Hilden

 

Wird der Monheimer Bürgerhaushalt wiederbelebt?

Ebenso wie die Stadt Hilden war auch Monheim eine der Modellkommunen des Projektes „Kommunaler Bürgerhaushalt“ des Landes NRW in Zusammenarbeit mit der Bertelsmannstiftung. Während das Hildener Verfahren mittlerweile in die elfte Runde geht, hat Monheim den Bürgerhaushalt mit Abschluss des Modellprojektes 2006 eingestellt. Ein Antrag der Grünen könnte das Verfahren nun wiederbeleben: Der Stadtrat hatte den Antrag an den Haupt‑ und Finanzausschuss verwiesen. Dort soll das Rathaus ein Konzept präsentieren, wie genau eine intensivere Beteiligung der Bürger am Haushaltsplan der Kommune Sinn machen könnte, heißt es in einem Artikel der Rheinischen Post.

Link zum vollständigen Artikel der Rheinischen Post

Wir haben den Status der Stadt Monheim von „A“ wie Abstellgleis auf „D“ wie Diskussion geändert und werden über eine Entscheidung des Haupt‑ und Finanzausschusses berichten!

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Hilden ist Rekordhalter

In verschiedenen Varationen führt die Stadt Hilden seit mittlerweile 11 Jahren einen Bürgerhaushalt durch – das damit älteste und kontinuierlichste Bürgerhaushaltsprojekt in Deutschland. Angefangen hat alles als Modellprojekt des Landes NRW: Im Rahmen des Projekts „Kommunaler Bürgerhaushalt“ wurden in sechs Pilotkommunen in Zusammenarbeit mit dem Innenministerium NRW und der Bertelsmann Stiftung über von 2000 bis 2004 Bürgerhaushalte durchgeführt. Zu den Projektkommunen zählten neben Hilden auch Castrop-Rauxel, Emsdetten, Monheim, Vlotho und Hamm. Vier der Kommunen sind auf unserer Karte mittlerweile mit „A“ wie Abstellgleis eingetragen, lediglich Emsdetten führt zumindest in Form von Bürgerkonferenzen zum Teil auch noch Haushaltsberatungen durch. Das einzige beständige Bürgerhaushaltsverfahren ist allerdings das der Stadt Hilden.

Der diesjährige Haushalt steht ganz im Zeichen des Sparens. Das Sparziel liege bei 7,5 Millionen Euro, heißt es in einem Artikel der Kommune 21. Im Vorfeld wurde ein Gutachten erstellt, das Einsparpotenziale der Stadt aufzeigen sollte. Diese Empfehlungen sollen nun von den Bürgern auf einer Onlineplattform kommentiert und bewertet werden.

Link zum Artikel der Kommune 21

Link zu einer Übersicht über die bisherigen Bürgerhaushaltsverfahren in Hilden

Wir gratulieren der Stadt Hilden zu 11 Jahren Bürgerhaushalt!

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UPDATE: Hilden: Gespaltene Meinungen zur Bürgerbeteiligung

Seit Mitte Januar haben die Hildener Bürger die Möglichkeit, sich über eine Internetplattform an der Haushaltsplanung zu beteiligen – rund 150 Bürger haben dies bisher genutzt. Die Stadtverwaltung zeigt sich mit Blick auf den Erfolg der Beteiligung gespalten.

Obwohl inzwischen 16 554 Zugriffe auf die Seite registriert wurden, ist Kai Russo vom Moderatorenteam im Rathaus „nicht wirklich glücklich“ über die Resonanz. Er hatte auf mehr als 400 Forumsteilnehmer gehofft, berichtete die Rheinische Post in einem Artikel vom 08. Februar.

