Transparenz

 

Hildesheim: Projekt für gelebte Demokratie

In Hildesheim sollen die Bürger ab 2013 die Möglichkeit haben, sich stärker in Entscheidungsprozesse einzubringen. Im Rahmen des Projektes für gelebte Demokratie will die Stadt das Haushaltsverfahren transparenter machen. Gemeinsam mit der Initiative Bürgerhaushalt will die Finanzdezernentin Antje Kuhn daher in Zukunft ein Bürgerhaushaltsverfahren durchführen, soheißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Bereits im Dezember hatten sich die Dezernentin und die Bürgerinitiative getroffen und über das Projekt Bürgerhaushalt diskutiert. Am 07. Februar finder das nächste Treffen statt. Dort steht unter anderem die Wahl eines Moderatorenteams auf dem Plan.

Eines der vorrangigen Ziele der Initiative ist die Einführung eines sogenannten „lesbaren Haushaltes“, der den Bürgerinnen und Bürger den komplexen Haushalt einer Kommune nachvollziehbar macht. „Das möchten wir gemeinsam mit den Bürgern, der Verwaltung und den Ratsmitgliedern erreichen“, sagt Ralf Jürgens (Initiative Bürgerhaushalt). „Auf das Ergebnis des lesbaren Haushalts bin ich sehr gespannt“, verrät Finanzdezernentin Antje Kuhne, die das Projekt mit ihrem Dezernat begleitet, heißt es in der Meldung der Stadt.

Link zur vollständigen Pressemitteilung der Stadt

Wir haben Hildesheim mit dem Status „B“ wie Beschluss in unsere Karte aufgenommen.

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Bürgerhaushalte in China

In dem Artikel „Ciciv Engagement through Participatory Budgeting“ von Boagang He soll die Anwendung und die Bedeutung von Bürgerhaushalten in China skizziert werden. Als wichtiges Analysemittel haben sich dabei drei Fragej als besonders wichtig erwiesen: Wie wird die Bürgerbeteiligung aus Sicht der Verwaltung gesehen, welche Einflussmöglichkeiten hat die Zivilgesellschaft tatsächlich und welchen Einfluss haben die Bürgerhaushaltsbewegungen auf politische Reformprozesse?

Bürgerhaushalte haben nach diesen drei Analyse-Ebenen jeweils unterschiedliche Bedeutungen:

Auf der administrativen Seite werden sie vor allem als Instrument gesehen, durch das die Vorlieben und Präferenzen der Bürger mit den Entscheidungen der Politik abgeglichen werden können. Das Hauptziel hierbei ist die Schaffung von Transparenz.

Auf der zivilgesellschaftlichen Ebene verschafft ein Bürgerhaushalt der Bevölkerung die Möglichkeit, sich aktiv an politischen Entscheidungen zu beteiligen. Vor allem in der Entstehungsgeschichte der chinesischen Bürgerhaushalte hat sich gezeigt, dass die Bürger dieses Recht immer stärker eingefordert haben. Trotz der wachsenden Anzahl von Bürgerhaushalten beschreibt Baogang He den tatsächlichen Einfluss der Bürger aber immer noch als gering. Einer der größten Erfolge auf dieser Ebene ist die zunehmende öffentliche Bereitststellung der Haushaltspläne, anhand derer sich die Bürger über die Verwendung der finanziellen Mittel informieren können. Der Grad der tatsächlichen Beteiligung und des Einflusses variiert aber von Projekt zu Projekt und ist insgesamt betrachtet immer noch recht gering.

Dementsprechend bedeutend ist auch die dritte Analyseebene, in der es um den Einfluss von solchen Beteiligungsverfahren auf politische Reformprozesse geht. Bürgerhaushalte werden hierbei als instrument for introducing local democratisation in China beschrieben. Diese Demokratisierung findet dabei vor allem innerhalb der parlamentarischen Strukturen, indem z.B. Abgeordnete und lokale Regierungsebenen stärker in die Planungen miteinbezogen werden. Bürgerschaftliches Engagement ist hier bisher nur in geringem Maße gewünscht. Stattdessen versucht die Partei ihren eigenen Einfluss in diesem Bereich zu stärken.

