Stuttgart

 

Stuttgart: Ergebnisse online

Auf der Online-Plattform des Bürgerhaushaltes Stuttgart können jetzt die Ergebnisse der Haushaltsberatungen und die Stellungnahmen zu den Bürgervorschlägen eingesehen werden.

Darüber hinaus können auf der Online-Plattform unter „Ergebnisse“ und „Gemeinderat prüft“ weitere Informationen zu den Bürgervorschlägen eingesehen werden, die vom Gemeinderat in den Haushaltsberatungen behandelt wurden. Hier finden sich beispielsweise Verweise auf die dazugehörigen Gemeinderatsdrucksachen und Anträge der Fraktionen, die Stellungnahme der Verwaltung, die Anzahl der positiven und negativen Bewertungen des Vorschlags und der Platz des Vorschlags. So können Leser den Gang der Entscheidungsfindung nachvollziehen, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt.

Link zur vollständigen Pressemitteilung

Link zur Plattform des Bürgerhaushaltes

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Lampertheim: Ein Forum macht noch keinen Bürgerhaushalt

Die Stadt Lampertheim stellt ihren Bürgern derzeit ein Forum zur Verfügung, in dem über die Haushaltsplanung der Stadt diskutiert und eigene Haushaltsvorschläge gemacht werden können. Nach Angaben der Stadt soll so „mit Ihrer Mitarbeit in einem offenen und transparenten Verfahren ein „Bürgerhaushalt“ entstehen“.

Die momentane Umsetzung der Haushaltsdiskussion kann leider auch noch nicht als Bürgerhaushalt bezeichnet werden. Die Stadt hatte zwar bereits im Rahmen einer Informationsinitiative über die aktuelle Haushaltslage und den Haushaltsplan 2011 informiert, das Bürgerforum knüpft allerdings an diese Informationen nicht direkt an. Statt die Verwaltungsvorschläge in verständlich aufgearbeiteter Form zur Verfügung und Diskussion zu stellen, können die Bürgern momentan nur ohne konkrete Fragestellungen eigene Anregungen in ein Diskussionsforum einstellen. Die Beteiligungshürden sind dementsprechend hoch – dies zeigt sich auch daran, dass bisher kein Beitrag in dem Forum eingegangen ist. Darüber hinaus entspricht das Diskussionsforum derzeit nicht dem aktuellen Stand der Kunst: Betrachtet man erfolgreiche Beteiligungsprojekte wie Köln, Solingen und Stuttgart fällt auf, dass diese sich alle durch eine eigenständige Diskussionsplattform auszeichnen.

Auch über die Form der Rechenschaft fehlt bisher ein konkreter Hinweis. Ob die Bürgervorschläge demnach tatsächlich von der Politik aufgegriffen werden, ist derzeit unklar.

Link zu einer Meldung der Stadt zum Bürgerforum

Link zum Bürgerforum

Wir werden die Entwicklungen der Stadt weiterhin beobachten, belassen den Status auf unserer Karte aber derzeit noch auf „I“ wie Information.

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Stuttgarter Bürgerhaushalt mit guter Beteiligung abgeschlossen

Seit Anfang August ist die Online-Beteiligung des Stuttgarter Bürgerhaushaltes nun beendet. Rund 9000 Bürger und Bürgerinnen haben sich an dem Verfahren beteiligt und insgesamt 1745 Vorschläge abgegeben. Die 120 am besten bewerteten Vorschläge werden nun von der Verwaltung gesichtet und anschließend dem Stadtrat zur Verwaltung vorgelegt.

Die Stadt zeigt sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. In einem Artikel der Stuttgarter Nachrichten heißt es dazu: In keiner anderen deutschen Großstadt, die solches unternahm, hätten die Menschen so viele Hinweise geliefert, wo man investieren oder lieber sparen sollte. In Köln hätten 10.000 Bürger etwa 1250 Vorschläge geliefert und 39.000 Bewertungen vorgenommen. In Essen lieferten rund 4000 Bürger rund 250 Vorschläge und rund 114.000 Bewertungen. Aber dass Stuttgart vorne liege, sei ja nicht ungewöhnlich, meinte Schuster.

