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Mainhausen: Der erste Schritt zum Bürgerhaushalt ist getan

Die Gemeinde Mainhausen gibt ihren Bürgern in diesem Jahr zum ersten Mal die Chance, sich am städtischen Haushalt zu beteiligen: Über eine Informationsbroschüre zum Haushalt und einen Fragebogen können die Mainhäuser über die Haushaltslage informieren und auch eigene Anregungen mitteilen. Bis zum 20. November sollen die Vorschläge eingereicht werden können, die ersten Beratungen finden am 29. November im Haupt‑ und Finanzausschuss statt. Die eingegangenen Vorschläge sollen anonymisiert auf der Gemeinde-Homepage veröffentlicht werden.

In der Broschüre werden neben Informationen zur Haushaltslage der Stadt auch allgemeine Erläuterungen zur städtischen Haushaltsplanung zu finden sein. In dem beigelegten Fragebogen wird auch das generelle Interesse am Thema Bürgerhaushalt abgefragt sowie die Meinung der Bürger zu der Haushaltsbroschüre.

Link zum Artikel beim Familien-Blickpunkt

Wir haben Mainhausen mit dem Status „I“ wie Information in unsere Karte aufgenommen, da das momentane Beteiligungsangebot in Sachen Transparenz und Dialogangebot noch nicht den Kriterien eines Bürgerhaushaltes entspricht. Wir werden die Entwicklungen in Mainhausen aber weiter beobachten und über mögliche Weiterentwicklungen berichten!

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Kierspe: Start in den Bürgerhaushalt

Die Stadt Kierspe startet mit einer Informationsveranstaltung am 16. Mai in ihren eigenen Bürgerhaushalt. Die Grundlage hierfür ist vor allen eine neu erarbeitete Informationsbroschüre, die den Bürgern den Aufbau des kommunalen Haushaltes verdeutlichen soll. Darüber hinaus haben die Bürger die Möglichkeit, sich mit eigenen Vorschlägen in die Planungen einzubringen.

Der Bürgerhaushalt wurde durch einen Antrag der Fraktion Pro Kierspe initiiert und hat vor allem eine stärkere Transparenz zum Ziel. Ⅾie Verwaltung versucht die Bürger in diesem Fall direkt und ganz emotional anzusprechen: „Letztlich sind wir alle daran interessiert, ein lebenswertes und funktionierendes Städtchen zu haben, in dem wir uns wohl fühlen und gerne zu Hause sind“, heißt es in einem Artikel auf come-on.de. Bis Anfang September können Bürger ihre Vorschläge noch über einen Coupon an die Stadtverwaltung vermitteln.

Link zum vollständigen Artikel der come-on

Wir haben Kierspe mit dem Status „E“ wie Einführung in unsere Karte aufgenommen.

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Ratingen: Erste Schritte

Nachdem Ratingen bereits Ende 2010 die schrittweise Einführung eines Bürgerhaushaltes beschlossen hatte, passierte lange Zeit erstmal nichts. Jetzt hat die Stadt den ersten Schritt gemacht und eine Haushaltsbroschüre erstellt.

Die Broschüre soll das erste Element des Bürgerhaushaltes sein. Die Bürger sollen so zunächst über den Aufbau des Haushaltes informiert werden. Im nächsten Jahr soll dann zusätzlich zu der Bürgerhaushaltsbroschüre eine Informationsveranstaltung verbunden mit einer Fragebogenaktion durchgeführt werden, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Die Broschüre ist auf der Website der Stadt Ratingen online verfügbar (Link zum Dokument)

Link zur vollständigen Pressemitteilung der Stadt Ratingen

Link zu einer kritischen Meldung der SPD Ratingen

Wir haben Ratingen mit dem Status „I“ wie Information in unsere Karte aufgenommen.

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OffenerHaushalt.de

Den Bundeshaushalt visualisieren, analysieren und kommentieren.

Jedes Jahr streiten sich die Parteien in Berlin um den Bundeshaushalt für das nächste Jahr. […] jedesmal geht es darum welche Ressorts wie viel Geld bekommen und woher dieses Geld eigentlich kommen soll.

Informationen darüber, wofür der Staat im Detail wieviel Geld ausgibt, liegen den wenigsten Bürgern vor. Zwar findet sich die Antwort im Bundeshaushalt, den das Bundesfinanzministerium veröffentlicht - doch wer hat schon Zeit, Fachwissen geschweige denn Motivation, sich durch ein tausendseitiges Fachdokument zu kämpfen, um die Antwort auf eine einfache Frage zu den Staatsausgaben zu finden?

