Köln

 

Hohe Beteiligungszahlen – Kölner Bürgerhaushalt zur Halbzeit auf der Überholspur

Zur Halbzeit im Kölner Bürgerhaushalt zieht die Kölner Stadtverwaltung eine positive Bilanz. Seit dem das Online-Forum am 22. Oktober 2007 eröffnet wurde, haben sich (Stand 09.11.2007, 21:10 Uhr) mehr als 4200 Personen registriert. Insgesamt machten die Teilnehmer 3250 Vorschläge, die durch 5350 Kommentare ergänzt und verfeinert und über 28000 mal bewertet wurden. Ebenso beeindruckend, wie die Zahl der Beiträge und Kommentare sind die Abrufe der Internetseite. Die Haushaltsvorschläge und Kommentare wurden über 300000 mal aufgerufen.

„Mit diesen hohen Beteiligungszahlen übertrifft der erste Kölner Bürgerhaushalt bereits nach der Halbzeit des Verfahrens vergleichbare Beteiligungsverfahren in anderen deutschen Großstädten, wie zum Beispiel Hamburg oder Berlin-Lichtenberg“ resümiert die Kölner Stadtverwaltung in ihrer Pressemitteilung vom 08.09.2007.

Die Zahlen sprechen für sich. Aber die Qualität der Beiträge begeistert noch mehr. Dr. Josef Wehner vom Fraunhofer Institut Intelligente Analyse und Informationssysteme (IAIS) und wissenschaftlicher Begleiter des Verfahrens sieht in dem hohen Niveau der Diskussion unter den Bürgerinnen und Bürgern ein deutliches Signal der Kölner Bürgerschaft an Politik und Verwaltung, den Bürgerhaushalt dauerhaft als politisches Beteiligungsinstrument zu verankern. Die Kölner beweisen damit, welch hohen Stellenwert das Verfahren in der öffentlichen Wahrnehmung hat. Sie nehmen das Beteiligungsangebot dankbar an, machen der Politik mit Ihren Vorschlägen Gesprächsangebote und verpflichten sie durch ihre große Aktivität, die Ergebnisse des Verfahrens transparent zu machen und in nachvollziehbar in ihren Entscheidungsprozess einzubeziehen.

Und dazu hat sie allen allen Grund. Entgegen der immer wieder geäußerten Befürchtung, Bürgerbeteiligungen – und auch Bürgerhaushalte – würden zu einem „Wunschkonzert“ der Öffentlichkeit ausarten, debattieren die Kölner ihre Vorschläge ausgiebig und ausgewogen. Für mit Ausgaben verbundene Maßnahmen und erarbeiten sie in ihren Beiträgen kostensparende Alternativen (z.B. Schlimmste Kreuzung der Stadt) oder schlagen Möglichkeiten zur Kosteneinsparung vor (z.B. Ampeln nachts ausschalten). Daneben hält die Kölner Bürgerschaft auch Ideen für zusätzliche Einnahmen (z.B. „Köln-Maut“) bereit. Dass aber längst nicht jede Idee für neue Einnahmen auf uneingeschränkte Zustimmung trifft, beweist beispielsweise die von wuwei und Kölnerin angestoßene Diskussion um Sauberkeit und Sicherheit. So argumentieren J. Hausmann und Kontrolletti bei der Frage, wie mit Hundekot verschmutzte Spielplätze und Wiesen zukünftig sauberer gehalten werden können, statt mit erhöhten Bußgeldern mit der konsequenteren Kontrolle und Durchsetzung bestehender Regelungen und Sanktionen und einem Ausbau der hundesanitären Infrastruktur (Doggingstationen).

Auch bei dem kontrovers diskutierten Thema „Ausbau des Godorfer Hafens“ beweisen die Kölnerinnen und Kölner Augenmaß und Selbstdisziplin und entkräften sowohl das Vorurteil nach einem „Wunschkonzert“ oder auch die Ansicht, dass sich Bürgerinnen und Bürger zu hochkomplexen politischen Themen nicht qualifiziert artikulieren könnten. Selbst erklärte Gegner dieser Millioneninvestition weisen darauf hin, dass das erste Kölner Bürgerhaushaltsforum nicht der richtige Ort für die Debatte sei (z.B. der Beitrag von S. Schwarz) und verweisen auf die eindeutige Themenstellung für das Beteiligungsangebot.

Neben unmittelbar haushaltsrelevanten Vorschlägen debattieren die Kölner auch über stadtplanerische Themen, z.B. Ehrenstraße zur Fußgängerzone machen von wuwei. Sie zeigen, dass hier ein grundsätzlicher Bedarf an Diskussion und mehr Bürgerbeteiligung besteht.