Der Westen spricht in einem aktuellen Artikel vom 11.02. hingegen von einer guten Resonanz und einem großen Erfolg der Bürgerbeteiligung: Mit zufriedener Miene blickt Heinrich Klausgrete auf die frischen Daten. Die Beteiligung am kommunalen Bürgerhaushalt im Internet lässt sich aus Sicht des Amtsleiters Finanzservice als klarer Erfolg werten. „Das sind gigantische Zahlen. Die hätte ich in meinen kühnsten Träumen nicht erwartet“, sagt er angesichts der 17100 einzelnen Themenaufrufe seit knapp einem Monat. Rein statistisch gesehen, könne man daher beinahe sagen, dass ein Drittel der Hildener die Diskussionsforen und Umfragen in Augenschein genommen hat.

Während Russo immer noch auf eine wachsende Beteiligung hofft, zeigt sich Klausgrete zufrieden: „Unser Hauptaugenmerk liegt allgemein ja darauf, die Bürger über das Thema Haushalt und die Leistungen der Stadt zu informieren.“ Und: „Wir haben nicht die Situation, dass die Leute über einen Sparkatalog abstimmen müssen,“ wird er von Der Westen zitiert.

Einig sind die beiden sich aber darüber, dass die Kommunikation zwischen Verwaltung und Bürgern gut funktioniere. Die Anfragen der Bürger werden innerhalb einer 24-Stunden-Frist bearbeitet, häufig sogar wesentlich schneller.
Bislang sei leider auch festzuhalten, dass nur wenige Vorschläge eingegangen seien, die in die Haushaltsberatungen einfließen müssten.

Die Bürgerbeteiligung läuft noch bis Ende Februar, anschließend wird sich zeigen, wie die Beteiligung am Hildener Bürgerhaushalt abschließend bewertet wird und wie die Vorschläge der Bürger von der Verwaltung angenommen werden.

Link zum ⅴollständigen Artikel der Rheinischen Post

Link zum vollständigen Artikel auf Der Westen

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Bedburg: Beteiligung übers Internet

Auch die Stadt Bedburg geht nun mit einem Bürgerhaushalt online: Auf der verwaltungsintern entwickelten Plattform können die Bedburger Bürger sich in zwei Stufen am Haushalt beteiligen.

In der ersten Stufe, die noch bis zum 20. Februar läuft, können die Bürger Vorschläge zu einzelnen Haushaltsbereichen einreichen. Die zweite Phase, die voraussichtlich Anfang März startet, dient dann der Bewertung der eingegangenen Beiträge, heißt es in einem Artikel der Sonntags Post.

Die Stadt Bedburg hofft nicht nur auf eine möglichst hohe Beteiligung, sondern im besten Falle auch darauf, den „Bürgerhaushalt“ als mögliches Instrument zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Politik, Verwaltung und Bürgerschaft nutzen zu können.

Voraussetzung für eine Beteiligung am Bedburger Haushalt ist eine Registrierung mit Vor‑ und Nachnamen und einer gültigen E-Mail-Adresse.

Link zum vollständigen Artikel der Sonntags-Post

Link zum Ⅰnternetportal des Bedburger Bürgerhaushalts

Wir haben Bedburg mit dem Status „E“ wie Einführung in unsere Karte aufgenommen.

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Immer mehr Städte in NRW setzen auf Bürgerhaushalte

„Immer mehr Städte in NRW setzen auf Bürgerhaushalte“ so lautet der Titel eines Beitrages auf dem Portal „B2B Nordrhein-Westfalen“ und beschreibt einen Trend hin zur Öffnung der kommunalen Haushaltsplanung anhand einiger ausgewählter Kommunen NRWs und lässt verschiedene Stimmen zu den Gründen der Einführung und Ausgestaltung zu Wort kommen.

Der Blick in die Haushaltskasse ihrer Stadt dürfte Helga Bickeböller derzeit kaum Freude machen. Zu groß sind die Löcher, die die Münsteraner Stadtkämmerin zu stopfen hat. Doch es naht Unterstützung: Künftig sollen auch die Bürger ihre Ideen und Sparvorschläge für den städtischen Etat einbringen. Das zumindest sieht ein Beschlussvorschlag der Verwaltung vor, der am 16. Februar im Münsteraner Stadtrat zur Debatte steht. Damit folgt Münster dem Beispiel zahlreicher anderer Kommunen in Deutschland, die bereits sogenannte Bürgerhaushalte eingeführt haben.

