Online-Dialog

 

Wormser Haushalt seit heute im Dialog

Mit einer Informationsveranstaltung fiel in Worms heute der Startschuss für die vierwöchige Dialogphase zum Haushalt. Während die Veranstaltung vor Ort nur spärlich besucht wurde, gingen auf der Internetplattform bereits rund 15 Vorschläge ein.

Auf der Plattform können Bürger zu den Themengebieten Einsparmöglichkeiten, Einnahmesteigerungen und Ausgaben eigene Vorschläge abgeben und die Vorschläge anderer auf einer Skala von –2 bis +2 zu bewerten. Die 60 am besten bewerteten Vorschläge werden anschließend dem Stadtrat zur Beratung vorgelegt.

Eine Beteiligung ist ausschließlich über das Internet möglich. Wer  allerdings Hilfe braucht oder keinen eigenen PC hat, für den stehen mehrere öffentlich zugänglich PC samt Personal, das hilfreich zur Seite steht, zu Verfügung.

Link zum vollständigen Artikel des Nibelungen Kuriers

Link zur Beteiligungs-Plattform

Wir haben den Status von Worms auf „E“ wie Einführung gesetzt.

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Worms: Haushalt im Dialog

In zwei Schritten soll nun auch in Worms ein Bürgerhaushalt eingeführt werden: Die Bürger sollen zunächst über die Haushaltsplanungen informiert werden, anschließend startet dann der offizielle Dialog im Internet.

Am Mittwochnachmittag hat der Wormser Haupt‑ und Finanzausschuss den Einsteig in den Bürgerhaushalt beschlossen. In Worms nennt er sich „Haushalt im Dialog“. OB Kissel erklärte gegenüber der Presse, dass dies eine sehr gute und zutreffende Bezeichnung sei, weil es letztlich genau darum ging, um das konstruktive Gespräch zwischen Bürger und Verwaltung, heißt es in einem Artikel im Nibelungen-Kurier.

Ähnlich wie in Köln, Trier und Berlin-Lichtenberg sollen die Wormser Bürger über ein Onlineportal Vorschläge zum Haushalt machen können. Verzichtet wird allerdings auf Offline-Kanäle wie Bürgerversammlungen. Offiziell eingeleitet wird das Verfahren im Mai 2011, im Jahr 2012 soll es dann greifen. Ab dann gestaltet der Bürger den städtischen Haushalt über Vorschläge mit. Der interessierte Wormser kann sich dazu (sobald freigeschaltet) im Internet einloggen und Vorschläge abgeben. Und zwar in den drei Kategorien: 1) Städtische Ausgabe; 2) Einnahmen und 3) Einsparungen.

Hinweis: Eine Mitarbeiterin der Stadt Worms wies uns daraufhin, dass der Haushaltsdialog ebenfalls bereits in diesem Jahr – Ende Mai – starten wird (siehe Kommentar).

Link zum vollständigen Artikel im Nibelungen-Kurier

Wir haben Worms mit dem Status „B“ wie Beschluss in unsere Karte aufgenommen.

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Frankfurt plant Bürgerhaushalt für 2013

Die Einführung eines Bürgerhaushaltes für Frankfurt wurde am letzten Freitag vom Magistrat beschlossen; die tatsächliche Einführung erfolgt – wegen langer Vorbereitungszeiten – voraussichtlich erst 2013.