Im bundesweiten Vergleich von Bürgerhaushaltsverfahren in Städten über 100.000 Einwohner hat Stuttgart in der Tat eine gute Beteiligung erzielt: Im Vergleich zu anderen Verfahren erreicht Stuttgart mit einer Beteiligungsquote von knapp 1,5 % einen beachtlichen Wert. Andere Verfahren erreichten ähnliche Werte, wie zum Beispiel Bonn (3,9%), Solingen (2,4%), Trier (1,9%), Essen (0,7%), Köln (unter Berücksichtigung der Fragebögen und Call-Center und ohne Gast-Beiträge nicht registriert Teilnehmender = 1,3 %), und Hamburg (0,04%). Grundsätzlich sind diese Zahlen aber mit Vorsicht zu genießen, da beispielsweise auch immer die konzeptuellen Unterschiede der einzelnen Verfahren zu beachten sind. So wurde in Solingen und Essen beispielsweise eine „bürgerbeteiligte Haushaltskonsolidierung“ durchgeführt, bei der die Bürger lediglich Spar‑ und Einnahmevorschläge der Verwaltung kommentieren und bewerten konnten. Auch in Hamburg wurde ein anderes Konzept zugrunde gelegt, indem Teilnehmende in einem dreiphasigen Dialogprozess aufgefordert waren, Vorschläge und Kriterien für den Hamburger Haushalt entwickeln.

Die Stadt sei sich sicher, dass es die Aktion auch künftig geben werde, heißt es in dem Artikel der Stuttgarter Nachrichten. Bis März nächsten Jahres soll außerdem eine Evaluation des Verfahrens stattfinden.

Für die kommenden Verfahren wünschen wir Stuttgart weiterhin viel Erfolg!

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Karlsruhe: Erneute Diskussion über Bürgerhaushalt

Bisher seien bereits mehrere Anläufe, einen Bürgerhaushalt in Karlsruhe einzuführen, gescheitert, heißt es in einem Bericht der ka-news. Die Freien Wähler starten nun mit einer Anfrage an die Stadtverwaltung einen erneuten Versuch.

Die beiden Stadträte der Freien Wähler Karlsruhe hatten die Stadtverwaltung gebeten, eine Erklärung darüber abzugeben, unter welchen Voraussetzungen die Einführung eines Bürgerhaushaltes möglich sei. Ziel des Projekts sei, eine stärkere Bürgerbeteiligung auf allen Ebenen, so die ka-news. Als Vorbild gelten internationale Beispiele aus Brasilien und Neuseeland, aber auch deutsche Projekte, wie das Kölner Verfahren oder der aktuell laufende Stuttgarter Bürgerhaushalt.

Laut einem Bericht auf Boulevard Baden habe sich die Stadtverwaltung zu der Anfrage bisher nicht geäußert.

Link zu dem Artikel der ka-news

Link zu dem vollständigen Bericht auf Boulevard Baden

Wir haben Karlsruhe mit dem Status „D“ wie Diskussion in unsere Karte aufgenommen.

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Welt Online: „Beteiligung muss in die Kultur der Gemeinde übergehen“

Immer mehr Kommunen tun es – die Bürger an Haushaltsentscheidungen beteiligen. Die Welt versucht in einem Artikel anhand der Bürgerhaushalte in Berlin Lichtenberg, Esslingen und Stuttgart erfolgreiche Modelle und Risiken zusammenzufassen.

In Esslingen zum Beispiel, einer der ersten deutschen Städte, die einen Bürgerhaushalt durchgeführt haben, sei der Bürgerhaushalt wegen des hohen Aufwandes wieder eingestellt worden: Der Personaleinsatz sei, gemessen am Interesse, zu groß gewesen, sagte der Esslinger Finanzbürgermeister Bertram Schiebel der Nachrichtenagentur dpa: „Je mehr Bürgerbeteiligung, desto mehr qualifizierte Antworten müssen Sie auch geben.“

Ein ähnlicher Pionier in Sachen Bürgerhaushalten war Lichtenberg: 2005 führten sie zum ersten Mal einen Bürgerhaushalt durch und sind im Gegensatz zu Esslingen auch dabei geblieben; mittlerweile geht der Lichtenberger Haushalt in die siebte Runde. Das Verfahren ist mit den Jahren gewachsen: Mit jedem Haushalt versucht Bezirksbürgermeisterin Christina Emmrich, ein wenig nachzujustieren.
Dass ein Bürgerhaushalt Arbeit bedeuten würde, war ihr von vornherein klar. Bereits ein Jahr vor der Einführung 2005 trommelte die Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Lichtenberg auf Veranstaltungen für ihre Pläne, streute ihre Hoffnungen über eine neue Form des Miteinanders über die Medien. „Wer einfach nur sagt: Bürgerlein, komm mal – das klappt auf keinen Fall“, sagt die Linke-Politikerin. „Man braucht einen langen Vorlauf, viele Diskussionen und den persönlichen Einsatz von vielen Menschen.“