Aber auch Kritker kommen zu Wort und solche, die das Verfahren wieder eingestellt haben. So wird beispielsweise auf die Problematik einer asymmetrischen Teilnehmerschaft (internetbasierter) Bürgerhaushalte hingewiesen:

Es gibt jedoch auch Kritik an dem internetbasierten Verfahren. So moniert etwa der frühere Bundestagsabgeordnete Stephan Eisel (CDU), dass einige Alters‑ und Bevölkerungsgruppen im Internet „heillos unterrepräsentiert“ und damit auch von der Beteiligung mehr oder weniger ausgeschlossen seien.

Der Beitrag zeigt sehr schön die aktuelle Situation: Es gibt immer mehr Kommunen, die sich für die Öffnung der kommunalen Haushaltsplanung mithilfe eines Bürgerhaushaltes entscheiden. Das Verfahren gewinnt also an Bedeutung, weil es faktisch mehr an Verbreitung gewinnt. Gleichzeitig, letztlich auch ein Zeichen seiner Bedeutung, werden aber auch die kritischen Stimmen lauter, die das Verfahren als ganzes oder seine methodische Umsetzung (zum Beispiel: elektronische Bürgerhaushalte) kritisieren.

Hier geht es zum Artikel Immer mehr Städte in NRW setzen auf Bürgerhaushalte

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Hildener Bürgerhaushalt geht online

Laut einem Bericht der Rheinischen Post führt die Stadt Hilden dieses Jahr bereits zum zehnten Mal einen Bürgerhaushalt durch. Für die aktuelle Bürgerbeteiligung schlägt die Stadt dabei einen neuen Weg ein: Über ein Internetportal können die Bürger sich bis Ende Februar an der Haushaltsplanung beteiligen.

Die Gründe für den Internetauftritt sind vielfältig: Man wolle vor allem auch jüngere Leute erreichen und den Bürgern länger Zeit geben, sich zum Haushalt zu äußern. Bisher wurde dies vor allem im Rahmen einzelner Veranstaltungen ermöglicht, die aktuelle Onlinebeteiligung läuft hingegen insgesamt sieben Wochen. Bürgermeister Horst Thiele hält zudem die Hemmschwelle für niedriger: „Vor vielen Leuten mag sich vielleicht mancher nicht so gerne äußern.“

In einem Onlineforum können die Bürger eigene Haushaltsvorschläge einstellen und mit anderen Nutzern diskutieren. Es besteht außerdem die Möglichkeit, über Verwaltungsfragen zum Haushalt abzustimmen. Die Beteiligung an dem Forum erfordert eine Registrierung, Vorschläge können über ein Kontaktformular auf der Seite der Stadt Hilden aber auch ohne vorherige Registrierung abgegeben werden.

Ein Moderatorenteam wird nach dem 28. Februar die eingegangenen Vorschläge auswerten. „Die geeigneten werden in der Änderungsliste zum Haushalt 2011 gleich gewichtet wie die Vorschläge der Fraktionen“, erläuterte Thiele das weitere Vorgehen. Ob sie letztlich umgesetzt werden, darüber entscheidet der Rat bei der Verabschiedung des Haushalts.

Link zum vollständigen Artikel der Rheinischen Post

Wir haben Hilden mit dem Status „F“ wie Fortführung in unsere Karte aufgenommen.

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Dauerbrenner Stadt Hilden

In Hilden (57.000 EW, NRW) wird der Bürgerhaushalt nunmehr zum 8. durchgeführt. Erneut werden die Bürgerinnen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, wobei diesmal wieder eine ganz besondere Form der Informationsvermittlung zum Haushalt gewählt wird. So berichtet CHRISTOPH SCHMIDT der RP-Online (23.12.2009):