Für die Beteiligung soll eine Internetplattform eingerichtet werden, auf der die Bürger in zwei Phasen Haushaltsvorschläge einreichen und diskutieren können. Zugleich gehe es nicht nur darum, die Bürgerschaft über Ausgaben mitentscheiden zu lassen, sondern Verständnis für die Finanzsituation der Stadt insgesamt zu wecken. „Es sind ausdrücklich auch Sparvorschläge erwünscht“, wird Kämmerer Becker vom Hessen Tageblatt zitiert. In der zweiten Beteiligungsphase sollen die durch die Verwaltung geprüften Vorschläge von einem zufällig ausgewählten Kreis von BürgerInnen bewertet werden. Mit Hilfe der Zufallsauswahl durch persönliche und nicht übertragbare Einladungen wird sichergestellt, dass die Teilnehmenden überwiegend neutral im Hinblick auf die eingereichten Vorschläge sind. Bei einer hinreichend großen Anzahl von Einladungen wird auch eine Repräsentativität erreicht. Insbesondere bietet die Zufallsauswahl aber den Vorteil, dass die Einflussnahme von Interessengruppen eingeschränkt werden kann. Die Bewertung selbst soll in Form moderierter Workshops erfolgen.

Bereits 2011 sollen erste Informationsveranstaltungen zum Thema Bürgerhaushalt stattfinden, die die Bürger auf die Beteiligung vorbereiten sollen.

Link zum vollständigen Artikel des Hessen Tageblatt und der Frankfurter Neuen Presse

Wir haben den Status der Stadt Frankfurt auf „B“ wie Beschluss geändert.

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Babenhausen startet Bürgerhaushalt im Netz

Vom 13.01. bis zum 02.02. können die Babenhäuser Bürger auf einer Online-Plattform über Teile des städtischen Haushalt diskutieren und eigene Vorschläge machen, so berichtet die Offenbacher Post. Die Bürgermeisterin Gabi Coutandin und Wolfgang Sauer, zuständig für die städtischen Finanzen, sind gespannt auf den Verlauf der Bürgerbeteiligung: „Kostenneutralität oder gar Einsparung zu erreichen wäre natürlich optimal“, so Sauer. Doch das vornehme Ziel, so sind sich die Projektmacher sicher, sei es, den Bürgern zu mehr Kostenbewusstsein und gesellschaftlichem Engagement zu verhelfen. „Jeder kann selbst Schwerpunkte setzen und so seinen eigenen Beitrag zum Leben in unserer Stadt leisten“, formuliert es Coutandin, die sich regen Dialog erhofft.

Realisiert wurde das Portal durch die Firma „Wer denkt was“, eine Ausgründung der Technischen Universität Darmstadt, die sich auf digitale Bürgerbeteiligung spezialisiert haben. Die Beteiligung über das Internet soll – im Gegensatz zu Bürgerversammlungen – allen Bürgern die Chance geben, sich unkompliziert und vor allem über einen längeren Zeitraum hinweg an der Haushaltsplanung zu beteiligen.

Zur Diskussion stehen Haushaltsbereiche, die nicht zu kopflastig und komplex sind, sondern solche, zu denen jeder leicht Zugang findet, weil sie ihn unmittelbar im Alltag betreffen, so Coutandin. Dazu zählen die Themenbereiche städtische Grünflächen, Straßenbeleuchtung, Betrieb der Hallen und Gemeinschaftshäuser und ehrenamtliches Engagement. Die Vorschläge der Bürger werden von der Verwaltung gelesen und in einem Abschlussbericht im September abschließend beantwortet. „Wir nehmen die Vorschläge absolut ernst und sind schon sehr gespannt darauf“, sagt Sauer. Zusammen mit dem Abschlussbericht soll auch darüber entschieden werden, ob das derzeit kostenlose Pilotprojekt in den nächsten Jahren fortgesetzt wird.

Link zum vollständigen Artikel der Offenbacher Post

Link zur Plattform des Babenhäuser Bürgerhaushalts

Wir haben den Status von Babenhausen in „E“ wie Einführung geändert und werden über Neuigkeiten gegebenenfalls berichten.

