Solingen

 

Finanzkrise: Essen und Solingen führen Bürgerhaushalt ein

In den Städten Solingen und Essen steht die Einführung des Bürgerhaushaltes bevor. In beiden Städten werden die Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, im Internet Sparvorschläge der Verwaltung zu bewerten und zu kommentieren und auch eigene Sparvorschläge zu machen.

Beiden Kommunen steht finanziell gesehen das Wasser bis zum Hals: Um die drohende Überschuldung zu vermeiden, müssen jährlich große Millionenbeträge eingespart werden. Der Bürgerhaushalt wird in Solingen und Essen im Lichte der (kommunalen) Finanzkrise daher als ein Instrument verstanden, um die Bürgerinnen und Bürger beim Sparen als Ratgeber und Pritoritätensetzer einzubeziehen. Man will die Scheere nicht ohne das Feedback der Bürgerinnen und Bürger ansetzen.

Sobald die Verfahren gestartet sind, werden wir hier berichten. Folgende Beiträge, in denen (auch) über Solingen und Essen berichtet wird, sind uns unter anderem bekannt:

–> Solinger Tageblatt: „Internet-Sparliste: Im Netz die Krallen…“ >>>
–> Solinger Tageblatt: „Kommentar: Widerstände ausloten“ >>>
–> taz.de: „Kaputtsanierung – so gehts“ >>>
–> RP-online: „Bürger sparen mit“ >>>
–> Rheinischer Merkur: „Bürgerhaushalt: Mit Löchern leben“ >>>
–> Der Westen: „Parteien setzen bei Spardebatte auf …“ >>>

Wir haben in unserer Karte Solingen und Essen aufgenommen und den Status „E“ vergeben (“E“ = Einführung: Der Bürgerhaushalt wird zum 1. oder 2. mal durchgeführt. Die Öffentlichkeit wird nicht nur über den Haushalt Informiert (z.B. durch eine Broschüre), sondern auch konsultiert: Sie hat die Möglichkeit, Verwaltungsvorschläge zu bewerten und/oder eigene Vorschläge einzubringen, zu diskutieren und zu bewerten. Darüber hinaus ist eine Rückmeldung darüber vorgesehen (Rechenschaft), ob und wie die Bürgervorschläge berücksichtigt wurden).

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Solingen (PLZ 42651)

Standortdaten

Stadt/Kommune

Name: Solingen

Postleitzahl: 42651

Status: Einführung


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Solingen: Bürger sparen mit

Wie die RP-Online berichtet, wird in Solingen (160.000 EW) Anfang März 2010 der Startschuss für den ersten Bürgerhaushalt fallen. Demnach werden die Solinger Bürgerinnen und Bürger vor allem dazu aufgerufen, Sparvorschläge der Verwaltung zu bewerten:

45 Millionen Euro muss die Stadt Solingen einsparen, damit sie nicht im Jahr 2013 pleite ist und von einem Sparkommissar regiert wird. Und damit die Einwohner mitbestimmen können, wo die finanzielle Daumenschraube fester oder lockerer angesetzt werden soll, wird es demnächst einen Bürgerhaushalt geben. „Auf einer Internetplattform können die Bürger Sparvorschläge bewerten, kommentieren und auch eigene Vorschläge machen“, erklärte Thomas Koch, Koordinator beim Stadtkämmerer, gestern im Seniorenbeirat und zuvor bereits im Behindertenbeirat.

Der Auftrag an die Bürgerinnen und Bürger ist also, sich am Sparen zu beteiligen. Wie aus dem Bericht hervorgeht, wird das Angebot daher auch kritisch gesehen. So heißt es im Bericht von Susanne GENATH vom 28. Januar auch:

Die Mitglieder des Seniorenbeirates begrüßten den ersten Solinger Bürgerhaushalt, bedauerten aber, dass die Bürger keine freien Gestaltungsmöglichkeiten hätten, sondern nur über Sparmaßnahmen entscheiden dürften. „So können wir nur zwischen Pest und Cholera wählen“, sagte Julia Freiwald (Grüne) und erntete dafür Zustimmung in der Runde. Nichtsdestotrotz regte Vorsitzender Herbert Gerbig (SPD) an, dass sich möglichst viele an der Umfrage beteiligten.

Lesen Sie hier den gesamten Artikel >>>

Wir haben in unserer Karte für Solingen den Status von „B“ auf „E“ geändert (E = Einführung: Der Bürgerhaushalt wird zum 1. oder 2. mal durchgeführt. Die Öffentlichkeit wird nicht nur über den Haushalt Informiert (z.B. durch eine Broschüre), sondern auch konsultiert: Sie hat die Möglichkeit, Verwaltungsvorschläge zu bewerten und/oder eigene Vorschläge einzubringen, zu diskutieren und zu bewerten. Darüber hinaus ist eine Rückmeldung darüber vorgesehen (Rechenschaft), ob und wie die Bürgervorschläge berücksichtigt wurden).

