Gütersloh

 

Bürgerhaushalt für Gütersloh beschlossen

Nachdem der Rat der Stadt Gütersloh bereits im letzten Jahr die Einführung eines Bürgerhaushalts beschlossen hatte (wir berichteten >>>), hat nun auch der Finanzausschuss den Bürgerhaushalt beschlossen. Ein internetgestütztes Verfahren zur Haushaltskonsolidierung wie es die Stadt Solingen durchgeführt hat soll es in diesem Jahr auch in Gütersloh geben.

Die Neue Westfälische Online berichtet:

Der Finanzausschuss der Stadt Gütersloh hat sich einstimmig für ein internetgestütztes Verfahren zur Bürgerbeteiligung beim Haushalt entschieden. Im Dezember (bis zum Ende der Weihnachtsferien) sollen die Gütersloher ihr Votum zum Haushaltsentwurf 2011 und eigene Vorschläge einbringen. Die Politik erhofft sich dadurch ein differenziertes Meinungsbild und Hilfen für zukünftige Entscheidungen.

In Solingen haben sich rund zwei Prozent der Bevölkerung an dem Bürgerhaushalt beteiligt, was in Gütersloh die Teilnahme von zirka 2.000 Bürgern bedeuten würde. Solingens Bürgerhaushalt macht aus seiner Zielsetzung kein Geheimnis: Auf der Startseite ist zu lesen, dass der Bürger helfen solle, die drohende Haushaltsicherung zu vermeiden. Dafür galt es bis 2013 45 Millionen Euro aus dem Haushalt zu streichen.

Zum Artikel der Neuen Westfälischen Online >>>

[mehr]

 

Gütersloh: Bürgerversammlung als erster Schritt zum Bürgerhaushalt

Die Online-Ausgabe der Zeitung Die Glocke berichtet über die erste Bürgerversammlung zum Haushalt in Gütersloh:

Mit einem positiven Fazit ist am Samstag die Bürgerversammlung zum Bürgerhaushalt 2010 der Stadt zu Ende gegangen. Rund 150 Gütersloher hatten den Weg ins Städtische Gymnasium gefunden, um dort ihre Vorschläge für einen möglichen Etat in die Diskussion einzubringen.

Neben einem „Ärgerforum“ mit der Bürgermeisterin standen vier weitere Arbeitsgruppen zur Auswahl:

Selbst im „Ärgerforum“ mit Bürgermeisterin Maria Unger blieben die befürchteten „Schläge unter die Gürtellinie“ aus. Außer für die Bürgerstunde mit Maria Unger konnten sich die Teilnehmer für eine von vier Arbeitsgruppen entscheiden. Kultur und Sport, Jugend und Bildung, Stadtreinigung, Grünflächen und Tiefbau sowie die allgemeine Finanzsituation standen zur Wahl.

Zum Artikel „Gütersloh: Erster Schritt auf dem Weg zum Bürgerhaushalt“ >>>

[mehr]

 