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Mit Bürgerhaushalt Wandel erreichen – Internationaler Kongress zum kommunalen Bürgerhaushalt in Berlin

Pressemitteilung zum Internationalen Kongress zum kommunalen Bürgerhaushalt in Berlin der Bundeszentrale für Politische Bildung und der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt/InWEnt

Am 21. und 22. Januar 2010 diskutierten in Berlin über 160 internationale Experten und Praktiker aus 13 Ländern über den kommunalen Bürgerhaushalt. In vielen Teilen der Welt – etwa in Afrika und Südamerika – erweist sich der Bürgerhaushalt als erfolgreiches Instrument der Bürgerbeteiligung. Deutsche Kommunen scheinen bisher noch zögerlich zu sein. Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, das Centre Marc Bloch und die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt/InWEnt gGmbH luden deshalb zum internationalen Erfahrungsaustausch ein. In Foren und Diskussionsrunden analysierten die Teilnehmer die verschiedenen Modelle und Instrumente des Bürgerhaushaltes und ihre Eignung für Deutschland.

Berichte von Bürgerhaushalten in Lateinamerika, Afrika, China, Kanada und Europa stießen bei den Vertretern aus deutschen Kommunen auf großes Interesse, auch wenn Instrumente oft nicht eins zu eins übertragbar sind. „Bestimmte Elemente, Instrumente und Erfahrungen des Bürgerhaushaltes können und sollen ausgetauscht, übernommen, revidiert und angepasst werden“, sagte Thomas Krüger, Präsident der bpb. „Der Bürgerhaushalt ist und kann ein erfolgreiches Beteiligungsinstrument für alle Bürgerinnen und Bürger werden; für Menschen mit Migrationshintergrund, Männer und Frauen, Jugendliche und Senioren.“

So fand beispielsweise ein in der senegalesischen Gemeinde Fissel praktizierter Bürgerhaushalt viel Beachtung und Anerkennung. „Afrika ist hier viel weiter als wir!“, stellte einer der Teilnehmer fest. Anita Reddy, Abteilungsleiterin der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt/InWEnt, SKEW, ergänzt: „Afrika ist ein Kontinent, der reich an sehr unterschiedlichen Beispielen des Bürgerhaushaltes ist. Das könnte in Zukunft zu neuen Modellen führen, in denen Demokratisierung als ein wesentliches Thema erfasst wird, die aber auch die Verteilung von Ressourcen, den Zugang zu Bildung, Wissen und politische Einflussnahme einbeziehen.“

Doch beim Bürgerhaushalt geht es um mehr als die Verteilung knapper Ressourcen: er mobilisiert Menschen zur Teilhabe an Demokratie, fördert soziale Gerechtigkeit, politische Bildung und Armutsbekämpfung. Wichtig ist dabei sowohl die Einbettung des Bürgerhaushaltes in ein nachhaltiges kommunales Beteiligungskonzept als auch die Transparenz des Verfahrens. Allerdings ist es schwierig, die gelungene Implementation sichtbar zu machen, denn die Wirkung eines Bürgerhaushaltes ist nur schwer messbar.

Angesichts vieler neuer Herausforderungen der Kommunen bietet sich der Bürgerhaushalt als Instrument an, um den Wandel mitzugestalten. „Wandel ist eine inhärente Eigenschaft des Bürgerhaushaltes, er inspiriert Menschen, etwas zum Guten zu verändern,“ bilanziert Josh Lerner von der New School for Social Research in New York. „Deshalb muss ein Bürgerhaushalt nicht perfekt sein: beginnen Sie einfach und verbessern Sie ihren Haushalt Jahr für Jahr.“

Die Veranstaltung war hierfür ein wichtiger Impulsgeber. Dr. Béatrice von Hirschhausen, Stellvertretende Direktorin des Centre Marc Bloch (cmb), sagt: „Ein spannender und anregender Kongress, der den nationalen und internationalen Erfahrungsaustausch befördern soll.“

Antworten, Ideen und Kontakte mit Experten, wie dem nationalen Netzwerk der Bürgerhaushälter, bieten die bpb und die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt/InWEnt.