Bisher lässt sich festhalten, dass Bürgerhaushalte in China vor allem ein erhöhtes Maß an Transparenz geschaffen und auch den lokalen Ebenen ein größeres Mitspracherecht ermöglicht haben. Bürgerhaushalte haben sich bisher vor allem in Dörfern und kleineren Städten durchgesetzt. Für die Zukunft bleibt abzuwarten, ob auch größere Städte stärker auf das Instrument Bürgerhaushalt setzen und in welchem Maße der Grad der tatsächlichen Partizipation in China steigen wird.

Link zum vollständigen Artikel

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Freigericht: Bürgerhaushalt als Teil des gläsernen Rathauses

Im Zuge des Wahlkampfes hat sich der Freigerichter Ortsverband der Grünen hohe Ziele gesteckt: Verwaltungsmodernisierung und Informationsfreiheitssatzung sind wichtigste Schlagwörter des Wahlprogramms. Ein Instrument, das dabei helfen soll, ist der Bürgerhaushalt.

Jeder Bürger soll ein Recht auf Akteneinsicht bekommen, Missmanagement und Geheimhaltungspolitik somit erschwert werden. Zudem soll auf der Homepage der Gemeinde eine „moderierte Diskussionsplattform“ eingerichtet werden. Darüber hinaus stehen verschiedene Punkte aus den Bereichen Soziales und Stadtplanung auf dem Programm.

Und da die meisten Ideen Geld kosten, gibt es natürlich auch eine grüne Haushaltspolitik: Dabei soll der Spagat zwischen konsequentem Schuldenabbau und gezielten Investitionen gelingen und mit einem Bürgerhaushalt mehr Transparenz geschaffen werden, heißt es zu dem Thema in einem Artikel des Gelnhäuser Tageblatt.

Link zum vollständigen Artikel des Gelnhäuser Tageblatts

Wir haben Freigericht mit dem Status „D“ wie Diskussion in unsere Karte aufgenommen.

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Sankt Augustin: Haushaltsgeschehen transparenter machen

Das Offenlegen wichtiger Haushaltsdaten im Internet soll die städtischen Finanzen in Zukunft transparenter machen und das Interesse der Bürger wecken. Neben der reinen Informationsfunktion will die Stadt den Bürgern auch ermöglichen, eigene Haushaltsvorschläge zu machen: Die Bürgerinnen und Bürger können Anregungen mit Hilfe eines Internet-Formulars oder per E-Mail an die Stadtverwaltung senden; sie können sich aber auch schriftlich oder telefonisch an die Mitarbeiter der Kämmerei wenden, deren Namen und Telefonnummern ebenfalls auf dieser Internetseite veröffentlich sind, heißt es in einer Pressemeldung der Stadt Sankt Augustin. Die Bürgervorschläge können bis zum 02. Februar 2011 eingereicht werden und fließen in die Haushaltsberatungen ein.

Link zur vollständigen Pressemitteilung

Wir haben Sankt Augustin mit dem Status „E“ wie „Einführung“ in unsere Karte aufgenommen. Das Verfahren lässt zwar hinsichtlich der Transparenz und Dialogmöglichkeiten noch Wünsche offen, ist aber ein erster wichtiger Schritt zur Bürgerbeteiligung.

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OpenBerlin: Karte mit allen Maßnahmen des Konjunkturpaket Ⅱ

Die Seite www.openberlin.net des Vereins OpenData Network e.V. zeigt alle Maßnahmen des Konjunkturpaketes Ⅱ für Berlin auf einer Karte. Im Sinne von Transparenz bei der Verwendung von Steuergeldern passt die Seite gut zum Thema Bürgerhaushalt. Die Daten stammen aus dem Informationssystem der Stadt Berlin. Informationen dieser Art wären sicherlich in jeder Stadt und in deutlich größerem Umgang wünschenswert.

Das Projekt startete am 26. Mai 2010. Auf der Website von OpenData Network ist dazu folgendes zu lesen:

Das OpenData Network startet heute OpenBerlin.net. Das Projekt dient als Experimentierkasten für ein Stadtinformationssystem: Derzeit sind dort die Maßnahmen des Konjunkturpakets Ⅱ eingetragen; sie lassen sich mit Informationen der Sozialstruktur Berlins abgleichen.