Stellungnahme/Offener Brief der BI in Gütersloh

Offener Brief –
Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,
sehr geehrte Damen und Herren des Rates der Stadt Gütersloh,
sehr geehrte Damen und Herren,
wir wenden uns an Sie in der Form eines offenen Briefs, da wir befürchten, dass unser Anliegen eines Bürgerhaushaltes für Gütersloh nach der Einbringung des Haushalts 2010 nicht in der zugesagten Form durchgeführt wird. Da die Frist für die komplette Beratung als Bürgerhaushalt zum Zeitpunkt der Ratsentscheidung zu kurz war, wurde in einem Gespräch im Juni dieses Jahres mit der Bürgermeisterin, der Kämmerin Frau Lang, sowie Herrn Dr. Kremer vereinbart, einen Teil des Haushalts für 2010 exemplarisch zusammen mit den BürgerInnen zu beraten und die gesammelten Erfahrungen für zukünftige Regelungen zu nutzen. Nun haben in den Gremien des Rates die Beratungen begonnen, ohne dass Anstrengungen erkennbar sind, Bürger-Innen nach den Prinzipien eines Bürgerhaushalts „Information, Konsultation und Rechenschaft“ zu beteiligen.
In der Finanzausschusssitzung am 30.11.09 wurde der TOP „Entwicklung eines Verfahrens/Konzeptes für einen Bürgerhaushalt“ behandelt, doch leider wurde unsere BürgerInneninitiative nicht zu dieser Sitzung eingeladen. Wenn jedoch bereits ein Verfahren/Konzept entwickelt worden ist, warum wurde es dann ohne Beteiligung derjenigen entwickelt, die für einen Bürgerhaushalt den Anstoß gaben?
Ziele von Bürgerhaushalten sollten doch Transparenz und Dialog zwischen BürgerInnen, dem Rat und der Verwaltung sein, sowie Beteiligung der BürgerInnen an den Beratungen (siehe auch unser Flyer ‚Warum einen Bürgerhaushalt?’).
Der eingebrachte Haushaltsplan sieht vor, dass in fast allen Bereichen eine mehr oder weniger pauschale Kürzung der Ausgaben um 20 % erfolgen soll, in einigen Be-reichen auch weit darüber hinaus. Damit soll anscheinend erreicht werden, dass kei-ne Institution oder Einrichtung gegenüber anderen über die Maßen benachteiligt wird. Ein solch pauschales Vorgehen widerspricht jedoch dem Wesen eines Bürger-haushaltes, denn nur Detailberatungen machen es den BürgerInnen möglich, sich zu beteiligen und sich konstruktiv einzubringen. Pauschale Kürzungen sind in unseren Augen ein falsches Signal, das die erfolgreiche Einführung des Bürgerhaushalts ge-fährdet. Wir fordern daher eine inhaltliche Diskussion der einzelnen Maßnahmen.
Wir sehen gerade in der jetzigen Situation, die empfindliche Einsparungen von uns allen erfordert, die Notwendigkeit der BürgerInnenbeteiligung, da nur so die erforder-liche Akzeptanz für Einschnitte erreicht werden kann. Wir schlagen deshalb vor, den Teil des Haushalts bereits in diesem Jahr exemplarisch öffentlich zu beraten, der besonders im Fokus der Gütersloher Bürger steht. Das ist nach unserer Meinung der Kulturhaushalt.
In der Finanzausschusssitzung mussten wir jedoch erfahren, dass ausgerechnet ein besonders wichtiger Teil des Kulturhaushalts, nämlich der Etat der Kulturräume, in nichtöffentlicher Sitzung entgegen der Gepflogenheit vergangener Jahre beraten wurde. Die Begründung, dass die Kulturräume in Konkurrenz zu anderen Einrichtun-gen stünden und deshalb der Etat nicht öffentlich werden dürfe, ist uns nicht einsich-tig, da auch andere Einrichtungen sich in Konkurrenzsituationen befinden und ihre Etats trotzdem öffentlich beraten werden. Auch durch dieses Vorgehen sehen wir einen erfolgreichen Bürgerhaushalt gefährdet.
Der Heimatverein, der Kunstverein und die Weberei haben in ihrem Brandbrief zu den geplanten Sparmaßnahmen bereits die Forderung nach einem gleichberechtig-ten Nebeneinander kommunaler und freier Kulturanbieter erhoben. Diese Forderung nach Gleichberechtigung unterstützen wir voll und ganz und fordern sie auch für die Finanzberatung ein, um den Verdacht der Ungleichbehandlung zu vermeiden. Gleichbehandlung muss auch bedeuten, dass Institutionen, die bereits von den Sparmaßnahmen vom Februar dieses Jahres betroffen sind, nun nicht über die Maßen erneut einsparen müssen und damit existenziell gefährdet werden.
Wir würden gern öffentlich über die Maßnahmen reden, für die Gütersloh direkt und allein verantwortlich ist, z.B. der Gewerbesteuerhebesatz, freiwillige Leistungen, usw.. Auch würden wir gern darüber diskutieren, warum Mittel der Jugendhilfe teil-weise komplett gestrichen werden, was unseres Erachtens den sozialen Frieden in unserer Stadt gefährden könnte.
Wir erinnern also an das gemachte Versprechen, mit einem Teilbürgerhaushalt schon für das Jahr 2010 zu beginnen. Wir schlagen daher vor, öffentliche Informati-onsveranstaltungen zum Haushalt 2010 mit interessierten BürgerInnen und Vertreter-Innen aus Politik und Verwaltung durchzuführen – wie gesagt – exemplarisch für den Kulturhaushalt. Diese sollten spätestens ab Januar 2010 in Gütersloh beginnen.
Mit freundlichen Grüßen
BürgerInneninitiative „Demokratie wagen“
Bogenstr. 1–8 33330 Gütersloh
@: http://www.demokratie-wagen.org/
email: buergerinitiative [ät] lists.ctrl‑ⅽ.de
ⅰ.A.: Jürgen Droop Kronenstr. 34 33330 Gütersloh

[mehr]

 

Gütersloh: Einführung des Bürgerhaushaltes beschlossen

In Gütersloh (97.000 EW) ist die Einführung eines Bürgerhaushaltes vom Rat einstimmig beschlossen worden. Nach einem Bericht der Online-Ausgabe „Erster Bürgerhaushalt wahrscheinlich 2011“ der Neuen Westfälischen Zeitung, wurde die Verwaltung beauftragt, nach der Sommerpause ein Konzept für den Bürgerhaushalt vorzulegen. Folgt man dem Bericht weiter, so soll das Konzept auf mindestens zweierlei abzielen: Das Sparen soll im Vordergrund stehen und es sollen möglichst viele Bürgerinnen und Bürger (und nicht nur die „üblichen Verdächtigen“) beteiligt werden.

