Zitat der Woche

 

Lüdenscheid: „die Frage, wo gespart werden soll, kann ja mindestens ebenso spannend sein“

Wie Come-on.de berichtet sollen in Lüdenscheid (NRW, 76 000 Einwohner) bereits in diesem Jahr die Bürgerinnen und Bürger zum Haushalt befragt werden. Die Ampelkoalition hat einen Bürgerhaushalt beantragt:

Wo soll die Stadt 2011 mehr Geld ausgeben oder einnehmen, wo weniger? Was gehört als städtische Leistung neu in den Haushalt hinein, was sollte rausfliegen? Die Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grünen hat jetzt den Antrag auf einen „Bürgerhaushalt“ gestellt. Damit soll jeder Lüdenscheider mitreden können, wenn‘s ums städtische Geld für 2011 geht. Der Stadtrat berät den Etat bereits ab Herbst. Den Fachausschüssen soll bis dahin die Vorschlagsliste der Bürger vorliegen.

Eile ist also geboten: Zwei Info-Veranstaltungen in den Sommerferien, jeweils eine pro Ferienhälfte, sollen Interessierten zeigen, welche Posten im Haushalt stehen, wie er aufgebaut ist und funktioniert. So gibt es etwa gesetzliche Pflichtaufgaben, die unantastbar sind, aber auch den Bereich freiwilliger Leistungen. Zwar dürfte der Nothaushalt 2011 keine Wunschkonzerte zulassen – doch die Frage, wo gespart werden soll, kann ja mindestens ebenso spannend sein.

Zum vollständigen Artikel auf Come-on.de >>>

Lüdenscheid erhält zunächst den Status „D“ wie Diskussion. (Ⅾ = Diskussion: Die Einführung eines Bürgerhaushaltes wird in der Kommune diskutiert. Der Bürgerhaushalt wird z.B. von einer Partei oder einer nicht-staatlichen Organisation eingefordert. Die Einführung ist oft umstritten. Ein Ratsbeschluss zur Einführung liegt nicht vor.)

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Zitat der Woche aus der ZEIT: „Das Internet ist nicht nur ein Protestmedium – es kann auch politische Teilhabe ermöglichen“

„Wenn User mitregieren“ heißt der Artikel der ZEIT indem Karsten Polke-Majewski drei E-Partizipations-Beispiele vorstellt. Darunter Solingen Spart! Polke-Majewski dazu:

„Wer braucht schon ein Fußballstadion? Solingen jedenfalls nicht mehr. Die Stadt steht kurz vor der Pleite, weshalb Oberbürgermeister Norbert Feith das jährliche Defizit um 45 Millionen Euro senken will. Seine Kürzungsliste ist eine einzige Provokation: Schwimmbäder sollen geschlossen, Schulen aufgegeben, überzählige Feuerwehrautos stillgelegt werden.

Dennoch hat der Volkszorn den Bürgermeister bislang nicht hinweggefegt. Ganz im Gegenteil, die Bürger stützen Feiths Pläne und haben beraten, auf was sie am ehesten verzichten können. Die Stadt in höchster Not ist unversehens zu einem Symbol dafür geworden, wie moderne Politik gemacht wird: konstruktiv und nahe am Bürgerwillen. Ihr wichtigstes Mittel ist das Internet.“

Neben der Solinger Online-Beteiligung zur Haushaltskonsolidierung werden die Bürgerbeteiligung zum Hamburger Domplatz und Maerker Brandenburg, ein Serviceportal der Landesverwaltung Brandenburg vorgestellt.

Hier geht es zum Artikel der ZEIT >>>

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„Es kann ein großer Spaß sein, in der Demokratie etwas mehr zu wagen“

Schreibt Matthias Arning in der Online-Ausgabe der Frankfurter Rundschau. In seinem Artikel geht es um das Für-und-Wider Bürgerhaushalt – stumpfes Instrument oder sinnvolle demokratische Teilhabe?

