USA

 

US-Steuerkalkulator: Wo geht das Geld hin?

Mit tatsächlicher Bürgerbeteiligung hat dieses Angebot zwar nicht viel zu tun, in Sachen Transparenz und OpenData ist es aber sicherlich ein interessanter Ansatz: Amerikanische Bürger können anhand eines Online-Tools jetzt genau nach verfolgen, wofür ihre Steuer 2010 ausgegeben werden.

Anhand der Ergebnisse lässt sich nachvollziehen, dass der Großteil der amerikanischen Einkommenssteuer für Nationale Sicherheit/Militär, Gesundheitssystem und Arbeits‑ und Familienversicherung verwendet wird.

Link zum Online-Tool des Steuerkalkulators

Link zu einer Beispielrechnung auf scienceblogs.com

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Chicago – zweiter Bürgerhaushalt im 49. Stadtbezirk

In Chigago hat diese Woche der Bürgerhaushalt für das Jahr 2011 begonnen. Eine Reihe von Versammlungen werden bis Mitte Oktober abgehalten, um die Bevölkerung und Anwohner an der Verteilung des Budgets von insgesamt 1,3 Mio. Dollar zu beteiligen. Vordergründig geht es um infrastrukturelle Themen.

Am 10. April wurden 14 Projekte des vergangenen Bürgerhaushalts ausgewählt, die umgesetzt werden sollen. Eine Auflistung und Beschreibung dieser Projekte können Sie hier abrufen.
Für detailliertere Ergebnisse des letzten Jahres folgen Sie diesem Link.

Begründet durch den guten Zulauf im vergangenen Jahr soll der Bürgerhaushalt weitergeführt werden.

The ward is organized into eight sections or areas, with a neighborhood assembly held in each area. In addition, a Spanish language assembly will be held. The neighborhood assemblies are open to any 49th Ward resident. At each neighborhood assembly, the attendees are given a brief description of the aldermanic infrastructure menu program and the participatory budgeting process. Meeting attendees will then be asked to brainstorm ideas for possible uses of the infrastructure menu money.

Weitere Informationen finden Sie auf der Hompage Participatory Budgeting in the 49th Ward.

Oder Sie besuchen die Internetseite des 49. Stadtbezirks. Hier finden Sie weitere Informationen zum Ablauf des Bürgerhaushalts.

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America Speaks – Bürgerbeteiligungen am Haushalt in den USA

AmericaSpeaks – USA-Budgetdiscussion

AmericaSpeaks ist eine zivilgesellschaftliche Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat die Amerikanische Demokratie zu beleben und die Bürgerinnen und Bürger in Entscheidungsprozesse miteinzubeziehen.

Mit diesem Ziel werden auch am 26.06.2010 landesweit große öffentliche Diskussionsveranstaltungen zum Thema Haushalt und Staatsfinanzen – „AmericaSpeaks – Our Budget, Our Economy“ – durchgeführt.

„AmericaSpeaks: Our Budget, Our Economy is a national discussion to find common ground on tough choices about our federal budget. Americans from across the country will come together to weigh-in on strategies to ensure a sustainable fiscal future and a strong economic recovery. As a part of this national discussion, on June 26, 2010, thousands of Americans across the country will participate simultaneously in an unprecedented National Town Meeting.“

Zur Website AmericaSpeaks – Our Budget, Our Economy >>>

By the people, for the people – Participatory Budgeting in 49th Ward of Chicago

Scheinbar der erste Bürgerhaushalt in den USA: findet im 49. Stadtbezirk der Stadt Chicago statt:

Sick of old-style Chicago politics? In a truly innovative experiment in direct democracy, transparency, and economic reform, this year Alderman Joe Moore is asking YOU, the residents of the 49th Ward, to decide directly how to spend his $1.3 million capital budget for 2010.

Chicago: Participatory Budgeting 49th Ward >>>

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USA: The Office of Public Engagement

Wieder ein Schritt weiter in Richtung Transparenz in den USA. Nach Einführung der Seite Recovery.gov und dem dazu stattfindenden Online-Dialog Thenationaldialog.org hat die Regierung Obama nun mit dem Office of Public Engagement ein Büro für Bürgerbeteiligung eingrichtet:

The Office of Public Engagement is the embodiment of the President’s goal of making government inclusive, transparent, accountable and responsible.

Die Regierung der USA verfolgt so weiter konsequent den Ansatz ihr Handeln möglichst transparent zu machen, die Bürger umfassend zu informieren und mit ihnen in einen Dialog zu treten.