2010 steht die Informationsveranstaltung unter dem Titel „Hildopoly“. Am Samstag, 23. Januar, können interessierte Einwohner von 11 bis 13 Uhr in der Sporthalle am Weidenweg erleben, was die Stadt mit ihren Einrichtungen leistet und was das kostet. „Beim letzten „Hildopoly“ vor sieben Jahren waren wir von der Resonanz positiv überrascht“, erläuterte Stadtkämmerer Heinrich Klausgrete gestern bei der Vorstellung des Programms: „Über 550 Bürger ließen sich informieren und füllten 135 Fragebögen mit 65 Anregungen zum damaligen Haushalt aus.“ Ein Beispiel: Die Feuerwehr stellte damals die Uniform eines Brandbekämpfers aus und versah jedes Teil mit einem Preisschild. „Das hat die Besucher sehr beeindruckt“, erinnert sich Bürgermeister Horst Thiele. Die Stadt habe den 29 teilnehmenden Einrichtungen keine Vorgaben gemacht: „Es wird spannend sein zu sehen, wie sich jedes Amt präsentiert.“ Vorstellen werden sich unter anderem das Amt für Finanzdienstleistungen, die Musikschule, das Tiefbauamt, die Bücherei, der Bauhof, Musikschule, Sportbüro, die Sozialpädagogische Einrichtung SPE Mühle, aber auch die Sparkasse Hilden-Ratingen-Velbert, die Stadtwerke und die Volkshochschule. Sie repräsentieren mit ihren Dienstleistungen rund die Hälfte der gut 160 Millionen Euro, die die Stadt im kommenden Jahr ausgeben will.

Damit greift die Stadt Hilden auf ein bereits 2002 erfolgreich durchgeführtes Beteiligungs-Instrument zurück, durch das auf eine spielerische Art und Weise vermittelt wird, für welche Leistungen die Stadt welche finanziellen Mittel aufwenden muss. Ein Format, das auch für andere Städte als Vorbild dienen kann.

Aus unserer Sicht hat die Stadt Hilden allerdings noch Nachholbedarf was die Konsultation Ihrer Bürgerinnen und Bürger angeht. Um die Bürgerinnen und Bürger als Ideen‑ und Vorschlagsgeber und Prioritätensetzer in die kommunale Haushaltsplanung einzubeziehen, ist sicherlich eine Weiterentwicklung des Bürgerhaushaltes mit Blick auf „Konsultation“ notwendig. Das können Vor-Ort-Formate sein, die stärker darauf ausgerichtet sind, zusammen mit den Teilnehmenden Vorschläge für die kommunale Haushaltsplanung zu entwickeln. Oder – wie in den allermeisten Neueinsteiger-Kommunen – elektronisch unterstützte Beteiligungsformate (E-Partizipation), um den Bürgerhaushalt eine stadtweite Sichtbarkeit zu verleihen und um eine hohe Beteiligung zu erreichen, die über diejenige von Vor-Ort-Veranstaltungen deutlich hinaus geht.

Hier geht es zum Beitrag der RP-Online:
„Hildopoly: Wo bleibt das Geld der Bürger?“ >>>

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Hilden: Sparvorschläge für den Haushalt 2009

Zum siebten Mal findet in Hilden in diesem Jahr ein Bürgerhaushalt statt. Noch bis zum 31.12.2008 können die Bürger bei der Stadt Sparvorschläge einreichen. Im Interview mit der Rheinischen Post berichtet der Kämmerer der Stadt, Heinrich Klausgrete, er sei positiv überrascht wieviele Bürger sich bereits beteiligt haben und auch darüber wie genau sich manche Bürger informieren:

21 Bürger haben allein oder zu zweit 35 Sparvorschläge gemacht. Vereine haben sich bislang nicht beteiligt. Was ich besonders bemerkenswert finde: Bürger haben sich hier bei uns im Amt für Finanzmanagement über den Haushalt informiert. Das hat es in dieser Art und Weise noch nie gegeben. Ich als Kämmerer habe versucht deutlich zu machen, dass ich viele Ausgaben überhaupt nicht beeinflussen kann. Die Bürger haben verstanden, dass von dem 150-Millionen-Euro-Etat am Ende nur ein ganz kleiner Spielraum zum Sparen übrig bleibt, kleiner, als sicher viele angenommen haben.