Jochen Franzke, Verwaltungswissenschaftler der Universität Potsdam, beurteilt das Lichtenberger Verfahren positiv: Es sei ein deutschlandweites Beispiel für einen gelungenen Bürgerhaushalt, heißt es in dem Artikel. Im Allgemeinen gehe er davon aus, dass Bürgerbeteiligungsverfahren über mehrere Jahre hinweg durchgeführt werden müssten, bis sie sich wirklich etablieren und in die Kultur der Gemeinde übergehen. Dies hätte sich in den bisher bekannten Bürgerhaushaltsverfahren gezeigt.

Der gerade erst angelaufene Stuttgarter Bürgerhaushalt habe daher noch einen langen Weg vor sich. Die Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion Roswitha Blind setzte sich für das Verfahren ein: Auch in Stuttgart hielt Roswitha Blind einen Bürgerhaushalt lange nicht für möglich. Doch dann kamen die Demonstrationen gegen den neuen Bahnhof. Blind nutzte die Situation Ende des vergangenen Jahres, um ihre Idee bei den anderen Fraktionen durchzusetzen: „Es war eine Atmosphäre, in der sich keiner getraut hat, sich gegen Bürgerbeteiligung zu stellen.“ Jetzt heißt es abwarten und hoffen, dass sich viele Bürger beteiligen. „Die entscheidende Frage ist: Machen genügend Bürger mit, sodass die Ergebnisse einigermaßen repräsentativ sind“, sagt Blind.

Das Problem der Repräsentativität kennt auch Franzke. Bürgerhaushalte seien für ihn daher immer noch ein Experiment. „Wir reden über ein bis zwei Prozent der Bürger, die sich in den jeweiligen Gemeinden beteiligen“, sagte Franzke. Doch er sieht, was möglich ist: „In Lateinamerika sind es mittlerweile bis zu 30 Prozent. Da entsteht eine ganz andere Diskussionsdynamik.“
Der für ihn wohl wichtigste Erfolgsfaktor für Bürgerbeteiligung ist eine tatsächliche Einbeziehung der Bürger. Sein Fazit: „Lokale Politik, Verwaltung und Bürgergesellschaft müssen zusammenarbeiten. Es darf keine Frontalpolitik mehr geben. Wenn man dies nicht will, sollte man es lieber lassen.“

Link zum vollständigen Artikel auf Welt Online

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Stuttgarter Bürgerhaushalt startet

Mit einer Informationsveranstaltung, zu der laut Informationen der Stadt rund 100 Bürgerinnen und Bürger kamen, läutete Stuttgart gestern offiziell den Beginn des Bürgerhaushaltes ein. Ab morgen können auf der Internetplattform eigene Vorschläge zum Haushalt eingegeben und andere Vorschläge bewertet und kommentiert werden.

Die 100 am besten bewerteten Vorschläge werden nach dem Abschluss der Online-Phase Ende Juli von der Verwaltung geprüft und anschließend dem Gemeinderat zum Beschluss vorgelegt. Mitmachen beim Bürgerhaushalt darf jeder Stuttgarter Bürger: Bei der Registrierung im Internet müssen die TeilnehmerInnen neben einer E-Mail-Adresse ihre Wohnadresse angeben. Für Bürger, die keinen Zugang zum Internet haben, bietet die Stadt an, Vorschläge und Bewertungen auch schriftlich, per Telefon oder persönlich abzugeben. Um auch Migranten am Haushalt zu beteiligen, hat die Stadt außerdem Migrantenvereine und Moscheen kontaktiert.

Die Stadt ist in der komfortablen Lage, für 2011 mit Einnahmen von knapp 2 Milliarden Euro rechnen zu können. Auf der anderen Seite stehen derzeit gerade etwa 130 Euro Schulden pro Einwohner – „so niedrig wie in keiner anderen deutschen Großstadt“, so Stadtkämmerer Föll.

Link zum Onlineportal des Bürgerhaushaltes

Link zum vollständigen Artikel auf newsroom.stuttgart.de

Wir haben den Status von Stuttgart auf „E“ wie Einführung gewechselt.

