Wie aus Spiel Ernst werden kann: "Budget Games" in den USA

Wie aus Spiel Ernst werden kann: "Budget Games" in den USA

Meldung |  Internationales |  Michelle Ruesch |  15.01.2014
Wie aus Spiel Ernst werden kann: "Budget Games" in den USA

Die US-amerikanische Every Voice Engaged Foundation setzt in Sachen Bürgerhaushalt auf spielerische Ansätze.

In Kooperation mit der Stadt San José hat die Stiftung ein kollaboratives Spiel entwickelt, in dem in Angesicht knapper Haushaltsmittel gemeinsam Prioritäten gesetzt werden.  

Die "Budget Games" sind so strukturiert, dass die Teilnehmenden zusammenarbeiten müssen, um schwierige Abwägungen zu treffen.

"Spielerisch" ist dabei nur der Ansatz - die Mittel, um die es im Spiel geht, sind echt. Am Ende stehen eine Reihe von Empfehlungen an die Politik.

Schauen Sie sich hier ein Video zu den Budget Games an:

 

Luke Hohmann, Mitgründer der Stiftung und damit Pioneer der Bürgerhaushalts-Bewegung in den USA, beschreibt in seinem jüngsten Artikel auf der Website der Open Government Partnership (OGP) sieben Erfolgsfaktoren für Bürgerhaushalte:

  1. Starten Sie mit einem ernsten Spiel.
    Spiele regen zum Perspektivwechsel an und fördern damit das Verständnis und die Empathie. Aus Spielen können wichtige Ergebnisse hervorgehen, die von der Politik genutzt werden können.
  2. Binden Sie sowohl Politik als auch Bürger ein.
    Es ist wichtig, dass diejenigen, die am Ende entscheiden, in den Prozess eingebunden werden.
  3. Bilden Sie kleine Gruppen.
    Gruppen von 6 bis 8 Teilnehmenden sind ideal, da sie intensive Diskussionen ermöglichen.
  4. Integrieren Sie fachliche Experten.
    Damit ermöglichen Sie es den Bürgern, auch komplexe Sachverhalte zu verstehen. Außerdem fördert es das Verständnis der Experten für die Bedürfnisse der Bürger.
  5. Nutzen Sie professionelle Moderatoren.
    Professionelle Moderatoren sorgen für einen konstruktiven Ablauf.
  6. Stellen Sie Essen zur Verfügung.
    Essen sollte Teil jeden Events sein.
  7. Teilen Sie die Ergebnisse.
    "Bürgern eine Stimme geben" darf nicht alles sein. Die Bürger wollen wissen, was mit ihrem Input passiert.

 

Quellen:

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