Bis zum Abschluss der öffentlichen Beteiligungsphase bleibt es spannend: Welche der Themen werden weiter diskutiert werden. Die aktuelle Bestenliste mit den am meisten diskutierten Artikeln gibt bereits einen ersten Überblick. Welche Themen weden noch angesprochen werden? Und wie werden die Ergebnisse der Diskussion in die politische Entscheidungsfindung einfließen? Wir werden Sie an dieser Stelle weiter informieren.

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Finanzplan 2.0 – Reportage über den Bürgerhaushalt in Köln

Der Rheinische Merkur hat in seiner aktuellen Ausgabe im Wirtschaftsteil eine Reportage über den Bürgerhaushalt in Köln gedruckt. Silke Linneweber berichtet über den Ablauf des Verfahrens und hat Stimmen von Teilnehmer/innen und aus der Verwaltung eingefangen.

Transparenz [Rheinischer Merkur (Ⅽ)]
Quelle: Rheinischer Merkur

Die Reportage ist auch online verfügbar

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Online-Bürgerhaushalt in Köln

Vom 22.Oktober bis zum 19. November haben die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Köln unter dem Motto „Deine Stadt – Dein Geld“ die Gelegenheit, für den Haushalt 2008 ihrer Verwaltung Vorschläge zu unterbreiten, wie sie Geld sparen könnte und wofür sie Geld ausgeben sollte. Und zwar online! Die Stadt hat sich entschieden, den Bürgerhaushalt mit einer internetbasierten Beteiligungsplattform zu unterstützen. Sie ist damit die erste Millionenmetropole Deutschlands überhaupt, die das Internet zur Anhörung der Bürger im Rahmen des Haushaltsplanungsverfahrens nutzt.

Wer will, kann jetzt per Tastatur und Mausklick seine Vorschläge zur Verwendung der Gelder an die Stadt schicken. Damit sich niemand ausgeschlossen fühlen muss, können Vorschläge auch telefonisch über das städtische Call-Center oder auf dem Postwege mitgeteilt werden. Und zwar zu den Themen „Sport“, „Grünflächen“ und „Straße, Wege und Plätze“. Jeder Spar‑ oder Ausgabevorschlag zu diesen Themen, auf welchem Wege er auch immer eingereicht wird, gelangt auf die Plattform und ist dort für jeden einsehbar. Wer sich als Teilnehmer registrieren lässt, hat dort außerdem die Möglichkeit, Vorschläge zu bewerten und zu kommentieren. Am Ende des Verfahrens wird es zu jedem Thema eine Liste mit den hundert am besten bewerteten Vorschlägen geben. Diese Listen werden nach Beendigung der Beteiligungsphase an die Verwaltung übergeben, die sich verpflichtet hat, jeden dieser dreihundert Vorschläge fachlich zu prüfen und alle sich daraus ergebenden Änderungen in Form eines „Veränderungsnachweises Bürgerhaushalt“ dem Rat der Stadt Köln zu übergeben. Die Politik wird alle Vorschläge einzeln beraten, prüfen und anschließend begründen, warum welche Vorschläge angenommen oder abgelehnt wurden. Alle übrigen Vorschläge gehen nicht verloren, sondern werden auf thematische Schwerpunkte hin ausgewertet, die ebenfalls dem Rat der Stadt zur Information vorgelegt werden.

Das Verfahrenskonzept und die entsprechende Plattform sind von der Stadt in enger Kooperation mit dem Fraunhofer Institut Intelligente Analyse‑ und Informationssysteme (IAIS) in Sankt Augustin und dem Berliner Unternehmen Zebralog entwickelt worden. Dass nicht zum gesamten Haushalt Vorschläge gemacht werden können, hat vor allem mit der Umstellung des Haushalts auf das neue kommunale Finanzmanagement (NKF) in NRW zu tun. Mit NKF kommen völlig neuartige Darstellungs‑ und Steuerungsformen zum Tragen, die eine Einschränkung des Bürgerhaushalts auf solche Themen nahe legten, die zuvor von den Bürgern im Rahmen einer Umfrage favorisiert wurden. Dennoch wird jetzt schon deutlich, dass die Bürgerinnen und Bürger die ihnen gebotene Chance, sich in die Belange der Politik ihrer Stadt einzumischen, nutzen wollen. Trotz der Themenbegrenzung haben sich bereits nach wenigen Tagen weit über 1000 Bürger registrieren lassen, um über 1000 Vorschläge einzugeben. Ebenso beeindruckend sind die über 100.000 Aufrufe von Vorschlägen innerhalb der ersten 5 Tage. Diese Zahlen, ebenso wie die Qualität vieler Beiträge, stimmen nicht nur zuversichtlich, was den weiteren Verlauf des Verfahrens anbelangt. Sie setzen darüber hinaus ein deutliches Signal für Politik und Verwaltung, den Online-Bürgerhaushalt zu einer festen Einrichtung zu machen.