We create and coordinate opportunities for direct dialogue between the Obama Administration and the American public, while bringing new voices to the table and ensuring that everyone can participate and inform the work of the President.

Es wird interessant sein diese Entwicklungen in den USA in Zukunft weiter zu beobachten, zu sehen ob die Regierung Obama ihre Versprechen hält und zu verfolgen ob auch andere Länder zum Beispiel Deutschland diesem Beispiel folgen werden.

Lesen Sie zum Thema auch unsere Berichte:

„Your Money at Work“ – Obamas Website zum
Konjunkturprogramm der USA >>>

USA: The National Dialogue >>>

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USA: The National Dialogue

Im Februar haben wir über die Einführung der Seite Recovery.gov in den USA berichtet. Die Plattform informiert die Bürgerinnen und Bürger der Vereinigten Staaten über die Verwendung der Mittel, des von Präsident Obama eingeführten Konjunkturprogramms.

Nun ist am 27.04.2009 ein 7-tägiger Online-Dialog gestartet. Unter thenationaldialogue.org können alle Interessierten Ideen und Verbesserungsvorschläge zur Seite Recovery.gov machen. Außerdem können die Ideen anderer bewertet werden und eine Diskussion über die einzelnen Vorschläge ist möglich.

Die Ankündigung zum Dialog lautet wie folgt:

Join the Recovery Dialogue on IT Solutions!

The Recovery Accountability and Transparency Board and the Office of Management and Budget in partnership with the National Academy of Public Administration, is currently hosting a week-long national online dialogue to engage leading information technology (IT) vendors, thinkers, and consumers in answering a key question:

What ideas, tools, and approaches can make Recovery.gov a place where all citizens can transparently monitor the expenditure and use of recovery funds?

Die zentralen Fragen sind: Wie kann die transparente und verständliche Darstellung der Informationen über den Umgang mit Steuergeldern im Internet noch verbessert werden? Und wie kann Recovery.gov zu einem bedeutenden, sinnvollen und innovativen Informationsangebot für alle Bürgerinnen und Bürger der USA werden?

Making Recovery.gov a useful portal for citizens requires finding innovative ways to integrate, track, and display data from thousands of federal, state, and local entities. With this online dialogue, the Recovery Accountability and Transparency Board is reaching out to the public, state and local partners, potential recipients and solution providers to help fulfill the commitment to a transparent and accountable recovery.

Die Regierung Obama setzt weiterhin auf Transparenz. Über thenationaldialogue.org gibt sie den Bürgern jetzt auch die Möglichkeit sich auf nationaler Ebene mit ihren Ideen einzubringen. Es bleibt also spannend, die Entwicklung von Online-Dialogen in den USA zu beobachten – was wir an dieser Stelle tun werden.

Thenationaldialogue.org >>>

Recovery.gov >>>

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„Watch the Dollars“ – Transparenz beim Umgang mit Steuergeldern in den USA

Zwei neue Websites sollen für mehr Transparenz beim Umgang mit den Steuergeldern der US-Bürgerinnen und Bürgern sorgen. „Stimulus Watch“ listet anstehende kommunale Projekte auf und lässt die Bürger darüber abstimmen, wohin Geld aus dem Konjunkturprogramm der neuen Regierung Obama fließen soll. Das „stimulus package“ der Regierung umfasst zunächst 75 Milliarden Dollar, die eingesetzt werden um die angeschlagene US-Wirtschaft anzukurbeln. Die Seite „ShovelWatch“ will transparent machen an welcher Stelle wieviele der öffentlichen Gelder investiert werden.

Stimuluswatch.org

„Stimulus Watch“ zitiert Präsident Barack Obama einführend mit den Worten: „Those of us who manage the public’s dollars will be held to account – to spend wisely, reform bad habits, and do our business in the light of day – because only then can we restore the vital trust between a people and their government.“

Genau diesen Ansatz durch Transparenz mehr Vertrauen in die Politik zu gewinnen, will die Plattform vermitteln. Aufgebaut wurde die unabhängige Seite von vier Wissenschaftlern.

Die Seite Stimulus Watch nimmt alle Projekte auf, die auf der Seite „Mainstreet Economic Recovery“ der „United States Conference of Mayors“, einer unabhängigen Organisation aller 1200 US-Städte mit mehr als 30 000 Einwohnern, zu finden sind. Die Bürgermeister dieser Städte listen auf der Seite all die Projekte auf, die sie durch Mittel des Konjunkturprogramms der Obama Regierung gerne gefördert hätten.