So diskutiert man in Frankfurt gerade darüber wieviel Verbindlichkeit man den Bürgern hinsichtlich der Verwirklichung ihrer Vorschläge zusichern kann:

Der Knatsch dreht sich um die Frage, wie verbindlich Entscheidungen der Bürger denn überhaupt sein sollen. Während die oppositionellen Sozialdemokraten auf eine Art Selbstverpflichtung der Stadtverordneten setzen, die am Ende dem Votum der Bürger folgen würden, wollen die regierenden Christdemokraten das Volumen des Bürgeretats zwar nicht begrenzen, die Kommunalparlamentarier jedoch als gleichsam letzte Instanz wirken lassen.

Letzlich gehe es um mehr Verständnis der Politik und der Entwicklungen in der eigenen Kommune:

Der Bürgerhaushalt ist nichts anderes als die Möglichkeit, das Politische zu verstehen. Denn diese Mitwirkung, für die immer wieder die Beratungen der Vorreiter in Porto Alegre als Beispiel von geradezu paradigmatischer Qualität angeführt werden, zielen darauf, Entwicklungen eines Gemeinwesens zu verstehen und dessen Möglichkeiten auszuloten.

Zum Artikel der FR-Online >>>

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Oldenburg: „Bürgerhaushalt à la Deutschland sucht den Superstar“

Die Online-Phase des Bürgerhaushalt in Oldenburg ist seit dem gestrigen Tag beendet. Laut einem Bericht von Kreiszeitung.de gingen insgesamt 180 Vorschläge von Bürgerinnen und Bürgern ein.

„180 Vorschläge sind bis jetzt angekommen“, vermeldete Gerd Bischoff, Fachdienstleiter Finanzen bei der Stadt Oldenburg, gestern Morgen. „Am Wochenende hat es noch einmal richtig gebrodelt, 40 Vorschläge sind noch bei uns eingelaufen.“ Das sei schon eine ganze Menge, bilanziert der Verwaltungsmitarbeiter. „Die Akzeptanz scheint da zu sein.“

Auf die Vorschlagseingabe-Phase folgt eine Abstimmungs-Phase: im Internet und auf Stadtteilversammlungen können die beliebtesten Ideen ausgewählt werden:

Im Anschluss an die nun abgeschlossene Vorschlags-Phase folgt die Abstimmung aller Bürger. Im Internet werden die zehn beliebtesten Ideen gewählt. Und in sechs Stadtteilversammlungen können die Bürger jeweils fünf Favoriten bestimmen. „Bis zu 40 Vorschläge kommen so zusammen“, erklärte Bischoff. Die werden dann noch einmal an 5 000 per Zufall ausgewählte Bürger zur Beurteilung gesandt. So solle verhindert werden, dass im Internet oder bei den Stadtteilversammlungen Lobbygruppen ihre Favoriten nach oben treiben könnten, „à la ‚Deutschland sucht den Superstar‘“, meinte Bischoff.

Nach dieser Bewertungsphase gehen die Vorschläge in die Fachausschüsse und werden im Stadtrat schließlich beschlossen:

Nach dem Voting gehen die Vorschläge in die Fachausschüsse, der Stadtrat stimmt dann Ende des Jahres letztendlich darüber ab, welche Vorschläge er umsetzen will und kann, Rechenschaft darüber wird er den Bürgern anschließend ablegen. „Was gemacht werden kann, ist natürlich auch eine finanzielle Frage“, so Bischoff.

Zum Bürgerhaushalt Oldenburg >>>

Zum Artikel von Kreiszeitung.de >>>

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Zitat der Woche „Die Trierer haben nicht etwa utopische Wünsche…“

„Die Trierer haben nicht etwa utopische Wünsche, sondern ganz dezidierte, konkrete Vorschläge gemacht“

So wird der Trierer Oberbürgermeister, Klaus Jensen, zum Bürgerhaushalt in Trier in einem Beitrag des Volksfreund.de zitiert.

Quelle >>>
Trierer Bürgerhaushalt >>>

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„Eine Bürgerbeteiligung kann zu konkreten Sparvorschlägen und damit zu entscheidenden Haushaltsmaßnahmen führen.“

So wird Hans-Peter Lindlar, der Regierungspräsident des Regierungsbezirks Köln, in einem Interview des Lokalanzeiger Waldbröl zitiert. Transparente Haushaltsgestaltung und Bürgerbeteiligung sieht Lindlar als sinnvolle Mittel neue Ideen zu sammeln und die Akzeptanz der politischen Entscheidungen bei den Bürgern zu erhöhen.