Hier geht es zur Beteiligungsplattform in Köln:
http://www.stadt-koeln.de/buergerhaushalt

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Kölner Bürgerhaushalt „Deine Stadt – Dein Geld“ in der Presse

Hier finden Sie eine Zusammenstellung uns bekannter Presseartikel zum ersten Kölner Bürgerhaushalt „Deine Stadt – Dein Geld“ bis zum 23.11.2007:

Köln-Nachrichten (21.11.2007)
„Verwaltung stuft Bürgerhaushalt als ‚vollen Erfolg‘ ein“
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Köln-Nachrichten (20.11.2007)
„Kölner Bürgerhaushalt ist ein riesiger Erfolg“
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Kölnische Rundschau (20.11.2007)
„Ein dickes Lob für alle“
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Kölner Stadtanzeiger (von Andreas Damm, 20.11.2007)
„Wer ist der fleißige ‚Haushälter 0811‘?“
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Kölner Stadtanzeiger (von Andreas Damm, 20.11.2007)
„Mehr direkte Demokratie?“
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Kölner Stadtanzeiger (von Andreas Damm, 20.11.2007)
„Umbau ist dringend nötig“
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Köln-Nachrichten (15.11.2007)
„Endspurt für den Bürgerhaushalt“
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eGovernment Computing
„Kommunale Haushaltsplanung mit Web 2.0“
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Köln-Nachrichten (06.11.2007)
„Halbzeit beim Bürgerhaushalt“
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Express (von Florian JOACHIM, 05.11.2007)
„Das wünschen sich die Kölner“
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Innovative Verwaltung (von Christian BERMES, ohne Datum)
„Köln: Erster Schritte zum Bürgerhaushalt wurden gestartet“
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WDR (26.10.2007, von Anke FRICKE)
„Bürger bestimmen Stadtausgaben mit“
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Neue Rheinische Zeitung (von Fred SCHIERLINGE, 24.10.2007)
„Protest der Hafenausbaugegner zum Bürgerhaushalt“
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Köln-Nachrichten (23.10.2007)
„Seit Montag „regieren“ Kölner Bürger mit“
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Bürgerzeitung Köln (von Wolfgang P., 22.10.2007)
„Deine Stadt, Dein Geld“
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Kölner Stadtanzeiger (von Andreas Damm, 22.10.2007)
„Wünsche und sparen“
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Kölner Stadtanzeiger (von Andreas DAMM, 22.10.2007)
„Mitsprache bei Geldausgaben“
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Kölner Stadtanzeiger (22.10.2007)
„So funktioniert der Bürgerhaushalt“
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Kölner Stadtanzeiger (von Helmut FRANGENBERG, 18.10.07):
„Mitreden, wofür die Stadt ihr Geld ausgibt“
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NRhZ-Online – Neue Rheinische Zeitung (von Claus LUDWIG, 17.10.07):
„Mehr Demokratie durch „Bürgerhaushalt“?
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Köln-Nachrichten (10.10.07)
„Bürgerhaushalt in Köln: ‚Deine Stadt – Dein Geld‘/Start am 22. Oktober“
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Kölnische Rundschau (von Susanne HAPPE, 10.10.07)
„Etat: Kölner bestimmen mit“
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Köln-Nachrichten (10.10.2007)
„Bürger bestimmen über Haushaltsplanung der Stadt“
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Kölner Stadtanzeiger (von Andreas DAMM, 09.10.07)
„Vorschläge der Bürger erwünscht“
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Kölner Bürgerhaushalt gestartet

Seit dem 22. Oktober 00 : 00 ist der Kölner Bürgerhaushalt 2008 unter dem Motto „Deine Stadt – Dein Geld“ am Start. Unter www.stadt-koeln.de/buergerhaushalt wurde die Beteiligunsplattform zur Beteiligung freigeschaltet und wird seitdem von den Kölnerinnen und Kölnern zur Eingabe von Spar‑ und Auswertungsvorschlägen genutzt.

Neben dem Internet als wichtigste Säule, können die Bürgerinnen und Bürger bis zum 19. November 2007 auch das städtische Call-Center anrufen, und einen oder mehrere Vorschläge per Telefon in das Internet einstellen. Darüber hinaus ist es möglich Vorschläge per Post an die Stadt Köln zu senden. Diese Vorschläge werden ebenfalls durch städtische Mitarbeit auf die Beteiligungsplattform eingestellt.