OpenData Network >>>

OpenBerlin >>>

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Bürgerhaushalt soll in Mülheim für mehr Transparenz sorgen

Wie die Neue Rheinischen Zeitung berichtet, fordern die Mühlheimer Bürger Initiativen (MBI) für Mülheim an der Ruhr einen Bürgerhaushalt nach Kölner Modell, um mehr Transparenz und Mitbestimmung zu erreichen.

Die Mülheimer Bürger Initiativen (MBI) wollen nun in der nächsten Ratssitzung einen Antrag einbringen, der – wie bereits in Köln – den Bürgern in einem “Bürgerhaushalt“ ein Vorschlagsrecht in Haushaltsfragen einräumt.

In dem Artikel der Neuen Rheinischen Zeitung heißt es weiter, die Idee des Bürgerhaushalt sei aus dem Unmut der Bürger über die wenig transparente Finanzlage und „Bilanzierungstricks“ in Mülheim entstanden:

Mit der Begründung, sie habe z.B. den Grundsatz der sparsamen Haushaltsführung beim Abschluss eines Mietvertrages für das eigene Rathaus nicht eingehalten, hatte die Fraktion der Wählergemeinschaft MBI bereits im Sommer eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen SPD-Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld eingereicht.

Begründung des Fraktionssprechers Lothar Reinhard in diesem Zusammenhang: „Unsere Stadt ist faktisch bankrott, hat aber formal einen ausgeglichenen Haushalt. Das liegt an Bilanzierungstricks.

In der Foderung der MBI heißt es:

Der Rat der Stadt Mülheim a.d. Ruhr möge beschließen: Die Verwaltung wird beauftragt, in der ersten Sitzungsfolge des neuen Rates, seiner Ausschüsse und der Bezirksvertretungen ein Konzept für einen „Bürgerhaushalt der Stadt Mülheim a.d. Ruhr“ vorzustellen, das sich im Wesentlichen an dem Beispiel Köln orientiert.

Die Information der Bürger über die Haushaltslage als erster Schritt eines Bürgerhaushaltes wird bereits für 2010 gefordert:

Das Konzept in der zugehörigen Beschlussvorlage sollte derart gestaltet sein, dass zumindest der Verfahrensschritt „Information“ (s.o.) bereits mit der Einbringung des Etatentwurfs 2010 umgesetzt werden kann.“

Zum Artikel der Neuen Rheinischen Zeitung >>>

Mülheim an der Ruhr erhält in der Karte den Status „D“. „D“ = Diskussion: Die Einführung eines Bürgerhaushaltes wird in der Kommune diskutiert. Der Bürgerhaushalt wird z.B. von einer Partei oder einer nicht-staatlichen Organisation eingefordert. Die Einführung ist oft umstritten. Ein Ratsbeschluss zur Einführung liegt nicht vor.

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Grußwort von Dr. Wolfgang Schäuble

Demokratie braucht Bürgerbeteiligung, Meinungsaustausch und transparente Entscheidungsprozesse. Sie sind das beste Mittel gegen Politikmüdigkeit und Politikverdrossenheit. Deshalb unterstützt die Bundesregierung gute Angebote, die den konstruktiven, zielorientierten Dialog zwischen staatlichen Institutionen und den Bürgerinnen und Bürgern fördern.

Zu solchen Angeboten zählen auf kommunaler Ebene die Bürgerhaushalte. Es gibt sie in Deutschland erst seit einigen Jahren. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen können wir sagen: Das Verfahren hat sich bewährt.

Beim Bürgerhaushalt können sich Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen und Interessenlagen beteiligen. Vielfalt der Meinungen und Ideen ist erwünscht. Moderne Abstimmungsverfahren via Internet machen politische Mitwirkung einfacher und attraktiver, auch für diejenigen, die sich schwer tun mit den traditionellen Verfahren in der kommunalen Selbstverwaltung.

Gerade in Zeiten knapper öffentlicher Kassen und angesichts von Finanz‑ und Wirtschaftskrise ist es gut, wenn Menschen wissen und auch im konkreten Fall mitbestimmen, wofür ihre Steuergelder ausgegeben werden. Die Chance liegt in einem Zugewinn an Transparenz und Gestaltungskraft und, darauf aufbauend, in einer Stärkung des Vertrauens der Bürger in Politik und Verwaltung. Beide Seiten lernen voneinander, die Qualität und auch die Akzeptanz von Entscheidungen wachsen.