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Stuttgart wirbt für Bürgerhaushalt

Seit gestern werden in Stuttgart Faltblätter zum Thema Bürgerhaushalt verteilt, die auf den baldigen Start des Projektes aufmerksam machen und über den Ablauf informieren sollen. Am 01. Juli startet schließlich die Online-Phase des Beteiligungshaushaltes.

Bis zum 22. Juli können die Bürger sowohl über die Online-Plattform als auch per Telefon und persönlich in der Stadtkämmerei Haushaltsvorschläge einreichen. Die eingereichten Vorschläge können anschließend online bewertet und kommentiert werden.

Der Gemeinderat wird bei den anstehenden Haushaltsberatungen über die hundert Vorschläge mit der höchsten Zustimmung einzeln entscheiden. Die Stadträtinnen und Stadträte haben dem Verfahren bereits im März mit großer Mehrheit zugestimmt. Im Vorwort des Faltblatts, das nun an alle Bürger verteilt wird, lädt Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster zudem am Mittwoch, 29. Juni, um 19:30 Uhr zur Informationsveranstaltung über den Bürgerhaushalt in den Großen Sitzungssaal des Rathauses ein, heißt es in einem Artikel des Stuttgarter Blattes.

Link zum Online-Portal des Bürgerhaushaltes

Link zum vollständigen Artikel des Stuttgarter Blattes

Wir haben Stuttgarts Status in „E“ wie Einführung geändert.

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Stuttgart: Bürgerbeteiligung soll noch in diesem Jahr starten

Bereits im Juli plant die Stadt Stuttgart, die Bürger in die Haushaltsplanungen einzubinden. Die Beteiligung soll vor allem über ein Internetportal stattfinden.

Die SPD schlägt vor, im Vorfeld zusätzlich mit Hilfe von gezielten Informationsveranstaltungen auf das Bürgerhaushaltsverfahren aufmerksam zu machen. Denn: „Uns liegt sehr viel an einem erfolgreichen Einstieg in den Bürgerhaushalt. Das soll keine Eintagsfliege sein“, wird Stadtrat und Kreisparteichef Andreas Reißig in einem Artikel der SüdWest Presse zitiert.

Über das geplante Onlineportal sollen Bürger sowohl Einnahme‑ als auch Ausgabenvorschläge machen, die anschließend eine Woche lang von allen Teilnehmern bewertet werden können. Zusätzlich dazu besteht die Möglichkeit, seinen Vorschlag in speziellen öffentlichen Sitzungen direkt einzubringen. Die 100 Vorschläge, die hierbei die meiste Zustimmung erhalten, werden anschließend von der Verwaltung ausgewertet und dem Rat zur Entscheidung vorgelegt. Eine Rechenschaft über die Entscheidung des Rates soll Anfang 2012 erfolgen.

Link zum vollständigen Artikel der SüdWest Presse

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Skepsis in Stuttgart

Die Forderung der SPD, in Stuttgart einen Bürgerhaushalt durchzuführen, stößt nicht nur auf offene Ohren. Von Seiten der anderen Fraktionen hagelt es laut einem Bericht der Stuttgarter Zeitung nun Kritik:

Jürgen Zeeb, der Fraktionschef der Freien Wähler im Stuttgarter Gemeinderat, hegt keinerlei Zweifel: „Dieser Vorstoß der Sozialdemokraten ist ein populistisches Anliegen im Landtagswahlkampf. Aber wir dürfen den Leuten nichts vorgaukeln – die Verantwortung für den Etat liegt nur bei uns.“ Auch die FDP und die Grünen raten zu einem behutsamen Umgang mit dem Thema. Als Grund für die Skepsis werden in dem Artikel vor allem negative Stimmen, wie die um die Manipulationsvorwürfe beim Potsdamer Bürgerhaushalt, genannt. Vorwürfe wie dieser und die mangelnde Beteiligung der Bürger an manchen Verfahren sorgen in vielen Kommunen für Zweifel am Bürgerhaushalt als Beteiligungsverfahren.

Manfred Kanzleiter, der SPD Stadtrat, will sich davon aber nicht entmutigen lassen: „Wir wollen das Verfahren mit dem Bürgerhaushalt nicht überstrapazieren – aber wir halten an unserem Vorstoß fest: Wir alle müssen uns den Bürgern stellen.“ Nun gelte es, für Stuttgart ein praktikables Verfahren zu finden, einen Anfang zu machen, der in den nächsten Jahren ausgebaut werden könne. Es gehe schließlich darum, „das bürgerschaftliche Engagement durch Mitwirkung und Teilhabe zu fördern“.