„Die Kommunen müssen aktiv auf die Bürger zugehen und ihre Haushalte transparent gestalten. Nur dann wird es gelingen, dass die Bürger Verantwortung für den Haushalt ihrer Kommune empfinden und mit Anregungen und Vorschlägen zur Konsolidierung beitragen.

Immer wieder wird vom Bürger verlangt, Einschnitte zu akzeptieren. Sinnvoll wäre es zunächst einmal, dass die Informationsbrüche zwischen Rat, Verwaltung und Bürgern aufgehoben werden.“

Weiterhin heißt es in dem Interview:

„Die Räte müssen sich wieder stärker der Tatsache bewusst werden, dass es die Bürger sind, die mit ihren Steuern und Abgaben das Budget einer Kommune schaffen. […] In vielen Fällen hat sich schon gezeigt, dass Bürgerbeteiligung gelebte Haushaltskonsolidierung ist.“

Zum Interview mit Hans Peter Lindlar >>>

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„Haushalt von Görlitz – was nun?“

Fragte sich die LINKE in Görlitz und lud zu einer Veranstaltung zum Thema Haushalt und Bürgerbeteiligung ein:

Angesichts der dramatischen Lage der Finanzen der Kommunen in Sachsen stellt sich die Frage: wie geht es weiter? Wie können Städte und Gemeinden Kosten sparen, ohne wichtige kommunale Aufgaben zu vernachlässigen oder ganz zu streichen?

Um diese und andere wichtige Fragen ging es gestern im Gleis 1 im Görlitzer Bahnhof bei der Veranstaltung „Haushalt von Görlitz – was nun?“ mit den Referenten Sebastian Scheel, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im sächsischen Landtag und Mirko Schultze, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Stadtrat Görlitz.

Transparenz und Bürgerbeteiligung sind die Ziele der Linken in Haushaltsfragen:

Transparenz in der Haushaltspolitik ist ein wichtiges Ziel der LINKEN. Ideal wäre für sie die Einrichtung eines Bürgerhaushalts, bei dem die Bürger einer Stadt direkt über die Verwendung der zur Verfügung stehenden Gelder mit entscheiden kann.

Zum Artikel auf der Seite der Linkspartei >>>

Görlitz erhät in der Karte den status „D“ wie Dikussion: Die Einführung eines Bürgerhaushaltes wird in der Kommune diskutiert. Der Bürgerhaushalt wird z.B. von einer Partei oder einer nicht-staatlichen Organisation eingefordert. Die Einführung ist oft umstritten. Ein Ratsbeschluss zur Einführung liegt nicht vor.

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Wuppertaler Kompetenznetzwerk Bürgerhaushalt: „Nicht der Staat oder der Markt, sondern die Menschen vor Ort finden oft die besten Lösungen“

Die Westdeutsche Zeitung berichtet aktuell über eine Veranstaltung der Ideenwerkstatt Wuppertal am 30.11.2009 zur Gründung des neuen Kompetenznetzwerks Bürgerhaushalt:

Bis zum Hals, wenn nicht höher – der Wasserstandsbericht für den Wuppertaler Haushalt klingt bedrohlich, aber nicht neu. Neu hingegen ist, dass Wuppertaler Bürger die Lage ernst genug nehmen, um über Eigeninitiativen nachzudenken. Nachdem Mitte November ein „Kompetenznetz Bürgerhaushalt“ gegründet worden war, ging der Interessentenkreis jetzt in der Färberei in eine zweite Runde.

Zur Website des Kompetenznetzwerkes Bürgerhaushalt Wuppertal >>>

Wie die Ideenwerkstatt Wuppertal informiert, möchte das Kompetenznetzwerk Bürgerhaushalt sich für eine aktive Teilnahme der Bürger an den Haushaltsdiskussionen einsetzen.

Am 30.11. stellte sich die Initiative mit einer Veranstaltung an der ca. 150 Bürger teilnahmen, den Bürgern Wuppertals vor. Hintergrund: Am 16.11. wurde das Kompetenznetz Bürgerhaushalt gegründet. Die Initiatoren haben sich vorgenommen, die Wuppertaler zukünftig aktiver an den Haushaltsdiskussionen und –entscheidungen teilhaben zu lassen.