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Solingen will Bürger beim Sparen einbeziehen

Laut eines Berichtes der Online-Ausgabe des Solinger-Tageblatt wird es in Solingen demnächst die Möglichkeit für die Bürgerinnen und Bürger geben, Ihrer Stadt beim Sparen zu helfen. Solingen steht unter Zugzwang: es müssen viele Millionen gespart werden: statt 15 Millionen 45 Millionen jährlich. Stadtkämmerer Ralf Weeke will daher die Bürgerinnen und Bürger beteiligen. Dazu wird Weeke vom Tageblatt gefragt:

Ist der von Ihnen und Oberbürgermeister Feith vorgeschlagene „Bürgerhaushalt“ nicht eine Kapitulationserklärung? Nach dem Motto: „Soll doch der Bürger selbst entscheiden, wie seine Stadt demontiert werden soll – wir halten uns da raus?“

Dazu wird Weeke im Artikel zitiert:

Weeke: Ganz im Gegenteil. Klar ist, dass die einzelnen Maßnahmen weh tun werden und politischen Streit auslösen. Da kann es ja Rat und Verwaltung sehr helfen, zu wissen, wie Menschen in der Stadt glauben, was ihnen lebenswichtig ist und was vielleicht nicht. Diese Bürgermeinung fließt dann in die Diskussion ein, aber entscheiden muss am Ende die Politik.

Lesen Sie hier den ganzen Artikel: Interview mit Stadtkämmerer Weeke „Höhere Steuern letztes Mittel“, 30,10.2009, Solinger-Tageblatt >>>
Siehe auch Artikel „Stadt will Bürgernähe“ von Susanne GENATH, 18.11.200, RP-Online >>>

Wir haben bei der Stadt Solingen in unserer Karte den Status von „D“ auf „B“ umgestellt (B = Beschluss: Die Einführung eines Bürgerhaltes wurde durch den Rat (im besten Fall: einstimmig) beschlossen. Ein Ratsbeschluss liegt vor.

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Solingen: OB-Kandidatin Zsack-Möllmann will Bürgerhaushalt

Laut eines Beitrags der Online-Ausgabe des Solinger Tageblatt möchte (auch) die Grüne OB-Kanditatin Zsack-Möllmann einen Bürgerhaushalt einführen:

Artikel im Solinger Tageblatt vom 12.8.2009 >>>
Weitere Meldungen zu Solingen auf Buergerhaushalt.de >>>

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Solingen: Auch FDP befürwortet Bürgerhaushalt

Die FDP in Solingen hat am 16.02.2009 ihren Oberbürgermeisterkandidaten gewählt. Volker Klein sieht sich „als Vermittler zwischen den Interessen des Rathauses und denen der Bürger, Vereine und Institutionen“ berichtet das Solinger Tageblatt. Ein Mittel, um Politik bürgernäher zu gestalten, ist in den Augen Kleins der Bürgerhaushalt.

Der FDP-Spitzenkandidat möchte Solingens Bürger durch einen Bürgerhaushalt stärker in das politische Geschehen der Stadt miteinbeziehen: Durch einen Bürgerhaushalt will Volker Klein die Solinger stärker in die Finanzpolitik einbeziehen, sie über Investitionen und Kürzungen mitentscheiden lassen.

Zum Artikel des Solinger Tageblatt >>>

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Solingens Kämmerer will Bürgerhaushalt einführen

In seiner Etatrede zum Doppelhaushalt 2009⁄2010 kündigt Solingens Kämmerer Ralf Weeke die baldige Einführung eines Bürgerhaushalts an:

Ich hätte mir gewünscht, dass parallel zur Einbringung dieses Haushaltes erstmals auch bereits ein sogenannter „Bürgerhaushalt“ hätte „laufen“ können. Mit dieser Begrifflichkeit meine ich nicht nur eine für jede Bürgerin und jeden Bürger dieser Stadt gut verständliche auf wenigen Seiten zusammengefasste „Mini-Ausgabe“ des Haushaltes, sondern vor allem ein Verfahren der frühzeitigen und aktiven Bürgerbeteiligung, – der echten Interaktion. Dieses war jedoch angesichts der dafür erforderlichen Vorarbeiten und der damit verbundenen zeitlichen Belastung in diesem Jahr noch nicht zu leisten. In Zukunft wird dies anders sein, denn eine aktive Beteiligung der Bürgerschaft unserer Stadt gerade auch in einer schwierigen finanziellen Lage ist unverzichtbar. Von ein oder zwei Alibiveranstaltungen mit den „üblichen Verdächtigen“ – ohne damit jemandem zu nahe treten zu wollen – halte ich jedoch wenig. Selbstverständlich aber werden im Internet auf der Homepage der Stadt Solingen wichtige Teile des Haushaltes für alle daran interessierten Menschen bereitgestellt.

Die ganze Rede auf der Seite der Stadt Solingen >>>

Wir haben Solingen in unsere Karte aufgenommen und den Status „D“ vergeben.
(“D“ = Diskussion: Die Einführung eines Bürgerhaushaltes wird in der Kommune diskutiert. Der Bürgerhaushalt wird z.B. von einer Partei oder einer nicht-staatlichen Organisation eingefordert. Die Einführung ist oft umstritten. Ein Ratsbeschluss zur Einführung liegt nicht vor.)

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