Informationen zum Verfahren der Stadt Köln >>>

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Bürgerhaushalt in Köln: Auftakt am 22. Oktober

Wenn am 22. Oktober um 18 Uhr der Kölner Bürgerhaushalt mit einer zentralen Auftaktveranstaltung im Gürzenich startet, ist dies gleich in dreifacher Hinsicht eine Kölner Premiere. Neben dem Beteiligungsangebot an die Bürger/innen wird der Haushalt das erste Mal nach den Vorgaben des neuen Kommunalen Finanzmanagements eingebracht. Zugleich erblickt die für den Kölner Bürgerhaushalt leitende ‚E-Partizipation-Plattform’ das Licht der Öffentlichkeit, die in Zukunft die Bürgerbeteiligung via Internet vermehrt ermöglichen soll.

Bundesweit bisher einmalig, wird erstmals ein Call-Center in das Verfahren einbezogen. Dort können Bestellwünsche für die Haushaltsbroschüre entgegengenommen, grundlegende Fragen zum Bürgerhaushalt beantwortet und auch direkt Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger zum Haushalt 2008 in ein speziell entwickeltes Formular aufgenommen werden. Hierdurch kann die schriftliche Beteiligungsmöglichkeit der Bürgerschaft wesentlich vereinfacht und der Versand von Fragebögen reduziert werden. Zugleich wird zumindest beim Bürgerhaushalt 2008 auf dezentrale Bürgerversammlungen verzichtet.

Die Macher des Bürgerhaushaltes, allen voran die Kämmerei und die E-Government und Online-Dienste arbeiten derzeit unter Hochdruck: Umfangreiche Werbemaßnahmen sind vorgesehen, Anfang Oktober soll das Verfahren der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Nachdem am 18.10.07 der Haushalt in der Rat eingebracht wird, findet die eigentliche Konsultation der Bürger/innen in der Zeit vom 22.10.07 – 19.11.07 statt. Im Vordergrund stehen dabei die Produktbereiche ‚Straßen, Wege, Plätze’, Grünflächen und Sport. Insgesamt lässt sich festhalten, dass der Kölner Bürgerhaushalt in vielen Bereichen Neuland betritt, z.T. mit europaweiter Vorreiterrolle – ein Umstand, den Kritiker berücksichtigen sollten.

Diese Nachricht stammt von der KölnAgenda

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Auftakt Bürgerhaushalt in Köln

Aus der KölnAgenda Seite:

„Wenn am 22. Oktober um 18 Uhr der Kölner Bürgerhaushalt mit einer zentralen Auftaktveranstaltung im Gürzenich startet, ist dies gleich in dreifacher Hinsicht eine Kölner Premiere. Neben dem Beteiligungsangebot an die Bürger/innen wird der Haushalt das erste Mal nach den Vorgaben des neuen Kommunalen Finanzmanagements eingebracht. Zugleich erblickt die für den Kölner Bürgerhaushalt leitende ‚E-Partizipation-Plattform’ das Licht der Öffentlichkeit, die in Zukunft die Bürgerbeteiligung via Internet vermehrt ermöglichen soll.

Bundesweit bisher einmalig, wird erstmals ein Call-Center in das Verfahren einbezogen. Dort können Bestellwünsche für die Haushaltsbroschüre entgegengenommen, grundlegende Fragen zum Bürgerhaushalt beantwortet und auch direkt Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger zum Haushalt 2008 in ein speziell entwickeltes Formular aufgenommen werden. Hierdurch kann die schriftliche Beteiligungsmöglichkeit der Bürgerschaft wesentlich vereinfacht und der Versand von Fragebögen reduziert werden. Zugleich wird zumindest beim Bürgerhaushalt 2008 auf dezentrale Bürgerversammlungen verzichtet.

Die Macher des Bürgerhaushaltes, allen voran die Kämmerei und die E-Government und Online-Dienste arbeiten derzeit unter Hochdruck: Umfangreiche Werbemaßnahmen sind vorgesehen, Anfang Oktober soll das Verfahren der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Nachdem am 18.10.07 der Haushalt in der Rat eingebracht wird, findet die eigentliche Konsultation der Bürger/innen in der Zeit vom 22.10.07 – 19.11.07 statt. Im Vordergrund stehen dabei die Produktbereiche ‚Straßen, Wege, Plätze’, Grünflächen und Sport. Insgesamt lässt sich festhalten, dass der Kölner Bürgerhaushalt in vielen Bereichen Neuland betritt, z.T. mit europaweiter Vorreiterrolle – ein Umstand, den Kritiker berücksichtigen sollten.“

Links zum Originalbeitrag

Weitere Informationen zum Bürgerhaushalt in Köln auf den Seiten der KölnAgenda finden Sie hier.

