Bürgerinnen und Bürgern ausdrücklich.

Dadurch, so die Evaluation des Instituts aus dem Jahr 2006, sei es gelungen, eine große Zahl von Bürgerinnen und Bürgern für die Teilnahme am Bürgerhaushalt zu motivieren und mobilisieren. Zudem habe der Medienmix bei der Repräsentativität, wie auch bei der Einflussnahme auf das Verfahren durch einzelne Interessengruppen eine ausgleichende Funktion gehabt. In der Evaluation wird auch auf die Schwierigkeiten eines lang dauernden Verfahrens hingewiesen. Je länger das Verfahren dauert, desto weniger nehmen nicht organisierte Bürgerinnen und Bürger daran teil.

Aus diesem Grund werden die intensiven bürgerschaftlichen Beratungen auf der eineinhalbtägigen Stadtkonferenz stattfinden. Dort soll die Bürgerschaft über die Gewichtung von städtischen Leistungen sowie die Auswirkungen auf die Lebensverhältnisse von Männern und Frauen diskutieren. Dieses Ergebnis wird dann im Herbst nächsten Jahres dem Gemeinderat vorgelegt, der die Ergebnisse im Rahmen seiner Haushaltsberatungen beraten wird.

Mit der Fragestellung des Gender Budgetings, also der Frage nach den Auswirkungen auf die unterschiedlichen Lebensverhältnisse von Frauen und Männern, hat der Freiburger Beteiligungshaushalt zudem einen einzigartigen Pilotcharakter unter den insgesamt 19 angefragten Städten, wie der Umfrage zu entnehmen ist. Aufgrund der Berücksichtigung von Gender Mainstreaming wird der Freiburger Beteiligungshaushalt zudem von der Landesstiftung Baden-Württemberg gefördert, um die Relevanz dieses Verfahrens auch für andere Städte auszuloten.

Für Freiburg wird mit starkem Interesse der Bürgerschaft gerechnet, nachdem bereits die Auftaktveranstaltung Mitte September sehr gut besucht war.

Weitere Informationen unter www.freiburg.de/beteiligungshaushalt

(Pressemitteilung der Stadt Freiburg)

[mehr]

 

Start für ersten Baustein des Freiburger Beteiligungshaushaltes

Bürgerumfrage diesmal mit Schwerpunkt zu haushaltsrelevanten Fragen – Ergebnisse werden bei späteren Beteiligungsschritten und in Gesamtergebnis berücksichtigt

Wofür soll die Stadt Freiburg mehr Geld ausgeben als bisher, und wo sollte sie stattdessen sparen? Der Gemeinderat hat beschlossen, diese Frage, die er bisher selbst beantworten musste, jetzt einmal der Bürgerschaft zu stellen. Aufgabenstellung wird sein, städtische Leistungen unter Berücksichtung der Auswirkungen auf Menschen in unterschiedlichsten Lebenslagen zu gewichten.

Zwischen März und Juni 2008 bestehen für die Bürgerschaft vielfältige Gelegenheiten, ausführlich mitzureden und mitzurechnen. In verschiedenen Phasen dieses in Kooperation mit der Landesstiftung Baden‑ Württemberg durchgeführten Projektes wird es zahlreiche Angebote zur Information und Diskussion geben und auch im Internet wird es die Möglichkeit geben, sich über Foren und einen Haushaltsplaner zu beteiligen und mitzudiskutieren.

Abschluss des mehrmonatigen Verfahrens im nächsten Jahr wird eine zweitägige Stadtkonferenz Ende Juni sein. Sämtliche Bausteine werden dann zu einem Gesamtergebnis zusammengeführt werden, das dann den Gemeinderätinnen und Gemeinderäten vorgelegt wird. Was der Gemeinderat mit dem Ergebnis der Bürgerinnenbeteiligung macht, wird sich dann in den Haushaltsberatungen zum Doppelhaushalt im Herbst nächsten Jahres zeigen.