Viele Vorschläge beziehen sich auf das Thema Energiesparen zum Beispiel durch das Abschalten von Ampelanlagen in der Nacht. Eine weitere Idee sieht eine Benutzungsgebühr für Sportstätten vor. Kämmerer Klausgrete erläutert, warum man diesen Vorschlag auf seine Spartauglichkeit prüfen muss:

Dieser Vorschlag verlangt den Bürgern, die die Sportstätten nutzen, aber auch einiges ab. In Hilden gibt es über 13 000 Vereinssportler in 48 Sportvereinen. Sie zahlen keine Nutzungsgebühren. Im Gegenzug pflegen die Vereinssportler die Sportplätze und Sporthallen. Wird eine Nutzungsgebühr erhoben, fällt das natürlich weg. Ob sich Nutzungsgebühren tatsächlich für die Stadt auszahlen, muss man genau gegenrechnen.

Auch die Vorschläge bei der Straßenreinigung zu sparen und Patenschaften für kleinere Grünanlagen zu vergeben, werden vom Kämmerer in Betracht gezogen:

Interessant finde ich auch die Idee, Grünpatenschaften für kleinere Grünanlagen einzurichten. Bürger sollen kleinere Grünanlagen ehrenamtlich in Ordnung halten. Wir haben in Hilden viele kleine Grünflächen im Stadtgebiet.

Kritisch sieht Klausgrete die Idee eine zehnprozentige Streichung aller Ausgaben nach der Rasenmäher-Methode durchzuführen:

Weil das kaum umsetzbar ist. Viele Ausgaben im sozialen Bereich beruhen auf Verträgen, die die Stadt mit freien Trägern oder Vereinen abgeschlossen hat. Diese Verträge müssten alle gekündigt werden. Das kann auch dazu führen, dass die Träger diese Aufgaben zu den geänderten Konditionen nicht mehr übernehmen können oder wollen. Dann müsste die Stadt all jene Aufgaben, die sie an Dritte übertragen hat (etwa die Schuldnerberatung dem Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer oder den Abenteuerspielplatz der Freizeitgemeinschaft Behinderte oder Nichtbehinderte) wieder selbst übernehmen. Das wird in der Regel teurer.

Zum Thema Verschuldung wurde von Bürgerseite vorgeschlagen, vermehrt Schulden abzubauen um Zinsen zu sparen. Kämmerer Klausgrete dazu:

Hilden hat 23 Millionen Euro Schulden. Das Geld wurde investiert, etwa in Kunstrasenplätze, Jugendzentren und so weiter. Wenn wir das nicht getan hätten, hätten wir keine Schulden, aber eben auch keine so gute Infrastruktur. Langenfeld ist heute schuldenfrei. In der Vergangenheit hatte Langenfeld öfters höhere Steuersätze als Hilden. Damit wurden die Schulden abgetragen. In Hilden hat der Rat einen Kurs verfolgt: keine Steuererhöhungen, besser das Geld bei den Bürgern belassen, da ist es besser aufgehoben. Ich persönlich finde: Bei einem Haushalt von 150 Millionen Euro ist die Verschuldung mit 23 Millionen Euro im Verhältnis zu den getätigten Investitionen nicht zu hoch.

Lesen Sie hier das ganze Interview mit dem Kämmerer der Stadt Hilden >>>

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24.09.2008: Netzwerktreffen Bürgerhaushalt – »Vom Projekt zum Programm«

Am 24.09.2008 findet das 6. bundesweite Netzwerktreffen Bürgerhaushalt statt. Diesmal unter dem Titel „Vom Projekt zum Programm“. Im Mittelpunkt der eintägigen Veranstaltung in Bonn steht also die Frage, wie und unter welchen Rahmenbedingungen Bürgerhaushalte als dauerhafter Bestandteil der kommunalen Hauhaltsplanung verstetigt werden können. Dazu dienen internationale Beispiele ebenso (Vortrag von Dr. Löffler,) wie erste Ansätze in Deutschland der interkommunalen Zusammenarbeit (Vortrag von Dr. Wehner) oder Beispiele von Kommunen, die schon mehrere Bürgerhaushalte durchgeführt haben (z.B. Vorträge von Klausgrete oder Michaelis).