Die Internetseite www.buergerhaushalt.de bietet vielfältige Informationen und Erfahrungsberichte, Wissenswertes aus Theorie und Praxis. Ich wünsche all denen, die hier fündig werden und sich in ihrer Kommune für Bürgerhaushalte stark machen wollen, viel Erfolg.

Dr. Wolfgang Schäuble MdB
Bundesminister des Innern



Hier finden Sie das Grußwort des Bundesinnenministers als PDF zum Download >>>

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USA: The Office of Public Engagement

Wieder ein Schritt weiter in Richtung Transparenz in den USA. Nach Einführung der Seite Recovery.gov und dem dazu stattfindenden Online-Dialog Thenationaldialog.org hat die Regierung Obama nun mit dem Office of Public Engagement ein Büro für Bürgerbeteiligung eingrichtet:

The Office of Public Engagement is the embodiment of the President’s goal of making government inclusive, transparent, accountable and responsible.

Die Regierung der USA verfolgt so weiter konsequent den Ansatz ihr Handeln möglichst transparent zu machen, die Bürger umfassend zu informieren und mit ihnen in einen Dialog zu treten.

We create and coordinate opportunities for direct dialogue between the Obama Administration and the American public, while bringing new voices to the table and ensuring that everyone can participate and inform the work of the President.

Es wird interessant sein diese Entwicklungen in den USA in Zukunft weiter zu beobachten, zu sehen ob die Regierung Obama ihre Versprechen hält und zu verfolgen ob auch andere Länder zum Beispiel Deutschland diesem Beispiel folgen werden.

Lesen Sie zum Thema auch unsere Berichte:

„Your Money at Work“ – Obamas Website zum
Konjunkturprogramm der USA >>>

USA: The National Dialogue >>>

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USA: The National Dialogue

Im Februar haben wir über die Einführung der Seite Recovery.gov in den USA berichtet. Die Plattform informiert die Bürgerinnen und Bürger der Vereinigten Staaten über die Verwendung der Mittel, des von Präsident Obama eingeführten Konjunkturprogramms.

Nun ist am 27.04.2009 ein 7-tägiger Online-Dialog gestartet. Unter thenationaldialogue.org können alle Interessierten Ideen und Verbesserungsvorschläge zur Seite Recovery.gov machen. Außerdem können die Ideen anderer bewertet werden und eine Diskussion über die einzelnen Vorschläge ist möglich.

Die Ankündigung zum Dialog lautet wie folgt:

Join the Recovery Dialogue on IT Solutions!

The Recovery Accountability and Transparency Board and the Office of Management and Budget in partnership with the National Academy of Public Administration, is currently hosting a week-long national online dialogue to engage leading information technology (IT) vendors, thinkers, and consumers in answering a key question:

What ideas, tools, and approaches can make Recovery.gov a place where all citizens can transparently monitor the expenditure and use of recovery funds?

Die zentralen Fragen sind: Wie kann die transparente und verständliche Darstellung der Informationen über den Umgang mit Steuergeldern im Internet noch verbessert werden? Und wie kann Recovery.gov zu einem bedeutenden, sinnvollen und innovativen Informationsangebot für alle Bürgerinnen und Bürger der USA werden?

Making Recovery.gov a useful portal for citizens requires finding innovative ways to integrate, track, and display data from thousands of federal, state, and local entities. With this online dialogue, the Recovery Accountability and Transparency Board is reaching out to the public, state and local partners, potential recipients and solution providers to help fulfill the commitment to a transparent and accountable recovery.

Die Regierung Obama setzt weiterhin auf Transparenz. Über thenationaldialogue.org gibt sie den Bürgern jetzt auch die Möglichkeit sich auf nationaler Ebene mit ihren Ideen einzubringen. Es bleibt also spannend, die Entwicklung von Online-Dialogen in den USA zu beobachten – was wir an dieser Stelle tun werden.

Thenationaldialogue.org >>>

Recovery.gov >>>

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Keine Transparenz beim Umgang mit Steuergeldern: EU-Agrarsubventionen

Tageschau.de berichtet aktuell über die geplante Offenlegung der EU-Agrarsubventionen. Nach einem bereits im Jahr 2006 gefassten Beschluss der EU-Komission sollen die Subventionen, die in die Landwirtschaft fließen, seit dieser Woche transparent gemacht werden.