Pressekontakt
Servicestelle Kommunen in der Einen Welt/InWEnt gGmbH
Heike Wülfing
Friedrich-Ebert-Allee 40
53113 Bonn
Mobil: 0171 5400 920
hf.wuelfing@t-online.de

Pressekontakt/bpb
Bundeszentrale für politische Bildung
Daniel Kraft
Adenauerallee 86
53113 Bonn
Tel +49 (0)228 99515–200
Fax +49 (0)228 99515–293
presse@bpb.de

Die Pressemitteilung als PDF-Dokument (59 KB) >>>

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USA: The Office of Public Engagement

Wieder ein Schritt weiter in Richtung Transparenz in den USA. Nach Einführung der Seite Recovery.gov und dem dazu stattfindenden Online-Dialog Thenationaldialog.org hat die Regierung Obama nun mit dem Office of Public Engagement ein Büro für Bürgerbeteiligung eingrichtet:

The Office of Public Engagement is the embodiment of the President’s goal of making government inclusive, transparent, accountable and responsible.

Die Regierung der USA verfolgt so weiter konsequent den Ansatz ihr Handeln möglichst transparent zu machen, die Bürger umfassend zu informieren und mit ihnen in einen Dialog zu treten.

We create and coordinate opportunities for direct dialogue between the Obama Administration and the American public, while bringing new voices to the table and ensuring that everyone can participate and inform the work of the President.

Es wird interessant sein diese Entwicklungen in den USA in Zukunft weiter zu beobachten, zu sehen ob die Regierung Obama ihre Versprechen hält und zu verfolgen ob auch andere Länder zum Beispiel Deutschland diesem Beispiel folgen werden.

Lesen Sie zum Thema auch unsere Berichte:

„Your Money at Work“ – Obamas Website zum
Konjunkturprogramm der USA >>>

USA: The National Dialogue >>>

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USA: The National Dialogue

Im Februar haben wir über die Einführung der Seite Recovery.gov in den USA berichtet. Die Plattform informiert die Bürgerinnen und Bürger der Vereinigten Staaten über die Verwendung der Mittel, des von Präsident Obama eingeführten Konjunkturprogramms.

Nun ist am 27.04.2009 ein 7-tägiger Online-Dialog gestartet. Unter thenationaldialogue.org können alle Interessierten Ideen und Verbesserungsvorschläge zur Seite Recovery.gov machen. Außerdem können die Ideen anderer bewertet werden und eine Diskussion über die einzelnen Vorschläge ist möglich.

Die Ankündigung zum Dialog lautet wie folgt:

Join the Recovery Dialogue on IT Solutions!

The Recovery Accountability and Transparency Board and the Office of Management and Budget in partnership with the National Academy of Public Administration, is currently hosting a week-long national online dialogue to engage leading information technology (IT) vendors, thinkers, and consumers in answering a key question:

What ideas, tools, and approaches can make Recovery.gov a place where all citizens can transparently monitor the expenditure and use of recovery funds?

Die zentralen Fragen sind: Wie kann die transparente und verständliche Darstellung der Informationen über den Umgang mit Steuergeldern im Internet noch verbessert werden? Und wie kann Recovery.gov zu einem bedeutenden, sinnvollen und innovativen Informationsangebot für alle Bürgerinnen und Bürger der USA werden?

Making Recovery.gov a useful portal for citizens requires finding innovative ways to integrate, track, and display data from thousands of federal, state, and local entities. With this online dialogue, the Recovery Accountability and Transparency Board is reaching out to the public, state and local partners, potential recipients and solution providers to help fulfill the commitment to a transparent and accountable recovery.

Die Regierung Obama setzt weiterhin auf Transparenz. Über thenationaldialogue.org gibt sie den Bürgern jetzt auch die Möglichkeit sich auf nationaler Ebene mit ihren Ideen einzubringen. Es bleibt also spannend, die Entwicklung von Online-Dialogen in den USA zu beobachten – was wir an dieser Stelle tun werden.

Thenationaldialogue.org >>>

Recovery.gov >>>

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