Den Auftakt des Verfahrens bildet jetzt eine Umfrage, für die 5.000 repräsentativ aus dem Melderegister ausgewählte Bürgerinnen und Bürger angeschrieben werden. Einem Brief des Oberbürgermeisters liegt ein 27 Fragen umfassender Erhebungsbogen bei. Die Teilnahme ist freiwillig. Alle Angaben unterliegen den Anforderungen des Datenschutzes und werden ohne Namensangabe beim Amt für Bürgerservice und Informationsverarbeitung gespeichert. Sie sind ausschließlich für zusammenfassende und statistische Auswertungen bestimmt.

„Um ein möglichst umfassendes Meinungsbild zu erhalten und um sichere Grundlagen für eine an den Interessen der Bürgerinnen und Bürger orientierte Kommunalpolitik zu schaffen“, bittet Oberbürgermeister Dieter Salomon in seinem Schreiben, die Fragen zu beantworten. Die Ergebnisse sollen bis Ende Februar vorliegen.

Vorrangiges Interesse der Bürgerumfrage zum Beteiligungshaushalt sind haushaltsrelevante Fragen: So wird Auskunft darüber gewünscht, wie gut man sich über städtische Finanzen informiert fühlt und wie man die Gewichtung der Ausgaben gegebenenfalls ändern würde. Dabei ist es möglich, anhand 29 konkreter Projekte wie Schwimmbäder oder Betreuungsangebote eigene Schwerpunkte zu setzen. Darüber hinaus werden die Teilnehmenden gebeten, Fragen zur Beteiligung am politischen Geschehen sowie zur eigenen Person zu beantworten. Alle Befragten haben zudem die Möglichkeit über Angabe der E-Mail-Adresse oder Telefonnummer an weiteren Befragungen im späteren Verlauf des Verfahrens teilzunehmen.

www.freiburg.de/beteiligungshaushalt

(Pressemitteilung Stadt Freiburg im Breisgau)

[mehr]

 

Freiburger Beteiligungshaushalt 2009⁄2010

Der nächste Freiburger Haushalt ist nicht nur für die Stadt ein Novum: Deutschlandweit wird es der erste städtische Haushalt sein, der sowohl unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger als auch unter dem Aspekt der Geschlechtergerechtigkeit aufgestellt wird.

Dieser zentrale Baustein des „Gender Budgetings“ – der Berücksichtung der Auswirkungen bei der Verteilung von städtischen Leistungen auf die Lebenswelten von Männern und Frauen – veranlasste die Landesstiftung Baden-Württemberg sich bei diesem Freiburger Pilotprojekt als Kooperationspartner einzubringen.

Definitiv entscheiden über das Gesamtprojekt zum Beteiligungshaushalt und über die Art des Verfahrens wird der Freiburger Gemeinderat am 23. Oktober in öffentlicher Sitzung.

Vorgesehen ist danach eine repräsentative Umfrage zur Fragestellung des Haushalts durchzuführen. Hierzu wird ein spezielles Fragemodul zur Gewichtung von städtischen Leistungen entwickelt. Die Ergebnisse werden dann in den Diskussionsprozess auf allen Beteiligungsebenen eingespeist.

Erste Vor-Ort-Information wird es im März 2008 durch die Stadt geben. In einer Stadtkonferenz im Juni wird über die Gewichtung städtischer Leistung und der Auswirkungen auf die Lebensverhältnisse von Männern und Frauen beraten. Hier werden die Bürgerinnen und Bürger aus den verschiedenen Stadtteilen und vor dem Hintergrund verschiedener Interessen sowie weitere Interessengruppen aus verschiedenen Feldern aufgerufen, über die Fragestellung zu diskutieren.

Neben der Bürgerumfrage und der Stadtkonferenz wird es die Möglichkeit geben, sich im Internet über einen Haushaltsrechner und via eines Internetforums zu beteiligen. Daneben wird das Amt für Statistik auch eine Bürgerumfrage per Internet und in schriftlicher Form durchführen.

Weitere Informationen unter www.freiburg.de/beteiligungshaushalt

[mehr]

Seite 2 von 4«1234»