Das diesjährige Treffen findet am 24. September 2008 wieder in der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt und in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung in Bonn statt (Friedrich-Ebert-Allee 40 von 11.00 – 16:30 Uhr im Saal A).

Zur Anmeldung nutzen Sie bitte den Rückmeldebogen [PDF] >>>
Das Programm in PDF zum Herunterladen >>>

 – P R O G R A Ⅿ Ⅿ  –

11:00 Uhr Begrüßung
Ulrich Nitschke, Leiter der Servicestelle

11:15 Uhr Ablauf und Organisatorisches, Zielsetzung des Tages
Moderator Benno Trütken

11:35 Uhr bis 13:00 Uhr Input durch Referenten

 – Erfahrungsbericht über den Bürgerhaushalt in Großbritannien sowie über Pariser Modelle
Dr. Elke Löffler, Governance Internationa

 – Modelle der interkommunalen Zusammenarbeit, Bericht zum Verfahrens-Know-How und zur Nutzung von technischen Infrastrukturen
Dr. Josef Wehner, Fraunhofer Institut IAIS

 – Kurzberichte über die Verfahren und Herausforderungen bei Bürgerhaushalten in Klein‑, Mittel‑ und Großstädten
 – Heinrich Klausgrete, Kämmerer der Stadt Hilden
 – Reiner Michaelis, Projektkoordinator Bürgerhaushalt Groß-Umstadt
 – Josef Ahlke, Projektkoordinator zum Bürgerhaushalt der Stadt Erfurt

13:00 Uhr Mittagspause

13:45 Uhr Arbeitsphase im Rahmen vorbereiteter Diskussionsrunden

Tisch 1: Bürgerhaushalt und der Gender-Aspekt – wie kann man das
verbinden?
Inputgeberin: Annette Schubert, Stadt Freiburg, am Beispiel von
Freiburg (tbc)

Tisch 2: Internet und Bürgerhaushalt – wie geht das?
Inputgeber: Volker Vorwerk, Zebralog, am Beispiel der Stadt Bergheim

Tisch 3: Planspiel als Beteiligungsinstrument – wie funktioniert das?
–  Einbeziehung spezieller Gruppen
 – Instrument der Mobilisierung
Inputgeberin: Denise Engel, AsA-Stipendiatin

Tisch 4: Bürgerhaushalt und NKF – wie geht das zusammen?
Inputgeber: Dr. Lutz Brangsch, Rosa-Luxemburg-Stiftung

14:30 Uhr Pause

14:40 Uhr Fortführung der Arbeitsphase (Möglichkeit des Tischwechsels)

15:15 Uhr Diskussion zentraler Fragen aus der Diskussionsrunde


16:00 Uhr kurze Abschlussrunde

Themen und Ziele für das nächste Netzwerktreffen
Benno Trütken/Ulrich Nitschke

16:20 Uhr Verabschiedung

16:30 Uhr Ende

- Nach der Veranstaltung besteht die Möglichkeit der Einführung in das Onlineportal www.buergerhaushalt.de –

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Hildener Bürgerhaushalt bereits zum 7. Mal

2008 findet bereits zum 7. Mal in Hilden der Bürger‑ und Beteiligungshaushalt statt. Die Verwaltung hatte dafür am 09.01.08 die Bürgerschaft zur Bürgerversammlung eingeladen von denen ca. 200 der Einladung folgten und sich über die Hildener Haushaltslage informierten.

Bürgerversammlung in Hilden
[Quelle]

Darüber hinaus hatten die Bürgerinnen und Bürger an diesem Abend die Gelegenheit, Hildener Stiftungen und deren Arbeit kennen zu lernen. Unter dem Motto „Stiften lohnt sich“ wurden Ihnen Möglichkeiten aufgezeigt, wie man mittels einer Stiftung Gutes tun kann.