Zum Artikel „Erster Bürgerhaushalt wahrscheinlich 2011“ der nw-news.de >>>

Wir haben den Status von Gütersloh in unserer Karte von „D“ auf „B“ umgestellt (“B“ = Beschluss: Die Einführung eines Bürgerhaltes wurde durch den Rat (im besten Fall: einstimmig) beschlossen. Ein Ratsbeschluss liegt vor).

[mehr]

 

Gütersloh: Informationsveranstaltung zum Thema Bürgerhaushalt

Die BürgerInneninitiative Demokratie wagen! lädt im Rahmen des Bürgerbegehrens für einen Bürgerhaushalt zu einer Informationsveranstaltung:

Alle wollen den Bürgerhaushalt – doch was ist das überhaupt?

am 18.06.2009 um 19:30 Uhr
Die Weberei, Bogenstrasse 1–8,33330 Gütersloh

Der Presse war in letzter Zeit mehrfach zu entnehmen, dass nach dem Vorstoss der BürgerInneninitiative Demokratie wagen! auch die meisten Parteien plötzlich einen Bürgerhaushalt in Gütersloh befürworten. Aber was genau ist ein Bürgerhaushalt? Wie funktioniert er, was bringt er, was kostet er? Können BürgerInnen durch einen Bürgerhaushalt tatsächlich mitbestimmen? Was sind die Voraussetzungen, damit ein Bürgerhaushalt sinnvoll durchgeführt wird?

Diese und etliche andere Fragen und Themen rund um den Bürgerhaushalt möchte die BürgerInneninitiative Demokratie wagen! am 18.06.09 bei einem Vortrags‑ und Diskussionsabend ab 19:30 Uhr in der Weberei mit Güterloher BürgerInnen diskutieren.

Informationen zur Veranstaltung >>>

Lesen Sie auch unseren Beitrag „Gütersloh: Bürgerbegehren für Bürgerhaushalt“ >>>

[mehr]

 

Gütersloh: Bürgerbegehren für Bürgerhaushalt

In Gütersloh hat die Bürgerinitiative „Demokratie wagen“ ein Bürgerbegehren initiiert, um den Stadtrat zu veranlassen, die Gütersloher Bürgerinnen und Bürger mittels eines Bürgerentscheids über die Einführung eines Bürgerhaushaltes ab 2010 in Gütersloh abstimmen zu lassen. Letztlich solle dadurch der Ratsbeschluss gegen den Bürgerhaushalt aus dem Jahr 2005 aufgehoben werden. So heißt es im Info-Flyer „Für einen demokratischen Haushalt in Gütersloh“:

Ein `Bürgerbegehren` ist der Antrag von BürgerInnen an den Stadtrat, einen `Bürgerentscheid` durchzuführen. Ziel unseres `Bürgerbegehrens` ist die Einführung eines `Bürgerhaushaltes`, um mehr Transparenz und Mitsprache bei der Haushaltsplanung zu erreichen.

Motor der Bürgerinitiative „Demokratie wagen!“ ist offensichtlich große Unzufriedenheit über den Modus der kommunalen Haushaltplanungsverfahrens in Gütersloh. So kritisiert die Bürgerinitiative sowohl den Beschluss des Rates, auf die kritische Haushaltslage ausschließlich mit Kürzungen zu reagieren, als auch die fehlende Transparenz bzw. fehlende Anhörungs‑ und Einflussmöglichkeiten der Bürgerinnen und Bürger im Vorfeld dieser Entscheidung. Es geht der Initiative also sowohl um inhaltliche als auch um verfahrenstechnische Aspekte der kommunalen Haushaltsplanung.

Infos der Bürgerinitiative „Demokratie wagen!“
Infoflyer „Für einen demokratischen Haushalt…“ (PDF) >>>
Presseinfo zur Pressekonferenz der Bürgerinitiative (PDF) >>>
Internetseite der Initiative >>>

Meldung aus der Presse:
→ Beitrag in nw-guetersloh.de „Mehr Demokratie in…“ (28.5.09) >>>

[mehr]

 

Gütersloh (PLZ 33330)

Standortdaten

Stadt/Kommune

Name: Gütersloh

Postleitzahl: 33330

Status: Einführung


[mehr]

Seite 2 von 2«12