Die Nutzer der Seite Stimulus Watch haben drei Möglichkeiten aktiv zu werden: In einem Wiki können jeweils die User vor Ort, die sich mit einem Projekt auskennen, Informationen dazu einstellen. In Foren besteht die Möglichkeit über die einzelnen Projekte zu diskutieren.
Weiterhin kann über jedes Projekt abgestimmt werden. Ein Projekt mit 10 positiven Voten und 15 negativen, erhält beispielsweise den Wert – 5. So kann ein Ranking der Projekte erstellt werden und die Politik sieht, welche Projekte von den Bürgerinnen und Bürgern als die dringendsten erachtet werden.

ShovelWatch.org

With investigative reporting, interactive features, and (not least) help from you, we’ll be tracking the stimulus bill dollars as they travel from Congress to your neighborhood. With your help, we’ll make sure that one of the biggest, fastest appropriations ever has a big, fast army to track whether it is well spent.

Ins Leben gerufen von verschiedenen journalistischen Organisationen, unter anderem ProPublica – journalism in the public interest, hat sich die Seite „ShovelWatch“ auf die Fahnen geschrieben zu verfolgen, wo die Gelder aus dem Konjunkturprogramm der Obama-Regierung hinfließen und diese Informationen öffentlich zu machen. Zum Beispiel werden auf ShovelWatch.org alle Bundesstaaten aufgeführt, die bereits auf ihrer Homepage über ihre Finanzen informieren. Die Nutzer der Seite haben die Möglichkeit sich durch Kommentare einzuschalten.

Intressant in diesem Zusammenhang ist auch die von Barack Obama ins Leben gerufene Seite Recovery.gov.
Lesen Sie dazu unseren Beitrag „Your Money at Work“ – Obamas Website zum Konjunkturprogramm der USA >>>

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„Your Money at Work“ – Obamas Website zum Konjunkturprogramm der USA

Präsident Barack Obama hat eine neue Website eingeführt, die die US-Bürger umfassend über das Konjunkturprogramm der neuen Regierung (American Recovery and Reinvestment Act) informieren soll. Alle Ausgaben der USA im Rahmen des Konjunkturprogramms sollen auf Recovery.gov transparent gemacht werden. In seiner ersten Rede zur Lage der Nation vom 24. Februar 2009 (zum Video via CNN >>>) stellt Obama das neue Online-Portal und die beabsichtigten Ziele vor.

Die Plattform Recovery.gov ist momentan noch im Aufbau, bietet aber schon diverse Informationen zu den Ausgaben und der Verteilung der amerikanischen Steuergelder. Einführend heißt es auf der Seite:

The American Recovery and Reinvestment Act will be carried out with full transparency and accountability – and Recovery.gov is the centerpiece of that effort. In a short video, President Obama describes the site and talks about how you’ll be able to track the Recovery Act’s progress every step of the way.

Obama erklärt in dem Videobeitrag, dass die Plattform vor allem dazu dienen soll, die Arbeit der Regierung und damit die Verwendung der Steuergelder transparent zu machen. Durch diese Transparenz bei den Staatsausagben, will Obama die Verschwendung von Geldern vermeiden. Außerdem sollen die Bürger durch die Seite die Gelegenheit bekommen, die Effektivität der konjunkturfördernden Maßnahmen zu bewerten.

Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, aktuell die weltweite Finanzkrise, ist laut Präsident Obama die Information der Bürgerinnen und Bürger und der offene Umgang der Politiker mit ihrem Handeln besonders wichtig.

Zum Videobeitrag über Recovery.gov >>>

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Transparenter Haushalt in den USA: The Interactive Federal Budget Project

Ein Projekt der Lyndon B. Johnson School of Public Affairs in Austin, Texas, möchte durch einen transparenten Staatshaushalt die Politikverdrossenheit der US-Bürger mindern:

The U.S. federal government can promote civic engagement and ensure accountability by becoming a dependable source of public, usable information. Transparency projects can facilitate „consumer confidence“ in government, and interoperability standards, combined with the ease of online research, can promote efficiency in government operations.

In dem Projekt geht es darum, Informationen über den Staatshaushalt der USA im Internet nicht nur zu veröffentlichen, sondern auch verständlich aufzubereiten und darüber in einen Dialog mit den Bürgern zu treten. Das bereits vorhandene „E-Budget“, das Haushaltsinformationen bereit stellt, soll nun informativer und interaktiver gestaltet werden:

Currently, the Office of Management and Budget (OMB) provides Presidential budget data online in PDF, XLS, CSV, and HTML formats. These formats make it difficult for users to extract, sort, mine, and tag data according to their interests. Although the „E-Budget“ introduced by OMB in 2008 is an important step, we want to make the Presidential budget not only Web-accessible, but also as interactive and informative as possible.