Vorbilder für einen Bürgerhaushalt gibt es seit 20 Jahren national und international. Das Kompetenznetz Bürgerhaushalt wird gemeinsam mit interessierten Bürgern, Organisationen, der Verwaltung und den Parteien produktive und innovative Beteiligungsverfahren entwickeln, die den demokratischen Prozess stärken und der Zivilgesellschaft neue Handlungsspielräume eröffnen.

Zum Artikel der Westdeutschen Zeitung >>>

Zum Programm der Veranstaltung auf Bewegung.taz.de >>>

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Zitat der Woche: „Helft eurer armen Stadt“

So nennt die Welt-Online ihren Artikel zum Thema Bürgerbeteiligung in Haushaltsfragen – „Immer mehr Kommunen in Finanznot suchen bei ihren Bürgern Rat und Hilfe“ heißt es weiter.

Die Finanzkrise bringt Deutschlands Kommunen in größte Bedrängnis, vor den Kämmerern quer durch die Republik tun sich in den Bilanzen Löcher auf, wie sie die noch nie gesehen haben. Die Sozialausgaben explodieren, während der Steuersäckel rapide schrumpft. Der Deutsche Städtetag sorgt sich, dass vor allem große Städte finanziell zerrieben werden.

Die Stadt Mannheim führte jüngst ein Bürgertreffen mit dem Titel „Haushalt in Nöten“ durch. Mannheim muss sparen, darauf sollten die Bürger „eingestimmt werden“ und konnte sich auch selbst zu Wort melden.

Mannheim, mit 312 000 Einwohnern Baden-Württembergs zweitgrößte Stadt und Landesmeister bei den Sozialausgaben, steht exemplarisch für das Dilemma der Kommunen. Das Defizit bis 2013 schwillt wohl auf gewaltige 332 Millionen Euro an. So schlimm hat es die ohnehin nicht auf Rosen gebettete Stadt am Zusammenfluss von Rhein und Neckar seit den Dreißigerjahren nicht mehr getroffen.

Welche Konsequenzen all das für Bürger und Firmen haben wird, verrät die Stadt erst zwei Tage vor Heiligabend im neuen Haushaltsentwurf. Doch vorab wollte OB Kurz die Bevölkerung schon mal auf ein mögliches Kompendium des Schreckens einstimmen. Auf dass nicht pünktlich zur Weihnachtszeit das große Jammern und Wehklagen in den Quadraten anhebt.

Weiter geht der Artikel auf Städte ein, die nicht nur informieren, sondern ihre Bürger auch konsultieren:

Andere Städte hoffen nicht nur auf Verständnis, sondern auch auf Spartipps. 30 Kommunen, darunter Freiburg und Trier, Köln oder Wiesbaden sowie mehrere Stadtteile von Berlin, haben sogar einen „Bürgerhaushalt“ eingeführt. Die Einwohner dürfen über Teile der Ausgaben mitbestimmen.

Mit interessantem Ergebnis: Freiburg etwa votierte per Internet dafür, Bildung besser und Kultur weniger zu fördern. Der in Australien geborene grüne Oberbürgermeister Dieter Salomon frohlockte: Er hatte Ähnliches angeregt, dafür von der Theater-Lobby aber heftig Prügel bezogen.

Quickborn ging laut Welt-Online sogar soweit sich von seinen Bürgern Geld zu leihen, dieser Ansatz wurde allerdings gestoppt:

Das 20 000 Einwohner große Quickborn im Hamburger Speckgürtel lieh sich sogar Geld bei 80 Bürgern, die insgesamt vier Millionen Euro überwiesen. Doch das Innenministerium stoppte die Bürgergeld-Variante Anfang Oktober jäh. Eine Kommune darf keine Bankgeschäfte tätigen, teilte die Kieler Kommunalaufsicht mit.