An eben dieser Stelle setzt die Seite „offenerHaushalt.de“ an. Die Plattform will mithilfe von Informationen zum Bundeshaushalt mehr Transparenz darüber schaffen wie der Staat die Mittel seiner Bürger einsetzt.

Folgende Funktionen stellt offenerHaushalt.de bereit:

- Der Bundeshaushalt kann in einer Baumstruktur erforscht werden. Dadurch wird der Zusammenhang und das Verhältnis von Haushaltseinzelposten zu den einzelnen Ressorts verständlich.

- Im Gesamthaushalt und in den Einzelhaushalten nach Ressorts kann man jeden einzelnen Haushaltsposten in einer Visualisierung über die Baumstruktur erreichen.

- Jeder einzelne Haushaltsposten hat eine eigene Internetadresse (URL). Dadurch lässt sich jeder Haushaltsposten verlinken, als Lesezeichen speichern und so referenzieren.

- Ausserdem bietet die Plattform die Möglichkeit einzelne Haushaltsposten zu kommentieren und in Zukunft auf einer eigenen Wikiseite gemeinsam weitere Informationen zu dem Posten zu sammeln.

Die Internetseite mit allen Informationen zum Bundeshaushalt können Sie hier abrufen.

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Keine Transparenz beim Umgang mit Steuergeldern: EU-Agrarsubventionen

Tageschau.de berichtet aktuell über die geplante Offenlegung der EU-Agrarsubventionen. Nach einem bereits im Jahr 2006 gefassten Beschluss der EU-Komission sollen die Subventionen, die in die Landwirtschaft fließen, seit dieser Woche transparent gemacht werden.

Höhe und Empfänger der Subventionen – für Deutschland zuletzt etwa 7 Milliarden Euro – sollten im Internet veröffentlicht werden. Allerdings will die Bundesregierung unter Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner sich mit Berufung auf den Datenschutz nicht an diese, ehemals befürwortete, Verordnung halten:

Daraus allerdings wird jetzt zunächst einmal nichts – zumindest nicht, geht es nach Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner. Die hat jetzt – im Namen der Bundesregierung – der Veröffentlichung der Daten im Internet einen Riegel vorgeschoben. Die Begründung: Die deutschen Datenschutzrichtlinien ließen die Umsetzung der Verordnung nicht zu: „Transparenz ja, aber keine Verletzung der Grundrechte der Bürger“, fasste eine Sprecherin Aigners die deutsche Position zusammen.

Wie bei einem Bürgerhaushalt geht es auch bei den Agrarsubventionen letztlich um Steuergelder und einen transparenten Umgang mit ihnen. Es stellt sich an dieser Stelle wieder die Frage, sollte die Offenlegung öffentlicher Gelder nicht eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein? Nur so könnte der Verdacht eines verschwenderischen Umgangs oder Einsatz der Mittel nach gezielter Lobbyarbeit ausgeräumt werden.

Tageschau.de dazu:
In der Kritik noch weiter gehen Umwelt‑ und Verbraucherschützer: Sie halten es für einen Skandal, dass Deutschland die Daten nicht längst veröffentlicht hat – und vermuten dahinter gezielte Lobbyarbeit großer Konzerne. Denn nicht der notleidende Milchbauer profitiert in erster Linie von EU-Hilfen, sondern Massentierbetriebe, der Altadel oder Energiekonzerne.

Das belegen erste Teilveröffentlichungen von Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen oder Brandenburg: So kassierte etwa der Energiekonzern RWE für die Rekultivierung ehemaliger Braunkohlegruben 2007 mehr als 526.000 Euro von der EU.

Es bleibt abzuwarten, ob die Landwirtschaftsministerin sich doch noch für Transparenz im Umgang mit den Agrarsubventionen entscheidet. Andernfalls droht möglicherweise sogar eine Klage vor dem Europagericht:

Mit ihrer Haltung riskiert die Bundesregierung eine Klage aus Brüssel: Sie sei „überrascht und enttäuscht“, sagte EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel. „Es geht um Steuerzahlergeld. Es ist deshalb sehr wichtig, dass die Menschen wissen, wofür es ausgegeben wird“, sagte sie. Wenn Berlin nicht nachgibt, will Fischer Boel notfalls vor dem obersten Europagericht in Luxemburg klagen. Im äußerten Fall drohen der Bundesregierung dann empfindliche Strafzahlungen.