Link zum vollständigen Artikel der Stuttgarter Zeitung

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Bürgerhaushalt als Beteiligungsinstrument: „Die Menschen verlangen das.“

Solle die Distanz zum Bürger nicht wachsen,  müsse die Verwaltung transparenter arbeiten: „Die Menschen verlangen das.“, so wird Oliver Märker (Zebralog) in einem Artikel von Arnold Rieger in den Stuttgarter Nachrichten über Bürgerhaushalte zitiert.

In dem Artikel werden die grundlegenden Züge des Bürgerhaushaltes und seine Vorteile für Städte und Kommunen aufgezeigt. Vor allem in Zeiten knapper Kassen und Sparmaßnahmen sei eine Bürgerbeteiligung am Haushalt die einzige Rückkopplung für die Entscheidungen der Politik und Verwaltung. Im Gegensatz zu den bisher offengelegten Etatplänen zielen Bürgerhaushalte auf eine angemessene Verständlichkeit für die Bürger ab und bieten ihnen die Möglichkeit, aktiv mitzuentscheiden. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Bürger mit einem Sandkasten zufrieden wären, während die Politiker dann doch entscheiden, wie sie wollen. Ernstgenommen fühlen sie sich nur dann, so warnen Fachleute, wenn sie nicht nur über ein paar Euro, sondern auch über die generelle Richtung mitentscheiden dürfen. Als Beispiel für einen gelungenen Bürgerhaushalt wird unter anderem Freiburg genannt, mit insgesamt 1300 Bürgervorschlägen.

Der immer noch vorherrschende Skepsis auf Verwaltungsseite relativiert Märker: „Der Umstand, dass die vom Volk gewählten Gemeinderatsmitglieder das letzte Wort haben, relativiert letztlich den Vorwurf, dass sich bei Bürgerhaushalten nur Einzelinteressen durchsetzen. Am Ende werden so auch nicht repräsentative Ideen wieder repräsentativ.“ Wichtig für eine erfolgreiche Durchführung sei vor allem, dass Politik und Verwaltung geschlossen hinter dem Beteiligungsverfahren stehe. Ein ideales Instrument für die Bürgerbeteiligung ist für Märker das Internet: „Das ist überhaupt der größte Motor dieser Bewegung, denn die Menschen haben damit ein Instrument, um sich zu organisieren und um sich zu qualifizieren.“

Die Stuttgarter SPD zumindest ist von dem Verfahren überzeugt und will in Zukunft dem positiven Beispiel von Freiburg, Köln und Essen folgen.

Link zum Artikel der Stuttgarter Zeitung

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Stuttgart – Erste Diskussionen über möglichen Bürgerhaushalt

Wie das Stuttgarter Wochenblatt berichtete, wurde dort während einer Mitgliederversammlung der kreisangehörigen SPD-Ortsvereine über die Beteiligungsmöglichkeiten der Bürgerschaft am kommunalen Haushalt beraten.

Projekte wie die Bürgerhaushalte in Hamburg und Köln dienen der Stuttgarter SPD als positives Beispiel und stimmen zuversichtlich: Neben einer gestalterischen Einbindung der Öffentlichkeit in die Stadtpolitik sehen die Sozialdemokraten der Oberen Neckarvororte mit einem Bürgerhaushalt, eine deutliche Stärkung der Bezirksbeiräte. Eine Entscheidung über die Einführung ist nach den Hausaltsberatungen im nächsten Jahr zu erwarten. Susanne Weiß, die Vorsitzende des Ortsvereins Linker Neckar ist „gespannt, welche Mehrheiten sich im Rathaus zu diesem wirklich demokratischen Vorstoß bilden werden.“

Die Stuttgarter SPD lädt im Rahmen der laufenden Diskussion am 28.10. zu einer Infoveranstaltung zum Thema Bürgerhaushalt ein. Genauere Infos finden Sie in der offiziellen Einladung.

Wir haben Stuttgart mit dem Status „D“ in unsere Karte aufgenommen. „Ⅾ = Diskussion: Die Einführung eines Bürgerhaushaltes wird in der Kommune diskutiert. Der Bürgerhaushalt wird z.B. von einer Partei oder einer nicht-staatlichen Organisation eingefordert. Die Einführung ist oft umstritten. Ein Ratsbeschluss zur Einführung liegt nicht vor.“

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Stuttgart (PLZ 70173)

Standortdaten

Stadt/Kommune

Name: Stuttgart

Postleitzahl: 70173

Status: Beschluss


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