Zum Artikel der Welt-Online >>>

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Bürgerhaushalt: „Abschied von der Vorstellung, Politiker wissen alles“

Die Nordsee-Zeitung berichtet am 17.03.2009 über die Forderung von SPD und Grünen, einen Bürgerhaushalt für den Landkreis Cuxhaven einzuführen. Laut SPD und Grünen sei die Umstellung des Rechnungswesens vom kameralistischen System auf das Neue Kommunale Rechnungswesen (NKR) die optimale Gelegenheit einen Bürgerhaushalt einzuführen.

Mit den neuen Spielregeln für den Haushalt könne es auch ein neues Zusammenspiel von Politik, Verwaltung und Bürgern geben, fordert Uwe Dubbert (SDP). Die Kompetenz der Bürger stärker einzubinden, ihr Alltags‑ und Fachwissen zu mobilisieren, sei das Ziel des Antrags der SPD-Kreistagsfraktion.

Die SPD sieht im Bürgerhaushalt die Chance, mehr Akzeptanz für die Politik zu schaffen. Auch Grüne und FDP im Kreis Cuxhaven teilen diese Ansicht.

„Gerade in finanziell schwierigen Zeiten bietet der Bürgerhaushalt viele Chancen und mehr Akzeptanz für die Zwänge und Prioritäten der Politik.“ Ein neues Kapitel der Konsensfindung und ein Imagegewinn für Kommunen und Politik, um das erlahmte Interesse der Bürger, speziell des Nachwuchses, an der Arbeit in Parteien und politischen Gremien wieder zu beleben, meint Dubbert.

Die CDU hingegen sieht keine Notwendigkeit für einen Bürgerhaushalt: „Der Antrag ist überflüssig“, hält Steffen Tobias (CDU) dagegen. „Wir haben ein Mandat vom Bürger und führen in seinem Sinne die Haushaltsdebatten.“

Der Grund für die ablehnende Haltung der CDU ist laut SPD in einer Angst begründet, durch den Bürgerhaushalt zu viele Kompetenzen an die Bürgerinnen und Bürger abgeben zu müssen:

„Die CDU hat eine völlig falsche Vorstellung von Bürgerdemokratie“, kontert Gunnar Wegener (SPD). Er verweist auf Kommunen wie Diepholz, Hamburg oder Köln, bei denen bereits der Bürgerhaushalt eingeführt wurde, auch durch Internetumfragen. Wegener an die Adresse der CDU: „Warum haben sie solche Angst davor?“ Eine Antwort gibt bereits Fraktionskollege Dubbert: „Es ist ein Abschied von der Vorstellung, Politiker wissen alles.“

Mal sehen, wie es im Kreis Cuxhaven weitergeht. Über den Antrag zum Bürgerhaushalt soll erst 2011 abschließend entschieden werden. Der Kreis Cuxhaven erhält in der Karte den Status „D“.

„D“ = Diskussion: Die Einführung eines Bürgerhaushaltes wird in der Kommune diskutiert. Der Bürgerhaushalt wird z.B. von einer Partei oder einer nicht-staatlichen Organisation eingefordert. Die Einführung ist oft umstritten. Ein Ratsbeschluss zur Einführung liegt nicht vor.

Der ganze Artikel der Nordsee-Zeitung >>>

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Zitat der Woche: „Warum muss das in Dülmen so lange dauern?“

Aus einer Rede von Hartmut Tolksdorf (GAL), Dülmen (ca 47.000 EW):

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
ich hätte heute gerne über einen Bürgerhaushalt/Beteiligungshaushalt abgestimmt. Leider gibt es dafür hier keine politische Mehrheit. Ich könnte es mir einfach machen und sagen, in ca. 10–12 Jahren wird der Bürgerhaushalt auch in Dülmen Normalität sein. Aber ich frage mich, warum muss das in Dülmen so lange dauern?

Zitat aus einer Meldung der Ahlener Zeitung >>>

Wir haben Dülmen in unsere Karte aufgenommen und den Status „D“ vergeben (“D“ = Diskussion: Die Einführung eines Bürgerhaushaltes wird in der Kommune diskutiert. Der Bürgerhaushalt wird z.B. von einer Partei oder einer nicht-staatlichen Organisation eingefordert. Die Einführung ist oft umstritten. Ein Ratsbeschluss zur Einführung liegt nicht vor).

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