Höhe und Empfänger der Subventionen – für Deutschland zuletzt etwa 7 Milliarden Euro – sollten im Internet veröffentlicht werden. Allerdings will die Bundesregierung unter Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner sich mit Berufung auf den Datenschutz nicht an diese, ehemals befürwortete, Verordnung halten:

Daraus allerdings wird jetzt zunächst einmal nichts – zumindest nicht, geht es nach Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner. Die hat jetzt – im Namen der Bundesregierung – der Veröffentlichung der Daten im Internet einen Riegel vorgeschoben. Die Begründung: Die deutschen Datenschutzrichtlinien ließen die Umsetzung der Verordnung nicht zu: „Transparenz ja, aber keine Verletzung der Grundrechte der Bürger“, fasste eine Sprecherin Aigners die deutsche Position zusammen.

Wie bei einem Bürgerhaushalt geht es auch bei den Agrarsubventionen letztlich um Steuergelder und einen transparenten Umgang mit ihnen. Es stellt sich an dieser Stelle wieder die Frage, sollte die Offenlegung öffentlicher Gelder nicht eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein? Nur so könnte der Verdacht eines verschwenderischen Umgangs oder Einsatz der Mittel nach gezielter Lobbyarbeit ausgeräumt werden.

Tageschau.de dazu:
In der Kritik noch weiter gehen Umwelt‑ und Verbraucherschützer: Sie halten es für einen Skandal, dass Deutschland die Daten nicht längst veröffentlicht hat – und vermuten dahinter gezielte Lobbyarbeit großer Konzerne. Denn nicht der notleidende Milchbauer profitiert in erster Linie von EU-Hilfen, sondern Massentierbetriebe, der Altadel oder Energiekonzerne.

Das belegen erste Teilveröffentlichungen von Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen oder Brandenburg: So kassierte etwa der Energiekonzern RWE für die Rekultivierung ehemaliger Braunkohlegruben 2007 mehr als 526.000 Euro von der EU.

Es bleibt abzuwarten, ob die Landwirtschaftsministerin sich doch noch für Transparenz im Umgang mit den Agrarsubventionen entscheidet. Andernfalls droht möglicherweise sogar eine Klage vor dem Europagericht:

Mit ihrer Haltung riskiert die Bundesregierung eine Klage aus Brüssel: Sie sei „überrascht und enttäuscht“, sagte EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel. „Es geht um Steuerzahlergeld. Es ist deshalb sehr wichtig, dass die Menschen wissen, wofür es ausgegeben wird“, sagte sie. Wenn Berlin nicht nachgibt, will Fischer Boel notfalls vor dem obersten Europagericht in Luxemburg klagen. Im äußerten Fall drohen der Bundesregierung dann empfindliche Strafzahlungen.

Der ganze Beitrag bei Tageschau.de >>>

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Transparenter Haushalt in den USA: The Interactive Federal Budget Project

Ein Projekt der Lyndon B. Johnson School of Public Affairs in Austin, Texas, möchte durch einen transparenten Staatshaushalt die Politikverdrossenheit der US-Bürger mindern:

The U.S. federal government can promote civic engagement and ensure accountability by becoming a dependable source of public, usable information. Transparency projects can facilitate „consumer confidence“ in government, and interoperability standards, combined with the ease of online research, can promote efficiency in government operations.

In dem Projekt geht es darum, Informationen über den Staatshaushalt der USA im Internet nicht nur zu veröffentlichen, sondern auch verständlich aufzubereiten und darüber in einen Dialog mit den Bürgern zu treten. Das bereits vorhandene „E-Budget“, das Haushaltsinformationen bereit stellt, soll nun informativer und interaktiver gestaltet werden:

Currently, the Office of Management and Budget (OMB) provides Presidential budget data online in PDF, XLS, CSV, and HTML formats. These formats make it difficult for users to extract, sort, mine, and tag data according to their interests. Although the „E-Budget“ introduced by OMB in 2008 is an important step, we want to make the Presidential budget not only Web-accessible, but also as interactive and informative as possible.

Mehr Informationen zum Projekt sind bislang noch nicht online. Auf der Seite der Lyndon B. Johnson School of Public Affairs ist eine 14-minütige Präsentation mit den Zielen des Projekts abrufbar. Mal sehen, was tatsächlich davon verwirklicht werden wird.

Zur Seite des The Interactive Federal Budget Project mit einer Präsentation zum Project >>>

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