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Köln: „Bürger als Ratgeber der Politik“

Bürger als Ratgeber der Politik
VON ANDREAS DAMM, 21.06.07, 22:24h

Etwa jeder Fünfte erklärt sich zur Mitarbeit am „Bürgerhaushalt“ bereit.

Wie sehen die Straßen, Wege und Plätze aus, und wie ist es um die Grünanlagen bestellt? Das sind die Themen, für die sich die Kölnerinnen und Kölner unter finanzpolitischen Gesichtspunkten am meisten interessieren. Wenn die Bürger demnächst erstmals von den Politikern in Haushaltsfragen zurate gezogen werden, wollen sie vor allem über die Ausgaben für ein besseres Erscheinungsbild ihrer Stadt mitentscheiden. Dieses Zwischenergebnis einer repräsentativen Befragung teilte die Stadtverwaltung dem Finanzausschuss des Rates mit. Themen wie Schule, kulturelle Angebote, Sport und Kindertagesstätten hätten die Teilnehmer als weniger interessant eingestuft.

Alltägliche Erfahrung

Der „Bürgerhaushalt“ wird von dem Gedanken getragen, dass Einwohner, Vereine und gesellschaftliche Gruppen durchaus als Fachleute für ihre Stadt betrachtet werden können. Ihr Wissen fußt auf alltäglicher Erfahrung, und das will der Rat nutzen. Der Umfrage zufolge halten 38 Prozent der Kölnerinnen und Kölner diese Form der Beteiligung für „längst überfällig“. Lediglich vier Prozent vertreten die Meinung, das dieses Verfahren „nichts bringe“. Etwa jeder Fünfte erklärte sich zur Mitarbeit bereit. Die Mehrheit will erst entscheiden, wenn weitere Informationen vorliegen.

Zumindest bei den am häufigsten genannten Themen sollen die Bürger den Etat für das Jahr 2008 an mitgestalten. Später soll die Beteiligung auf andere Gebiete ausgedehnt werden. Zur Vorbereitung will die Stadtverwaltung bis zum kommenden Herbst allen Einwohnern ein Informationsblatt schicken. Interessenten sollen dann eine umfassende Haushaltsbroschüre erhalten. Zudem will die Stadt für den Bürgerhaushalt eine Internet-Seite erstellen lassen.

Das Verfahren sehe vor, dass der Rat den Bürgern Rechenschaft darüber ablegt, warum er einen Vorschlag aufgenommen oder abgelehnt hat. Gerade negative Entscheidungen müssten schlüssig begründet sein. Andernfalls könnten sich die Bürger verprellt fühlen. Die Öffentlichkeit, heißt es in der Mitteilung der Verwaltung, müsse „bei der Ablehnung ihrer Vorschläge die Beweggründe des Rates nachvollziehen können“. So lasse sich eine Akzeptanz der Ablehnungen erreichen.

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Köln (PLZ 50667)

Standortdaten

Stadt/Kommune

Name: Köln

Postleitzahl: 50667

Status: Einführung


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Bürgerhaushalt für Köln ab 2008 möglich

Bericht aus dem Kölner Stadtanzeiger:

Bürgerhaushalt für Köln ab 2008 möglich
ERSTELLT 21.12.06, 07:39h

Der Kölner Stadtrat hat 2004 beschlossen, einen Bürgerhaushalt aufzustellen. Gerade wegen der schlechten Haushaltslage sei es wichtig, die Bürger in den Entscheidungsprozess einzubeziehen.

2008 wird das „Neue kommunale Finanzmanagement“ umgesetzt und so eine Voraussetzung für den Bürgerhaushalt geschaffen. Dann wird der bislang schwer lesbare städtische Haushaltsplan verständlicher. Die Kosten für einzelne Leistungen wie eine einzelne Unterrichtsstunde der Volkshochschule oder die Pflege von einem Quadratmeter Grün sollen so genau dargestellt werden. Freiwillige Leistungen werden deutlich von Pflichtaufgaben unterschieden.

Zur Idee des Bürgerhaushaltes gehört, dass die Bürger zunächst verständlich informiert werden müssen, sich dann beteiligen können und schließlich Politik und Stadt Rechenschaft über ihre Beschlüsse ablegen müssen. Der Rat muss sich erklären, wenn er Vorschläge der Bürger ablehnt und anders entscheidet. Diskutiert wird ausschließlich über so genannte freiwillige Leistungen der Kommune.

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