Der neue Kämmerer der Stadt Hilden, Herr Heinrich Klausgrete, berichtete, wie die Umstellung vom kameralen Haushalt zum doppischen Haushalt vonstatten ging und wie der doppische Haushalt aufgebaut ist.

Im Anschluss daran erläuterte Frau Dr. Golombiewski, Dozentin an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW, gekonnt und verständlich die Eröffnungsbilanz 2008 der Stadt Hilden. Frau Dr. Golombiewski hat in den letzten Jahren bei der Umstellung auf den doppischen Haushalt in Hilden mitgewirkt und stand beratend zur Seite.

Nachdem die Bürgerschaft noch einige Fragen zur Eröffnungsbilanz an die Referenten gestellt hatten, bestand die Möglichkeit, Vorschläge einzureichen, wie die städtischen Haushaltsmittel teilweise eingesetzt werden können bzw. wo gespart werden kann.

Die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt/InWEnt gGmbH hatte wie die Stiftungen die Gelegenheit, Ihre Arbeit sowohl auf dem Gebiet des Bürgerhaushaltes als auch der sonstigen Kernthemen den Bürgern vorzustellen. So konnte den Bürgern vermittelt werde, wo der Bürgerhaushalt überhaupt herkommt und wie so ein Bürgerhaushalt im Detail durchgeführt wird.

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Hildener Bürgerhaushalt: 2002–2007

Die Stadt Hilden nahm von November 2000 bis Juni 2004 an dem von der Bertelsmann Stiftung und dem Innenministerium NRW initiierten Modellprojekt „Kommunaler Bürgerhaushalt“ teil. Das Projekt setzte sich zum Ziel, ein Verfahren zur Bürgerbeteiligung bei der Haushaltsaufstellung zu entwickeln, praktisch erproben und dokumentieren. Aufbauend auf diesen Erfahrungen sollte der kommunale Haushalt bürgernäher und besser verständlich gemacht werden. Neben Hilden nahmen die Städte Castrop Rauxel, Emsdetten, Hamm, Monheim und Vlotho an diesem Projekt teil.

Im Vorfeld der Beteiligung veröffentlicht die Stadt Hilden eine Haushaltsbroschüre im Internet. Sie gibt einen Überblick über den gesamten Prozess der Haushaltsaufstellung, Beteiligungsmöglichkeiten, Beratung durch die Fraktionen und schließlich den Beschluss. Desweiteren dokumentiert sie die Art und die Höhe der wesentlichen Posten des kommunalen Haushaltes (Einnahmen und Ausgaben). Einzelne bürgernahe Ausgabeposten wurden detailliert in Ihren Kosten und Finanzierungsstruktur beschrieben, um den BürgerInnen die komplexe Finanzierungsstruktur des Haushaltes zu verdeutlichen, beispielsweise
 – Betreuungsmaßnahme „Verlässliche Grundschule von 8–13 Uhr“ (2002) oder
 – Freiwillige Feuerwehr Hilden (2005).

Daneben wird das Beteiligungsangebot über Bierdeckelwerbung in der lokalen Gastronomie, Plakate, Presseartikel und –meldungen sowie die gezielte Ansprache von Vereinen und Initiativen beworben.

Insgesamt beteiligen sich seit 2004 pro Jahr zwischen 220 (2004) und 169 (2007) der 2000 bis 2650 zufällig ausgewählten und geladen BürgerInnen an Vor-Ort-Veranstaltungen zum Bürgerhaushalt. 2002 und 2003 lag die Beteiligung weit höher (über 550 lt. Stadtverwaltung im Jahr 2003), da hier der Zugang zu den Veranstaltungen noch nicht reglementiert war.