Mehr Informationen zum Projekt sind bislang noch nicht online. Auf der Seite der Lyndon B. Johnson School of Public Affairs ist eine 14-minütige Präsentation mit den Zielen des Projekts abrufbar. Mal sehen, was tatsächlich davon verwirklicht werden wird.

Zur Seite des The Interactive Federal Budget Project mit einer Präsentation zum Project >>>

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Finanzkrise: Bürgerbeteiligung zum Haushalt in der Millionenstadt Philadelphia (USA)

Everything is on the line
Cuts in services are inevitable. Increased taxes may be necessary. The public’s input is vital in setting priorities.

In Philadelphia (ca. 1.5 Millionen EW im US-Bundesstaat Pennsylvania) werden die Bürgerinnen und Bürger über die Auswirkungen der Finanzkrise auf ihre und in ihrer Stadt informiert und in Bürgerversammlungen dazu aufgerufen, sich durch Vorschläge an dem Abwägungs‑ und Priorisierungsprozess zu Beteiligen, wo und wie Philadelphia sparen kann (und wo nicht), um die Finanzkrise zu bewältigen.

Ⅰ want to announce a NEW WAY in which Philadelphians will deepen their knowledge of the city budget process and inform me and my staff while working with City Council as we develop a proposed new budget [Mayor Michael A. Nutter]

In den eigens zur Budget Crisis bereitgestellten Internetseiten, auf die direkt von der Hautpseite der Stadt (s.o.) verlinkt wird, werden die Bürgerinnen und Bürger über die schwierige finanzielle Situation in ihrer Stadt, porblematische Entwicklungen (z.B. Demografie, Konsum, Arbeitsmarkt, erwartete Schulden, Verluste in den Steuereinnahmen, …) und über die neuen Möglichkeiten zur Beteiligung an den Haushaltsplanungen informiert.

Budget Crisis The national economic crisis has created a moving target for The City of Philadelphia. Unfortunately the budget projection is currently going in the grim direction and there are two major causes of this for The City of Philadelphia, the city pension fund’s and the far-lower-than-expected tax collections.

und aufgefordert, sich an den Vor-Ort-Veranstaltungen in verschiedenen Stadtteilen in verschiedenen Formaten zu beteiligen, wie z.B. Stakeholder Meetings, Public Budget Workshops, und „Kitchen Table“ Talks mit dem Bürgermeister. Diese Veranstaltungen werden zum Teil auch von University of Pennsylvania (The Penn Project for Civic Engagement) organisiert und durchgeführt.

Prozess in Philadelphia - vorher - nachherBut just because we’re in a recession, Ⅰ will not retreat from our main priorities in this government – a safe city, a smart population, excellent service and sound finances for our city. The citizens of Philadelphia elected me to lead and that’s what I’m going to do, but Ⅰ can’t do it without our citizens. We need to work together, talk together and chart a path to a better future … together [Mayor Michael A. Nutter]

Ist das nun ein Bürgerhaushalt? Auch wenn wir aus der Ferne nicht beurteilen können, wie viel Öffentlichkeitsarbeit für den Participatory Public Budget Process tatsächlich zur Mobilisierung der Bürgerschaft betrieben wird, der Blick auf die Prozessbeschreibung hilft weiter, die den „Alten Prozess“ dem „Neuen Prozess“ gegenüber stellt (vgl. Bildschirmfoto). Daraus wird ersichtlich, dass der „alte Prozess“ erweitert wird durch Konsultationen mit der Bürgerschaft. Das Ablaufdiagramm zeigt auch, dass die Ergebnisse der Beratungsprozesse mit dem Bürger in die Haushaltsberatungen einfließen und dass geplant ist über den eingebrachten Haushalt Rechenschaft gegenüber der Öffentlichkeit abzugeben. Damit sind die zentralen Säulen eines Bürgerhaushaltes Information, Konsultation und Rechenschaft gegeben.

Es wird interessant sein zu sehen, inwieweit auch in anderen Städten der USA haushaltärische Planungsprozesse aufgrund der Finanzkrise für mehr Beteiligung geöffnet werden. Aber nicht nur in den USA, sondern auch in Europa und in Deutschland gibt es eine Finanzkrise. Und ob der Bürgerhaushalt auch hier als ein neues Führungs‑ und Krisenmanagement-Instrument in Zeiten knapper Kassen erkannt und genutzt werden wird, bleibt abzuwarten.

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