Der ganze Beitrag bei Tageschau.de >>>

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Transparenter Haushalt in den USA: The Interactive Federal Budget Project

Ein Projekt der Lyndon B. Johnson School of Public Affairs in Austin, Texas, möchte durch einen transparenten Staatshaushalt die Politikverdrossenheit der US-Bürger mindern:

The U.S. federal government can promote civic engagement and ensure accountability by becoming a dependable source of public, usable information. Transparency projects can facilitate „consumer confidence“ in government, and interoperability standards, combined with the ease of online research, can promote efficiency in government operations.

In dem Projekt geht es darum, Informationen über den Staatshaushalt der USA im Internet nicht nur zu veröffentlichen, sondern auch verständlich aufzubereiten und darüber in einen Dialog mit den Bürgern zu treten. Das bereits vorhandene „E-Budget“, das Haushaltsinformationen bereit stellt, soll nun informativer und interaktiver gestaltet werden:

Currently, the Office of Management and Budget (OMB) provides Presidential budget data online in PDF, XLS, CSV, and HTML formats. These formats make it difficult for users to extract, sort, mine, and tag data according to their interests. Although the „E-Budget“ introduced by OMB in 2008 is an important step, we want to make the Presidential budget not only Web-accessible, but also as interactive and informative as possible.

Mehr Informationen zum Projekt sind bislang noch nicht online. Auf der Seite der Lyndon B. Johnson School of Public Affairs ist eine 14-minütige Präsentation mit den Zielen des Projekts abrufbar. Mal sehen, was tatsächlich davon verwirklicht werden wird.

Zur Seite des The Interactive Federal Budget Project mit einer Präsentation zum Project >>>

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Heilbad Heiligenstadt: Bürgerhaushalt und NKF werden schrittweise eingeführt

In Stadt Heilbad Heiligenstadt (17.000 EW, Kreisstadt im Lkr. Eichsfeld, Thür.) wird schrittweise der Bürgerhaushalt eingeführt. Die ersten Überlegungen datieren vom Oktober 2007 aus der Teilnahme an einem Seminar zum Thema Bürgerhaushalt im Erfurter Landtag unter Federführung des Landwirtschaftsministeriums. Zum Jahresbeginn 2008 wurde dann bereits die 1. Bürger-Info-Broschüre herausgebracht (Lesbarer Haushalt Stadt Heilbad Heiligenstadt als PDF >>>) und diese auch via Internet veröffentlicht. Für das Jahr 2009 ist bereits ein neuer „Lesbarer Haushalt“ fertig gestellt und wird demnächst in den Druck gehen.

Nunmehr ist beabsichtigt, zusammen mit der Einführung des NKF (Neues Kommunales Finanzmanagement) zum 01.01.2010 auch schrittweise die Elemente des Bürgerhaushaltes weiterzuentwickeln. Neben der Information, werden dann auch die Säulen Konsultation, Rechenschaftslegung (Evaluation) im Zeitraum bis 2011 realisiert.

Schon 2009 soll dann erstmals eine Information + Konsultation im „Tag des Bürgers“ erfolgen. Außerdem wird der Stadtrat voraussichtlich am 28.01.2009 den NKF + Bürgerhaushalts-Einführungsbeschluss fassen, die zuständigen Fachausschüsse haben im Dezember 2008 einstimmig bereits die Beschlussfassung im Rat empfohlen.

Dazu Matthias Heinevetter, Amtsleiter Kämmerei:

Für uns ist die Besonderheit der Schnittmengen mit der NKF‑ Einführung wichtig und spannend. Heiligenstadt ist hier mit führend in Thüringen, hier ist ja das Doppik-Gesetz gerade erst am 19.11.2008 beschlossen worden und ermöglicht die Kopplung beider Prozesse, die dann auch dauerhaft fortgeführt werden müssen und können.

Während viele Städte die Verschiebung der Einführung des Bürgerhaushaltes mit der Umstellung auf NKF begründen, wird in der Stadt Heilbad Heiligenstadt die Koppelung dieser beiden Prozesse propagiert. Wir sind daher sehr gespannt, wie der weitere Prozess dort gestaltet wird.

Wir haben heute den Status der Stadt Heilbad Heiligenstadt von „I“ auf „E“ umgestellt. E = Einführung: Der Bürgerhaushalt wird zum 1. oder 2. mal durchgeführt. Die Öffentlichkeit wird nicht nur über den Haushalt Informiert (z.B. durch eine Broschüre), sondern auch konsultiert: Sie hat die Möglichkeit, Verwaltungsvorschläge zu bewerten und/oder eigene Vorschläge einzubringen, zu diskutieren und zu bewerten. Darüber hinaus ist eine Rückmeldung darüber vorgesehen (Rechenschaft), ob und wie die Bürgervorschläge berücksichtigt wurden.

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