Während des Pilotprojektes Kommunaler Bürgerhaushalt stand in Hilden die Information der BürgerInnen über den Haushalt, ⅾ.h. die erste inhaltliche Phase eines Bürgerhaushaltes, im Vordergrund (vgl. Phasen eines Bürgerhaushaltes). „Um überhaupt eine brauchbare Diskussion mit der Bürgerschaft zu ermöglichen, wurde aus diesem Grund erst einmal die Erklärung und Präsentation des Haushaltes mit all seinen Hintergründen in den Vordergrund gerückt.“ (Dokumentation Bürgerhaushalt Hilden 2003). Um dies zu erreichen, wurden im Rahmen des Bürgerhaushaltes 2003 zwei Informationsprojekte durchgeführt, Hildopoly und eine Haushaltstour.

Hildopoly –
Während einer Vor-Ort-Veranstaltung konnten sich die BürgerInnen auf einem Informationsparcours über den städtischen Haushalt informieren. An mehreren Informationsständen standen die MitarbeiterInnen der jeweiligen Verwaltungsfachabteilungen für Erklärungen zur Verfügung und halfen den BürgerInnen ein allgemeines Verständnis für den Haushalt zu entwickeln.

Haushaltstour –
Um den Bürgern spezielles haushaltstechnisches Wissen zu vermitteln, führte die Hildener Verwaltung an drei Tagen eine Bustour durch, auf der vor Ort bestimmte Objekte bzw. deren Bereich erklärt und zeitgleich ihre Relevanz für den Haushalt, ⅾ.h. Ausgaben und Einnahmen erläutert (z.B. Feuerwehr, Straßensanierung, Stadtbücherei). Wie beim Hildopoly war es oberstes Ziel, den BürgerInnen eingehende Erklärungen und Hintergrundwissen zu liefern, um anschließend eine sachliche Diskussion über verschiedene Haushaltsposten führen zu können.

Seit 2004 rückte im Hildener Bürgerhaushalt neben der Information der BürgerInnen auch deren aktive Beteiligung und die nachfolgende Rückmeldung über die Verwertung der Vorschläge (Phasen 2 und 3, Link) stärker in den Mittelpunkt. Bereits in den Jahren 2002 und 2003 konnten die Hildener per Fragebogen Vorschläge in die Haushaltsdiskussionen einbringen. Seit 2004 fanden zusätzlich Vor-Ort-Veranstaltungen statt. Pro Jahr wurden zwischen 2000 und 2650 repräsentativ ausgewählte BürgerInnen zur Teilnahme eingeladen, um mit Vertretern der Stadtverwaltung über ausgewählte Fachthemen zum aktuellen Haushaltsentwurf zu diskutieren und Veränderungsvorschläge einzubringen. Die Themen umfassten beispielsweise
 – Stadtbücherei/Musikschule (2004)
 – Stadtkasse & Vollstreckung (2005)
 – Neues Kommunales Finanzmanagement (2006 – nur Information) und
 – Integration (2007).

Darüber hinaus haben alle BürgerInnen Hildens die Möglichkeit, auf dem in der Haushaltsbroschüre enthaltenen Fragebogen eigene Vorschläge in die aktuelle Haushaltsdiskussion einzubringen. Der Rücklauf der Fragebögen lag in den Jahren 2002 bis 2007 zwischen 135 (2003) und 51 (2007). Die Anzahl der eingebrachten konkreten Veränderungsvorschläge variierte zwischen 62 (2003) und 11 (2005).

Zusammen mit den Ergebnissen der themenspezifischen Vor-Ort-Diskussionen werden diese Vorschläge werden in den jeweiligen Fachforen gesammelt und den Fraktionen für ihre Beratungen über den Haushaltsentwurf zur Verfügung gestellt. Die Rechenschaft der Politik und Verwaltung, welche Vorschläge der BürgerInnen angenommen bzw. abgelehnt wurden, erfolgt über den Projektbericht zum jeweiligen Bürgerhaushalt.

Nach sechsmaliger Durchführung im Jahr 2007 ist der Hildener Bürgerhaushalt mit der Haushaltsplanerstellung verknüpft und die Stadt Hilden will auch künftig am Kommunalen Bürgerhaushalt festhalten.

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Hilden (PLZ 40721)

Standortdaten

Stadt/Kommune

Name: Hilden

Postleitzahl: 40721

Status: Fortführung


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